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56. Ordentlicher DBV-Verbandstag findet in digitaler Form statt

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Die Mitglieder des DBV-Präsidium stellen sich der Fotografin. Foto: Claudia Pauli
Der 56. Ordentliche Verbandstag des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) wird Ende Oktober 2020 nicht als Präsenzveranstaltung in Saarbrücken durchgeführt, sondern in digitaler Form. Diese Entscheidung traf das DBV-Präsidium am Montagabend (19. Oktober 2020) nach einer Videokonferenz mit den Präsident*innen bzw. Vorsitzenden der Badminton-Landesverbände und dem Präsidenten des Deutschen Badminton-Ligaverbandes (DBLV). Grund für diesen – einstimmigen – Beschluss sind die bundesweit stark ansteigenden Infektionszahlen im Zusammenhang mit dem Coronavirus und die damit verbundenen Risiken, gerade auch im Hinblick auf Reisetätigkeit. „Ich bedauere sehr, dass sich das Infektionsgeschehen so gestaltet, dass wir den DBV-Verbandstag in diesem Jahr – trotz Verlegung vom Frühsommer auf den Herbst – nicht als Präsenzsitzung durchführen können. Persönliche Begegnungen ermöglichen aus meiner Sicht deutlich bessere Diskussionen als ein Austausch über Onlineplattformen. Zudem wären einige Tagesordnungspunkte vor Ort zweifelsohne weitaus ansprechender umsetzbar gewesen. Ich denke etwa an Ehrungen, Verabschiedungen und die Vorstellung des ersten Entwurfs des DBV-Strategieplans 2021-2024. Aber die Gesundheit und der Schutz der Delegierten haben oberste Priorität“, sagte DBV-Präsident Thomas Born. Nachdem klar war, dass die Sitzung zum ursprünglich vorgesehenen Zeitpunkt – am 6. Juni 2020 in Berlin – nicht würde stattfinden können, sah die neue Planung vor, dass das höchste Organ des olympischen Spitzenverbandes am 31. Oktober 2020 in der Saarlandhalle tagt. Auch die Konferenz, die das DBV-Präsidium entsprechend der Satzung des DBV jeweils am Tag vor dem Ordentlichen Verbandstag mit den Präsident*innen bzw. Vorsitzenden der Badminton-Landesverbände und dem Präsidenten des Deutschen Badminton-Ligaverbandes abhält, wurde als Präsenzsitzung abgesagt und erfolgt nun am 30. Oktober 2020 als Videokonferenz. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Perfekter Wiedereinstieg ins internationale Turniergeschehen

Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich. Foto: Claudia Pauli
Mit einem „Paukenschlag“ sind Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) nach siebenmonatiger Wettkampfpause auf internationaler Ebene ins Turniergeschehen zurückgekehrt: Die EM-Dritten von 2018 im Mixed holten bei den mit 750.000,- US-Dollar dotierten DANISA Denmark Open (13. bis 18. Oktober 2020 in Odense/Dänemark) als Nummer vier der Setzliste den Titel. Damit verzeichneten die Kandidaten für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio/Japan einen der größten Erfolge in ihrer Karriere. Im Finale bezwangen die Perspektivkaderathleten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) die zweimaligen Europameister Chris Adcock/Gabrielle Adcock (England; Setzplatz 3) mit 18:21, 21:11, 21:14.
Bereits in der Vorschlussrunde hatten Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich mit dem 21:18, 21:18-Erfolg über die Gewinner der 2. European Games 2019, Marcus Ellis/Lauren Smith (ebenfalls England; Setzplatz 2), ein „Ausrufezeichen“ gesetzt. Zuvor warfen die Deutschen zwei dänische Paarungen aus dem Turnier der Kategorie „HSBC BWF World Tour Super 750“. Hannes Käsbauer, der Leiter des Bundesstützpunktes Doppel/Mixed in Saarbrücken, meinte: „Mark und Isabel haben das gesamte Turnier über ihre Leistung gebracht und im Finale am Ende als klar bessere Paarung verdient gewonnen. Nach der langen Pause und den vielen Ungewissheiten tut den beiden der Sieg richtig gut. Er gehört aus meiner Sicht aber der gesamten Trainingsgruppe. Sie hat die vergangenen Monate gemeinsam gemeistert und in Dänemark zahlreiche gute Leistungen gezeigt. Das gibt viel Motivation für die SaarLorLux Open und die kommende Zeit, die neben Training natürlich weiterhin auch viele Herausforderungen mit sich bringt.” So erreichte in Odense beispielsweise die amtierende Deutsche Meisterin im Dameneinzel, Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen), das Halbfinale. Der aktuelle nationale Champion im Herreneinzel, Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen), sowie die DM-Dritten von 2020 im Herrendoppel, Jones Jansen/Peter Käsbauer (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), kamen bis ins Viertelfinale.
Als zuvor letztes Turnier, das 2020 im Rahmen der HSBC BWF World Tour des Badminton-Weltverbandes BWF ausgetragen worden war, fanden im März in Birmingham/England die YONEX All England Open (11. bis 15. März 2020) statt. Nach der Veranstaltung der Kategorie „HSBC BWF World Tour Super 1.000“, bei der ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 1,1 Millionen US-Dollar ausgeschüttet wurde, musste die HSBC BWF World Tour aufgrund der Corona-Pandemie bis Mitte Oktober unterbrochen werden. Auch nach den DANISA Denmark Open wird 2020 kein entsprechendes Turnier mehr durchgeführt.
Allerdings steht in diesem Jahr noch ein Turnier an, das zur BWF Tour des Badminton-Weltverbandes zählt: Für den Zeitraum 27. Oktober bis 1. November sind in Saarbrücken die mit 90.000,- US-Dollar dotierten SaarLorLux Badminton Open geplant, ein Turnier der Kategorie „BWF Tour Super 100“.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

50. Erstligaspielzeit in der Historie

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Aktueller Vorstand des DBLV. Foto: Helmut Ruppert
Auftakt der Spielzeit 2020/2021 in der 1. Badminton-Bundesliga am 18. Oktober. Dies ist zugleich die erste Saison unter Federführung des DBLV.
Wenn am 18. Oktober die zehn Erstligisten in die Badminton-Bundesligasaison 2020/2021 starten, erwartet die Mannschaften zum einen ein besonderes Jubiläum, zum anderen kommt es in verschiedener Hinsicht zu einer Premiere: Eingeführt zur Spielzeit 1971/1972, steht 2020/2021 die 50. Saison im Badminton-Oberhaus in der Geschichte an. Dabei sind zwei Vereine – die SG Schorndorf (Badminton-Landesverband Baden-Württemberg) und der SV GutsMuths Jena (Badminton-Landesverband Thüringen) – erstmalig in der Eliteklasse vertreten. Sie stiegen nach der – coronabedingt abgebrochenen – Saison 2019/2020 aus der 2. Bundesliga in die 1. Bundesliga auf.
Da die Spieltage, die in der Saison 2019/2020 noch im Rahmen der Punktspielrunde angestanden hätten, sowie die anschließenden Play-off-Viertelfinalpartien und das Final-Four um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft nicht nachgeholt wurden, geht außerdem zum ersten Mal in der Badmintonhistorie keine Mannschaft als Titelverteidiger an den Start.
Eine Neuerung besteht darüber hinaus darin, dass die bevorstehende Spielzeit die erste ist, die organisatorisch unter dem Dach des Deutschen Badminton-Ligaverbandes (DBLV) ablaufen wird. Beim DBLV handelt es sich um die juristisch selbstständige Organisation der Vereine und Kapitalgesellschaften der 1. Bundesliga und der 2. Bundesligen, die seit dem 1. Januar 2020 – neben den 16 Badminton-Landesverbänden – dem Deutschen Badminton-Verband (DBV) als Mitglied angehört. Die Mitgliedschaft ist dabei außerordentlich und zudem zeitlich befristet: Die Aufnahme des DBLV als außerordentliches Mitglied im DBV endet nach dem Abschluss der Saison 2022/2023. Der Deutsche Badminton-Ligaverband verfolgt das Ziel, den am Bundesligaspielbetrieb beteiligten Vereinen mehr Eigenständigkeit unter dem Dach des DBV zu verschaffen, insbesondere in Bezug auf die Durchführung des Spielbetriebs. Punktspielrunde mit anschließender Play-off-Runde. Wie in der vorangegangenen Saison tragen die Erstligisten zunächst eine Punktspielrunde aus, die aus einer Hin- und einer Rückrunde besteht, d. h., jede Mannschaft bestreitet gegen jede andere je ein Heim- und ein Auswärtsspiel. Die Punktspielrunde wird am 11. April 2021 mit den Begegnungen vom 18. Spieltag abgeschlossen. Wer nach Beendigung der Punktspielrunde Tabellenrang eins oder zwei belegt, steht automatisch im „Final-Four“ um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Die Endrunde um den „Riegel-Pokal“ ist 2021 für den 8./9. Mai vorgesehen. Die beiden weiteren Teilnehmer am „Final-Four“ werden in Play-off-Viertelfinalspielen ermittelt, die am Wochenende 24./25. April 2021 stattfinden. Der Tabellendritte nach Abschluss der Punktspielrunde trifft darin auf den Tabellensechsten, der Tabellenvierte auf den Tabellenfünften.
In der Hin- und der Rückrunde werden auch in der Saison 2020/2021 pro Begegnung sieben Matches bestritten: zwei Herreneinzel, ein Dameneinzel, zwei Herrendoppel, ein Damendoppel und ein Mixed. Bei einem Endstand von 7:0 bzw. 6:1 erhält die Siegermannschaft drei Punkte. Geht das Aufeinandertreffen 5:2 aus, werden dem Gewinner zwei Punkte zugesprochen. Steht es nach den sieben Matches 4:3, bekommt der Sieger zwei Punkte und der unterlegene Verein einen Punkt. Gezählt werden für die Tabelle ausschließlich Pluspunkte. Jedes Match besteht aus drei Gewinnsätzen bis elf Punkte, wobei eine Verlängerung bis 15 Punkte möglich ist. Ab dem Stand von 10:10 gewinnt die Seite, die zuerst zwei Punkte Vorsprung hat. Kommt es zum Stand von 14:14, entscheidet der nächste Punkt (15:14).
Derjenige Verein, der nach Abschluss der Punktspielrunde Tabellenplatz zehn belegt, steigt automatisch in die – in eine Nord- und eine Süd-Staffel gegliederte – 2. Bundesliga ab. Der Tabellenneunte erhält die Möglichkeit, im Rahmen der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga den Klassenerhalt zu wahren. Gegner des betreffenden Erstligisten sind die Meister der 2. Bundesliga Nord und Süd. Die beiden erfolgreichsten Mannschaften der Aufstiegsrunde – die wie das „Final-Four“ um den DM-Titel an einem Wochenende und an einem Ort stattfindet – dürfen schließlich in der Saison 2021/2022 in der Eliteklasse antreten. Der Termin der Aufstiegsrunde ist im Jahr 2021 der 24./25. April. Sie findet damit parallel zu den Play-off-Viertelfinalspielen der Erstligisten statt.
Die Zusammensetzung der 1. Bundesliga in der Saison 2020/2021 (10 Mannschaften): BC Saarbrücken-Bischmisheim I ,Saarland, 1. Bundesliga: Platz 1 TV Refrath I ,Nordrhein-Westfalen, 1. Bundesliga: Platz 2 Blau-Weiss Wittorf, Schleswig-Holstein, 1. Bundesliga: Platz 3 1. BC Wipperfeld, Nordrhein-Westfalen, 1. Bundesliga: Platz 4 SC Union Lüdinghausen Nordrhein-Westfalen, 1. Bundesliga: Platz 5 TSV Trittau I, Hamburg, 1. Bundesliga: Platz 6 1. BC Beuel I, Nordrhein-Westfalen, 1. Bundesliga: Platz 8 TSV Neuhausen-Nymphenburg, Bayern, 1. Bundesliga: Platz 10 SG Schorndorf, Baden-Württemberg, 2. Bundesliga Süd: Platz 2 SV GutsMuths Jena, Thüringen, 2. Bundesliga Süd: Platz 4

Zweitligaauftakt 2020/2021 schon am 3. Oktober

Die Zweitligisten starten bereits am 3. Oktober in die neue Spielzeit. Die zweithöchste deutsche Spielklasse wurde zur Saison 1988/1989 ins Leben gerufen, folglich steht 2020/2021 die 33. Spielzeit in der Historie an. Auch in der 2. Bundesliga kommt es in der bevorstehenden Saison zu Debüts: Der 1. CfB Köln (Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen), die TuS Schwanheim (Badminton-Landesverband Hessen) und die TuS Neuhofen (Badminton-Landesverband Rheinhessen-Pfalz) schlagen in der Spielzeit 2020/2021 erstmalig in ihrer Vereinsgeschichte in der zweithöchsten deutschen Spielklasse auf.
Die Zweitligisten treten ebenfalls nach dem Modus „jeder gegen jeden“ in einer Hin- und einer Rückrunde gegeneinander an. Die Rückrunde 2020/2021 endet für die betreffenden Vereine gleichsam am 11. April 2021. Dabei gehen in der neuen Saison 22 statt bis dato 20 Mannschaften an den Start – je elf in der Nord- und in der Süd-Staffel: 2019/2020 gab es aufgrund der besonderen Umstände im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie keine Absteiger aus den zweithöchsten deutschen Spielklassen, dennoch durften die berechtigten Vereine aus den Regionalligen hochrücken. Damit werden 2020/2021 in den 2. Bundesligen einmalig jeweils 22 Spieltage ausgetragen. Auch in der 2. Bundesliga war die vorangegangene Saison vorzeitig beendet worden. Um im Hinblick auf die Spielzeit 2021/2022 wieder die Sollzahl von je zehn Mannschaften zu erreichen, ist 2020/2021 ein vermehrter Abstieg erforderlich.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Ordentlicher DBV-Verbandstag verschoben

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Die Mitglieder des DBV-Präsidium stellen sich der Fotografin. Foto: Claudia Pauli
Nachdem das Präsidium des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) bereits am 13. März 2020 beschlossen hatte, aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus den DBV-Spielbetrieb – zunächst – bis zum 31. Mai 2020 auszusetzen, entschied das Führungsgremium des olympischen Spitzenverbandes nun, ferner den für den 6. Juni 2020 in Berlin vorgesehenen 56. Ordentlichen DBV-Verbandstag sowie die damit einhergehenden Veranstaltungen abzusetzen und auf einen derzeit unbestimmten Zeitpunkt zu verschieben.
„Nach Abwägung der Risiken aufgrund der aktuellen Corona-Epidemie in Deutschland, den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und zum Schutz aller Delegierten des DBV und der Badminton-Landesverbände hat das DBV-Präsidium in Abstimmung mit den Verantwortlichen des ausrichtenden Badminton-Landesverbandes Berlin-Brandenburg diesen Beschluss gefasst“, erläuterte DBV-Präsident Thomas Born (Berlin).
Das Präsidium des Deutschen Badminton-Verbandes geht demnach davon aus, dass der 56. Ordentliche DBV-Verbandstag nicht vor Oktober 2020 stattfinden kann. Nach aktueller Gesetzeslage ist eine Durchführung bis zum 31. Dezember 2020 erforderlich. Die gewählten und berufenen DBV-Funktionsträgerinnen und -Funktionsträger bleiben bis zu einer eventuellen Abberufung oder bis zur Bestellung einer Nachfolgerin bzw. eines Nachfolgers im Amt.
Die inhaltlichen Schwerpunkte des 56. Ordentlichen DBV-Verbandstages bilden die Diskussion und Abstimmung über Anträge auf Änderungen der Satzung und verschiedener Ordnungen des DBV, die Genehmigung des DBV-Haushaltes, die Entlastung von DBV-Organen, die Vergabe von Meisterschaften für die Spielsaison 2021/2022 und – nicht zuletzt – Wahlen zum Präsidium. So enden 2020 die Amtszeiten von Präsident Thomas Born und von Vizepräsident Karl-Heinz Zwiebler (Bonn). Die anderen Präsidiumsmitglieder, über die der DBV-Verbandstag entscheidet, stehen hingegen turnusgemäß erst im Jahr 2022 wieder zur Wahl.
Entsprechend der Satzung des DBV hält das DBV-Präsidium jeweils am Tag vor dem Ordentlichen Verbandstag mit den Präsidentinnen und Präsidenten bzw. Vorsitzenden der BadmintonLandesverbände eine Konferenz ab. Im Anschluss an den DBV-Verbandstag trifft sich traditionell das Referat Spielbetrieb O19 des DBV mit den Sportwarten der BadmintonLandesverbände und den Gruppensportwarten zu einer Tagung.
Am Vorabend des DBV-Verbandstages begrüßen die Verantwortlichen des gastgebenden Badminton-Landesverbandes stets im Rahmen eines Empfangs mit Abendessen alle Delegierten und deren Begleitpersonen aus den Landesverbänden bzw. vom DBV sowie weitere Gäste. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Länderspiele gegen Schottland werden verschoben

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Flagge Schottland
Angesichts der prekären Situation im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 hat der Deutsche Badminton-Verband (DBV) als Veranstalter der für den 6. und 7. April 2020 in Frankenthal (Rheinland-Pfalz) und Bad Hersfeld (Hessen) geplanten Freundschaftsländerspiele der deutschen Badminton-Nationalmannschaft gegen Schottland in Absprache mit den jeweiligen Ausrichterteams und dem schottischen Badminton-Verband die Verlegung der Begegnungen in den Herbst dieses Jahres beschlossen.
„Die Verantwortlichen beim schottischen Badminton-Verband haben bereits zugesagt, dass sie nach einem geeigneten Termin im September suchen“, erläutert DBV-Geschäftsführer Roland Herres. Da die Freundschaftsländerspiele auch dann in Frankenthal und Bad Hersfeld stattfinden sollen, behalten schon gekaufte Eintrittskarten ihre Gültigkeit. Tickets können aber auch an den entsprechenden Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.
Die Ausrichtung der Freundschaftsländerspiele gegen Schottland liegt in den Händen von Heinz Bußmann von Advantage Event Projekte (AEP) aus Delmenhorst, der bereits mehr als 100 Länderspiele für den DBV organisiert hat. Dabei kooperiert er in Frankenthal mit dem TSV Eppstein und in Bad Hersfeld mit dem TV Hersfeld.
Sobald die neuen Termine für die Begegnungen mit Schottland feststehen, werden diese u. a. auf der DBV-Homepage unter www.badminton.de bekannt gegeben. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Deutschlands Damen sind erneut Vizeeuropameister

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Das deutsche Damenteam bei der Siegerehrung. V.l.: Miranda Wilson, Isabel Herttrich, Yvonne Li, Ann-Kathrin Spöri, Kilasu Ostermeyer, Stine Küspert, Linda Efler, Fabienne Deprez, Cheng Wen Hsing (Bundestrainerin Doppel/Mixed), Lara Käpplein. Foto: Claudia Pauli.
Die Spielerinnen des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) haben sich zum zweiten Mal in Folge zum Vizeeuropameister gekürt. Bei der EM für Herren- und für Damennationalmannschaften 2020 (11. bis 16. Februar in Liévin/Frankreich) musste sich die an Position vier notierte Auswahl von Chef-Bundestrainer Detlef Poste erst am Sonntag (16. Februar) im Finale dem topgesetzten Titelverteidiger Dänemark mit 1:3 geschlagen geben.
Die Nordeuropäerinnen hatten bereits bei der vorangegangenen Auflage der European Men’s & Women’s Team Championships, 2018 im russischen Kasan, das Endspiel gegen Deutschland für sich entschieden. Auch damals gewann Dänemark mit 3:1.
Seit die EM für Herren- und für Damennationalmannschaften – im Jahr 2006 – in der Form, wie sie aktuell Bestand hat, eingeführt wurde, gelang es den Spielerinnen des DBV bei jeder Austragung, eine Medaille zu holen. „Alles war heute möglich. Wir hätten es ebenso verdient gehabt“, sagte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz nach dem Endspiel in Liévin.
Nach souveränen Siegen in der Gruppenphase gegen die Slowakei, Portugal und Lettland (jeweils 5:0) hatte das deutsche Damenteam bei den European Men’s & Women’s Team Championships 2020 im Viertelfinale gegen Ungarn ebenfalls klar gewonnen (3:0). Im Halbfinale verzeichnete die Auswahl des DBV einen 3:1-Erfolg über Schottland.
Das hervorragende Abschneiden in Liévin bedeutete für die deutschen Spielerinnen zugleich die Qualifikation für die Weltmeisterschaft für Herren- und Damennationalmannschaften 2020 (16. bis 24. Mai in Aarhus/Dänemark). Im EM-Team standen vier Nachwuchsasse, die in diesem Jahr erstmalig bei einer Europameisterschaft im Erwachsenenbereich aufschlugen.
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Yvonne Li gewann das Spitzeneinzel in drei Sätzen. Foto: Claudia Pauli.
In Finale bezwang zum Auftakt die Deutsche Meisterin Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen) im 1. Dameneinzel Julie Dawall Jakobsen (Weltranglistenplatz 48) mit 19:21, 24:22, 21:16. „Wir waren beide super-nervös und haben zu Beginn beide viel durch die Mitte gespielt und darauf gewartet, wer den ersten Fehler macht. Am Ende war es richtig anstrengend, das war ein richtig harter Fight. Nachdem ich gestern verloren habe, bin ich nun umso glücklicher, dass ich die Mannschaft in Führung gebracht habe“, sagte die Weltranglisten42. nach dem zweiten Sieg im siebten Vergleich mit der Dänin. Im nachfolgenden 1. Damendoppel mussten sich Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 33) ihren dänischen Kontrahentinnen Alexandra Bøje/Mette Poulsen (Weltranglistenplatz 38) nach einer Spielzeit von 80 Minuten hauchdünn mit 24:22, 16:21, 19:21 geschlagen geben. „Wir hatten im dritten Satz einen sehr schlechten Start, lagen 0:6 hinten, und haben uns dann gut zurückgekämpft“, meinte die 25 Jahre alte Linda Efler. Ihre Doppelpartnerin Isabel Herttrich ergänzte: „Am Ende waren es dann unter anderem zwei blöde Entscheidungen von mir, die den Ausschlag gegeben haben.“ Linda Efler und Isabel Herttrich standen Alexandra Bøje/Mette Poulsen erstmalig im Rahmen eines Turniers gegenüber.
Im anschließenden 2. Dameneinzel unterlag Fabienne Deprez (Club de Badminton d’Aulnay-sousBois/Frankreich; Weltranglistenplatz 64) der U19-Vizeweltmeisterin von 2018, Line Christophersen (Weltranglistenplatz 55), mit 14:21, 11:21. „Das war nichts. Ich bin zu keiner Zeit ins Spiel gekommen, das hat es mir schwer gemacht. Ich hatte unter anderem Probleme mit der Länge und der Höhe – heute hat einfach gar nichts gestimmt. Sie war einfach besser“, zog Fabienne Deprez selbstkritisch ein Fazit. Die Deutsche Vizemeisterin bestritt anlässlich der Team-EM in Liévin erstmalig ein Wettkampfmatch gegen die 20 Jahre alte Dänin.
Den 3:1-Gesamtsieg machten die Nordeuropäerinnen durch einen Drei-Satz-Erfolg im 2. Damendoppel perfekt: Maiken Fruergaard/Amalie Magelund behielten darin mit 19:21, 21:17, 21:12 gegenüber Stine Küspert/Kilasu Ostermeyer (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TV Refrath) die Oberhand. Derzeit wird keine der beiden Paarungen in der Weltrangliste geführt. Die Damenduos trafen anlässlich der Titelkämpfe zum ersten Mal aufeinander. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Deutschlands Damen spielen erneut um den EM-Titel

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Die erst 18 Jahre alte Ann-Kathrin Spöri sorgte für den 2:1-Zwischenstand aus Sicht des DBV.. Foto: Claudia Paul
Die Spielerinnen des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) haben zum zweiten Mal in Folge bei der Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften (2020 vom 11. bis zum 16. Februar in Liévin/Frankreich) das Finale erreicht. Die amtierenden Vizeeuropameisterinnen gewannen am Samstag (15. Februar) als Nummer vier der Setzliste ihre Halbfinalpartie gegen Schottland mit 3:1.
„Das war erneut eine Top-Vorstellung! Unsere Spielerinnen waren taktisch sehr gut eingestellt – großes Lob an das Trainerteam“, sagte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.
Im Finale am Sonntag (16. Februar, 10.00 Uhr) trifft Deutschland auf das an Position eins notierte Team aus Dänemark, das seine Vorschlussrundenbegegnung mit EM-Gastgeber Frankreich (Setzplatz 3) ebenfalls mit 3:1 für sich entschied. Damit kommt es in der Arena Stade Couvert de Liévin zur Neuauflage des EM-Endspiels von 2018: Im russischen Kasan gelang den Nordeuropäerinnen seinerzeit ein 3:1-Sieg über Deutschland.
Bei den diesjährigen Titelkämpfen musste sich zu Beginn der Halbfinalbegegnung mit Schottland die zweimalige Deutsche Meisterin Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen) im 1. Dameneinzel der 26jährigen Kirsty Gilmour mit 21:19, 19:21, 15:21 geschlagen geben. „Im zweiten Satz habe ich 8:4 geführt, dann ist sie zurückgekommen und ich bin weggebrochen. Das ist bitter. Das wäre ein wichtiger Punkt gewesen. Es tut mir leid für das Team, dass ich das Spiel nicht geholt habe. Ich ärgere mich gerade so arg“, sagte die 21 Jahre alte Weltranglisten-42. aus Deutschland unmittelbar nach dem ersten Aufeinandertreffen in ihrer Karriere mit Kirsty Gilmour (Weltranglistenplatz 30) im Rahmen eines Turniers.
Im anschließenden 2. Dameneinzel ließ die amtierende Deutsche Vizemeisterin Fabienne Deprez (Club de Badminton d’Aulnay-sous-Bois/Frankreich) Rachel Sugden, die in der 1. Badminton-Bundesliga für den 1. BV Mülheim aufschlägt, keine Chance: Die 28-Jährige (Weltranglistenplatz 64) besiegte in ihrem 50. Länderspiel im Erwachsenenbereich ihre zehn Jahre jüngere Kontrahentin (Weltranglistenplatz 379) mit 21:13, 21:8 und glich damit in der Partie zwischen Deutschland und Schottland zum 1:1-Zwischenstand aus. „Die Mädels hinter dem Feld geben alles, das hat mich zusätzlich beflügelt“, dankte Fabienne Deprez ihren Teamkolleginnen für deren Unterstützung. Auch Fabienne Deprez und Rachel Sugden standen sich anlässlich der Titelkämpfe in Liévin erstmalig in einem Wettkampf gegenüber.
„Ich bin super-happy, dass ich dem Team helfen konnte“, so Ann-Kathrin Spöri, nachdem sie die deutsche Mannschaft durch einen 19:21, 21:17, 21:9-Erfolg im nachfolgenden 3. Dameneinzel über Julie MacPherson mit 2:1 erstmalig in Führung gebracht hatte. „Ich wusste, ich kann es machen, es wird aber nicht leicht. Am Anfang war ich ein bisschen nervös. Ich wollte zu viel – zu viel zeigen: Ich kann das. Nachher wurde ich ruhiger“, erläuterte die 18-Jährige (Weltranglistenplatz 370), die 2020 zum ersten Mal bei einer Europameisterschaft im Erwachsenenbereich aufschlägt. Die Teilnehmerin an den Olympischen Jugendspielen 2018 bestritt anlässlich der European Men’s & Women’s Team Championships in Liévin zum ersten Mal ein Wettkampfmatch gegen die 22 Jahre alte Schottin, die aktuell nicht in der Weltrangliste geführt wird.
Den Einzug ins Endspiel machten im anschließenden 1. Damendoppel die Routiniers Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) perfekt: Die Weltranglisten-33. des DBV setzten sich mit 21:19, 21:14 gegen Eleanor O’Donnell/Ciara Torrance (Weltranglistenplatz 161) durch. Auch dieses Aufeinandertreffen bedeutete eine Premiere bei einem Turnier. Ciara Torrance ist in der 1. Badminton-Bundesliga die Mannschaftskollegin von Linda Efler – und entsprechend auch von Yvonne Li – beim SC Union Lüdinghausen.
Alle Ergebnisse der Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften sind auf der DBV-Homepage unter www.badminton.de, auf der Veranstaltungswebseite unter https://www.badminton2020.com/uk/home sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com (Stichwort „2020 European Men’s & Women’s Team Championships“) erhältlich. Im Internet unter www.badmintoneurope.tv werden derweil Livestreams gezeigt. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Max Weißkirchen ist Deutscher Meister im Herreneinzel

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Max Weisskirchen. Foto: BC Beuel
Max Weißkirchen vom 1. BC Beuel hat bei den Deutschen Meisterschaften in Bielefeld den Titel im Herreneinzel zum zweiten Mal erfolgreich verteidigt. Der 23jährige Beueler setzte sich im Endspiel gegen Lars Schänzler (TV Refrath) in 63 Minuten mit 21:18, 14:21, 21:14 durch.
Neben dem Titel Herreneinzel sicherte Sich Weißkirchen einen ganzen Medaillensatz. Im Mixed wurde er mit Fabienne Deprez Zweiter. Das Duo aus zwei Einzelspielern unterlag erst im Endspiel gegen Jones Ralfy Jansen (1. BC Wipperfeld) und Kilasu Ostermeyer (TV Refrath) 19:21, 16:21. Im Herrendoppel erreichten Weißkirchen und Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld) das Halbfinale und gewannen damit Bronze. Sie verloren hauchdünn gegen Jan Colin Völker (TV Refrath) und Bjarne Geiss (BW Wittorf) 21:19, 19:21, 22:24.
Einen überraschenden zweiten Platz erreichte Lukas Resch mit Johannes Pistorius (TSV Freystadt). Im Endspiel zogen die beiden gegen Geiss/Völker mit 17:21 und 11:21 den Kürzeren. Über Bronze durfte sich zudem B.A.B.B.-Spielerin Brid Stepper, für den TV Marktheidenfeld startend, freuen. Hannah Pohl spielte sich zweimal ins Viertelfinale mit Nachwuchsspielerin Anna Mejikovskiy im Damendoppel, die den Platz von der erkrankten Lisa Kaminski einnahm und mit Tobias Wadenka (TSV Neuhausen-Nymphenburg) im Mixed. Andreas Kruse

Yvonne Li zweifache Titelträgerin in Bielefeld

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Jan Colin Völker (hinten) und Bjarne Geiss holten jeweils ihren ersten DM-Titel in der Altersklasse O19. Foto: Claudia Pauli
Bei den Deutschen Einzelmeisterschaften 2020 in Bielefeld (30. Januar bis 2. Februar) hat Tokio 2020-Kandidatin Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen) zwei Titel geholt und sich damit zur erfolgreichsten Teilnehmerin gekürt. Die 21-Jährige ließ als erste Spielerin seit Nicole Grether (SC Bayer 05 Uerdingen) im Jahr 2001 bei derselben Veranstaltung sowohl im Dameneinzel als auch im Damendoppel die gesamte Konkurrenz hinter sich.
Je eine Goldmedaille gewannen Linda Efler (SC Union Lüdinghausen; im Damendoppel), Bjarne Geiss (Blau-Weiss Wittorf; im Herrendoppel), Jones Jansen (1. BC Wipperfeld; im Mixed), Kilasu Ostermeyer (TV Refrath; im Mixed), Jan Colin Völker (TV Refrath; im Herrendoppel) und Max Weißkirchen (1. BC Beuel; im Herreneinzel).

Herreneinzel

Im Herreneinzel sicherte sich Max Weißkirchen zum dritten Mal in Folge den Titel. In einem ebenso hochklassigen wie spannenden Endspiel behielt der 23 Jahre alte Teilnehmer an den Olympischen Jugendspielen 2014 mit 21:18, 14:21, 21:14 gegenüber Lars Schänzler (TV Refrath) die Oberhand. Der 24-Jährige verbuchte damit sein bislang bestes Ergebnis bei den nationalen Meisterschaften in der Altersklasse O19. Zuvor war Lars Schänzler dreimal in Serie im Halbfinale ausgeschieden und folglich Dritter geworden. „Im zweiten Satz hat Lars das Tempo angezogen. Er war dann irgendwann fünf, sechs Punkte weg, sodass ich mich auf den dritten Satz konzentriert habe und da noch einmal alles geben wollte. Das hat zum Glück geklappt, ich bin happy“, meinte Max Weißkirchen.

Dameneinzel

In einer Neuauflage des Endspiels von 2019 setzte sich Yvonne Li mit 21:12, 16:21, 21:8 gegen Fabienne Deprez (FC Langenfeld) durch. „Fabienne ist eine sehr starke Spielerin. Im zweiten Satz hat sie das Tempo bestimmt, aggressiver gespielt und wenige Fehler gemacht – und es damit mir schwer gemacht. Ich bin froh, dass es dann am Ende doch deutlich war“, sagte die 21-Jährige. Während Yvonne Li ihren 2019 im Dameneinzel gewonnenen Titel erfolgreich verteidigte, verpasste die 27 Jahre alte Fabienne Deprez ihren zweiten DMTriumph in dieser Disziplin nach 2013.

Herrendoppel

Im Herrendoppel holten Bjarne Geiss/Jan Colin Völker jeweils den ersten DM-Titel im Erwachsenenbereich. Die Nachwuchsspieler des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) verzeichneten im Finale einen souveränen 21:17, 21:11-Erfolg über Johannes Pistorius/Lukas Resch (TSV Freystadt/1. BC Beuel). „Ich bin sehr glücklich, der Titel ist ein sehr, sehr großer Erfolg“, meinte der 21 Jahre alte Jan Colin Völker. Dessen ein Jahr älterer Doppelpartner Bjarne Geiss ergänzte: „Dass es jetzt endlich zum Titelgewinn gereicht hat, ist super!“ 2018 und 2019 hatten Bjarne Geiss/Jan Colin Völker in Bielefeld jeweils die Vorschlussrunde erreicht und damit Bronze geholt. Johannes Pistorius wurde nach 2018 zum zweiten Mal Deutscher Vizemeister im Herrendoppel. Vor zwei Jahren war er an der Seite von Peter Käsbauer (1. BC SaarbrückenBischmisheim) ins DM-Endspiel eingezogen. Lukas Resch, der nach den Deutschen Einzelmeisterschaften 2020 seine Karriere als Leistungssportler beenden wird, gewann anlässlich der 68. nationalen Titelkämpfe seine erste DM-Medaille in der Altersklasse O19.

Damendoppel

Im Damendoppel gelang Linda Efler die erfolgreiche Titelverteidigung. Nachdem die 25-Jährige im Vorjahr an der Seite von Isabel Herttrich (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) zum ersten Mal bei den Deutschen Einzelmeisterschaften Platz eins in dieser Disziplin belegt hatte, entschied sie nun mit ihrer Vereinskollegin Yvonne Li das Finale für sich. Die 21-Jährige, die in der 1. BadmintonBundesliga regelmäßig mit Linda Efler das Damendoppel bestreitet, war kurzfristig für Isabel Herttrich eingesprungen, die krankheitsbedingt ihren Start in Bielefeld absagen musste. „Der Druck ist hier ein ganz anderer als in der Bundesliga: Deutsche Meisterschaften sind nur einmal im Jahr. Es hat mir mit Linda viel Spaß gemacht und es ist cool, dass es so gut geklappt hat“, so Yvonne Li nach dem 21:18, 21:10-Sieg gegen Kilasu Ostermeyer und Franziska Volkmann (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim). Franziska Volkmann stand in diesem Jahr erstmalig in ihrer Karriere bei den nationalen Titelkämpfen O19 in einem Endspiel. Für Kilasu Ostermeyer war es das erste Finale im Damendoppel bei den Deutschen Einzelmeisterschaften. „Die erfolgreiche Titelverteidigung bedeutet mir sehr viel. Der Plan, den wir für das Finale hatten, ist aufgegangen“, sagte Linda Efler erfreut.

Mixed

Im letzten Match des vierten Veranstaltungstages holte Jones Jansen seine insgesamt zweite DMGoldmedaille im Erwachsenenbereich, während Kilasu Ostermeyer diesbezüglich ihre Premiere feierte. Das Duo setzte sich im Endspiel des Mixedwettbewerbs mit 21:19, 21:16 gegen Max Weißkirchen/Fabienne Deprez durch. Jones Jansen wurde 2018 an der Seite von Josche Zurwonne (SC Union Lüdinghausen) Deutscher Meister im Herrendoppel. Kilasu Ostermeyers bis dato größter Erfolg bei den nationalen Titelkämpfen O19 datiert ebenfalls aus dem Jahr 2018. Damals gewann die heute 22-Jährige gemeinsam mit Nikolaj Persson (TSV Trittau) im Gemischten Doppel Silber.

Yvonne Li und Mark Lamsfuß als „Spieler des Jahres 2019“ geehrt

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Die „Spieler des Jahres 2019” im Erwachsenenbereich: Yvonne Li und Mark Lamsfuß. Foto: Claudia Pauli
Yvonne Li und Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld) sind die „Spieler des Jahres 2019“ im Erwachsenenbereich. Die 21-Jährige und ihr vier Jahre älterer Nationalmannschaftskollege erhielten im Rahmen der vom Fachmagazin BADMINTON SPORT in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Badminton-Verband veranstalteten Wahl jeweils die meisten Stimmen in der Kategorie „O19“ und wurden am Finaltag der 68. Deutschen Einzelmeisterschaften entsprechend geehrt. Die Übergabe der vom „Club der Deutschen Meister und der Freunde des Badmintonsports“ gestifteten Pokale nahmen gemeinsam DBV-Präsident Thomas Born und Dr. Claudia Pauli, Pressesprecherin des DBV sowie BADMINTON SPORT-Chefredakteurin, vor.
Beide DBV-Asse entschieden die Publikumswahl, die 2007 ihre Premiere erlebte, erstmalig für sich. Seitens der Verantwortlichen im DBV waren erneut bei den Damen wie bei den Herren drei Aktive nominiert worden, die im betreffenden Jahr herausragende Erfolge erzielt hatten.
So kürte sich die 22-malige deutsche Nationalspielerin Yvonne Li etwa 2019 erstmalig zur Deutschen Meisterin im Dameneinzel und erreichte bei den European Games in Minsk/Weißrussland in dieser Disziplin das Viertelfinale. Mark Lamsfuß stand bei den European Games sowohl im Herrendoppel (an der Seite von Marvin Seidel vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) als auch im Mixed (gemeinsam mit dessen Vereinskollegin Isabel Herttrich) in der Runde der besten Acht. Bei den wenige Wochen später ausgetragenen Individual-Weltmeisterschaften kam der 25-Jährige mit Marvin Seidel bis ins Achtelfinale des Herrendoppelwettbewerbs.

„Markus-Keck-Gedächtnispokal“ an Mark Lamsfuß

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Mark Lamsfuß (l.) mit DBV-Präsident Thomas Born nach der Ehrung mit dem „Markus-Keck-Gedächtnispokal“. Foto: Claudia Pauli
Mark Lamsfuß durfte sich anschließend über eine weitere Ehrung von besonderer Bedeutung freuen: DBV-Präsident Thomas Born überreichte dem 28-maligen deutschen Nationalspieler – im Anschluss an eine kurze Laudatio – den „Markus-Keck-Gedächtnispokal“. Diese Trophäe wurde im Jahr 1997 von der Familie des viel zu früh verstorbenen, 20-maligen deutschen Nationalspielers Markus Keck für zehn Jahre gestiftet. Seitdem führt der DBV die Ehrung fort. Mit dem Pokal zeichnen die Verantwortlichen im DBV stets eine hervorragende Athletin bzw. einen hervorragenden Athleten aus, die bzw. der nicht allein in sportlicher Hinsicht überzeugt, sondern auch in Bezug auf ihre bzw. seine Persönlichkeit. Der „Markus-Keck-Gedächtnispokal“ wird traditionell im Rahmen der Deutschen Meisterschaften O19 verliehen. Claudia Pauli

Drei dritte Plätze für die Gastgeber

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SaarLorLux Badminton Open vom 29. Oktober bis zum 3. November 2019 in Saarbrücken Erfreuliche Bilanz aus Sicht der Gastgeber: Bei den SaarLorLux Badminton Open 2019 in Saarbrücken (29. Oktober bis 3. November) standen in drei Disziplinen Spielerinnen bzw. Spieler des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) im Halbfinale.
Während die 21 Jahre alte Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen) bei dem mit 75.000,- US-Dollar dotierten Turnier der Kategorie „BWF Tour Super 100“ im Dameneinzel die Vorschlussrunde erreichte, belegten Jones Jansen/Peter Käsbauer (1. BC Wipperfeld/1. BC SaarbrückenBischmisheim) im Herrendoppel und Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) im Damendoppel Rang drei.
Die Deutsche Meisterin Yvonne Li (Weltranglistenplatz 41) musste sich in ihrer Halbfinalpartie am Samstag (2. November) der 19 Jahre alten Dänin Line Christophersen (Weltranglistenplatz 87) mit 21:16, 11:21, 14:21 geschlagen geben, die im November 2018 bei der U19-WM Silber gewonnen hatte. Jones Jansen/Peter Käsbauer (Weltranglistenplatz 50) unterlagen in ihrer Vorschlussrundenbegegnung Di Zi Jian/Wang Chang aus China (Weltranglistenplatz 61) mit 15:21, 21:15, 12:21.
Die Deutschen Meisterinnen Linda Efler/Isabel Herttrich (Weltranglistenplatz 38) zogen derweil gegenüber Chloe Birch/Lauren Smith aus England (Weltranglistenplatz 30) knapp den Kürzeren (22:24, 19:21).
Bis ins Viertelfinale kamen in Saarbrücken seitens des DBV im Herreneinzel der Deutsche Meister Max Weißkirchen (1. BC Beuel; Weltranglistenplatz 192), im Herrendoppel Felix Hammes/Christopher Klauer (SV Fischbach/TV Refrath; Weltranglistenplatz 144) und im Mixed die Deutschen Meister Marvin Seidel/Linda Efler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 33) sowie Patrick Scheiel/Franziska Volkmann (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim).
Kurzfristig für das Turnier absagen mussten u. a. die Olympiasiegerin und dreimalige Weltmeisterin im Dameneinzel, Carolina Marin (Spanien), sowie Lokalmatador Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld). Der 25-Jährige, der am Bundesstützpunkt in Saarbrücken trainiert und auch in der Landeshauptstadt des Saarlandes wohnt, hätte im Herrendoppel mit Marvin Seidel und im Mixed mit Isabel Herttrich gute Chancen auf eine vordere Platzierung gehabt. Er fiel jedoch verletzungsbedingt aus.
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Alle Ergebnisse der SaarLorLux Badminton Open 2019 finden sich auf der Veranstaltungswebseite unter https://www.saarlorlux-open.de sowie im Internet unter www.tournamentsoftware.com (Stichwort „SaarLorLux Open 2019“).
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)