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Zwei EM-Medaillen für Mark Lamsfuß

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Mark Lamsfuß und Isabell Herttrich. Foto: Claudia Pauli
Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld) hat bei den Individual-Europameisterschaften 2021 in Kiew/Ukraine (27. April bis 2. Mai 2021) zwei Medaillen sicher: Der 26-Jährige gewann am Freitag (30. April 2021) zunächst an der Seite von Isabel Herttrich (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) seine Viertelfinalpartie im Mixed in zwei Sätzen. Einige Stunden später durfte er im Palace of Sports zudem mit Marvin Seidel (ebenfalls 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) einen Drei-Satz-Erfolg in der Runde der besten acht Herrendoppel bejubeln. Seitens des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) war es zuletzt im Jahr 2006 Juliane Schenk gelungen, bei derselben Individual-EM zwei Medaillen zu holen: Die damals 23-Jährige gewann bei den in Den Bosch/Niederlande ausgetragenen Titelkämpfen Bronze im Dameneinzel und – zusammen mit Nicole Grether – Silber im Damendoppel. Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 15; Setzplatz 3) verbuchten in Kiew einen souveränen 21:8, 21:12-Erfolg über Robin Tabeling/Selena Piek aus den Niederlanden (Setzplatz 5), die in der Weltrangliste nur drei Plätze hinter den Deutschen geführt werden (Weltranglistenplatz 18). „Wir waren top vorbereitet und haben über beide Sätze die Aufschlagphase dominiert. Die Gegner sind deshalb überhaupt nicht ins Spiel gekommen“, zog die 29 Jahre alte Isabel Herttrich ein Fazit. Selena Piek musste sich bereits bei den European Championships 2018 im Viertelfinale den DBV-Assen geschlagen geben: Damals unterlag die heute 29-Jährige an der Seite ihres Landsmanns Jacco Arends Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich in drei Durchgängen. Die amtierenden EM-Dritten aus Deutschland, die vor drei Jahren zum ersten Mal in ihrer Karriere bei Titelkämpfen dieser Art Edelmetall gewannen, spielen am Samstag (1. Mai 2021) gegen Rodion Alimov/Alina Davletova (Weltranglistenplatz 21; Setzplatz 6) um den Einzug ins EM-Finale 2021. Die Russen warfen in ihrer Partie aus der Runde der besten acht Gemischten Doppel die an Position zwei notierten Franzosen Thom Gicquel/Delphine Delrue (Weltranglistenplatz 10) in zwei Sätzen aus dem Turnier. Im direkten Vergleich mit den Osteuropäern führen Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich mit 2:0. Das jüngste Aufeinandertreffen liegt allerdings bereits fast zwei Jahre zurück. Gegen Robin Tabeling/Selena Piek verbuchten die Bundeskaderathleten des DBV im insgesamt dritten Duell den zweiten Sieg.
Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 19; Setzplatz 5) boten in der Begegnung mit ihren an Nummer vier gesetzten „Weltranglistennachbarn“ Ben Lane/Sean Vendy aus England (Weltranglistenplatz 18) eine bemerkenswerte kämpferische Leistung und erreichten letztlich durch einen 21:15, 17:21, 21:19-Erfolg das Halbfinale. Marvin Seidel bekommt damit zum ersten Mal bei einer Individual-EM eine Medaille überreicht. Im direkten Vergleich zwischen Mark Lamsfuß/Marvin Seidel und Ben Lane/Sean Vendy steht es nun 1:1. In der Runde der besten vier Herrendoppel dürfen sich die DBV-Asse am Samstag mit den topgesetzten Dänen Kim Astrup/Anders Skaarup Rasmussen (Weltranglistenplatz 11) messen. Zwar konnten die Titelverteidiger von den bisherigen acht Aufeinandertreffen mit Mark Lamsfuß/Marvin Seidel sieben für sich entscheiden, allerdings liegt der bis dato einzige Sieg der Deutschen noch nicht lange zurück: Bei der Mixed-Team-EM 2021 in Finnland bezwangen die Spieler des DBV Kim Astrup/Anders Skaarup Rasmussen in zwei Sätzen. Für das Damendoppel Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 32; Setzplatz 8) hingegen erwiesen sich am Freitag Chloe Birch/Lauren Smith (Weltranglistenplatz 14) beim 10:21, 14:21 erneut als zu stark: Die an Position zwei notierten Engländerinnen verbuchten in Kiew im insgesamt sechsten Duell mit Linda Efler/Isabel Herttrich den sechsten Sieg.
Auch Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 23; Setzplatz 3) zog bei den European Championships 2021 im Viertelfinale den Kürzeren: Die 21 Jahre alte zweimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel scheiterte mit 16:21, 16:21 an der Türkin Neslihan Yigit. Die an Position fünf notierte Weltranglisten-30. übernahm folglich im direkten Vergleich mit 3:2 die Führung.„Sie war geduldiger als ich. Ich habe es nicht geschafft, meinen Vorteil in den Ballwechseln in Punkte zu verwandeln“, meinte Yvonne Li selbstkritisch.
Eine weitere extrem knappe Niederlage musste Jones Jansen hinnehmen: Einen Tag nachdem der 28-Jährige an der Seite von Kilasu Ostermeyer (TV Refrath; Weltranglistenplatz 48) im Achtelfinale des Mixedwettbewerbs mit 21:13, 13:21, 19:21 gegen die Franzosen Ronan Labar/Anne Tran (Weltranglistenplatz 39; Setzplatz 8) verloren hatte, unterlag Jones Jansen mit Peter Käsbauer (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 34; Setzplatz 6) Marcus Ellis/Chris Langridge aus England (Weltranglistenplatz 12; Setzplatz 2) mit 21:16, 12:21, 24:26. Die Gewinner der European Games 2019 und Olympiadritten von 2016 verzeichneten damit in der insgesamt zweiten Begegnung mit Jones Jansen/Peter Käsbauer den zweiten Sieg. „Ich bin natürlich sehr traurig und enttäuscht, dass wir am Ende, trotz unserer sehr starken Leistung, den Sieg nicht geholt haben. Wir hatten die Medaille schon vor Augen – wir haben 20:18 im dritten Satz geführt. Aber leider haben wir sie ganz knapp verpasst. Ich hoffe jetzt nur, dass meine Verletzung nicht so schlimm ist“, so Jones Jansen. Der 28-Jährige erlitt der ersten Diagnose zufolge eine Zerrung in der Wade. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Zwei weitere Achtelfinalteilnahmen erspielt

„Licht und Schatten“ gab es aus Sicht des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am zweiten Veranstaltungstag (28. April 2021) der Individual-Europameisterschaften 2021 in Kiew/Ukraine (27. April bis 2. Mai 2021): Zwei Siegen stehen zwei Niederlagen gegenüber.

Herreneinzel

So verbuchte der dreimalige Deutsche Meister im Herreneinzel, Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 63), in seinem Auftaktmatch – einem Spiel aus der zweiten Runde – einen souveränen Erfolg: Der 24-Jährige behielt gegenüber Maxime Moreels (Weltranglistenplatz 94) mit 21:8, 21:8 die Oberhand und war damit im insgesamt dritten Aufeinandertreffen mit dem Belgier zum zweiten Mal siegreich. Im Achtelfinale darf sich Max Weißkirchen mit dem topgesetzten Titelverteidiger Viktor Axelsen (Weltranglistenplatz 2) messen. Das bislang einzige Duell mit dem Dänen – ausgetragen bei der Mixed-Team-Europameisterschaft 2021 in Finnland – verlor der Deutsche in zwei Sätzen.
Für Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil) hingegen sind die Titelkämpfe in der Hauptstadt der Ukraine bereits beendet: Der 27 Jahre alte Weltranglisten-69. musste in seiner ersten EM-Partie 2021 gegen den Weltranglistendritten Anders Antonsen antreten und verlor das Spiel aus der zweiten Runde letztlich mit 18:21, 14:21. Das bis dato einzige Aufeinandertreffen mit dem bei den European Championships 2021 an Position zwei notierten Dänen hatte dieser in drei Durchgängen für sich entschieden. Es erfolgte allerdings schon im Jahr 2016.

Dameneinzel

Auch für Dameneinzel-Spezialistin Miranda Wilson (1. BC Wipperfeld; Weltranglistenplatz 142) bleibt es bei einem Auftritt in Kiew: Die 21-Jährige unterlag in ihrem Spiel aus der zweiten Runde Marie Batomene aus Frankreich (Weltranglistenplatz 65) mit 11:21, 11:21. Diese Begegnung kam erstmalig im Rahmen eines internationalen Turniers zustande.

Mixed

Eine starke kämpferische Leistung boten Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer (1. BC Wipperfeld/TV Refrath; Weltranglistenplatz 48): Die amtierenden Deutschen Meister im Mixed bezwangen in ihrer Erstrundenpartie Evgenij Dremin/Evgenia Dimova (Weltranglistenplatz 51) mit 16:21, 23:21, 21:10. Das Duo des DBV traf in Kiew zum ersten Mal in seiner Laufbahn anlässlich eines Wettkampfes auf die Russen. Im Achtelfinale stehen Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer dem an Position acht notierten Gemischten Doppel Ronan Labar/Anne Tran (Weltranglistenplatz 39) gegenüber. Im direkten Vergleich liegen die Franzosen mit 1:0 vorne. Die bis dato einzige Partie erfolgte allerdings bereits vor mehr als zweiJahren.

Fünf Debütant*innen

Nachdem Annabella Jäger (TSV Neuhausen-Nymphenburg) und Stine Küspert (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) bereits am ersten Veranstaltungstag (27. April 2021) ihr Debüt bei einer Individual-EM gegeben hatten, bestritten Kilasu Ostermeyer, Miranda Wilson und Max Weißkirchen tags darauf das erste Match in ihrer Karriere bei Titelkämpfen dieser Art.
Die Achtelfinalbegegnungen werden allesamt am Donnerstag (29. April 2021) ausgetragen. Insgesamt finden acht Partien mit deutscher Beteiligung statt.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Perfekter EM-Auftakt

Vier Spiele, vier Siege: Die Athletinnen und Athleten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) haben bei den Individual-Europameisterschaften 2021 in Kiew/Ukraine (27. April bis 2. Mai 2021) einen perfekten Start verzeichnet.

Herrendoppel

Im Herrendoppel wurden Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 19; Setzplatz 5) in ihrem Erstrundenduell mit Andrew Jones/Adam Stewart aus Wales ihrer Favoritenrolle gerecht: Binnen 19 Minuten besiegten sie die Weltranglisten-324. mit 21:5, 21:7. Mark Lamsfuß/Marvin Seidel standen Andrew Jones/Adam Stewart zum ersten Mal in ihrer Karriere bei einem internationalen Turnier gegenüber. Im Achtelfinale warten die Schotten Christopher Grimley/Matthew Grimley (Weltranglistenplatz 71; direkter Vergleich aus Sicht von Mark Lamsfuß/Marvin Seidel: 1:0) auf die Athleten des DBV.
Auch Jones Jansen/Peter Käsbauer (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 6) verbuchten am ersten Veranstaltungstag (27. April 2021) einen klaren Erfolg: Die Weltranglisten-34. setzten sich in ihrer Partie aus der ersten Runde mit 21:10, 21:12 gegen die Polen Maciej Matusz/Wiktor Trecki (Weltranglistenplatz 217) durch. Gegner der Deutschen im Achtelfinale sind die Norweger Torjus Flaatten/Vegard Rikheim (Weltranglistenplatz 119). Jones Jansen/Peter Käsbauer schlugen bis dato weder gegen Maciej Matusz/Wiktor Trecki noch gegen Torjus Flaatten/Vegard Rikheim im Rahmen eines Wettkampfes auf.

Damendoppel

Im Damendoppel erreichten Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 32; Setzplatz 8) durch einen 21:13, 21:17-Erfolg über Nadia Fankhauser/Iris Tabeling (Weltranglistenplatz 70) die Runde der besten 16 Damenduos. Damit behielten die DBV-Asse im dritten Vergleich mit der schweizerisch-niederländischen Kombination zum dritten Mal die Oberhand. Im Spiel um den Einzug ins Viertelfinale treffen Linda Efler/Isabel Herttrich auf Bengisu Ercetin/Nazlıcan Inci aus der Türkei (Weltranglistenplatz 39; direkter Vergleich aus Sicht von Linda Efler/Isabel Herttrich: 1:0).
Annabella Jäger/Stine Küspert (TSV Neuhausen-Nymphenburg/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 69) verzeichneten in ihrem jeweils ersten Match in ihrer Laufbahn bei einer Individual-EM ebenfalls einen Zwei-Satz-Sieg: Ihre Partie aus der ersten Runde – gegen Serena Au Yeong/Katharina Hochmeir aus Österreich (Weltranglistenplatz 88) – entschieden die Bundeskaderathletinnen des DBV mit 21:9, 21:12 für sich. Diese Begegnung kam zum ersten Mal anlässlich eines internationalen Turniers zustande. Im Achtelfinale müssen sich Annabella Jäger/Stine Küspert mit den an Nummer sieben gesetzten Däninnen Amalie Magelund/Freja Ravn (Weltranglistenplatz 31; direkter Vergleich: 0:0) messen.

EM-Auftakt erst am Mittwoch bzw. Donnerstag

Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 63) und Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil; Weltranglistenplatz 69) im Herreneinzel, Miranda Wilson (1. BC Wipperfeld; Weltranglistenplatz 142) im Dameneinzel sowie Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer (1. BC Wipperfeld/TV Refrath; Weltranglistenplatz 48) im Mixed greifen erst am Mittwoch (28. April 2021) erstmalig ins EM-Geschehen in Kiew ein: Sie erhielten für die erste Runde jeweils ein Freilos.
Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 23; Setzplatz 3) und Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 15; Setzplatz 3) starten sogar erst am Donnerstag (29. April 2021) in das Turnier: Bei den EM-Dritten von 2018 im Mixed war dies von vorneherein geplant, da ihnen ebenfalls für die erste Runde ein Freilos zugesprochen worden war. Bei Yvonne Li kam zu dem Freilos für den Auftakt hinzu, dass ihre erste Gegnerin – Qi Xuefei aus Frankreich (Weltranglistenplatz 40) – kurzfristig für die Titelkämpfe absagte, sodass die zweimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel – wie Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich – bereits im Achtelfinale steht.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

DBV mit fünf „Neulingen“ am Start

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Annabella Jäger (l.) und Stine Küspert nehmen in diesem Jahr erstmalig an einer Individual-EM teil. Foto: Claudia Pauli
Wenn vom 27. April bis zum 2. Mai 2021 in Kiew unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen die diesjährigen Individual-Europameisterschaften ausgetragen werden, schlagen gleich fünf Asse des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) erstmalig bei Titelkämpfen dieser Art auf: Sowohl Annabella Jäger (TSV Neuhausen-Nymphenburg) und Stine Küspert (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) als auch Kilasu Ostermeyer (TV Refrath), Miranda Wilson (1. BC Wipperfeld) und Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen) feiern bei dem seit 1968 stattfindenden Großereignis ihr Debüt. Annabella Jäger erlebt in der Hauptstadt der Ukraine sogar ihre EM-Premiere: Anders als ihre Nationalmannschaftskolleginnen und -kollegen zählte sie bis dato auch noch nicht bei einer Team-Europameisterschaft zum deutschen Aufgebot.
Insgesamt ist der DBV mit 13 Athletinnen und Athleten bei den European Championships 2021 vertreten. In allen Disziplinen gehen zwei Spieler bzw. Spielerinnen bzw. Duos an den Start.

Herreneinzel

Der dreimalige Deutsche Meister im Herreneinzel, Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 63), wurde für den Auftakt mit einem Freilos bedacht. In seinem Match aus der zweiten Runde trifft der 24-Jährige auf den Belgier Maxime Moreels (Weltranglistenplatz 94), gegen den er zuletzt im Jahr 2017 eine Partie bestritt. Im direkten Vergleich steht es 1:1. Im anschließenden Achtelfinale wäre vermutlich der topgesetzte Titelverteidiger Viktor Axelsen (Weltranglistenplatz 2) Max Weißkirchens Gegner. Das bislang einzige Duell mit dem Dänen, ausgetragen bei der Mixed-Team-EM 2021 in Finnland, verlor der Deutsche in zwei Sätzen.
Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil) muss sich derweil bereits in seiner ersten EM-Partie 2021, gleichsam einem Spiel aus der zweiten Runde, mit einem der Top-Favoriten auf den Gewinn der Goldmedaille messen: Der 27 Jahre alte Weltranglisten-69. steht Viktor Axelsens Nationalmannschaftskollegen Anders Antonsen (Weltranglistenplatz 3) gegenüber. Das bis dato einzige Aufeinandertreffen mit dem an Position zwei notierten Dänen entschied dieser in drei Durchgängen für sich. Es datiert allerdings schon aus dem Jahr 2016. Für die erste Runde in Kiew erhielt Kai Schäfer wie Max Weißkirchen ein Freilos.

Dameneinzel

Auch Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 23; Setzplatz 3) wurde für die erste Runde mit einem Freilos bedacht. Im Spiel um den Einzug ins Achtelfinale des Dameneinzelwettbewerbs trifft die zweimalige Deutsche Meisterin auf Qi Xuefei (Weltranglistenplatz 40), die im direkten Vergleich mit 2:1 führt. Die zuvor letzte Partie gegen die Französin, ausgetragen im Sommer 2019, gewann dabei Yvonne Li in zwei Sätzen. Danach wäre die Schwedin Ashwathi Pillai (Weltranglistenplatz 149; direkter Vergleich aus Sicht von Yvonne Li: 1:0), Petra Polanc aus Slowenien (Weltranglistenplatz 177; direkter Vergleich: 0:0) oder die Engländerin Freya Redfearn (Weltranglistenplatz 204; direkter Vergleich: 0:0) Yvonne Lis Gegnerin.
Miranda Wilson (1. BC Wipperfeld; Weltranglistenplatz 141) startet ebenfalls erst in der zweiten Runde in das EM-Turnier. Darin steht die 21-Jährige entweder Katerina Tomalova aus der Tschechischen Republik (Weltranglistenplatz 101) oder der Französin Marie Batomene (Weltranglistenplatz 65) gegenüber. Miranda Wilson bestritt im Rahmen eines internationalen Turniers bislang weder gegen Katerina Tomalova noch gegen Marie Batomene ein Match.

Herrendoppel

Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 19; Setzplatz 5) gehen als klare Favoriten in ihr Erstrundenduell mit Andrew Jones/Adam Stewart aus Wales (Weltranglistenplatz 322; direkter Vergleich: 0:0). Im Achtelfinale würden die Schotten Christopher Grimley/Matthew Grimley (Weltranglistenplatz 71; direkter Vergleich aus Sicht von Mark Lamsfuß/Marvin Seidel: 1:0) oder Joshua Magee/Paul Reynolds aus Irland (Weltranglistenplatz 67; direkter Vergleich: 0:0) auf die Athleten des DBV warten.
Jones Jansen/Peter Käsbauer (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 34; Setzplatz 6) müssen sich in ihrem Auftaktmatch mit den Polen Maciej Matusz/Wiktor Trecki (Weltranglistenplatz 217) messen. Gegner der Deutschen im Achtelfinale wären die Norweger Torjus Flaatten/Vegard Rikheim (Weltranglistenplatz 119) oder – was wahrscheinlicher ist – die Dänen Joel Eipe/Rasmus Kjær (Weltranglistenplatz 60). Jones Jansen/Peter Käsbauer standen bis dato weder Maciej Matusz/Wiktor Trecki noch Torjus Flaatten/Vegard Rikheim bzw. Joel Eipe/Rasmus Kjær im Rahmen eines internationalen Wettkampfes gegenüber.

Damendoppel

Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 32; Setzplatz 8) treffen in Runde eins auf Nadia Fankhauser/Iris Tabeling (Schweiz/Niederlande; Weltranglistenplatz 70), gegen die sie in den bisherigen beiden Vergleichen jeweils gewinnen konnten. Anschließend dürften die DBV-Asse gegen Katharina Fink/Yasmine Hamza aus Italien (Weltranglistenplatz 209; direkter Vergleich: 0:0) oder Bengisu Ercetin/Nazlıcan Inci aus der Türkei (Weltranglistenplatz 39; direkter Vergleich aus Sicht von Linda Efler/Isabel Herttrich: 1:0) aufschlagen.
Annabella Jäger/Stine Küspert (TSV Neuhausen-Nymphenburg/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 69) spielen gegen Serena Au Yeong/Katharina Hochmeir aus Österreich (Weltranglistenplatz 87; direkter Vergleich: 0:0) um den Einzug ins Achtelfinale. Darin würden aller Voraussicht nach die an Nummer sieben gesetzten Däninnen Amalie Magelund/Freja Ravn (Weltranglistenplatz 31; direkter Vergleich: 0:0) auf die Deutschen warten.

Mixed

Im Mixed wurden Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 15; Setzplatz 3) für die erste Runde mit einem Freilos bedacht. In ihr Achtelfinalmatch gehen die amtierenden EM-Dritten als Favoriten: Ihre Gegner sind dann die Weltranglisten-175. Emre Sonmez/Zehra Erdem aus der Türkei oder die Weltranglisten-106. Philip Birker/Katharina Hochmeir aus Österreich. In jedem Fall kommt es für die Deutschen in der Runde der besten 16 Gemischten Doppel zu einer Premieren-Begegnung bei einem internationalen Turnier.
Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer (1. BC Wipperfeld/TV Refrath; Weltranglistenplatz 48) hingegen erwischten ein schweres Auftaktlos: Die aktuellen Deutschen Meister müssen sich in ihrem Spiel aus der ersten Runde – erstmalig in ihrer Karriere – mit den Russen Evgenij Dremin/Evgenia Dimova (Weltranglistenplatz 51) messen. Danach wären vermutlich die an Position acht notierten Franzosen Ronan Labar/Anne Tran (Weltranglistenplatz 39) die Gegner des deutschen Duos. Im direkten Vergleich liegen die Franzosen mit 1:0 vorne. Die bis dato einzige Partie erfolgte allerdings bereits vor mehr als zwei Jahren. Halbfinaleinzug gleichbedeutend mit MedaillengewinnWer in Kiew das Halbfinale erreicht, hat Edelmetall sicher: Ein „kleines Finale“ wird nicht ausgetragen, vielmehr erhalten die unterlegenen Halbfinalteilnehmerinnen und -teilnehmer automatisch die Bronzemedaille. Die Individual-EM zählt nicht zuletzt für die Olympiaqualifikation: Die Qualifikationsphase für Tokio endet am 13. Juni 2021, die Startplätze werden auf der Basis der „Race to Tokyo Rankings“ vom 15. Juni 2021 vergeben. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Austragung der YONEX German Open erneut verhindert

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Yonex German Open erneut abgesagt.
Zum zweiten Mal in Folge verhindert die Corona-Pandemie, dass im März die weltbesten Badmintonasse in Mülheim an der Ruhr um Weltranglistenpunkte und – damit verbunden – um die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio/Japan spielen: Nachdem die YONEX German Open Badminton Championships im vergangenen Jahr die erste hochkarätige Sportveranstaltung in Deutschland waren, die wegen der Ausbreitung des seinerzeit neuartigen Virus SARS-CoV-2 abgesagt wurde, werden aufgrund der unkalkulierbaren Entwicklung des Infektionsgeschehens und den damit verbundenen Beschränkungen auch die YONEX German Open 2021 nicht stattfinden. Diesen Beschluss fassten nun die Verantwortlichen aufseiten der Vermarktungsgesellschaft Badminton Deutschland mbH (VBD), welche die Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) veranstaltet.
„Wir haben unterschiedliche Szenarien in Bezug auf die Durchführung des Turniers einer umfassenden Risikobewertung unterzogen, wobei neben der wirtschaftlichen Betrachtung auch andere Aspekte eine Rolle spielten. Letztlich sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass wir die YONEX German Open 2021 absagen sollten“, erläuterte Thomas Born, einer von zwei Geschäftsführern der VBD und zugleich Präsident des DBV. „Die Entscheidung ist uns sehr schwergefallen, aber die finanziellen Konsequenzen, die unter ungünstigen Umständen gegeben wären, können wir nicht tragen. Die VBD hat aufgrund der Pandemie schon jetzt erhebliche Verluste zu bewältigen“, meinte Thomas Born weiter. Turnierdirektorin Louise Huber-Fennell, Niko Jockenhöfer, stellvertretender Turnierdirektor und neben Thomas Born Geschäftsführer der VBD, sowie Thomas Born dankten allen Partnern der VBD für ihr Verständnis für die Entscheidung sowie für ihre Unterstützung – allen voran dem Badminton-Weltverband BWF, dem Haupt- und Titelsponsor des Turniers, der Firma YONEX, dem Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Mülheim an der Ruhr sowie dem Regionalverband Ruhr (RVR) welche jeweils erhebliche Kraftanstrengungen unternommen hatten, damit das Turnier der Kategorie „HSBC BWF World Tour Super 300“ hätten ausgetragen werden können. „Ein großer Dank geht auch an das YONEX German Open-Team, das bis jetzt intensiv daran gearbeitet hat, die Veranstaltung durchführen zu können“, so die VBD-Verantwortlichen. Speziell seit Ende Januar hätten sich in unterschiedlichen Bereichen neue Rahmenbedingungen und Erkenntnisse ergeben, was das Organisationskomitee jetzt dazu bewogen habe, das Turnier abzusagen, ergänzten Louise Huber-Fennell und Niko Jockenhöfer. Für die Veranstaltung war ein umfassendes Sicherheitskonzept, das u. a. mit der Einrichtung einer „Badminton Family Bubble“, dem Verzicht auf die Anwesenheit von Publikum und einer extrem limitierten Personenzahl in der Westenergie Sporthalle (bislang innogy Sporthalle) einherging, vorgesehen. Mehr als 400 Spielerinnen und Spieler aus über 40 Nationen hatten für die YONEX German Open 2021 gemeldet, darunter der zweimalige Weltmeister im Herreneinzel, Kento Momota aus Japan, und die Olympiasiegerin von 2016 im Dameneinzel, Carolina Marin aus Spanien.
Die Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland erlebten im Jahr 1955 ihre Premiere. 2021 sollte das prestigeträchtige Turnier zum insgesamt 63. Mal stattfinden. Abgesehen von den beiden „Corona-Jahren“ 2020 und 2021 fiel es seit der ersten Auflage lediglich dreimal aus: 1970, 1979 und 1998. Eine Verlegung der YONEX German Open 2021 auf einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr ist – aus verschiedenen Gründen – ausgeschlossen.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV/Press Relations Officer YONEX German Open)

Drei-Satz-Niederlagen zum Auftakt

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Linda Efler und Isabel Herttrich. Foto: Claudia Pauli
Die deutschen Paarungen Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) und Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) haben zum Auftakt der HSBC BWF World Tour Finals 2020 (27. bis 31. Januar 2021 in Bangkok/Thailand) die guten Leistungen, mit denen sie bei den vorangegangenen beiden Turnieren überzeugt hatten, bestätigt. Ein Sieg blieb ihnen beim Jahresabschlussturnier 2020 des Badminton-Weltverbandes BWF am ersten Veranstaltungstag jedoch verwehrt. Als Nummer zwei der Setzliste verloren Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich am Mittwoch (27. Januar 2021) ihr erstes Vorrundenspiel in der Mixed-Gruppe B mit 21:14, 18:21, 18:21 gegen Goh Soon Huat/Lai Shevon Jemie (Malaysia), die Gewinner der YONEX German Open 2018. Nächste Gegner der EM-Dritten von 2018 sind am Donnerstag (28. Januar 2021) die Indonesier Hafiz Faizal/Gloria Emanuelle Widjaja. In ihrem abschließenden Gruppenspiel müssen sich die Perspektivkaderathleten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am Freitag (29. Januar 2021) mit Thom GicqueI/Delphine Delrue aus Frankreich (Setzplatz 4) messen, die in ihrem ersten Match im Rahmen der HSBC BWF World Tour Finals 2020 Hafiz Faizal/Gloria Emanuelle Widjaja in drei Sätzen bezwangen (14:21, 21:14, 21:17).
Für das Halbfinale qualifizieren sich bei dem mit 1,5 Millionen US-Dollar dotierten Turnier diejenigenSpieler, Spielerinnen und Paarungen, die nach Beendigung der Vorrunde Tabellenplatz eins oder zwei in ihrer jeweiligen Gruppe belegen. „Mit jeweils einer Niederlage in der Gruppenphase zu starten, erhöht natürlich den Druck für das zweite Gruppenspiel“, so DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.
Linda Efler/Isabel Herttrich unterlagen einige Stunden zuvor in ihrem ersten Vorrundenspiel in der Damendoppel-Gruppe B Kim So Yeong/Kong Hee Yong mit 11:21, 21:19, 11:21. Die Koreanerinnen hatten in der Woche zuvor bei den TOYOTA Thailand Open (19. bis 24. Januar 2021 in Bangkok/Thailand) den Titel geholt und waren bei den unmittelbar davor ausgetragenen YONEX Thailand Open (12. bis 17. Januar 2021 in Bangkok/Thailand) bis ins Halbfinale gekommen. „Dass das Damendoppel das Spiel gegen die an Nummer zwei gesetzten Koreanerinnen lange offen gestalten konnte, ist ein gutes Ergebnis“, zog Martin Kranitz ein Fazit. Nächste Gegnerinnen der DBV-Asse sind am Donnerstag die Engländerinnen Chloe Birch/Lauren Smith (Setzplatz 4). Zum Abschluss der Gruppenphase treffen Linda Efler/Isabel Herttrich am Freitag auf Jongkolphan Kititharakul/Rawinda Prajongjai aus Thailand, die bei den YONEX Thailand Open Platz zwei belegt hatten und sich zum Auftakt der HSBC BWF World Tour Finals 2020 klar gegen Chloe Birch/Lauren Smith durchsetzten (21:10, 21:11).
Alle Ergebnisse der HSBC BWF World Tour Finals 2020 finden sich auf der DBV-Homepage unter www.badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com [Stichwort „HSBC BWF World Tour Finals 2020 (New Dates)“]. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Mehrere Deutsche Meisterschaften verschoben

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Das DBV-Präsidium tagte online. Foto: Claudia Pauli
Nachdem das Präsidium des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) im Herbst vergangenen Jahres entschieden hatte, die für Ende November geplanten Deutschen Meisterschaften 2020 in den Altersklassen U13 bzw. U15, U17 und U19 nicht zum jeweils vorgesehenen Zeitpunkt auszutragen, sich aber die Option für die Durchführung an einem anderen Termin offenzuhalten, beschloss das Führungsgremium des olympischen Spitzenverbandes nun, die letztjährigen Titelkämpfe der Unter-13-Jährigen, der Unter-15-Jährigen und der Unter-17-Jährigen abzusagen. Die Deutschen Meisterschaften 2020 in der Altersklasse U19 hingegen sollen – sofern die Entwicklung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie dies zulässt – im Frühsommer 2021 nachgeholt werden. „Für viele Spielerinnen und Spieler wären die Deutschen U19-Meisterschaften, die für November vergangenen Jahres geplant waren, die letzten Meisterschaften im Jugendbereich gewesen. Wir fänden es für unsere Nachwuchsathletinnen und -athleten schade, wenn sie diese Erfahrung missen müssten. Daher ist uns sehr daran gelegen, dass diese Titelkämpfe nicht ausfallen“, erläutert DBV-Präsident Thomas Born die Entscheidung des Präsidiums. Als neuer Termin für die DM U19 2020 ist der 5./6. Juni 2021 vorgesehen. Der Austragungsort steht noch nicht fest.
Das DBV-Präsidium beschloss ferner, die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften U19 und U15 2021 zum einen zu splitten und zudem zu verschieben: Statt vom 30. April bis zum 2. Mai 2021 in Bonn sollen die Titelkämpfe der Jugendlichen und der Schüler nun am Pfingstwochenende (22. bis 24. Mai 2021) sowohl in Bonn (U19 und U15) als auch in Bergisch Gladbach (U15) ausgetragen werden. Die Zweiteilung gestattet die Erweiterung der Starterfelder, sodass den vier Gruppen im DBV – Nord, West, Mitte und SüdOst – größtmögliche Flexibilität hinsichtlich der Ermittlung der teilnehmenden Vereine geboten wird. Unterstützt wird dieser Prozess durch die Verlegung um drei Wochen nach hinten. Aufgrund der Corona-Pandemie kann die Qualifikation für die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften nicht wie gewohnt erfolgen.
Das DBV-Präsidium traf in seiner Onlinesitzung Ende Januar 2021 zudem die Entscheidung, die Deutschen Juniorenmeisterschaften 2021 und die Deutschen Altersklassenmeisterschaften 2021 zu verschieben. Die Unter-22-Jährigen sollten ursprünglich vom 16. bis zum 18. April in Bonn die nationalen Champions dieses Jahres ermitteln. Die nächsten Titelkämpfe in den Altersklassen O35 bis O75 waren bis dato für den 14. bis 16. Mai 2021 geplant, als Austragungsort war Rinteln vorgesehen.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Deutschland bekam EM-Ticket zugesprochen

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Das deutsche Team wird wieder teilnehmen. Foto: Claudia Pauli
Deutschland wird auch 2021 bei der alle zwei Jahre stattfindenden Mixed-Team-Europameisterschaft im Badminton vertreten sein.
Nachdem das für Mitte Dezember in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) geplante Qualifikationsturnier der („deutschen“) Gruppe 4 für die EM-Endrunde in Vantaa/Finnland (16. bis 20. Februar 2021) ausgefallen war, weil aufgrund der Corona-Pandemie alle Gegner der gastgebenden Mannschaft ihre Teilnahme an der Veranstaltung abgesagt hatten, entschied ein vom europäischen Badminton-Verband Badminton Europe Confederation (BEC) eingesetztes Gremium, dass die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) das EM-Ticket erhält. An der Endrunde um die Mixed-Team-EM 2021 dürfen insgesamt acht Mannschaften teilnehmen, wobei Dänemark als Titelverteidiger und Finnland als Gastgeber automatisch über einen Startplatz verfügen. Die übrigen sechs Teams mussten sich das Ticket für den Wettbewerb regulär im Rahmen von Qualifikationsturnieren erspielen, die im Zeitraum 9. bis 12. Dezember 2020 an sechs Orten in Europa durchgeführt werden sollten.
Da jedoch zwei der sechs Turniere wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnten, war der europäische Badminton-Verband – als Veranstalter der EM-Endrunde und auch der entsprechenden Qualifikationsturniere – gefordert, die zwei letzten Startplätze auf anderem Weg zu vergeben. Neben der Veranstaltung in Deutschland betraf dies das Qualifikationsevent, welches ursprünglich der französische Badminton-Verband durchführen wollte. Auch die Franzosen bekamen Mitte Dezember seitens des europäischen Badminton-Verbandes das EM-Ticket zugesprochen. „Wir haben fest damit gerechnet, dass wir uns am ‚grünen Tisch‘ für die EM in Finnland qualifizieren. Nach der Absage unserer Gruppengegner ist das die logische Konsequenz“, sagte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz. Damit werden Mitte Februar nächsten Jahres Titelverteidiger Dänemark, EM-Gastgeber Finnland, Deutschland, Frankreich, England, Schottland, Russland und die Niederlande um den EM-Titel spielen. Bei der bis dato letzten Endrunde um die Mixed-Team-EM, 2019 in Kopenhagen/Dänemark, wurde Deutschland Vizeeuropameister. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Fabienne Deprez muss ihre Karriere beenden

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Fabienne Deprez war bei Team-Europameisterschaften (im Bild bei der EM für Herren- und für Damennationalmannschaften 2020) stets eine Punktegarantin. Foto:
Claudia Pauli
Sie bestritt bis dato 51 Länderspiele, nahm an zahlreichen Welt- und Europameisterschaften teil, hält nach wie vor den Rekord als jüngste Spielerin in der Geschichte, die in der 1. Badminton-Bundesliga aufschlug, und hatte noch die Chance, sich für die Olympischen Spiele in Tokio/Japan zu qualifizieren. Aus gesundheitlichen Gründen ist Fabienne Deprez jetzt allerdings gezwungen, zum 31. Dezember 2020 ihre Karriere in der deutschen Badminton-Nationalmannschaft zu beenden. Ihr letztes Match bei einem internationalen Turnier bestritt die amtierende Deutsche Vizemeisterin im Dameneinzel bereits Ende Oktober bei den SaarLor Lux Badminton Open in Saarbrücken. Bei der 28-Jährigen wurde im Sommer 2020 Schlafapnoe diagnostiziert – eine Erkrankung, die mit Atemaussetzern im Schlaf einhergeht. Trotz entsprechender Behandlung sind die Auswirkungen dieser schlafbezogenen Atmungsstörung so gravierend, dass die Ausübung von Leistungssport nicht möglich ist.
„Wahrscheinlich leide ich daran schon viel länger: Ich kenne seit mehreren Jahren nicht mehr das Gefühl, morgens aufzuwachen und ausgeruht zu sein. Ich war daher auch im Training, speziell morgens, immer müde und habe gemerkt, dass ich zum einen viel schlechter regeneriere als die anderen und zum anderen nach dem Krafttraining viel mehr Muskelkater habe“, erläutert die Sportsoldatin der Bundeswehr. Sie fügt hinzu: „Ich bin stolz darauf, was ich erreicht habe, obwohlich über mehrere Jahre so schlecht geschlafen habe.“
Seit rund drei Monaten trägt die Deutsche Meisterin von 2013 nun nachts ein Atemgerät, das sie beim Schlafen unterstützt. „Die Maske verrutscht zwar noch ziemlich häufig, sodass ich nach wie vor nicht durchschlafen kann. Aber es wird allmählich besser“, blickt die Europameisterin von 2012 mit dem deutschen Damenteam zuversichtlich nach vorn. Fabienne Deprez trainiert jetzt zunächst einige Zeit ab, sie möchte aber auch anschließend noch mehrmals pro Woche in der Badmintonhalle aktiv sein. „Ich werde nicht komplett mit Badminton aufhören, sondern weiter trainieren – aber eben nicht mehr jeden Tag und ohne mich unter Druck zu setzen“, erläutert die Teilnehmerin an den Olympischen Jugendspielen 2010 im Stadtstaat Singapur, die aktuell für den französischen Verein ASPTT Strasbourg Punktspiele bestreitet. So kann sie sich etwa vorstellen, in der Saison 2021/2022 wieder in Deutschland in einer Liga aufzuschlagen. Außerdem strebt sie an, die Ende 2021 beginnende, nächste A-Trainer-Ausbildung des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) zu absolvieren.
„Durch den Rücktritt von Fabienne verlieren wir eine langjährige Leistungsträgerin im Dameneinzel, die speziell bei Team-Europameisterschaften häufig maßgeblich an Medaillengewinnen beteiligt war. Seit Ende 2018 verzeichnete sie auch zunehmend Siege gegen höherplatzierte Spielerinnen, wie gegen die Russin Evgeniya Kosetskaya bei der Individual-WM 2018 und beim Azerbaijan International 2019, gegen Kim Ga Eun aus Korea und Porntip Buranaprasertsuk aus Thailand bei den YONEX Canada Open 2019 oder zuletzt gegen die Französin Qi Xuefei bei den DANISA Denmark Open 2020. Das gemeinsame Ziel bestand drin, die physische Belastbarkeit und Fitness in 2020 weiter auszubauen. Dass jetzt krankheitsbedingt Schluss mit Leistungssport ist, war die richtige Entscheidung, ist aber sehr bitter“, sagt Detlef Poste. Der Chef-Bundestrainer im DBV ergänzt: „Ich hoffe, wir können Fabienne in einem Freundschaftsländerspiel im nächsten Jahr – sobald es die Corona-Pandemie zulässt – vor deutschem Publikum gebührend verabschieden. Erfreut bin ich auch, dass Fabienne Interesse an der Teilnahme an der A-Trainerausbildung des DBV geäußert hat und unserem Sport weiterhin verbunden bleiben möchte. Ich wünsche ihr alles Gute für die Zukunft.“ Fabienne Deprez bestritt im Dezember 2006 mit damals 14 Jahren ihr erstes Punktspiel in der 1. Badminton-Bundesliga. Bis dato war auch kein Spieler bei seinem Debüt in der Eliteklasse jünger. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Deutsche Einzelmeister werden erstmalig erst im Sommer gekürt

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DM 2021 verlegt
Die Deutschen Einzelmeisterschaften werden im Jahr 2021 zum ersten Mal in der Geschichte des im Jahr 1953 gegründeten Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) erst im Sommer stattfinden: Aufgrund der Corona-Pandemie beschloss das Präsidium des olympischen Spitzenverbandes, die nationalen Titelkämpfe in der Altersklasse O19 vom ursprünglich geplanten Termin, dem 4. bis 7. Februar 2021, auf den 26. bis 29. August 2021 (jeweils Donnerstag bis Sonntag) zu verlegen. Austragungsort bleibt die Seidensticker Halle in Bielefeld. Seit ihrer Premiere im Jahr 1953 fand die prestigeträchtige Veranstaltung jeweils spätestens im Mai statt. Von 1976 bis 2020 lag der Finaltag dabei ausschließlich im Januar oder Februar. „Wir bedauern, dass die Deutschen Einzelmeisterschaften diesmal nicht zum üblichen Zeitpunkt stattfinden können. Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Termin Anfang Februar nicht realistisch. Da die Durchführung der Deutschen Einzelmeisterschaften für uns jedoch einen hohen Stellenwert hat, versuchen wir, die Veranstaltung an einem anderen Datum, deutlich später im Jahr, auszutragen“, erläuterte DBV-Präsident Thomas Born die Entscheidung des DBV-Präsidiums. Mit der Verschiebung auf Ende August – und damit auf einen Termin knapp drei Wochen nach dem Ende der Olympischen Sommerspiele in Tokio/Japan (23. Juli bis 8. August 2021) – folgte das Führungsgremium des DBV dem Vorschlag von DM-Cheforganisator Axel Seemann. „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, gemeinsam mit dem DBV sowie mit unserem Hauptsponsor, der Firma YONEX, und der Stadt Bielefeld einen Alternativtermin für die 69. Deutschen Einzelmeisterschaften zu finden. Wir hoffen natürlich, dass es dann möglich ist, die Veranstaltung mit Publikum durchzuführen“, so Axel Seemann, der Geschäftsführer der Play Sportmarketing Seemann GmbH, die 2021 bereits zum 22. Mal federführend die Organisation der nationalen Titelkämpfe im Erwachsenenbereich übernehmen wird. Erstmalig organisierte die Play Sportmarketing Seemann GmbH die Deutschen Einzelmeisterschaften im Jahr 1998 in der Großstadt in Nordrhein-Westfalen. Ohne Unterbrechung finden sie seit 2003 in Bielefeld statt. Dabei kooperiert die Play Sportmarketing Seemann GmbH jeweils eng mit dem Stadtsportbund Bielefeld und dem SV Brackwede. Über viele Jahre zählte zudem der SC Babenhausen zum Organisationsteam der Titelkämpfe. Fest steht bereits, dass die Deutschen Einzelmeisterschaften auch in den Jahren 2022 bis 2024 von der Play Sportmarketing Seemann GmbH in Bielefeld ausgerichtet werden.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)