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Diemo Ruhnow verlässt den DBV

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Diemo Ruhnow war seit 2013 als Bundestrainer im DBV tätig. Foto: Claudia Pauli
Der Deutsche Badminton-Verband (DBV) muss sich nach den Olympischen Sommerspielen in Tokio/Japan (23. Juli bis 8. August 2021) im Bereich Leistungssportpersonal neu aufstellen: Diemo Ruhnow, der leitende Bundestrainer Doppel/Mixed im DBV, hat sich aus familiären Gründen beruflich umorientiert. Der zweifache Familienvater beginnt am 2. August 2021 an einer Gesamtschule in Schleswig-Holstein als Lehrer für Sport und Mathematik. Der heute 40-Jährige gehörte seit Januar 2013 dem Bundestrainerteam des DBV an. Zunächst fungierte er bis August 2016 als Bundestrainer Damendoppel und Verantwortlicher für das Konditions- und Athletiktraining der Damennationalmannschaft. Von August 2016 bis Dezember 2016 war er als Bundestrainer für die Disziplinen Damendoppel und Dameneinzel sowie für das Konditions- und Athletiktraining der Damennationalmannschaft zuständig, ehe er im Januar 2017 leitender Bundestrainer Doppel/Mixed wurde.
„Der Deutsche Badminton-Verband bedauert sehr, dass er künftig auf Diemo Ruhnow verzichten muss. Er hat in den rund achteinhalb Jahren, in denen er für den DBV tätig war, nicht allein in höchstem Maß Kompetenz als Badmintontrainer bewiesen, sondern zudem mit großem Engagement Personalentwicklung betrieben und auch selbst davon profitiert. Wir wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute“, sagt DBV-Chef-Bundestrainer Detlef Poste.
Nach ersten Trainertätigkeiten im Verein wurde Diemo Ruhnow bereits im Jahr 2004 Landestrainer in Hamburg für die Teams in den Altersklassen U15, U17 und U19. 2009 war er für dreieinhalb Jahre als leitender Landestrainer für das Leistungszentrum des Hamburger Badminton Verbandes (HBV) verantwortlich. Es folgte ein Engagement als Nationaltrainer Jugend in Österreich von April bis Dezember 2012.
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„Die langfristig ausgelegte und nachhaltige Entwicklung von Trainerinnen hat für uns im DBV eine sehr hohe Priorität. Diemo Ruhnow war und ist ein absolutes Paradebeispiel, das zeigt, wie man als Trainerin auf allen Ebenen Athletinnen entwickeln kann. Nicht nur dort, sondern auch in der Trainerinnenaus- und -weiterbildung konnten viele Trainerinnen von seinem Wissen und seinem großen Erfahrungsschatz profitieren. Das ‚Ende der Geschichte‘ zeigt jedoch leider auch die aktuellen, großen Herausforderungen in der Entwicklung des ‚Berufsbildes Trainerin‘. Es wartet hinsichtlich der Attraktivität des Trainerinnenberufs in Deutschland noch viel Arbeit auf uns, damit zukünftig hochqualifizierte Trainerinnen wie Diemo Ruhnow dem Sport nicht verloren gehen. Wir planen in verschiedenen Bereichen und Projekten weiterhin zusammenzuarbeiten“, so Hannes Käsbauer, der Leiter des Referats Lehre und Ausbildung im DBV und Leiter des Bundesstützpunktes Saarbrücken, an dem Diemo Ruhnow zuletzt tätig war.
Die Nachfolge von Diemo Ruhnow als Bundestrainer Doppel/Mixed im DBV ist noch nicht geklärt. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Einführung einer neuen Zählweise steht bevor

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Müssen sich die internationalen Schiedsrichter an eine neue Zählweise gewöhnen? Foto: HR
15 Jahre nachdem im Badminton zuletzt die Zählweise umgestellt wurde, könnte das Regelwerk in der olympischen Sportart erneut eine solch gravierende Veränderung erfahren: Beim Annual General Meeting (AGM) der Badminton World Federation (BWF), der Mitgliederversammlung des Badminton-Weltverbandes BWF, wird am 22. Mai 2021 über einen entsprechenden Vorschlag abgestimmt.
Der indonesische Badminton-Verband hat gemeinsam mit dem Badminton-Verband der Malediven – und unterstützt vom asiatischen Badminton-Verband, vom koreanischen Badminton-Verband sowie vom Badminton-Verband Taiwans – den Antrag eingereicht, wonach nach den Olympischen Spielen in Tokio/Japan (23. Juli bis 8. August 2021) die Zählweise von „3 x 21“ (= zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte) auf „5 x 11“ (= drei Gewinnsätze bis elf Punkte) umgestellt werden soll. Diese Zählweise war von der BWF bereits in den Jahren 2014 und 2015 über jeweils drei Monate sowie in den Jahren 2016 und 2017 über zusammen 16 Monate bei internationalen Turnieren verschiedener Kategorien getestet worden, um zu eruieren, inwieweit die Verkürzung der Sätze dazu beitragen kann, die Attraktivität der Sportart – speziell für die Zuschauer*innen sowie für die Medien – noch weiter zu erhöhen.
Als beim AGM 2018 über die – seinerzeit vom BWF Council vorgeschlagene – Änderung von „3 x 21“ auf „5 x 11“ abgestimmt wurde, erhielt der Antrag nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Interessanterweise waren es damals insbesondere auch die Delegierten der asiatischen Badminton-Verbände, die sich gegen die Änderung aussprachen. Deutschland votierte seinerzeit dafür und wird auch beim AGM 2021 dem betreffenden Antrag zustimmen. Das Führungsgremium der BWF erachtet die Regeländerung nach wie vor als sinnvoll und unterstützt den Antrag daher ebenfalls.
Auch die Badminton-Bundesliga nahm die im Frühjahr 2016 vom Badminton-Weltverband ausgesprochene Einladung zum Testen der Zählweise „5 x 11“ an: Die Erst- und die Zweitligavereine bestritten die Spielzeiten 2016/2017 und 2017/2018 nach diesem System. Dieses fand bei allen Beteiligten derart viel Anklang, dass die Bundesligavollversammlung im Jahr 2018 beschloss, die Zählweise beizubehalten. Die BWF hatte zuvor mitgeteilt, dass sie damit einverstanden wäre. „Nachdem bereits im Jahr 2018 eine Änderung der Zählweise im Weltverband diskutiert wurde, damals aber keine ausreichende Mehrheit fand, scheint es diesmal so zu sein, als könnte der Antrag Erfolg haben.
Die von den Befürwortern genannten Gründe für eine Verkürzung der Spielzeit mit mehr Spannungsmomenten kann ich für den internationalen Spitzenbereich gut nachvollziehen“, meinte Thomas Born zu dem aktuellen Antrag zur Änderung der Zählweise von „3 x 21“ auf „5 x 11“ bei internationalen Turnieren. Der Präsident des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) ergänzte: „Andererseits dürfen aber auch die Wünsche der Spielerinnen und Spieler auf allen Leistungsebenen nicht unberücksichtigt bleiben. Der DBV sollte dahin wirken, die aktuelle Zählweise jedenfalls als ‚alternative Zählweise’ im nationalen Spielbetrieb weiterhin optional zu ermöglichen.” Bevor im Jahr 2006 auf das System „3 x 21“ umgestellt worden war, wurden im Badminton zwei Gewinnsätze bis 15 („3 x 15“) gespielt. Allerdings konnte seinerzeit – anders als nach den aktuellen Regularien – nur die Person bzw. Paarung einen Punkt erzielen, die Aufschlag hatte.
Der Badminton-Weltverband hat derzeit 196 Mitglieder. Die Geschäftsstelle ist in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur ansässig. Die diesjährige Mitgliederversammlung der BWF findet aufgrund der Corona-Pandemie virtuell statt. Ursprünglich war sie an die Mixed-Team-Weltmeisterschaft um den Sudirman angebunden, die vom 23. bis zum 30. Mai 2021 in Suzhou/China ausgetragen werden sollte. Die Titelkämpfe wurden jedoch auf einen noch nicht näher bestimmten Termin verschoben.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Zwei EM-Medaillen für Mark Lamsfuß

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Mark Lamsfuß und Isabell Herttrich. Foto: Claudia Pauli
Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld) hat bei den Individual-Europameisterschaften 2021 in Kiew/Ukraine (27. April bis 2. Mai 2021) zwei Medaillen sicher: Der 26-Jährige gewann am Freitag (30. April 2021) zunächst an der Seite von Isabel Herttrich (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) seine Viertelfinalpartie im Mixed in zwei Sätzen. Einige Stunden später durfte er im Palace of Sports zudem mit Marvin Seidel (ebenfalls 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) einen Drei-Satz-Erfolg in der Runde der besten acht Herrendoppel bejubeln. Seitens des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) war es zuletzt im Jahr 2006 Juliane Schenk gelungen, bei derselben Individual-EM zwei Medaillen zu holen: Die damals 23-Jährige gewann bei den in Den Bosch/Niederlande ausgetragenen Titelkämpfen Bronze im Dameneinzel und – zusammen mit Nicole Grether – Silber im Damendoppel. Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 15; Setzplatz 3) verbuchten in Kiew einen souveränen 21:8, 21:12-Erfolg über Robin Tabeling/Selena Piek aus den Niederlanden (Setzplatz 5), die in der Weltrangliste nur drei Plätze hinter den Deutschen geführt werden (Weltranglistenplatz 18). „Wir waren top vorbereitet und haben über beide Sätze die Aufschlagphase dominiert. Die Gegner sind deshalb überhaupt nicht ins Spiel gekommen“, zog die 29 Jahre alte Isabel Herttrich ein Fazit. Selena Piek musste sich bereits bei den European Championships 2018 im Viertelfinale den DBV-Assen geschlagen geben: Damals unterlag die heute 29-Jährige an der Seite ihres Landsmanns Jacco Arends Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich in drei Durchgängen. Die amtierenden EM-Dritten aus Deutschland, die vor drei Jahren zum ersten Mal in ihrer Karriere bei Titelkämpfen dieser Art Edelmetall gewannen, spielen am Samstag (1. Mai 2021) gegen Rodion Alimov/Alina Davletova (Weltranglistenplatz 21; Setzplatz 6) um den Einzug ins EM-Finale 2021. Die Russen warfen in ihrer Partie aus der Runde der besten acht Gemischten Doppel die an Position zwei notierten Franzosen Thom Gicquel/Delphine Delrue (Weltranglistenplatz 10) in zwei Sätzen aus dem Turnier. Im direkten Vergleich mit den Osteuropäern führen Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich mit 2:0. Das jüngste Aufeinandertreffen liegt allerdings bereits fast zwei Jahre zurück. Gegen Robin Tabeling/Selena Piek verbuchten die Bundeskaderathleten des DBV im insgesamt dritten Duell den zweiten Sieg.
Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 19; Setzplatz 5) boten in der Begegnung mit ihren an Nummer vier gesetzten „Weltranglistennachbarn“ Ben Lane/Sean Vendy aus England (Weltranglistenplatz 18) eine bemerkenswerte kämpferische Leistung und erreichten letztlich durch einen 21:15, 17:21, 21:19-Erfolg das Halbfinale. Marvin Seidel bekommt damit zum ersten Mal bei einer Individual-EM eine Medaille überreicht. Im direkten Vergleich zwischen Mark Lamsfuß/Marvin Seidel und Ben Lane/Sean Vendy steht es nun 1:1. In der Runde der besten vier Herrendoppel dürfen sich die DBV-Asse am Samstag mit den topgesetzten Dänen Kim Astrup/Anders Skaarup Rasmussen (Weltranglistenplatz 11) messen. Zwar konnten die Titelverteidiger von den bisherigen acht Aufeinandertreffen mit Mark Lamsfuß/Marvin Seidel sieben für sich entscheiden, allerdings liegt der bis dato einzige Sieg der Deutschen noch nicht lange zurück: Bei der Mixed-Team-EM 2021 in Finnland bezwangen die Spieler des DBV Kim Astrup/Anders Skaarup Rasmussen in zwei Sätzen. Für das Damendoppel Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 32; Setzplatz 8) hingegen erwiesen sich am Freitag Chloe Birch/Lauren Smith (Weltranglistenplatz 14) beim 10:21, 14:21 erneut als zu stark: Die an Position zwei notierten Engländerinnen verbuchten in Kiew im insgesamt sechsten Duell mit Linda Efler/Isabel Herttrich den sechsten Sieg.
Auch Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 23; Setzplatz 3) zog bei den European Championships 2021 im Viertelfinale den Kürzeren: Die 21 Jahre alte zweimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel scheiterte mit 16:21, 16:21 an der Türkin Neslihan Yigit. Die an Position fünf notierte Weltranglisten-30. übernahm folglich im direkten Vergleich mit 3:2 die Führung.„Sie war geduldiger als ich. Ich habe es nicht geschafft, meinen Vorteil in den Ballwechseln in Punkte zu verwandeln“, meinte Yvonne Li selbstkritisch.
Eine weitere extrem knappe Niederlage musste Jones Jansen hinnehmen: Einen Tag nachdem der 28-Jährige an der Seite von Kilasu Ostermeyer (TV Refrath; Weltranglistenplatz 48) im Achtelfinale des Mixedwettbewerbs mit 21:13, 13:21, 19:21 gegen die Franzosen Ronan Labar/Anne Tran (Weltranglistenplatz 39; Setzplatz 8) verloren hatte, unterlag Jones Jansen mit Peter Käsbauer (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 34; Setzplatz 6) Marcus Ellis/Chris Langridge aus England (Weltranglistenplatz 12; Setzplatz 2) mit 21:16, 12:21, 24:26. Die Gewinner der European Games 2019 und Olympiadritten von 2016 verzeichneten damit in der insgesamt zweiten Begegnung mit Jones Jansen/Peter Käsbauer den zweiten Sieg. „Ich bin natürlich sehr traurig und enttäuscht, dass wir am Ende, trotz unserer sehr starken Leistung, den Sieg nicht geholt haben. Wir hatten die Medaille schon vor Augen – wir haben 20:18 im dritten Satz geführt. Aber leider haben wir sie ganz knapp verpasst. Ich hoffe jetzt nur, dass meine Verletzung nicht so schlimm ist“, so Jones Jansen. Der 28-Jährige erlitt der ersten Diagnose zufolge eine Zerrung in der Wade. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Zwei weitere Achtelfinalteilnahmen erspielt

„Licht und Schatten“ gab es aus Sicht des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am zweiten Veranstaltungstag (28. April 2021) der Individual-Europameisterschaften 2021 in Kiew/Ukraine (27. April bis 2. Mai 2021): Zwei Siegen stehen zwei Niederlagen gegenüber.

Herreneinzel

So verbuchte der dreimalige Deutsche Meister im Herreneinzel, Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 63), in seinem Auftaktmatch – einem Spiel aus der zweiten Runde – einen souveränen Erfolg: Der 24-Jährige behielt gegenüber Maxime Moreels (Weltranglistenplatz 94) mit 21:8, 21:8 die Oberhand und war damit im insgesamt dritten Aufeinandertreffen mit dem Belgier zum zweiten Mal siegreich. Im Achtelfinale darf sich Max Weißkirchen mit dem topgesetzten Titelverteidiger Viktor Axelsen (Weltranglistenplatz 2) messen. Das bislang einzige Duell mit dem Dänen – ausgetragen bei der Mixed-Team-Europameisterschaft 2021 in Finnland – verlor der Deutsche in zwei Sätzen.
Für Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil) hingegen sind die Titelkämpfe in der Hauptstadt der Ukraine bereits beendet: Der 27 Jahre alte Weltranglisten-69. musste in seiner ersten EM-Partie 2021 gegen den Weltranglistendritten Anders Antonsen antreten und verlor das Spiel aus der zweiten Runde letztlich mit 18:21, 14:21. Das bis dato einzige Aufeinandertreffen mit dem bei den European Championships 2021 an Position zwei notierten Dänen hatte dieser in drei Durchgängen für sich entschieden. Es erfolgte allerdings schon im Jahr 2016.

Dameneinzel

Auch für Dameneinzel-Spezialistin Miranda Wilson (1. BC Wipperfeld; Weltranglistenplatz 142) bleibt es bei einem Auftritt in Kiew: Die 21-Jährige unterlag in ihrem Spiel aus der zweiten Runde Marie Batomene aus Frankreich (Weltranglistenplatz 65) mit 11:21, 11:21. Diese Begegnung kam erstmalig im Rahmen eines internationalen Turniers zustande.

Mixed

Eine starke kämpferische Leistung boten Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer (1. BC Wipperfeld/TV Refrath; Weltranglistenplatz 48): Die amtierenden Deutschen Meister im Mixed bezwangen in ihrer Erstrundenpartie Evgenij Dremin/Evgenia Dimova (Weltranglistenplatz 51) mit 16:21, 23:21, 21:10. Das Duo des DBV traf in Kiew zum ersten Mal in seiner Laufbahn anlässlich eines Wettkampfes auf die Russen. Im Achtelfinale stehen Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer dem an Position acht notierten Gemischten Doppel Ronan Labar/Anne Tran (Weltranglistenplatz 39) gegenüber. Im direkten Vergleich liegen die Franzosen mit 1:0 vorne. Die bis dato einzige Partie erfolgte allerdings bereits vor mehr als zweiJahren.

Fünf Debütant*innen

Nachdem Annabella Jäger (TSV Neuhausen-Nymphenburg) und Stine Küspert (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) bereits am ersten Veranstaltungstag (27. April 2021) ihr Debüt bei einer Individual-EM gegeben hatten, bestritten Kilasu Ostermeyer, Miranda Wilson und Max Weißkirchen tags darauf das erste Match in ihrer Karriere bei Titelkämpfen dieser Art.
Die Achtelfinalbegegnungen werden allesamt am Donnerstag (29. April 2021) ausgetragen. Insgesamt finden acht Partien mit deutscher Beteiligung statt.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Perfekter EM-Auftakt

Vier Spiele, vier Siege: Die Athletinnen und Athleten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) haben bei den Individual-Europameisterschaften 2021 in Kiew/Ukraine (27. April bis 2. Mai 2021) einen perfekten Start verzeichnet.

Herrendoppel

Im Herrendoppel wurden Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 19; Setzplatz 5) in ihrem Erstrundenduell mit Andrew Jones/Adam Stewart aus Wales ihrer Favoritenrolle gerecht: Binnen 19 Minuten besiegten sie die Weltranglisten-324. mit 21:5, 21:7. Mark Lamsfuß/Marvin Seidel standen Andrew Jones/Adam Stewart zum ersten Mal in ihrer Karriere bei einem internationalen Turnier gegenüber. Im Achtelfinale warten die Schotten Christopher Grimley/Matthew Grimley (Weltranglistenplatz 71; direkter Vergleich aus Sicht von Mark Lamsfuß/Marvin Seidel: 1:0) auf die Athleten des DBV.
Auch Jones Jansen/Peter Käsbauer (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 6) verbuchten am ersten Veranstaltungstag (27. April 2021) einen klaren Erfolg: Die Weltranglisten-34. setzten sich in ihrer Partie aus der ersten Runde mit 21:10, 21:12 gegen die Polen Maciej Matusz/Wiktor Trecki (Weltranglistenplatz 217) durch. Gegner der Deutschen im Achtelfinale sind die Norweger Torjus Flaatten/Vegard Rikheim (Weltranglistenplatz 119). Jones Jansen/Peter Käsbauer schlugen bis dato weder gegen Maciej Matusz/Wiktor Trecki noch gegen Torjus Flaatten/Vegard Rikheim im Rahmen eines Wettkampfes auf.

Damendoppel

Im Damendoppel erreichten Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 32; Setzplatz 8) durch einen 21:13, 21:17-Erfolg über Nadia Fankhauser/Iris Tabeling (Weltranglistenplatz 70) die Runde der besten 16 Damenduos. Damit behielten die DBV-Asse im dritten Vergleich mit der schweizerisch-niederländischen Kombination zum dritten Mal die Oberhand. Im Spiel um den Einzug ins Viertelfinale treffen Linda Efler/Isabel Herttrich auf Bengisu Ercetin/Nazlıcan Inci aus der Türkei (Weltranglistenplatz 39; direkter Vergleich aus Sicht von Linda Efler/Isabel Herttrich: 1:0).
Annabella Jäger/Stine Küspert (TSV Neuhausen-Nymphenburg/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 69) verzeichneten in ihrem jeweils ersten Match in ihrer Laufbahn bei einer Individual-EM ebenfalls einen Zwei-Satz-Sieg: Ihre Partie aus der ersten Runde – gegen Serena Au Yeong/Katharina Hochmeir aus Österreich (Weltranglistenplatz 88) – entschieden die Bundeskaderathletinnen des DBV mit 21:9, 21:12 für sich. Diese Begegnung kam zum ersten Mal anlässlich eines internationalen Turniers zustande. Im Achtelfinale müssen sich Annabella Jäger/Stine Küspert mit den an Nummer sieben gesetzten Däninnen Amalie Magelund/Freja Ravn (Weltranglistenplatz 31; direkter Vergleich: 0:0) messen.

EM-Auftakt erst am Mittwoch bzw. Donnerstag

Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 63) und Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil; Weltranglistenplatz 69) im Herreneinzel, Miranda Wilson (1. BC Wipperfeld; Weltranglistenplatz 142) im Dameneinzel sowie Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer (1. BC Wipperfeld/TV Refrath; Weltranglistenplatz 48) im Mixed greifen erst am Mittwoch (28. April 2021) erstmalig ins EM-Geschehen in Kiew ein: Sie erhielten für die erste Runde jeweils ein Freilos.
Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 23; Setzplatz 3) und Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 15; Setzplatz 3) starten sogar erst am Donnerstag (29. April 2021) in das Turnier: Bei den EM-Dritten von 2018 im Mixed war dies von vorneherein geplant, da ihnen ebenfalls für die erste Runde ein Freilos zugesprochen worden war. Bei Yvonne Li kam zu dem Freilos für den Auftakt hinzu, dass ihre erste Gegnerin – Qi Xuefei aus Frankreich (Weltranglistenplatz 40) – kurzfristig für die Titelkämpfe absagte, sodass die zweimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel – wie Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich – bereits im Achtelfinale steht.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

DBV mit fünf „Neulingen“ am Start

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Annabella Jäger (l.) und Stine Küspert nehmen in diesem Jahr erstmalig an einer Individual-EM teil. Foto: Claudia Pauli
Wenn vom 27. April bis zum 2. Mai 2021 in Kiew unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen die diesjährigen Individual-Europameisterschaften ausgetragen werden, schlagen gleich fünf Asse des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) erstmalig bei Titelkämpfen dieser Art auf: Sowohl Annabella Jäger (TSV Neuhausen-Nymphenburg) und Stine Küspert (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) als auch Kilasu Ostermeyer (TV Refrath), Miranda Wilson (1. BC Wipperfeld) und Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen) feiern bei dem seit 1968 stattfindenden Großereignis ihr Debüt. Annabella Jäger erlebt in der Hauptstadt der Ukraine sogar ihre EM-Premiere: Anders als ihre Nationalmannschaftskolleginnen und -kollegen zählte sie bis dato auch noch nicht bei einer Team-Europameisterschaft zum deutschen Aufgebot.
Insgesamt ist der DBV mit 13 Athletinnen und Athleten bei den European Championships 2021 vertreten. In allen Disziplinen gehen zwei Spieler bzw. Spielerinnen bzw. Duos an den Start.

Herreneinzel

Der dreimalige Deutsche Meister im Herreneinzel, Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 63), wurde für den Auftakt mit einem Freilos bedacht. In seinem Match aus der zweiten Runde trifft der 24-Jährige auf den Belgier Maxime Moreels (Weltranglistenplatz 94), gegen den er zuletzt im Jahr 2017 eine Partie bestritt. Im direkten Vergleich steht es 1:1. Im anschließenden Achtelfinale wäre vermutlich der topgesetzte Titelverteidiger Viktor Axelsen (Weltranglistenplatz 2) Max Weißkirchens Gegner. Das bislang einzige Duell mit dem Dänen, ausgetragen bei der Mixed-Team-EM 2021 in Finnland, verlor der Deutsche in zwei Sätzen.
Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil) muss sich derweil bereits in seiner ersten EM-Partie 2021, gleichsam einem Spiel aus der zweiten Runde, mit einem der Top-Favoriten auf den Gewinn der Goldmedaille messen: Der 27 Jahre alte Weltranglisten-69. steht Viktor Axelsens Nationalmannschaftskollegen Anders Antonsen (Weltranglistenplatz 3) gegenüber. Das bis dato einzige Aufeinandertreffen mit dem an Position zwei notierten Dänen entschied dieser in drei Durchgängen für sich. Es datiert allerdings schon aus dem Jahr 2016. Für die erste Runde in Kiew erhielt Kai Schäfer wie Max Weißkirchen ein Freilos.

Dameneinzel

Auch Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 23; Setzplatz 3) wurde für die erste Runde mit einem Freilos bedacht. Im Spiel um den Einzug ins Achtelfinale des Dameneinzelwettbewerbs trifft die zweimalige Deutsche Meisterin auf Qi Xuefei (Weltranglistenplatz 40), die im direkten Vergleich mit 2:1 führt. Die zuvor letzte Partie gegen die Französin, ausgetragen im Sommer 2019, gewann dabei Yvonne Li in zwei Sätzen. Danach wäre die Schwedin Ashwathi Pillai (Weltranglistenplatz 149; direkter Vergleich aus Sicht von Yvonne Li: 1:0), Petra Polanc aus Slowenien (Weltranglistenplatz 177; direkter Vergleich: 0:0) oder die Engländerin Freya Redfearn (Weltranglistenplatz 204; direkter Vergleich: 0:0) Yvonne Lis Gegnerin.
Miranda Wilson (1. BC Wipperfeld; Weltranglistenplatz 141) startet ebenfalls erst in der zweiten Runde in das EM-Turnier. Darin steht die 21-Jährige entweder Katerina Tomalova aus der Tschechischen Republik (Weltranglistenplatz 101) oder der Französin Marie Batomene (Weltranglistenplatz 65) gegenüber. Miranda Wilson bestritt im Rahmen eines internationalen Turniers bislang weder gegen Katerina Tomalova noch gegen Marie Batomene ein Match.

Herrendoppel

Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 19; Setzplatz 5) gehen als klare Favoriten in ihr Erstrundenduell mit Andrew Jones/Adam Stewart aus Wales (Weltranglistenplatz 322; direkter Vergleich: 0:0). Im Achtelfinale würden die Schotten Christopher Grimley/Matthew Grimley (Weltranglistenplatz 71; direkter Vergleich aus Sicht von Mark Lamsfuß/Marvin Seidel: 1:0) oder Joshua Magee/Paul Reynolds aus Irland (Weltranglistenplatz 67; direkter Vergleich: 0:0) auf die Athleten des DBV warten.
Jones Jansen/Peter Käsbauer (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 34; Setzplatz 6) müssen sich in ihrem Auftaktmatch mit den Polen Maciej Matusz/Wiktor Trecki (Weltranglistenplatz 217) messen. Gegner der Deutschen im Achtelfinale wären die Norweger Torjus Flaatten/Vegard Rikheim (Weltranglistenplatz 119) oder – was wahrscheinlicher ist – die Dänen Joel Eipe/Rasmus Kjær (Weltranglistenplatz 60). Jones Jansen/Peter Käsbauer standen bis dato weder Maciej Matusz/Wiktor Trecki noch Torjus Flaatten/Vegard Rikheim bzw. Joel Eipe/Rasmus Kjær im Rahmen eines internationalen Wettkampfes gegenüber.

Damendoppel

Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 32; Setzplatz 8) treffen in Runde eins auf Nadia Fankhauser/Iris Tabeling (Schweiz/Niederlande; Weltranglistenplatz 70), gegen die sie in den bisherigen beiden Vergleichen jeweils gewinnen konnten. Anschließend dürften die DBV-Asse gegen Katharina Fink/Yasmine Hamza aus Italien (Weltranglistenplatz 209; direkter Vergleich: 0:0) oder Bengisu Ercetin/Nazlıcan Inci aus der Türkei (Weltranglistenplatz 39; direkter Vergleich aus Sicht von Linda Efler/Isabel Herttrich: 1:0) aufschlagen.
Annabella Jäger/Stine Küspert (TSV Neuhausen-Nymphenburg/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 69) spielen gegen Serena Au Yeong/Katharina Hochmeir aus Österreich (Weltranglistenplatz 87; direkter Vergleich: 0:0) um den Einzug ins Achtelfinale. Darin würden aller Voraussicht nach die an Nummer sieben gesetzten Däninnen Amalie Magelund/Freja Ravn (Weltranglistenplatz 31; direkter Vergleich: 0:0) auf die Deutschen warten.

Mixed

Im Mixed wurden Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 15; Setzplatz 3) für die erste Runde mit einem Freilos bedacht. In ihr Achtelfinalmatch gehen die amtierenden EM-Dritten als Favoriten: Ihre Gegner sind dann die Weltranglisten-175. Emre Sonmez/Zehra Erdem aus der Türkei oder die Weltranglisten-106. Philip Birker/Katharina Hochmeir aus Österreich. In jedem Fall kommt es für die Deutschen in der Runde der besten 16 Gemischten Doppel zu einer Premieren-Begegnung bei einem internationalen Turnier.
Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer (1. BC Wipperfeld/TV Refrath; Weltranglistenplatz 48) hingegen erwischten ein schweres Auftaktlos: Die aktuellen Deutschen Meister müssen sich in ihrem Spiel aus der ersten Runde – erstmalig in ihrer Karriere – mit den Russen Evgenij Dremin/Evgenia Dimova (Weltranglistenplatz 51) messen. Danach wären vermutlich die an Position acht notierten Franzosen Ronan Labar/Anne Tran (Weltranglistenplatz 39) die Gegner des deutschen Duos. Im direkten Vergleich liegen die Franzosen mit 1:0 vorne. Die bis dato einzige Partie erfolgte allerdings bereits vor mehr als zwei Jahren. Halbfinaleinzug gleichbedeutend mit MedaillengewinnWer in Kiew das Halbfinale erreicht, hat Edelmetall sicher: Ein „kleines Finale“ wird nicht ausgetragen, vielmehr erhalten die unterlegenen Halbfinalteilnehmerinnen und -teilnehmer automatisch die Bronzemedaille. Die Individual-EM zählt nicht zuletzt für die Olympiaqualifikation: Die Qualifikationsphase für Tokio endet am 13. Juni 2021, die Startplätze werden auf der Basis der „Race to Tokyo Rankings“ vom 15. Juni 2021 vergeben. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Austragung der YONEX German Open erneut verhindert

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Yonex German Open erneut abgesagt.
Zum zweiten Mal in Folge verhindert die Corona-Pandemie, dass im März die weltbesten Badmintonasse in Mülheim an der Ruhr um Weltranglistenpunkte und – damit verbunden – um die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio/Japan spielen: Nachdem die YONEX German Open Badminton Championships im vergangenen Jahr die erste hochkarätige Sportveranstaltung in Deutschland waren, die wegen der Ausbreitung des seinerzeit neuartigen Virus SARS-CoV-2 abgesagt wurde, werden aufgrund der unkalkulierbaren Entwicklung des Infektionsgeschehens und den damit verbundenen Beschränkungen auch die YONEX German Open 2021 nicht stattfinden. Diesen Beschluss fassten nun die Verantwortlichen aufseiten der Vermarktungsgesellschaft Badminton Deutschland mbH (VBD), welche die Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) veranstaltet.
„Wir haben unterschiedliche Szenarien in Bezug auf die Durchführung des Turniers einer umfassenden Risikobewertung unterzogen, wobei neben der wirtschaftlichen Betrachtung auch andere Aspekte eine Rolle spielten. Letztlich sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass wir die YONEX German Open 2021 absagen sollten“, erläuterte Thomas Born, einer von zwei Geschäftsführern der VBD und zugleich Präsident des DBV. „Die Entscheidung ist uns sehr schwergefallen, aber die finanziellen Konsequenzen, die unter ungünstigen Umständen gegeben wären, können wir nicht tragen. Die VBD hat aufgrund der Pandemie schon jetzt erhebliche Verluste zu bewältigen“, meinte Thomas Born weiter. Turnierdirektorin Louise Huber-Fennell, Niko Jockenhöfer, stellvertretender Turnierdirektor und neben Thomas Born Geschäftsführer der VBD, sowie Thomas Born dankten allen Partnern der VBD für ihr Verständnis für die Entscheidung sowie für ihre Unterstützung – allen voran dem Badminton-Weltverband BWF, dem Haupt- und Titelsponsor des Turniers, der Firma YONEX, dem Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Mülheim an der Ruhr sowie dem Regionalverband Ruhr (RVR) welche jeweils erhebliche Kraftanstrengungen unternommen hatten, damit das Turnier der Kategorie „HSBC BWF World Tour Super 300“ hätten ausgetragen werden können. „Ein großer Dank geht auch an das YONEX German Open-Team, das bis jetzt intensiv daran gearbeitet hat, die Veranstaltung durchführen zu können“, so die VBD-Verantwortlichen. Speziell seit Ende Januar hätten sich in unterschiedlichen Bereichen neue Rahmenbedingungen und Erkenntnisse ergeben, was das Organisationskomitee jetzt dazu bewogen habe, das Turnier abzusagen, ergänzten Louise Huber-Fennell und Niko Jockenhöfer. Für die Veranstaltung war ein umfassendes Sicherheitskonzept, das u. a. mit der Einrichtung einer „Badminton Family Bubble“, dem Verzicht auf die Anwesenheit von Publikum und einer extrem limitierten Personenzahl in der Westenergie Sporthalle (bislang innogy Sporthalle) einherging, vorgesehen. Mehr als 400 Spielerinnen und Spieler aus über 40 Nationen hatten für die YONEX German Open 2021 gemeldet, darunter der zweimalige Weltmeister im Herreneinzel, Kento Momota aus Japan, und die Olympiasiegerin von 2016 im Dameneinzel, Carolina Marin aus Spanien.
Die Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland erlebten im Jahr 1955 ihre Premiere. 2021 sollte das prestigeträchtige Turnier zum insgesamt 63. Mal stattfinden. Abgesehen von den beiden „Corona-Jahren“ 2020 und 2021 fiel es seit der ersten Auflage lediglich dreimal aus: 1970, 1979 und 1998. Eine Verlegung der YONEX German Open 2021 auf einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr ist – aus verschiedenen Gründen – ausgeschlossen.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV/Press Relations Officer YONEX German Open)

Drei-Satz-Niederlagen zum Auftakt

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Linda Efler und Isabel Herttrich. Foto: Claudia Pauli
Die deutschen Paarungen Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) und Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) haben zum Auftakt der HSBC BWF World Tour Finals 2020 (27. bis 31. Januar 2021 in Bangkok/Thailand) die guten Leistungen, mit denen sie bei den vorangegangenen beiden Turnieren überzeugt hatten, bestätigt. Ein Sieg blieb ihnen beim Jahresabschlussturnier 2020 des Badminton-Weltverbandes BWF am ersten Veranstaltungstag jedoch verwehrt. Als Nummer zwei der Setzliste verloren Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich am Mittwoch (27. Januar 2021) ihr erstes Vorrundenspiel in der Mixed-Gruppe B mit 21:14, 18:21, 18:21 gegen Goh Soon Huat/Lai Shevon Jemie (Malaysia), die Gewinner der YONEX German Open 2018. Nächste Gegner der EM-Dritten von 2018 sind am Donnerstag (28. Januar 2021) die Indonesier Hafiz Faizal/Gloria Emanuelle Widjaja. In ihrem abschließenden Gruppenspiel müssen sich die Perspektivkaderathleten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am Freitag (29. Januar 2021) mit Thom GicqueI/Delphine Delrue aus Frankreich (Setzplatz 4) messen, die in ihrem ersten Match im Rahmen der HSBC BWF World Tour Finals 2020 Hafiz Faizal/Gloria Emanuelle Widjaja in drei Sätzen bezwangen (14:21, 21:14, 21:17).
Für das Halbfinale qualifizieren sich bei dem mit 1,5 Millionen US-Dollar dotierten Turnier diejenigenSpieler, Spielerinnen und Paarungen, die nach Beendigung der Vorrunde Tabellenplatz eins oder zwei in ihrer jeweiligen Gruppe belegen. „Mit jeweils einer Niederlage in der Gruppenphase zu starten, erhöht natürlich den Druck für das zweite Gruppenspiel“, so DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.
Linda Efler/Isabel Herttrich unterlagen einige Stunden zuvor in ihrem ersten Vorrundenspiel in der Damendoppel-Gruppe B Kim So Yeong/Kong Hee Yong mit 11:21, 21:19, 11:21. Die Koreanerinnen hatten in der Woche zuvor bei den TOYOTA Thailand Open (19. bis 24. Januar 2021 in Bangkok/Thailand) den Titel geholt und waren bei den unmittelbar davor ausgetragenen YONEX Thailand Open (12. bis 17. Januar 2021 in Bangkok/Thailand) bis ins Halbfinale gekommen. „Dass das Damendoppel das Spiel gegen die an Nummer zwei gesetzten Koreanerinnen lange offen gestalten konnte, ist ein gutes Ergebnis“, zog Martin Kranitz ein Fazit. Nächste Gegnerinnen der DBV-Asse sind am Donnerstag die Engländerinnen Chloe Birch/Lauren Smith (Setzplatz 4). Zum Abschluss der Gruppenphase treffen Linda Efler/Isabel Herttrich am Freitag auf Jongkolphan Kititharakul/Rawinda Prajongjai aus Thailand, die bei den YONEX Thailand Open Platz zwei belegt hatten und sich zum Auftakt der HSBC BWF World Tour Finals 2020 klar gegen Chloe Birch/Lauren Smith durchsetzten (21:10, 21:11).
Alle Ergebnisse der HSBC BWF World Tour Finals 2020 finden sich auf der DBV-Homepage unter www.badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com [Stichwort „HSBC BWF World Tour Finals 2020 (New Dates)“]. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Mehrere Deutsche Meisterschaften verschoben

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Das DBV-Präsidium tagte online. Foto: Claudia Pauli
Nachdem das Präsidium des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) im Herbst vergangenen Jahres entschieden hatte, die für Ende November geplanten Deutschen Meisterschaften 2020 in den Altersklassen U13 bzw. U15, U17 und U19 nicht zum jeweils vorgesehenen Zeitpunkt auszutragen, sich aber die Option für die Durchführung an einem anderen Termin offenzuhalten, beschloss das Führungsgremium des olympischen Spitzenverbandes nun, die letztjährigen Titelkämpfe der Unter-13-Jährigen, der Unter-15-Jährigen und der Unter-17-Jährigen abzusagen. Die Deutschen Meisterschaften 2020 in der Altersklasse U19 hingegen sollen – sofern die Entwicklung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie dies zulässt – im Frühsommer 2021 nachgeholt werden. „Für viele Spielerinnen und Spieler wären die Deutschen U19-Meisterschaften, die für November vergangenen Jahres geplant waren, die letzten Meisterschaften im Jugendbereich gewesen. Wir fänden es für unsere Nachwuchsathletinnen und -athleten schade, wenn sie diese Erfahrung missen müssten. Daher ist uns sehr daran gelegen, dass diese Titelkämpfe nicht ausfallen“, erläutert DBV-Präsident Thomas Born die Entscheidung des Präsidiums. Als neuer Termin für die DM U19 2020 ist der 5./6. Juni 2021 vorgesehen. Der Austragungsort steht noch nicht fest.
Das DBV-Präsidium beschloss ferner, die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften U19 und U15 2021 zum einen zu splitten und zudem zu verschieben: Statt vom 30. April bis zum 2. Mai 2021 in Bonn sollen die Titelkämpfe der Jugendlichen und der Schüler nun am Pfingstwochenende (22. bis 24. Mai 2021) sowohl in Bonn (U19 und U15) als auch in Bergisch Gladbach (U15) ausgetragen werden. Die Zweiteilung gestattet die Erweiterung der Starterfelder, sodass den vier Gruppen im DBV – Nord, West, Mitte und SüdOst – größtmögliche Flexibilität hinsichtlich der Ermittlung der teilnehmenden Vereine geboten wird. Unterstützt wird dieser Prozess durch die Verlegung um drei Wochen nach hinten. Aufgrund der Corona-Pandemie kann die Qualifikation für die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften nicht wie gewohnt erfolgen.
Das DBV-Präsidium traf in seiner Onlinesitzung Ende Januar 2021 zudem die Entscheidung, die Deutschen Juniorenmeisterschaften 2021 und die Deutschen Altersklassenmeisterschaften 2021 zu verschieben. Die Unter-22-Jährigen sollten ursprünglich vom 16. bis zum 18. April in Bonn die nationalen Champions dieses Jahres ermitteln. Die nächsten Titelkämpfe in den Altersklassen O35 bis O75 waren bis dato für den 14. bis 16. Mai 2021 geplant, als Austragungsort war Rinteln vorgesehen.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Deutschland bekam EM-Ticket zugesprochen

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Das deutsche Team wird wieder teilnehmen. Foto: Claudia Pauli
Deutschland wird auch 2021 bei der alle zwei Jahre stattfindenden Mixed-Team-Europameisterschaft im Badminton vertreten sein.
Nachdem das für Mitte Dezember in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) geplante Qualifikationsturnier der („deutschen“) Gruppe 4 für die EM-Endrunde in Vantaa/Finnland (16. bis 20. Februar 2021) ausgefallen war, weil aufgrund der Corona-Pandemie alle Gegner der gastgebenden Mannschaft ihre Teilnahme an der Veranstaltung abgesagt hatten, entschied ein vom europäischen Badminton-Verband Badminton Europe Confederation (BEC) eingesetztes Gremium, dass die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) das EM-Ticket erhält. An der Endrunde um die Mixed-Team-EM 2021 dürfen insgesamt acht Mannschaften teilnehmen, wobei Dänemark als Titelverteidiger und Finnland als Gastgeber automatisch über einen Startplatz verfügen. Die übrigen sechs Teams mussten sich das Ticket für den Wettbewerb regulär im Rahmen von Qualifikationsturnieren erspielen, die im Zeitraum 9. bis 12. Dezember 2020 an sechs Orten in Europa durchgeführt werden sollten.
Da jedoch zwei der sechs Turniere wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnten, war der europäische Badminton-Verband – als Veranstalter der EM-Endrunde und auch der entsprechenden Qualifikationsturniere – gefordert, die zwei letzten Startplätze auf anderem Weg zu vergeben. Neben der Veranstaltung in Deutschland betraf dies das Qualifikationsevent, welches ursprünglich der französische Badminton-Verband durchführen wollte. Auch die Franzosen bekamen Mitte Dezember seitens des europäischen Badminton-Verbandes das EM-Ticket zugesprochen. „Wir haben fest damit gerechnet, dass wir uns am ‚grünen Tisch‘ für die EM in Finnland qualifizieren. Nach der Absage unserer Gruppengegner ist das die logische Konsequenz“, sagte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz. Damit werden Mitte Februar nächsten Jahres Titelverteidiger Dänemark, EM-Gastgeber Finnland, Deutschland, Frankreich, England, Schottland, Russland und die Niederlande um den EM-Titel spielen. Bei der bis dato letzten Endrunde um die Mixed-Team-EM, 2019 in Kopenhagen/Dänemark, wurde Deutschland Vizeeuropameister. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)