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Wer folgt Thomas Born als Präsident des DBV?

“Noch-Präsident” Thomas Born, links Thomas Lohwieser. Foto: Claudia Pauli.

Sechs Jahre, nachdem der Ordentliche Verbandstag des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV)
zum ersten Mal in der Historie in Suhl stattfand, kommt das höchste Organ des olympischen
Spitzenverbandes erneut in der Mittelstadt im Süden Thüringens zusammen: Der 58. Ordentliche
DBV-Verbandstag wird am 18. Juni 2022 im Michel Hotel Suhl abgehalten, als Gastgeber fungiert
entsprechend der Thüringer Badminton-Verband (TBV).

Die Tagesordnung gestaltet sich mit mehr als 20 Punkten äußerst umfangreich. Inhaltliche
Schwerpunkte der Sitzung sind die Wahl des Präsidiums sowie die Wahl mehrerer
Referatsleiter*innen, die Diskussion und Abstimmung über Anträge auf Änderungen der Satzung
und verschiedener Ordnungen des DBV, die Genehmigung des DBV-Haushaltes, die Entlastung
von DBV-Organen sowie die Vergabe von Meisterschaften für die Spielsaison 2023/2024.

Dabei steht das DBV-Präsidium sowohl vor strukturellen als auch vor personellen Veränderungen:
Ab dem 58. Ordentlichen DBV-Verbandstag 2022 setzt es sich aus dem*der Präsident*in, drei
Vizepräsident*innen, dem*der Vorsitzenden des Ausschusses für Jugend (AfJ) als Vertreter*in der
Badmintonjugend, dem*der Sportdirektor*in für den Bereich Leistungssport und dem*der
Geschäftsführer*in zusammen. Gleichzeitig gilt der*die Geschäftsführer*in neuerdings – wie
der*die Präsident*in und die Vizepräsident*innen – als Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Im
Rahmen des DBV-Verbandstags werden grundsätzlich allerdings ausschließlich der*die
Präsident*in sowie die drei Vizepräsident*innen gewählt. Die anderen Präsidiumsmitglieder
gehören dem Führungsgremium qua Amt bzw. hauptberuflicher Funktion an.

Die beim DBV-Verbandstag 2021 in Berlin beschlossene Modifikation resultiert u. a. aus
Überlegungen, die anlässlich des aktuell laufenden Strategieprozesses im Deutschen Badminton-
Verband zur Änderung der Organisationsstruktur angestellt werden.Bis dato besteht das DBV-Präsidium gemäß § 21 der DBV-Satzung aus dem*der Präsident*in, mindestens vier und höchstens sechs Vizepräsident*innen, dem*der Chefbundestrainer*in oder dem*der Sportdirektor*in für den Bereich Leistungssport sowie dem*der Geschäftsführer*in. Als Vorstand im Sinne des § 26 BGB fungieren dabei der*die Präsident*in und die Vizepräsident*innen.

Aus dem aktuellen Präsidium sind zwei Mitglieder noch bis 2024 gewählt, sie treten aber am 18.
Juni 2022 von ihrem jeweiligen Amt zurück. Dies betrifft zum einen Thomas Born (Berlin), der den
Deutschen Badminton-Verband seit 2016 als Präsident führt, und zum anderen Vizepräsidentin
Petra Schröder (Mülheim an der Ruhr). Thomas Born hatte verbandsintern bereits vor einigen
Wochen bekannt gegeben, dass er aus persönlichen Gründen seine ehrenamtliche Tätigkeit im
DBV mit dem nächsten DBV-Verbandstag beenden wird. Um zu gewährleisten, dass sein*e
Nachfolger*in sowie alle Vizepräsident*innen zeitgleich eine neue Amtszeit beginnen, tritt auch
Petra Schröder am 18. Juni 2022 zurück. Sie wird jedoch für das dann zu wählende Präsidium
ebenfalls als Vizepräsidentin kandidieren.

Entsprechend der Satzung des DBV hält das DBV-Präsidium am Tag vor dem Ordentlichen
Verbandstag mit den Präsident*innen bzw. Vorsitzenden der Badminton-Landesverbände (BLV)
und dem Präsidenten des Deutschen Badminton-Ligaverbandes (DBLV) eine Konferenz ab. Im
Anschluss an den DBV-Verbandstag trifft sich traditionell das Referat Spielbetrieb O19 des DBV
mit den Sportwart*innen der Badminton-Landesverbände und den Gruppensportwart*innen zu
einer Tagung.

Am Vorabend des DBV-Verbandstages begrüßen die Verantwortlichen des gastgebenden
Badminton-Landesverbandes im Rahmen eines Empfangs mit Abendessen alle Delegierten und
deren Begleitpersonen aus den Landesverbänden bzw. vom DBV sowie weitere Gäste.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV

Dominik Menze ist neuer DBV-Geschäftsführer

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Dominik Menze (l.) an seinem ersten Arbeitstag mit DBV-Präsident Thomas Born. Foto: Claudia Pauli

Als neuen Geschäftsführer konnten die Verantwortlichen im Deutschen Badminton-Verband (DBV)
einen sportbegeisterten jungen Mann gewinnen, der über mehrere Jahre im Bereich des
Profifußballs Erfahrungen sammelte und sich in dieser Zeit ein umfangreiches Wissen etwa in den
Bereichen Turnierorganisation, Marketing und Sponsoring aneignete: Am 19. April 2022 nahm
Dominik Menze seine Tätigkeit in der DBV-Geschäftsstelle in Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-
Westfalen) auf. Der 33-Jährige aus Bottrop folgt auf Heino Knuf, der seine Tätigkeit bei dem
olympischen Spitzenverband zum 30. November 2021 beendete.

„Ich bin mir sicher, dass Dominik Menze wesentlich dazu beitragen kann, die Sportart Badminton
in Deutschland in enger Zusammenarbeit insbesondere mit den Badminton-Landesverbänden,
dem Deutschen Badminton-Ligaverband und den Vereinen weiterzuentwickeln“, sagte DBV-
Präsident Thomas Born bei der Begrüßung des neuen DBV-Geschäftsführers.

Der gebürtige Gelsenkirchener schloss zunächst ein Bachelorstudium (BA) in
Betriebswirtschaftslehre an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen ab, ehe er per
Fernstudium am IST Studieninstitut mit Sitz in Düsseldorf seinen Master (MBA) in
Sportmanagement machte. In den vergangenen sechs Jahren war Dominik Menze für den FC
Schalke 04 im Jugend- sowie im Lizenzbereich tätig, wobei er u. a. Fußballcamps und Turniere
organisierte, entsprechende Marketing- und Sponsoringmaßnahmen initiierte, im Bereich Scouting
sehr aktiv war und administrative Aufgaben im Zusammenhang mit Spielertransfers übernahm.

„Ich freue mich sehr, dass ich die Chance erhalte, meine Erfahrungen, die ich im Fußball
gesammelt habe, in eine andere Sportart einzubringen und zugleich eine noch
verantwortungsvollere Tätigkeit ausüben zu dürfen. Auch wenn die ganze Organisation – genauso
wie die Sorgen der Vereine – im Badminton etwas vollkommen Neues für mich ist, fühle ich mich
auf die Aufgabe gut vorbereitet“, meinte Dominik Menze an seinem ersten Arbeitstag.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Yvonne Li erste Deutsche im Viertelfinale im Dameneinzel seit 2013

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Yvonne Li schaffte es bei dem hochkarätig besetzten Turnier bis in die Runde der besten acht Damen.
Foto: Claudia Pauli
Nach ihrer klaren Niederlage im Viertelfinale der YONEX GAINWARD German Open 2022 (8. bis
13. März 2022 in Mülheim an der Ruhr) lobte Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen) nicht allein ihre
Gegnerin, sondern auch das Publikum in der Westenergie Sporthalle: „Viele Fans haben immer
wieder meinen Namen gerufen und mich so unterstützt – danke dafür“, meinte die 23 Jahre alte
Olympiateilnehmerin von 2021 im Dameneinzel.
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Mit 5:21, 16:21 musste sich die Weltranglisten-23. am Freitag (11. März 2022) der an Nummer drei
gesetzten Weltranglistendritten Chen Yu Fei geschlagen gegeben, die in dem 32-minütigen Match
eindrucksvoll demonstrierte, warum sie sich im Sommer des vergangenen Jahres zur
Olympiasiegerin gekürt hatte. „Sie ist eine sehr solide und sehr komplette Spielerin, die sehr geduldig
agiert, das Spiel hervorragend liest und eine Weltklasse-Abwehr hat“, zollte die dreimalige Deutsche
Meisterin der Chinesin Anerkennung für deren Leistung.
Yvonne Li erreichte 2022 zum ersten Mal bei dem für den DBV bedeutsamsten Turnier die Runde
der besten acht Damen und zeigte sich nach ihrem Ausscheiden selbstkritisch: „Ich bin sehr darüber
frustriert, wie ich den ersten Satz verloren habe. Denn ich habe auch einige leichte Punkte
weggegeben. Im Training habe ich in den vergangenen zwei Monaten sehr gute Fortschritte
gemacht, nun muss ich es schaffen, das Ganze im Wettkampf aufs Feld zu bringen. Im ersten Satz
habe ich mich sehr von Chen Yu Fei unter Druck setzen lassen. Im zweiten Satz habe ich versucht,
die Geschwindigkeit zu erhöhen und noch klarer in der Abwehr zu sein.“
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Martin Kranitz, der Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), meinte: „Das Turnier
ist unglaublich stark besetzt – ähnlich einer WM. Hier ist die absolute Weltspitze vertreten. Daher ist
der Viertelfinaleinzug von Yvonne ein super Ergebnis. Auch für die Zuschauer ist das schön.“
Zuvor stand bei den Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland zuletzt 2013 eine
Lokalmatadorin in der Runde der besten Acht: Juliane Schenk schaffte es vor neun Jahren letztlich
sogar bis ins Finale.

Eine große Chance aufs Weiterkommen hätte am Tag der Achtelfinalspiele (Donnerstag, 10. März
2022) das Herrendoppel Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (beide 1. BC Wipperfeld; Weltranglistenplatz
16; Setzplatz 8) gehabt, so Martin Kranitz. „Mark und Marvin haben eine gute Leistung gezeigt. Oft
sind es nur Kleinigkeiten, an denen es hängt“, blickte der Sportdirektor des DBV zurück.
Eine positive Überraschung war für ihn der Erstrundensieg von Jones Jansen/Linda Efler (1. BC
Wipperfeld/SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 95) gegen ein chinesisches Mixed. „Jones
und Linda sind ja noch ein recht neues Paar. Sie haben sich sehr gut gemacht“, sagte Martin Kranitz
zur Entwicklung des Gemischten Doppels.
„Insgesamt können wir mit den Ergebnissen zufrieden sein“, zog der DBV-Sportdirektor ein
Gesamtfazit aus deutscher Sicht in Bezug auf die YONEX GAINWARD German Open 2022.
Weitere Informationen
Alle Ergebnisse sind auf der Veranstaltungswebsite unter www.german-open-badminton.de bzw. im
Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com (Stichwort „YONEX GAINWARD German Open
2022“) veröffentlicht.
Claudia Pauli
(Pressesprecherin DBV/Press relations officer YONEX GAINWARD German Open)

Heino Knuf beendet seine Tätigkeit als DBV-Geschäftsführer

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Heino Knuf. Foto: Claudia Pauli
Nach nur 14 Monaten als Geschäftsführer des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) wird Heino Knuf aus privaten Gründen seine Tätigkeit bei dem rund 168.000 Mitglieder zählenden olympischen Spitzenverband zum 30. November 2021 beenden.
„Mir ist diese Entscheidung sehr schwergefallen, da ich mich beim DBV und insbesondere in der Geschäftsstelle sehr wohl gefühlt habe. Sehr gerne hätte ich mich an der Weiterentwicklung des DBV und der Sportart Badminton, wie von mir angestrebt, beteiligt. Ich sehe nach wie vor großes
Potenzial in dieser Sportart“, so der 60-Jährige, der am 1. Oktober 2020 in der DBV-Geschäftsstelle in Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen) als DBV-Geschäftsführer begann. DBV-Präsident Thomas Born meinte: „Wir bedauern sehr, dass Heino Knuf den DBV verlässt, haben aber auch Verständnis für seinen Entschluss. Er hat diesen nach reiflicher Überlegung getroffen. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute!“ Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Herren nach starker Leistung Gruppendritte

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Das Deutsche Team. Foto: Claudia Pauli
Mit einem Sieg und damit auf Tabellenrang drei in der Gruppe B haben Deutschlands Herren die TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2020 (9. bis 17. Oktober 2021 in Aarhus/Dänemark) beendet. In Ihrem dritten und folglich abschließenden Vorrundenspiel bezwang die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am Mittwochabend (13. Oktober 2021) den amtierenden EM-Dritten Frankreich mit 3:2.
Die Punktgewinne für das Team des DBV verbuchten Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen) im 1. Herreneinzel sowie die beiden Doppelpaarungen Jones Jansen/Mark Lamsfuß (beide 1. BC Wipperfeld; 1. Herrendoppel) und Marvin Seidel/Jan Colin Völker (1. BC Wipperfeld/TV Refrath; 2. Herrendoppel). „Ich konnte endlich mal wieder das abrufen, was ich im Training auch abrufen kann – und ich fühle mich noch lang nicht am Limit“, meinte Max Weißkirchen (Weltranglistenplatz 59) nach seinem 21:13, 21:15-Erfolg über den in der Weltrangliste aktuell 25 Plätze vor ihm geführten dreifachen U19-Europameister von 2017, Toma Junior Popov (Weltranglistenplatz 34).
Detlef Poste, der Chef-Bundestrainer im DBV, zeigte sich mit dem Auftritt der DBV-Asse in der abschließenden Partie entsprechend zufrieden: „Das war eine durchweg starke Mannschaftsleistung mit einem überraschend deutlichen Sieg von Max Weißkirchen im 1. Einzel.“ Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Ehrenring für Thomas Lohwieser beim DBV-Verbandstag

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Thomas Lohwieser (l.) mit DBV-Präsident Thomas Born. Foto: Claudia Pauli

Der emotionale Höhepunkt des 57. Ordentlichen Verbandstags des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) war zweifelsohne die Verleihung des DBV-Ehrenrings an Thomas Lohwieser. Bei der Jugendvollversammlung Ende Oktober 2020 hatte der gebürtige Berliner nicht erneut als Vorsitzender des Ausschusses für Jugend (AfJ) im DBV kandidiert und sich auch nicht für eine andere Position im AfJ zur Verfügung gestellt – womit eine Ära endete: Insgesamt war Thomas Lohwieser mehr als 35 Jahre im DBV-Ausschuss für Jugend ehrenamtlich tätig, mehr als 20 Jahre führte er den Ausschuss als Vorsitzender.
In Anerkennung seiner „außerordentlich hervorragenden Verdienste um den Badmintonsport“ verliehen ihm die Delegierten am 9. Oktober 2021 in Berlin den DBV-Ehrenring – die dritthöchste Ehrung, die der olympische Spitzenverband zu vergeben hat, nach der Ehrenpräsidentschaft und der Ehrenmitgliedschaft.

„Du hast in den vielen Jahren Deines Wirkens die Interessen des Jugendsports sehr nachhaltig vertreten – und das nicht nur in Deutschland, sondern auch auf internationaler Ebene. Unsere Recherchen haben ergeben, dass Du die einzige Person weltweit bist, die bei jeder U19-WM – und diese gibt es seit 1992 – in offizieller Funktion vertreten war. Dies zeigt, mit welchem Engagement Du hier tätig gewesen bist“, so DBV-Präsident Thomas Born, der über mehrere Jahrzehnte sowohl auf Bundesebene als auch im damaligen Badminton-Verband Berlin (BVB) und in der Gruppe Nord im DBV eng mit Thomas Lohwieser zusammenarbeitete, in seiner Laudatio. „Damit habe ich absolut nicht gerechnet, ich bin mehr als nur gerührt“, wandte sich Thomas Lohwieser anschließend an die Anwesenden, darunter DBV-Ehrenpräsident Karl-Heinz Kerst und
DBV-Ehrenmitglied Gerd Pigola. Er fügte hinzu: „Es war einfach eine tolle Zeit – immer eine Freude.“
Bereits am Vorabend waren – im Rahmen eines Empfangs, zu dem der Badminton-Verband Berlin-Brandenburg (BVBB) als Ausrichter des diesjährigen DBV-Verbandstags alle Teilnehmenden an der Sitzung und deren Begleitpersonen eingeladen hatte – Markus Bennewitz, der kommissarische 1. Vorsitzende des Niedersächsischen Badminton-
Verbandes (NBV), und NBV-Geschäftsführer Joachim Böhnke von Thomas Born mit der DBV-Ehrennadel „für besondere Verdienste um den Badmintonsport“ ausgezeichnet worden.
Überwältigende Zustimmung zu den Haushaltsangelegenheiten Der Großteil der Beschlüsse, die beim 57. Ordentlichen DBV-Verbandstag erfolgten, wurde einstimmig bzw. mit großer Mehrheit gefasst. So genehmigten die Delegierten etwa das Rechnungsergebnis für das abgelaufene Haushaltsjahr 2020, den Nachtragshaushalt für das
laufende Kalenderjahr 2021 und den Haushaltsplan für das kommende Haushaltsjahr 2022 jeweils einstimmig. Dabei wurde das Votum zum Haushaltsplan 2022 mit dem Auftrag verbunden, die Überführung des Haushaltsplans 2022 in den Nachtragshaushalt 2022 auf der Basis der
Anregungen aus dem Arbeitsgespräch Finanzen vom 20. September 2021 sowie unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen vorzunehmen.
Neue Zusammensetzung des DBV-Präsidiums beschlossen Im Rahmen des TOP 10 – Anträge auf Satzungsänderungen – stimmten die Delegierten u. a. dem Antrag des Badminton-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen (BLV-NRW) auf Umstrukturierung des DBV-Präsidiums zu. Demnach besteht das Präsidium ab dem 58. Ordentlichen DBV-
Verbandstag 2022 aus demder Präsidentin, drei Vizepräsidentinnen, demder Vorsitzenden des Ausschusses für Jugend als Vertreterin der Badmintonjugend, demder Sportdirektorin für den Bereich Leistungssport und demder Geschäftsführerin. Gleichzeitig gilt derdie Geschäftsführerin neuerdings – wie derdie Präsidentin und die Vizepräsidentinnen – als Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Die beschlossene Modifikation des Führungsgremiums des olympischen Spitzenverbandes ist auch eingebunden in die Überlegungen, die anlässlich des aktuell laufenden Strategieprozesses im Deutschen Badminton-Verband zur Änderung der Organisationsstruktur angestellt werden. Aktuell besteht das DBV-Präsidium gemäß § 21 der DBV-Satzung aus demder Präsidentin, mindestens vier und höchstens sechs Vizepräsidentinnen, demder Chefbundestrainerin oder demder Sportdirektorin für den Bereich Leistungssport sowie demder Geschäftsführerin. Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind dabei derdie Präsidentin und die Vizepräsidentinnen.
DBV-Organe einstimmig entlastet Angenommen wurde auch der Antrag des BLV-NRW, die beim 54. Ordentlichen DBV-Verbandstag 2018 beschlossene Umlage von jährlich 20.000,- Euro durch die Badminton-Landesverbände zur Finanzierung von Marketingmaßnahmen zunächst auszusetzen. Dieses Thema war vor der Abstimmung besonders intensiv diskutiert worden. Ferner votierten die Delegierten u. a. für einen gemeinsamen Antrag des DBV-Präsidiums und der Badminton-Landesverbände Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hinsichtlich der Festsetzung der Mitgliedsbeiträge, welche die BLV jährlich an den DBV entrichten müssen, für das Jahr 2022.
Hierbei hatten sich das DBV-Präsidium und die beiden BLV im Vorfeld auf einen Kompromiss geeinigt. „Ich bedanke mich bei allen, die daran mitgewirkt haben, für die offene Diskussion“, so DBV-Präsident Thomas Born. Anschließend wurden die DBV-Organe nach § 11 Nrn. 2. bis 4. der Satzung – das Präsidium, das Verbandsgericht sowie die Ausschüsse für Leistungssport, Wettkampfsport, Breitensport und Jugend – einstimmig bezüglich der Jahresrechnung und der Geschäftsführung für den Berichtszeitraum entlastet.
Deutsche Meisterschaften vergeben Traditionell entscheiden die Delegierten im Rahmen des DBV-Verbandstags auch über die Ausrichtung verschiedener Deutscher Meisterschaften. Den 58. Ordentlichen DBV-Verbandstag 2022 vergaben die Delegierten an den Thüringer Badminton-Verband (TBV). Die Zusammenkunft wird im Juni nächsten Jahres in Jena oder Erfurt stattfinden.
Jederzeit faire Diskussionen In seinen Schlussworten bedankte sich DBV-Präsident Thomas Born bei allen Anwesenden für die engagierte Mitarbeit. „Wir haben gestern und heute viele konstruktive – und sicherlich an der einen oder anderen Stelle auch kontroverse, aber dabei immer faire – Diskussionen geführt. Im Großen und Ganzen bin ich mit den Ergebnissen zufrieden.“ Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Kuriose Reihenfolge: WM 2021 vor der WM 2020

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Gruppenfoto der für die Mixed-Team-WM 2021 nominierten Spieler*innen mit ihren Trainern. Es fehlt auf dem Bild: Isabel Lohau (geb. Herttrich). Foto: Claudia Pauli
Die Corona-Pandemie hat in der Sportart Badminton den internationalen Turnierkalender derart „durcheinandergewirbelt“, dass es in diesem Herbst zu einer kuriosen Wettkampfabfolge kommt:
Vom 26. September bis zum 3. Oktober 2021 wird zunächst im finnischen Vantaa die Mixed-Team-Weltmeisterschaft 2021 um den Sudirman Cup ausgetragen, ehe die leistungsstärksten Herren- und Damennationalmannschaften vom 9. bis zum 17. Oktober 2021 in Aarhus/Dänemark die Weltmeister des Vorjahres ermitteln.
Die TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2020 sollten ursprünglich im Mai vergangenen Jahres in Aarhus stattfinden, bevor sie pandemiebedingt zunächst auf August 2020, dann auf
Oktober 2020 und letztlich auf Oktober 2021 verschoben wurden. Die Planungen des Badminton-Weltverbandes BWF hinsichtlich des TotalEnergies BWF Sudirman Cup 2021 sahen die Durchführung der Veranstaltung im Mai dieses Jahres in Suzhou/China vor. Da jedoch aufgrund der Corona-Pandemie im gesamten Jahr 2021 keine Badmintonturniere im „Reich der Mitte“ ausgetragen werden dürfen und um gleichzeitig die Reisetätigkeit für die teilnehmenden Nationen möglichst gering zu halten, wurden die internationalen Titelkämpfe zeitlich und geografisch an die WM für Herren- und für Damennationalmannschaften in Dänemark angebunden.

TotalEnergies BWF Sudirman Cup 2021

Bei der Mixed-Team-WM bilden Spieler und Spielerinnen eine gemeinsame Mannschaft. Traditionell wird bei dem prestigeträchtigen Event zunächst eine Gruppenphase ausgetragen, ehe es im K.-o.-System weitergeht. Für die – mit dem Viertelfinale beginnende – K.-O.-Runde qualifizieren sich
diejenigen Teams, die nach Abschluss der Vorrunde in ihrer jeweiligen Gruppe auf Tabellenplatz eins und zwei rangieren. Die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) muss sich in der Gruppe B mit Taiwan, Korea und Tahiti auseinandersetzen. „Zweimal Weltklasse mit zwei Medaillenkandidaten – Korea und Taiwan – sowie einem absoluten Underdog und Neuling – Tahiti – versprechen eine interessante und gleichzeitig herausfordernde Gruppe. Wir freuen uns auf die Spiele“, blickte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz voraus. Bei der
vorangegangenen Auflage, im Jahr 2019, ging der Turniersieg an China. Das Aufgebot des DBV für den TotalEnergies BWF Sudirman Cup 2021* *: kurzfristige Änderungen vorbehalten Herren Daniel Hess (TV Refrath)
Jones Jansen (1. BC Wipperfeld)
Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld)
Fabian Roth (TV Refrath)
Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld)
Jan Colin Völker (TV Refrath)
Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen) Damen Linda Efler (SC Union Lüdinghausen)
Isabel Lohau (geb. Herttrich) 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen)
Stine Küspert (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
Emma Moszczynski (TSV Trittau)
Ann-Kathrin Spöri (TV Refrath) Gleich fünf Asse des DBV stehen anlässlich der Titelkämpfe in Vantaa erstmalig im deutschen Aufgebot für eine WM im Erwachsenenbereich: Daniel Hess (TV Refrath), Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen), Stine Küspert (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), Emma Moszczynski (TSV
Trittau) und Ann-Kathrin Spöri (TV Refrath).

TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2020

Bei der WM für Herren- und für Damennationalmannschaften ist Deutschland zum zehnten Mal in Folge sowohl im Wettbewerb um den Thomas Cup (Herren) als auch im Wettbewerb um den Uber Cup (Damen) startberechtigt. Auch bei den TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2020 erfolgen zunächst Gruppenspiele, bevor das Turnier im K.-o.-System fortgesetzt wird. Dabei erreichen ebenfalls jeweils diejenigen Teams die – gleichsam mit dem Viertelfinale beginnende – K.-O.-Runde, die nach
Abschluss der Vorrunde in ihrer jeweiligen Gruppe die Tabellenplätze eins und zwei belegen. Während sich die Spieler des Deutschen Badminton-Verbandes in der – „europäisch geprägten“ – Gruppe B mit Turniergastgeber Dänemark um den Olympiasieger von Tokio im Herreneinzel, Viktor Axelsen, sowie mit Korea und Frankreich messen dürfen, treffen die Spielerinnen des DBV in der Gruppe A auf Titelverteidiger Japan, Indonesien und ebenfalls Frankreich.
„Wir haben es in der Gruppenphase jeweils mit zwei richtig schweren Brocken und einer lösbaren Aufgabe zu tun“, meinte Martin Kranitz zur Auslosung.

Das Aufgebot des DBV für die TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2020** **: kurzfristige Änderungen vorbehalten Herren Daniel Hess (TV Refrath)
Jones Jansen (1. BC Wipperfeld)
Matthias Kicklitz (Blau-Weiss Wittorf)
Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld)
Johannes Pistorius (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
Fabian Roth (TV Refrath)
Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil)
Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld)
Jan Colin Völker (TV Refrath)
Max Weißkirchen(SC Union Lüdinghausen) Damen Linda Efler (SC Union Lüdinghausen)
Isabel Lohau (geb. Herttrich; 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
Annabella Jäger (TSV Neuhausen-Nymphenburg)
Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen)
Stine Küspert (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
Leona Michalski (TV Refrath)
Emma Moszczynski (TSV Trittau)
Thuc Phuong Nguyen (1. BC Wipperfeld)
Antonia Schaller (TuS Geretsried)
Ann-Kathrin Spöri (TV Refrath)
Franziska Volkmann (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)

In Aarhus werden weitere fünf Asse des DBV ihr Debüt bei einer Weltmeisterschaft in der Altersklasse O19 geben: Matthias Kicklitz (Blau-Weiss Wittorf), Annabella Jäger (TSV Neuhausen-Nymphenburg), Leona Michalski (TV Refrath), Thuc Phuong Nguyen (1. BC Wipperfeld) und Antonia Schaller (TuS Geretsried). Die Gruppenspiele der deutschen Mannschaften in Aarhus Samstag, 09.10.2021 Damen 8.30 Uhr Deutschland – Indonesien
Samstag, 09.10.2021 Herren 19.00 Uhr Deutschland – Korea
Montag, 11.10.2021 Damen 13.30 Uhr Deutschland – Japan
Montag, 11.10.2021 Herren 19.00 Uhr Deutschland – Dänemark
Dienstag, 12.10.2021 Damen 13.30 Uhr Deutschland – Frankreich
Mittwoch, 13.10.2021 Herren 19.00 Uhr Deutschland – Frankreich Weitere Informationen Alle Ergebnisse der Mannschafts-Weltmeisterschaften sind auf der DBV-Website unter www.badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com [Stichwort „TotalEnergies BWF Sudirman Cup 2021“ bzw. „TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup
Finals 2020 (New Dates)“] bzw. https://bwfsudirmancup.bwfbadminton.com und
https://bwfthomasubercups.bwfbadminton.com erhältlich. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Zwölf Akteure gewinnen erstmalig eine Medaille

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Thuc Phuong Nguyen und Matthias Kicklitz mussten sich gemeinsam im Mixed knapp im Viertelfinale geschlagen geben. Im Dameneinzel bzw. Herreneinzel hingegen schafften sie den Einzug ins Halbfinale. Foto: Claudia Pauli
Bei den Deutschen Einzelmeisterschaften 2021 im Badminton in Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen) haben in vier der fünf Disziplinen (u. a.) die an Nummer eins und zwei Gesetzten das Halbfinale erreicht. Einzig im Herrendoppel verpassten Daniel Hess/Johannes Pistorius (TV
Refrath/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), die bei den 69. nationalen Titelkämpfen in der Altersklasse O19 an Position zwei notiert waren, den Einzug in die Vorschlussrunde und damit einen Medaillengewinn.
Wer bei dem Turnier das Halbfinale erreicht, hat Edelmetall sicher – ein „kleines Finale“ wird nicht ausgetragen. Dagegen gelang Mareike Bittner (TV Hofheim) im Dameneinzel und Malik Bourakkadi/Kian-Yu Oei (beide TV Refrath) im Herrendoppel jeweils der Sprung ins Halbfinale, ohne einen Setzplatz inne zu haben.
Über ihren erstmaligen Medaillengewinn bei den Deutschen Einzelmeisterschaften dürfen sich – nach Siegen im Viertelfinale am Samstag (28. August 2021) – gleich zwölf Asse des Deutschen
Badminton-Verbandes (DBV) freuen: Matthias Kicklitz (Blau-Weiss Wittorf; Herreneinzel: Setzplatz 5/8), Ann-Kathrin Spöri (TV Refrath; Dameneinzel; Setzplatz 2), Mareike Bittner, Marvin Datko (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Herrendoppel; Setzplatz 5/8), Alexander Strehse (TSV Trittau; Herrendoppel: Setzplatz 5/8), Malik Bourakkadi, Kian-Yu Oei, Felix Hammes (1. BC Beuel; Setzplatz 3/4), Christopher Klauer (TV Refrath; Herrendoppel; Setzplatz 3/4), Leona Michalski (TV Refrath; Damendoppel), Jonathan Persson (Mixed; TSV Trittau; Setzplatz 5/8) und
Emma Moszczynski (Mixed; TSV Trittau; Setzplatz 5/8).

Mit Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen; Herreneinzel und Mixed), Jones Jansen (1. BC Wipperfeld; Herrendoppel und Mixed), Linda Efler (SC Union Lüdinghausen; Damendoppel und
Mixed) sowie Isabel Herttrich (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Damendoppel und Mixed) stehen vier Spieler*innen jeweils in zwei Disziplinen in der Runde der besten Vier.
Die Halbfinalspiele im Überblick
Herreneinzel:

Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen; Setzplatz 1) – Fabian Roth (TV Refrath; Setzplatz 3/4)
Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil; Setzplatz 2) – Matthias Kicklitz (Blau-Weiss Wittorf; Setzplatz 5/8)
Dameneinzel:
Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Setzplatz 1) – Mareike Bittner (TV Hofheim)
Ann-Kathrin Spöri (TV Refrath; Setzplatz 2) – Thuc Phuong Nguyen (1. BC Wipperfeld; Setzplatz 3/4)
Herrendoppel:
Jones Jansen/Jan Colin Völker (1. BC Wipperfeld/TV Refrath; Setzplatz 1) – Malik Bourakkadi/Kian-Yu Oei (beide TV Refrath)
Felix Hammes/Christopher Klauer (1. BC Beuel/TV Refrath; Setzplatz 3/4) – Marvin Datko/Alexander Strehse (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TSV Trittau; Setzplatz 5/8)
Damendoppel:
Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz
1) – Annika Horbach/Brid Stepper (Rot-Weiss Walldorf/1. BC Beuel; Setzplatz 3/4) Annabella Jäger/Stine Küspert (TSV Neuhausen-Nymphenburg/1. BC Saarbrücken Bischmisheim; Setzplatz 2) – Leona Michalski/Franziska Volkmann (TV Refrath/1. BC Saarbrücken Bischmisheim; Setzplatz 3/4)
Mixed:
Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 1) – Max Weißkirchen/Lara Käpplein (SC Union Lüdinghausen/1. BC Beuel; Setzplatz 3/4)
Jones Jansen/Linda Efler (1. BC Wipperfeld/SC Union Lüdinghausen; Setzplatz 2) – Jonathan Persson/Emma Moszczynski (beide TSV Trittau; Setzplatz 5/8)
Alle Ergebnisse der 69. Deutschen Einzelmeisterschaften sind auf der DBV-Website unter www.badminton.de sowie im Internet unter www.turnier.de (Stichwort „69. Deutsche Meisterschaften
O19 2021“) erhältlich.
Die Titelkämpfe werden im Internet von Sportdeutschland.tv (vgl.
https://sportdeutschland.tv/videos/badminton) übertragen.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Jonathan Rathke neuer Turnierdirektor der German Open

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Jonathan Rathke.Foto: Claudia Pauli
Die Vermarktungsgesellschaft Badminton Deutschland mbH (VBD) hat sich im Hinblick auf dieYONEX German Open Badminton Championships, die sie inzwischen seit 25 Jahren für den Deutschen Badminton-Verband e. V. (DBV) veranstaltet, personell neu aufgestellt: Als Turnierdirektor der Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland fungiert ab sofort Jonathan Rathke, der bereits seit mehreren Jahren Sportveranstaltungen mit organisiert und durchführt und im Zusammenhang mit den YONEX German Open 2020 als stellvertretender Turnierdirektor agierte. Der 30-Jährige ist in der Badmintonszene darüber hinaus u. a. durch seine Tätigkeit als Teammanager der 1. Mannschaft des 1. BV Mülheim an der Ruhr (1. BVM) und sportlicher Leiter des Traditionsvereins bekannt. Dabei spielt Jonathan Rathke als Mitglied des Zweitligateams des 1. BVM nach wie vor selbst regelmäßig um Punkte. Stellvertretender Turnierdirektor der YONEX German Open bleibt der hauptberuflich tätige VBD-Geschäftsführer Niko Schmelzle (geb. Jockenhöfer), der diese Funktion anlässlich der 2021er-Auflage erstmalig innehatte.
Die bisherige Turnierdirektorin, Louise Huber-Fennell, ist ebenfalls weiterhin für die VBD tätig, wobei sie im Rahmen der nächsten Auflage des für den DBV bedeutsamsten Turniers u. a. die Leitung des Info-Points in der Westenergie Sporthalle übernehmen wird.
Der Turnierkalender des Badminton-Weltverbandes BWF für 2022 ist noch nicht fixiert. Aktuell verhandelt die BWF mit den Veranstaltern der verschiedenen Turniere über die konkrete Ausgestaltung. Der DBV hat ein großes Interesse daran, auch im kommenden Jahr die YONEX German Open Badminton Championships, noch dazu erneut in Mülheim an der Ruhr, auszutragen. Das prestigeträchtige Turnier fand von 2005 bis 2019 ohne Unterbrechung in der Kommune im Ruhrgebiet statt, ehe es 2020 und 2021 aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen musste.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Diemo Ruhnow verlässt den DBV

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Diemo Ruhnow war seit 2013 als Bundestrainer im DBV tätig. Foto: Claudia Pauli
Der Deutsche Badminton-Verband (DBV) muss sich nach den Olympischen Sommerspielen in Tokio/Japan (23. Juli bis 8. August 2021) im Bereich Leistungssportpersonal neu aufstellen: Diemo Ruhnow, der leitende Bundestrainer Doppel/Mixed im DBV, hat sich aus familiären Gründen beruflich umorientiert. Der zweifache Familienvater beginnt am 2. August 2021 an einer Gesamtschule in Schleswig-Holstein als Lehrer für Sport und Mathematik. Der heute 40-Jährige gehörte seit Januar 2013 dem Bundestrainerteam des DBV an. Zunächst fungierte er bis August 2016 als Bundestrainer Damendoppel und Verantwortlicher für das Konditions- und Athletiktraining der Damennationalmannschaft. Von August 2016 bis Dezember 2016 war er als Bundestrainer für die Disziplinen Damendoppel und Dameneinzel sowie für das Konditions- und Athletiktraining der Damennationalmannschaft zuständig, ehe er im Januar 2017 leitender Bundestrainer Doppel/Mixed wurde.
„Der Deutsche Badminton-Verband bedauert sehr, dass er künftig auf Diemo Ruhnow verzichten muss. Er hat in den rund achteinhalb Jahren, in denen er für den DBV tätig war, nicht allein in höchstem Maß Kompetenz als Badmintontrainer bewiesen, sondern zudem mit großem Engagement Personalentwicklung betrieben und auch selbst davon profitiert. Wir wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute“, sagt DBV-Chef-Bundestrainer Detlef Poste.
Nach ersten Trainertätigkeiten im Verein wurde Diemo Ruhnow bereits im Jahr 2004 Landestrainer in Hamburg für die Teams in den Altersklassen U15, U17 und U19. 2009 war er für dreieinhalb Jahre als leitender Landestrainer für das Leistungszentrum des Hamburger Badminton Verbandes (HBV) verantwortlich. Es folgte ein Engagement als Nationaltrainer Jugend in Österreich von April bis Dezember 2012. „Die langfristig ausgelegte und nachhaltige Entwicklung von Trainerinnen hat für uns im DBV eine sehr hohe Priorität. Diemo Ruhnow war und ist ein absolutes Paradebeispiel, das zeigt, wie man als Trainerin auf allen Ebenen Athletinnen entwickeln kann. Nicht nur dort, sondern auch in der Trainerinnenaus- und -weiterbildung konnten viele Trainerinnen von seinem Wissen und seinem großen Erfahrungsschatz profitieren. Das ‚Ende der Geschichte‘ zeigt jedoch leider auch die aktuellen, großen Herausforderungen in der Entwicklung des ‚Berufsbildes Trainerin‘. Es wartet hinsichtlich der Attraktivität des Trainerinnenberufs in Deutschland noch viel Arbeit auf uns, damit zukünftig hochqualifizierte Trainerinnen wie Diemo Ruhnow dem Sport nicht verloren gehen. Wir planen in verschiedenen Bereichen und Projekten weiterhin zusammenzuarbeiten“, so Hannes Käsbauer, der Leiter des Referats Lehre und Ausbildung im DBV und Leiter des Bundesstützpunktes Saarbrücken, an dem Diemo Ruhnow zuletzt tätig war.
Die Nachfolge von Diemo Ruhnow als Bundestrainer Doppel/Mixed im DBV ist noch nicht geklärt. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)