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Refrath reist mit großer Lockerheit nach Wipperfürth

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Raphael Beck und Kilasu Ostermeyer. Foto: Heinz Kelzenberg
An zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden trifft sich in diesem Monat die deutsche Badmintonelite, um den Deutschen Mannschaftsmeister 2021 auszuspielen. Am 12./13.6. sind in Saarbrücken und in Wipperfürth je vier Teams am Start, die sich je zwei Plätze für das Finalturnier „Final 4“ sichern wollen, welches eine Woche später ebenfalls in Wipperfürth stattfindet. Der TV Refrath blickt locker auf das bevorstehende Playoff-Wochenende. Teamchef Heinz Kelzenberg: „Natürlich möchten wir uns mit einem der ersten beiden Plätze für das Final 4 qualifizieren, aber wir freuen uns in erster Linie, uns wiederzusehen und endlich wieder zu spielen“. Dabei weiß er die Chancen seines Teams gut einzuschätzen: „Die Chancen sind natürlich da und wir wollen sie ergreifen“. Im Kampf um die Deutsche Meisterschaft gelten in diesem Jahr die beiden Teams aus Bischmisheim und Wipperfeld als favorisiert, doch in der aktuellen Situation ist es für jede Mannschaft fraglich, ob sie in Bestbesetzung antreten kann. In Refrath ist man positiv gestimmt, dass dies der Fall sein wird, wohl wissend, dass für die drei Nicht-Profis im Team die Trainingssituation seit Monaten sehr schwierig ist. So werden auch zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft mit nach Wipperfürth reisen, um die Stammkräfte zu entlasten, dies sind Christopher Klauer und Bennet Peters. Am Samstag, den 12.6. beginnt das Playoffturnier um 10 Uhr mit der Begegnung des TV Refrath gegen den TSV Trittau. Der Sieger darf sich berechtigte Hoffnungen auf das Erreichen des Final Four machen, da der zweite Gegner am Samstag (19 Uhr), SV GutsMuths Jena, als nicht so stark eingestuft wird. Am Sonntag um 11 Uhr kommt es dann zum Spiel der beiden vorab gesetzten Mannschaften aus Refrath und Wipperfeld. Aus Refrather Sicht hofft man, dass es dann nur noch darum geht, wer das Turnier als Erster oder Zweiter beendet und eine Woche später erneut antreten darf. Ob jedes Team bis zu 25 Fans mitbringen darf, entscheidet sich kurzfristig.

Einführung einer neuen Zählweise steht bevor

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Müssen sich die internationalen Schiedsrichter an eine neue Zählweise gewöhnen? Foto: HR
15 Jahre nachdem im Badminton zuletzt die Zählweise umgestellt wurde, könnte das Regelwerk in der olympischen Sportart erneut eine solch gravierende Veränderung erfahren: Beim Annual General Meeting (AGM) der Badminton World Federation (BWF), der Mitgliederversammlung des Badminton-Weltverbandes BWF, wird am 22. Mai 2021 über einen entsprechenden Vorschlag abgestimmt.
Der indonesische Badminton-Verband hat gemeinsam mit dem Badminton-Verband der Malediven – und unterstützt vom asiatischen Badminton-Verband, vom koreanischen Badminton-Verband sowie vom Badminton-Verband Taiwans – den Antrag eingereicht, wonach nach den Olympischen Spielen in Tokio/Japan (23. Juli bis 8. August 2021) die Zählweise von „3 x 21“ (= zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte) auf „5 x 11“ (= drei Gewinnsätze bis elf Punkte) umgestellt werden soll. Diese Zählweise war von der BWF bereits in den Jahren 2014 und 2015 über jeweils drei Monate sowie in den Jahren 2016 und 2017 über zusammen 16 Monate bei internationalen Turnieren verschiedener Kategorien getestet worden, um zu eruieren, inwieweit die Verkürzung der Sätze dazu beitragen kann, die Attraktivität der Sportart – speziell für die Zuschauer*innen sowie für die Medien – noch weiter zu erhöhen.
Als beim AGM 2018 über die – seinerzeit vom BWF Council vorgeschlagene – Änderung von „3 x 21“ auf „5 x 11“ abgestimmt wurde, erhielt der Antrag nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Interessanterweise waren es damals insbesondere auch die Delegierten der asiatischen Badminton-Verbände, die sich gegen die Änderung aussprachen. Deutschland votierte seinerzeit dafür und wird auch beim AGM 2021 dem betreffenden Antrag zustimmen. Das Führungsgremium der BWF erachtet die Regeländerung nach wie vor als sinnvoll und unterstützt den Antrag daher ebenfalls.
Auch die Badminton-Bundesliga nahm die im Frühjahr 2016 vom Badminton-Weltverband ausgesprochene Einladung zum Testen der Zählweise „5 x 11“ an: Die Erst- und die Zweitligavereine bestritten die Spielzeiten 2016/2017 und 2017/2018 nach diesem System. Dieses fand bei allen Beteiligten derart viel Anklang, dass die Bundesligavollversammlung im Jahr 2018 beschloss, die Zählweise beizubehalten. Die BWF hatte zuvor mitgeteilt, dass sie damit einverstanden wäre. „Nachdem bereits im Jahr 2018 eine Änderung der Zählweise im Weltverband diskutiert wurde, damals aber keine ausreichende Mehrheit fand, scheint es diesmal so zu sein, als könnte der Antrag Erfolg haben.
Die von den Befürwortern genannten Gründe für eine Verkürzung der Spielzeit mit mehr Spannungsmomenten kann ich für den internationalen Spitzenbereich gut nachvollziehen“, meinte Thomas Born zu dem aktuellen Antrag zur Änderung der Zählweise von „3 x 21“ auf „5 x 11“ bei internationalen Turnieren. Der Präsident des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) ergänzte: „Andererseits dürfen aber auch die Wünsche der Spielerinnen und Spieler auf allen Leistungsebenen nicht unberücksichtigt bleiben. Der DBV sollte dahin wirken, die aktuelle Zählweise jedenfalls als ‚alternative Zählweise’ im nationalen Spielbetrieb weiterhin optional zu ermöglichen.” Bevor im Jahr 2006 auf das System „3 x 21“ umgestellt worden war, wurden im Badminton zwei Gewinnsätze bis 15 („3 x 15“) gespielt. Allerdings konnte seinerzeit – anders als nach den aktuellen Regularien – nur die Person bzw. Paarung einen Punkt erzielen, die Aufschlag hatte.
Der Badminton-Weltverband hat derzeit 196 Mitglieder. Die Geschäftsstelle ist in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur ansässig. Die diesjährige Mitgliederversammlung der BWF findet aufgrund der Corona-Pandemie virtuell statt. Ursprünglich war sie an die Mixed-Team-Weltmeisterschaft um den Sudirman angebunden, die vom 23. bis zum 30. Mai 2021 in Suzhou/China ausgetragen werden sollte. Die Titelkämpfe wurden jedoch auf einen noch nicht näher bestimmten Termin verschoben.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Zwei EM-Medaillen für Mark Lamsfuß

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Mark Lamsfuß und Isabell Herttrich. Foto: Claudia Pauli
Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld) hat bei den Individual-Europameisterschaften 2021 in Kiew/Ukraine (27. April bis 2. Mai 2021) zwei Medaillen sicher: Der 26-Jährige gewann am Freitag (30. April 2021) zunächst an der Seite von Isabel Herttrich (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) seine Viertelfinalpartie im Mixed in zwei Sätzen. Einige Stunden später durfte er im Palace of Sports zudem mit Marvin Seidel (ebenfalls 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) einen Drei-Satz-Erfolg in der Runde der besten acht Herrendoppel bejubeln. Seitens des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) war es zuletzt im Jahr 2006 Juliane Schenk gelungen, bei derselben Individual-EM zwei Medaillen zu holen: Die damals 23-Jährige gewann bei den in Den Bosch/Niederlande ausgetragenen Titelkämpfen Bronze im Dameneinzel und – zusammen mit Nicole Grether – Silber im Damendoppel. Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 15; Setzplatz 3) verbuchten in Kiew einen souveränen 21:8, 21:12-Erfolg über Robin Tabeling/Selena Piek aus den Niederlanden (Setzplatz 5), die in der Weltrangliste nur drei Plätze hinter den Deutschen geführt werden (Weltranglistenplatz 18). „Wir waren top vorbereitet und haben über beide Sätze die Aufschlagphase dominiert. Die Gegner sind deshalb überhaupt nicht ins Spiel gekommen“, zog die 29 Jahre alte Isabel Herttrich ein Fazit. Selena Piek musste sich bereits bei den European Championships 2018 im Viertelfinale den DBV-Assen geschlagen geben: Damals unterlag die heute 29-Jährige an der Seite ihres Landsmanns Jacco Arends Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich in drei Durchgängen. Die amtierenden EM-Dritten aus Deutschland, die vor drei Jahren zum ersten Mal in ihrer Karriere bei Titelkämpfen dieser Art Edelmetall gewannen, spielen am Samstag (1. Mai 2021) gegen Rodion Alimov/Alina Davletova (Weltranglistenplatz 21; Setzplatz 6) um den Einzug ins EM-Finale 2021. Die Russen warfen in ihrer Partie aus der Runde der besten acht Gemischten Doppel die an Position zwei notierten Franzosen Thom Gicquel/Delphine Delrue (Weltranglistenplatz 10) in zwei Sätzen aus dem Turnier. Im direkten Vergleich mit den Osteuropäern führen Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich mit 2:0. Das jüngste Aufeinandertreffen liegt allerdings bereits fast zwei Jahre zurück. Gegen Robin Tabeling/Selena Piek verbuchten die Bundeskaderathleten des DBV im insgesamt dritten Duell den zweiten Sieg.
Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 19; Setzplatz 5) boten in der Begegnung mit ihren an Nummer vier gesetzten „Weltranglistennachbarn“ Ben Lane/Sean Vendy aus England (Weltranglistenplatz 18) eine bemerkenswerte kämpferische Leistung und erreichten letztlich durch einen 21:15, 17:21, 21:19-Erfolg das Halbfinale. Marvin Seidel bekommt damit zum ersten Mal bei einer Individual-EM eine Medaille überreicht. Im direkten Vergleich zwischen Mark Lamsfuß/Marvin Seidel und Ben Lane/Sean Vendy steht es nun 1:1. In der Runde der besten vier Herrendoppel dürfen sich die DBV-Asse am Samstag mit den topgesetzten Dänen Kim Astrup/Anders Skaarup Rasmussen (Weltranglistenplatz 11) messen. Zwar konnten die Titelverteidiger von den bisherigen acht Aufeinandertreffen mit Mark Lamsfuß/Marvin Seidel sieben für sich entscheiden, allerdings liegt der bis dato einzige Sieg der Deutschen noch nicht lange zurück: Bei der Mixed-Team-EM 2021 in Finnland bezwangen die Spieler des DBV Kim Astrup/Anders Skaarup Rasmussen in zwei Sätzen. Für das Damendoppel Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 32; Setzplatz 8) hingegen erwiesen sich am Freitag Chloe Birch/Lauren Smith (Weltranglistenplatz 14) beim 10:21, 14:21 erneut als zu stark: Die an Position zwei notierten Engländerinnen verbuchten in Kiew im insgesamt sechsten Duell mit Linda Efler/Isabel Herttrich den sechsten Sieg.
Auch Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 23; Setzplatz 3) zog bei den European Championships 2021 im Viertelfinale den Kürzeren: Die 21 Jahre alte zweimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel scheiterte mit 16:21, 16:21 an der Türkin Neslihan Yigit. Die an Position fünf notierte Weltranglisten-30. übernahm folglich im direkten Vergleich mit 3:2 die Führung.„Sie war geduldiger als ich. Ich habe es nicht geschafft, meinen Vorteil in den Ballwechseln in Punkte zu verwandeln“, meinte Yvonne Li selbstkritisch.
Eine weitere extrem knappe Niederlage musste Jones Jansen hinnehmen: Einen Tag nachdem der 28-Jährige an der Seite von Kilasu Ostermeyer (TV Refrath; Weltranglistenplatz 48) im Achtelfinale des Mixedwettbewerbs mit 21:13, 13:21, 19:21 gegen die Franzosen Ronan Labar/Anne Tran (Weltranglistenplatz 39; Setzplatz 8) verloren hatte, unterlag Jones Jansen mit Peter Käsbauer (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 34; Setzplatz 6) Marcus Ellis/Chris Langridge aus England (Weltranglistenplatz 12; Setzplatz 2) mit 21:16, 12:21, 24:26. Die Gewinner der European Games 2019 und Olympiadritten von 2016 verzeichneten damit in der insgesamt zweiten Begegnung mit Jones Jansen/Peter Käsbauer den zweiten Sieg. „Ich bin natürlich sehr traurig und enttäuscht, dass wir am Ende, trotz unserer sehr starken Leistung, den Sieg nicht geholt haben. Wir hatten die Medaille schon vor Augen – wir haben 20:18 im dritten Satz geführt. Aber leider haben wir sie ganz knapp verpasst. Ich hoffe jetzt nur, dass meine Verletzung nicht so schlimm ist“, so Jones Jansen. Der 28-Jährige erlitt der ersten Diagnose zufolge eine Zerrung in der Wade. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Fünf Chancen auf einen Medaillengewinn

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Yvonne Li steht im Viertelfinale der EM in Kiew. Foto: Claudia Pauli
Fünf Viertelfinalpartien mit deutscher Beteiligung und damit fünf Spiele um eine Medaille: Bei den Individual-Europameisterschaften 2021 in Kiew/Ukraine (27. April bis 2. Mai 2021) gelang den Assen des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am Donnerstag (29. April 2021) in der Mehrzahl ihrer insgesamt acht Achtelfinalbegegnungen ein Sieg, sodass Edelmetall zum Greifen nah ist: Wer in der Stadt am Dnepr das Halbfinale erreicht, hat eine Medaille sicher. Ein „kleines Finale“ wird nicht ausgetragen, vielmehr erhalten die unterlegenen Halbfinalteilnehmerinnen und -teilnehmer automatisch Bronze. Die Viertelfinalpartien werden allesamt am Freitag (30. April 2021) ausgetragen.
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So setzte sich Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 23; Setzplatz 3) in der Runde der besten 16 Damen mit 21:19, 21:8 gegen die Engländerin Freya Redfearn (Weltranglistenplatz 204) durch, gegen die sie in Kiew zum ersten Mal in ihrer Laufbahn bei einem internationalen Turnier aufschlug. Im Viertelfinale trifft die zweimalige Deutsche Meisterin auf die an Position fünf notierte Türkin Neslihan Yigit. Von den bis dato vier Aufeinandertreffen mit der aktuellen Weltranglisten-30. konnte Yvonne Li zwei gewinnen. Den jüngsten Vergleich, ausgetragen im Januar 2021 bei den TOYOTA Thailand Open in Bangkok/Thailand, verlor die 22 Jahre alte Bundeskaderathletin des DBV in drei Sätzen.
Im Herrendoppel verbuchten Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 19; Setzplatz 5) einen 16:21, 21:16, 21:14-Erfolg über Christopher Grimley/Matthew Grimley (Weltranglistenplatz 71) und blieben damit auch im insgesamt zweiten Duell in ihrer Karriere mit den Schotten siegreich. Im Viertelfinale müssen sich die Spieler des DBV mit den an Nummer vier gesetzten Engländern Ben Lane/Sean Vendy messen, die in der Weltrangliste einen Platz vor Mark Lamsfuß/Marvin Seidel geführt werden (Weltranglistenplatz 18) und die bislang einzige Partie gegen die Deutschen für sich entscheiden konnten. Eine Runde weiter sind zudem Jones Jansen/Peter Käsbauer (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim): Das an Position sechs notierte Herrenduo des DBV bezwang im Achtelfinale die Norweger Torjus Flaatten/Vegard Rikheim (Weltranglistenplatz 119) mit 21:23, 21:11, 21:16. Diese Konstellation ergab sich in Kiew zum ersten Mal anlässlich eines internationalen Turniers. Nächste Gegner von Jones Jansen/Peter Käsbauer sind die an Nummer zwei gesetzten Engländer Marcus Ellis/Chris Langridge (Weltranglistenplatz 12). Die Gewinner der European Games 2019 führen im direkten Vergleich mit 1:0.
Drei Durchgänge benötigten auch Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 32; Setzplatz 8), um in die Runde der besten acht Paarungen einzuziehen. Das leistungsstärkste deutsche Damendoppel setzte sich mit 22:20, 16:21, 21:16 gegen Bengisu Ercetin/Nazlıcan Inci (Weltranglistenplatz 39) durch und verzeichnete damit im insgesamt zweiten Vergleich mit den Türkinnen den zweiten Sieg. Im Viertelfinale warten die an Position zwei notierten Engländerinnen Chloe Birch/Lauren Smith auf Linda Efler/Isabel Herttrich. Dabei hoffen die Deutschen im insgesamt sechsten Aufeinandertreffen mit den aktuellen Weltranglisten-14. auf den ersten Sieg.
Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 15; Setzplatz 3) standen hingegen gerade einmal 22 Minuten auf dem Badmintoncourt, ehe sie Emre Sonmez/Zehra Erdem aus der Türkei (Weltranglistenplatz 176) mit 21:9, 21:10 aus dem Turnier geworfen hatten. Im Viertelfinale dürfen sich die EM-Dritten von 2018 mit dem niederländischen Duo Robin Tabeling/Selena Piek (Weltranglistenplatz 18; Setzplatz 5) messen. Während das Duell mit Emre Sonmez/Zehra Erdem erstmalig anlässlich eines Wettkampfes zustande kam, stehen Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich Robin Tabeling/Selena Piek am Freitag bereits zum insgesamt dritten Mal bei einem internationalen Turnier gegenüber. Von den bisherigen beiden Vergleichen konnten beide Paarungen je eine Partie gewinnen. Der dreimalige Deutsche Meister im Herreneinzel, Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 63), hingegen musste sich in der Runde der besten 16 Spieler dem topgesetzten Titelverteidiger Viktor Axelsen (Weltranglistenplatz 2) in zwei Sätzen geschlagen geben: Der 24-Jährige unterlag dem Dänen mit 12:21, 11:21 und verzeichnete damit im zweiten Duell mit dem Weltmeister von 2017 seine zweite Niederlage.
Auch das Damendoppel Annabella Jäger/Stine Küspert (TSV Neuhausen-Nymphenburg/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 69) erlitt im Achtelfinale eine Niederlage in zwei Durchgängen: Für die DBV-Asse erwiesen sich am Donnerstag Viktor Axelsens Nationalmannschaftskolleginnen Amalie Magelund/Freja Ravn (Weltranglistenplatz 31; Setzplatz 7) beim 14:21, 9:21 als zu stark. Diese Begegnung ergab sich zum ersten Mal im Rahmen eines Wettkampfes.
Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer (1. BC Wipperfeld/TV Refrath; Weltranglistenplatz 48) verpassten den Einzug ins Viertelfinale hingegen äußerst knapp: Die amtierenden Deutschen Meister mussten sich in ihrer Partie aus der Runde der besten 16 Gemischten Doppel Ronan Labar/Anne Tran aus Frankreich (Weltranglistenplatz 39) mit 21:13, 13:21, 19:21 geschlagen geben. Im direkten Vergleich liegen die Franzosen nun mit 2:0 vorne. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Qualifikationsturnier mit Jenaer Beteiligung

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Logo GutsMuths Jena
Nachdem sich die Mannschaften des DBLV (Deutscher Badminton Liga Verband) eindeutig gegen eine normale Wertung einer verkürzten Saison ausgesprochen haben, hat sich der Verband eine Möglichkeit zur Ermittlung eines Deutschen Meistertitels überlegt. Der Auszeichnung eines Deutschen Meisters kommt eine hohe Priorität zu, da schon im letzten Jahr darauf verzichtet werden musste. Im Gegensatz zum normalen Ligaablauf mit Hin- und Rückrunde wird in dieser Saison in einem Turniermodus um die Teilnahme am Final-Four, der Runde zur Ermittlung des Meisters, gespielt. Das Datum ist der 12. und 13. Juni. Da die Teilnahme am Qualifikationsturnier auf Grund der besonderen Situation freiwillig ist, nehmen die Vereine TSV Neuhausen-Nymphenburg und der 1. BC Beuel nicht teil. Die restlichen acht Vereine, unter denen auch der Jenaer SV GutsMuths sein wird, spielen in zwei getrennten Vierergruppen im Modus jeder gegen jeden. Die Ausrichter der Turniere werden der 1. BC Sbr.-Bischmisheim (Saarbrücken) [Gruppe A] und der 1. BC Wipperfeld (Wipperfürth) [Gruppe B] sein. Die Jenaer wurden der Gruppe B zugeteilt, welcher außerdem noch der TV Refrath, der TSV Trittau und der 1. BC Wipperfeld angehören. Der genaue Ablauf ist wie folgt geplant. Gruppe A: Samstag, 12.06.2021
10.00 Uhr: Union Lüdinghausen – BW Wittorf-Neumünster
13.00 Uhr: 1. BC Bischmisheim – SG Schorndor
16.00 Uhr: 1. BC Bischmisheim – BW Wittorf-Neumünster
19.00 Uhr: Union Lüdinghausen – SG Schorndorf Sonntag, 13.06.2021, 11.00 Uhr:
1. BC Bischmisheim – Union Lüdinghausen
11.00 Uhr: BW Wittorf-Neumünster – SG Schorndorf
Gruppe B: Samstag, 12.06.2021, 10.00 Uhr:
TV Refrath – TSV Trittau
13.00 Uhr: 1. BC Wipperfeld – SV GutsMuths Jena
16.00 Uhr: 1. BC Wipperfeld – TSV Trittau
19.00 Uhr: TV Refrath – SV GutsMuths Jena Sonntag, 13.06.2021, 11.00 Uhr:
1. BC Wipperfeld – TV Refrath
11.00 Uhr: TSV Trittau – SV GutsMuths Jena
Die ersten beiden Mannschaften jeder Gruppe qualifizieren sich direkt für das Final Four, welches eine Woche später (19. & 20. Juni) ebenfalls in Wipperfürth stattfinden wird. Die Spieler des SV GutsMuths Jena freuen sich auf die Herausforderung, bei dem Qualifikationsturnier ohne Druck aufspielen zu können. Zwar ist die Qualifikation zum Final Four für die Jenaer unwahrscheinlich, doch als Underdog hat der SV GutsMuths Jena in den letzten Jahren immer wieder einmal für Überraschungen sorgen können. Alle Spiele werden live im Internet zu verfolgen sein. Das ganze Qualifikationsturnier wird nur unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen stattfinden. Moritz Predel

Zwei weitere Achtelfinalteilnahmen erspielt

„Licht und Schatten“ gab es aus Sicht des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am zweiten Veranstaltungstag (28. April 2021) der Individual-Europameisterschaften 2021 in Kiew/Ukraine (27. April bis 2. Mai 2021): Zwei Siegen stehen zwei Niederlagen gegenüber.

Herreneinzel

So verbuchte der dreimalige Deutsche Meister im Herreneinzel, Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 63), in seinem Auftaktmatch – einem Spiel aus der zweiten Runde – einen souveränen Erfolg: Der 24-Jährige behielt gegenüber Maxime Moreels (Weltranglistenplatz 94) mit 21:8, 21:8 die Oberhand und war damit im insgesamt dritten Aufeinandertreffen mit dem Belgier zum zweiten Mal siegreich. Im Achtelfinale darf sich Max Weißkirchen mit dem topgesetzten Titelverteidiger Viktor Axelsen (Weltranglistenplatz 2) messen. Das bislang einzige Duell mit dem Dänen – ausgetragen bei der Mixed-Team-Europameisterschaft 2021 in Finnland – verlor der Deutsche in zwei Sätzen.
Für Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil) hingegen sind die Titelkämpfe in der Hauptstadt der Ukraine bereits beendet: Der 27 Jahre alte Weltranglisten-69. musste in seiner ersten EM-Partie 2021 gegen den Weltranglistendritten Anders Antonsen antreten und verlor das Spiel aus der zweiten Runde letztlich mit 18:21, 14:21. Das bis dato einzige Aufeinandertreffen mit dem bei den European Championships 2021 an Position zwei notierten Dänen hatte dieser in drei Durchgängen für sich entschieden. Es erfolgte allerdings schon im Jahr 2016.

Dameneinzel

Auch für Dameneinzel-Spezialistin Miranda Wilson (1. BC Wipperfeld; Weltranglistenplatz 142) bleibt es bei einem Auftritt in Kiew: Die 21-Jährige unterlag in ihrem Spiel aus der zweiten Runde Marie Batomene aus Frankreich (Weltranglistenplatz 65) mit 11:21, 11:21. Diese Begegnung kam erstmalig im Rahmen eines internationalen Turniers zustande.

Mixed

Eine starke kämpferische Leistung boten Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer (1. BC Wipperfeld/TV Refrath; Weltranglistenplatz 48): Die amtierenden Deutschen Meister im Mixed bezwangen in ihrer Erstrundenpartie Evgenij Dremin/Evgenia Dimova (Weltranglistenplatz 51) mit 16:21, 23:21, 21:10. Das Duo des DBV traf in Kiew zum ersten Mal in seiner Laufbahn anlässlich eines Wettkampfes auf die Russen. Im Achtelfinale stehen Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer dem an Position acht notierten Gemischten Doppel Ronan Labar/Anne Tran (Weltranglistenplatz 39) gegenüber. Im direkten Vergleich liegen die Franzosen mit 1:0 vorne. Die bis dato einzige Partie erfolgte allerdings bereits vor mehr als zweiJahren.

Fünf Debütant*innen

Nachdem Annabella Jäger (TSV Neuhausen-Nymphenburg) und Stine Küspert (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) bereits am ersten Veranstaltungstag (27. April 2021) ihr Debüt bei einer Individual-EM gegeben hatten, bestritten Kilasu Ostermeyer, Miranda Wilson und Max Weißkirchen tags darauf das erste Match in ihrer Karriere bei Titelkämpfen dieser Art.
Die Achtelfinalbegegnungen werden allesamt am Donnerstag (29. April 2021) ausgetragen. Insgesamt finden acht Partien mit deutscher Beteiligung statt.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Perfekter EM-Auftakt

Vier Spiele, vier Siege: Die Athletinnen und Athleten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) haben bei den Individual-Europameisterschaften 2021 in Kiew/Ukraine (27. April bis 2. Mai 2021) einen perfekten Start verzeichnet.

Herrendoppel

Im Herrendoppel wurden Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 19; Setzplatz 5) in ihrem Erstrundenduell mit Andrew Jones/Adam Stewart aus Wales ihrer Favoritenrolle gerecht: Binnen 19 Minuten besiegten sie die Weltranglisten-324. mit 21:5, 21:7. Mark Lamsfuß/Marvin Seidel standen Andrew Jones/Adam Stewart zum ersten Mal in ihrer Karriere bei einem internationalen Turnier gegenüber. Im Achtelfinale warten die Schotten Christopher Grimley/Matthew Grimley (Weltranglistenplatz 71; direkter Vergleich aus Sicht von Mark Lamsfuß/Marvin Seidel: 1:0) auf die Athleten des DBV.
Auch Jones Jansen/Peter Käsbauer (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 6) verbuchten am ersten Veranstaltungstag (27. April 2021) einen klaren Erfolg: Die Weltranglisten-34. setzten sich in ihrer Partie aus der ersten Runde mit 21:10, 21:12 gegen die Polen Maciej Matusz/Wiktor Trecki (Weltranglistenplatz 217) durch. Gegner der Deutschen im Achtelfinale sind die Norweger Torjus Flaatten/Vegard Rikheim (Weltranglistenplatz 119). Jones Jansen/Peter Käsbauer schlugen bis dato weder gegen Maciej Matusz/Wiktor Trecki noch gegen Torjus Flaatten/Vegard Rikheim im Rahmen eines Wettkampfes auf.

Damendoppel

Im Damendoppel erreichten Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 32; Setzplatz 8) durch einen 21:13, 21:17-Erfolg über Nadia Fankhauser/Iris Tabeling (Weltranglistenplatz 70) die Runde der besten 16 Damenduos. Damit behielten die DBV-Asse im dritten Vergleich mit der schweizerisch-niederländischen Kombination zum dritten Mal die Oberhand. Im Spiel um den Einzug ins Viertelfinale treffen Linda Efler/Isabel Herttrich auf Bengisu Ercetin/Nazlıcan Inci aus der Türkei (Weltranglistenplatz 39; direkter Vergleich aus Sicht von Linda Efler/Isabel Herttrich: 1:0).
Annabella Jäger/Stine Küspert (TSV Neuhausen-Nymphenburg/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 69) verzeichneten in ihrem jeweils ersten Match in ihrer Laufbahn bei einer Individual-EM ebenfalls einen Zwei-Satz-Sieg: Ihre Partie aus der ersten Runde – gegen Serena Au Yeong/Katharina Hochmeir aus Österreich (Weltranglistenplatz 88) – entschieden die Bundeskaderathletinnen des DBV mit 21:9, 21:12 für sich. Diese Begegnung kam zum ersten Mal anlässlich eines internationalen Turniers zustande. Im Achtelfinale müssen sich Annabella Jäger/Stine Küspert mit den an Nummer sieben gesetzten Däninnen Amalie Magelund/Freja Ravn (Weltranglistenplatz 31; direkter Vergleich: 0:0) messen.

EM-Auftakt erst am Mittwoch bzw. Donnerstag

Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 63) und Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil; Weltranglistenplatz 69) im Herreneinzel, Miranda Wilson (1. BC Wipperfeld; Weltranglistenplatz 142) im Dameneinzel sowie Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer (1. BC Wipperfeld/TV Refrath; Weltranglistenplatz 48) im Mixed greifen erst am Mittwoch (28. April 2021) erstmalig ins EM-Geschehen in Kiew ein: Sie erhielten für die erste Runde jeweils ein Freilos.
Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 23; Setzplatz 3) und Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 15; Setzplatz 3) starten sogar erst am Donnerstag (29. April 2021) in das Turnier: Bei den EM-Dritten von 2018 im Mixed war dies von vorneherein geplant, da ihnen ebenfalls für die erste Runde ein Freilos zugesprochen worden war. Bei Yvonne Li kam zu dem Freilos für den Auftakt hinzu, dass ihre erste Gegnerin – Qi Xuefei aus Frankreich (Weltranglistenplatz 40) – kurzfristig für die Titelkämpfe absagte, sodass die zweimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel – wie Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich – bereits im Achtelfinale steht.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

DBV mit fünf „Neulingen“ am Start

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Annabella Jäger (l.) und Stine Küspert nehmen in diesem Jahr erstmalig an einer Individual-EM teil. Foto: Claudia Pauli
Wenn vom 27. April bis zum 2. Mai 2021 in Kiew unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen die diesjährigen Individual-Europameisterschaften ausgetragen werden, schlagen gleich fünf Asse des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) erstmalig bei Titelkämpfen dieser Art auf: Sowohl Annabella Jäger (TSV Neuhausen-Nymphenburg) und Stine Küspert (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) als auch Kilasu Ostermeyer (TV Refrath), Miranda Wilson (1. BC Wipperfeld) und Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen) feiern bei dem seit 1968 stattfindenden Großereignis ihr Debüt. Annabella Jäger erlebt in der Hauptstadt der Ukraine sogar ihre EM-Premiere: Anders als ihre Nationalmannschaftskolleginnen und -kollegen zählte sie bis dato auch noch nicht bei einer Team-Europameisterschaft zum deutschen Aufgebot.
Insgesamt ist der DBV mit 13 Athletinnen und Athleten bei den European Championships 2021 vertreten. In allen Disziplinen gehen zwei Spieler bzw. Spielerinnen bzw. Duos an den Start.

Herreneinzel

Der dreimalige Deutsche Meister im Herreneinzel, Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 63), wurde für den Auftakt mit einem Freilos bedacht. In seinem Match aus der zweiten Runde trifft der 24-Jährige auf den Belgier Maxime Moreels (Weltranglistenplatz 94), gegen den er zuletzt im Jahr 2017 eine Partie bestritt. Im direkten Vergleich steht es 1:1. Im anschließenden Achtelfinale wäre vermutlich der topgesetzte Titelverteidiger Viktor Axelsen (Weltranglistenplatz 2) Max Weißkirchens Gegner. Das bislang einzige Duell mit dem Dänen, ausgetragen bei der Mixed-Team-EM 2021 in Finnland, verlor der Deutsche in zwei Sätzen.
Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil) muss sich derweil bereits in seiner ersten EM-Partie 2021, gleichsam einem Spiel aus der zweiten Runde, mit einem der Top-Favoriten auf den Gewinn der Goldmedaille messen: Der 27 Jahre alte Weltranglisten-69. steht Viktor Axelsens Nationalmannschaftskollegen Anders Antonsen (Weltranglistenplatz 3) gegenüber. Das bis dato einzige Aufeinandertreffen mit dem an Position zwei notierten Dänen entschied dieser in drei Durchgängen für sich. Es datiert allerdings schon aus dem Jahr 2016. Für die erste Runde in Kiew erhielt Kai Schäfer wie Max Weißkirchen ein Freilos.

Dameneinzel

Auch Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 23; Setzplatz 3) wurde für die erste Runde mit einem Freilos bedacht. Im Spiel um den Einzug ins Achtelfinale des Dameneinzelwettbewerbs trifft die zweimalige Deutsche Meisterin auf Qi Xuefei (Weltranglistenplatz 40), die im direkten Vergleich mit 2:1 führt. Die zuvor letzte Partie gegen die Französin, ausgetragen im Sommer 2019, gewann dabei Yvonne Li in zwei Sätzen. Danach wäre die Schwedin Ashwathi Pillai (Weltranglistenplatz 149; direkter Vergleich aus Sicht von Yvonne Li: 1:0), Petra Polanc aus Slowenien (Weltranglistenplatz 177; direkter Vergleich: 0:0) oder die Engländerin Freya Redfearn (Weltranglistenplatz 204; direkter Vergleich: 0:0) Yvonne Lis Gegnerin.
Miranda Wilson (1. BC Wipperfeld; Weltranglistenplatz 141) startet ebenfalls erst in der zweiten Runde in das EM-Turnier. Darin steht die 21-Jährige entweder Katerina Tomalova aus der Tschechischen Republik (Weltranglistenplatz 101) oder der Französin Marie Batomene (Weltranglistenplatz 65) gegenüber. Miranda Wilson bestritt im Rahmen eines internationalen Turniers bislang weder gegen Katerina Tomalova noch gegen Marie Batomene ein Match.

Herrendoppel

Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 19; Setzplatz 5) gehen als klare Favoriten in ihr Erstrundenduell mit Andrew Jones/Adam Stewart aus Wales (Weltranglistenplatz 322; direkter Vergleich: 0:0). Im Achtelfinale würden die Schotten Christopher Grimley/Matthew Grimley (Weltranglistenplatz 71; direkter Vergleich aus Sicht von Mark Lamsfuß/Marvin Seidel: 1:0) oder Joshua Magee/Paul Reynolds aus Irland (Weltranglistenplatz 67; direkter Vergleich: 0:0) auf die Athleten des DBV warten.
Jones Jansen/Peter Käsbauer (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 34; Setzplatz 6) müssen sich in ihrem Auftaktmatch mit den Polen Maciej Matusz/Wiktor Trecki (Weltranglistenplatz 217) messen. Gegner der Deutschen im Achtelfinale wären die Norweger Torjus Flaatten/Vegard Rikheim (Weltranglistenplatz 119) oder – was wahrscheinlicher ist – die Dänen Joel Eipe/Rasmus Kjær (Weltranglistenplatz 60). Jones Jansen/Peter Käsbauer standen bis dato weder Maciej Matusz/Wiktor Trecki noch Torjus Flaatten/Vegard Rikheim bzw. Joel Eipe/Rasmus Kjær im Rahmen eines internationalen Wettkampfes gegenüber.

Damendoppel

Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 32; Setzplatz 8) treffen in Runde eins auf Nadia Fankhauser/Iris Tabeling (Schweiz/Niederlande; Weltranglistenplatz 70), gegen die sie in den bisherigen beiden Vergleichen jeweils gewinnen konnten. Anschließend dürften die DBV-Asse gegen Katharina Fink/Yasmine Hamza aus Italien (Weltranglistenplatz 209; direkter Vergleich: 0:0) oder Bengisu Ercetin/Nazlıcan Inci aus der Türkei (Weltranglistenplatz 39; direkter Vergleich aus Sicht von Linda Efler/Isabel Herttrich: 1:0) aufschlagen.
Annabella Jäger/Stine Küspert (TSV Neuhausen-Nymphenburg/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 69) spielen gegen Serena Au Yeong/Katharina Hochmeir aus Österreich (Weltranglistenplatz 87; direkter Vergleich: 0:0) um den Einzug ins Achtelfinale. Darin würden aller Voraussicht nach die an Nummer sieben gesetzten Däninnen Amalie Magelund/Freja Ravn (Weltranglistenplatz 31; direkter Vergleich: 0:0) auf die Deutschen warten.

Mixed

Im Mixed wurden Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 15; Setzplatz 3) für die erste Runde mit einem Freilos bedacht. In ihr Achtelfinalmatch gehen die amtierenden EM-Dritten als Favoriten: Ihre Gegner sind dann die Weltranglisten-175. Emre Sonmez/Zehra Erdem aus der Türkei oder die Weltranglisten-106. Philip Birker/Katharina Hochmeir aus Österreich. In jedem Fall kommt es für die Deutschen in der Runde der besten 16 Gemischten Doppel zu einer Premieren-Begegnung bei einem internationalen Turnier.
Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer (1. BC Wipperfeld/TV Refrath; Weltranglistenplatz 48) hingegen erwischten ein schweres Auftaktlos: Die aktuellen Deutschen Meister müssen sich in ihrem Spiel aus der ersten Runde – erstmalig in ihrer Karriere – mit den Russen Evgenij Dremin/Evgenia Dimova (Weltranglistenplatz 51) messen. Danach wären vermutlich die an Position acht notierten Franzosen Ronan Labar/Anne Tran (Weltranglistenplatz 39) die Gegner des deutschen Duos. Im direkten Vergleich liegen die Franzosen mit 1:0 vorne. Die bis dato einzige Partie erfolgte allerdings bereits vor mehr als zwei Jahren. Halbfinaleinzug gleichbedeutend mit MedaillengewinnWer in Kiew das Halbfinale erreicht, hat Edelmetall sicher: Ein „kleines Finale“ wird nicht ausgetragen, vielmehr erhalten die unterlegenen Halbfinalteilnehmerinnen und -teilnehmer automatisch die Bronzemedaille. Die Individual-EM zählt nicht zuletzt für die Olympiaqualifikation: Die Qualifikationsphase für Tokio endet am 13. Juni 2021, die Startplätze werden auf der Basis der „Race to Tokyo Rankings“ vom 15. Juni 2021 vergeben. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Austragung der YONEX German Open erneut verhindert

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Yonex German Open erneut abgesagt.
Zum zweiten Mal in Folge verhindert die Corona-Pandemie, dass im März die weltbesten Badmintonasse in Mülheim an der Ruhr um Weltranglistenpunkte und – damit verbunden – um die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio/Japan spielen: Nachdem die YONEX German Open Badminton Championships im vergangenen Jahr die erste hochkarätige Sportveranstaltung in Deutschland waren, die wegen der Ausbreitung des seinerzeit neuartigen Virus SARS-CoV-2 abgesagt wurde, werden aufgrund der unkalkulierbaren Entwicklung des Infektionsgeschehens und den damit verbundenen Beschränkungen auch die YONEX German Open 2021 nicht stattfinden. Diesen Beschluss fassten nun die Verantwortlichen aufseiten der Vermarktungsgesellschaft Badminton Deutschland mbH (VBD), welche die Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) veranstaltet.
„Wir haben unterschiedliche Szenarien in Bezug auf die Durchführung des Turniers einer umfassenden Risikobewertung unterzogen, wobei neben der wirtschaftlichen Betrachtung auch andere Aspekte eine Rolle spielten. Letztlich sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass wir die YONEX German Open 2021 absagen sollten“, erläuterte Thomas Born, einer von zwei Geschäftsführern der VBD und zugleich Präsident des DBV. „Die Entscheidung ist uns sehr schwergefallen, aber die finanziellen Konsequenzen, die unter ungünstigen Umständen gegeben wären, können wir nicht tragen. Die VBD hat aufgrund der Pandemie schon jetzt erhebliche Verluste zu bewältigen“, meinte Thomas Born weiter. Turnierdirektorin Louise Huber-Fennell, Niko Jockenhöfer, stellvertretender Turnierdirektor und neben Thomas Born Geschäftsführer der VBD, sowie Thomas Born dankten allen Partnern der VBD für ihr Verständnis für die Entscheidung sowie für ihre Unterstützung – allen voran dem Badminton-Weltverband BWF, dem Haupt- und Titelsponsor des Turniers, der Firma YONEX, dem Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Mülheim an der Ruhr sowie dem Regionalverband Ruhr (RVR) welche jeweils erhebliche Kraftanstrengungen unternommen hatten, damit das Turnier der Kategorie „HSBC BWF World Tour Super 300“ hätten ausgetragen werden können. „Ein großer Dank geht auch an das YONEX German Open-Team, das bis jetzt intensiv daran gearbeitet hat, die Veranstaltung durchführen zu können“, so die VBD-Verantwortlichen. Speziell seit Ende Januar hätten sich in unterschiedlichen Bereichen neue Rahmenbedingungen und Erkenntnisse ergeben, was das Organisationskomitee jetzt dazu bewogen habe, das Turnier abzusagen, ergänzten Louise Huber-Fennell und Niko Jockenhöfer. Für die Veranstaltung war ein umfassendes Sicherheitskonzept, das u. a. mit der Einrichtung einer „Badminton Family Bubble“, dem Verzicht auf die Anwesenheit von Publikum und einer extrem limitierten Personenzahl in der Westenergie Sporthalle (bislang innogy Sporthalle) einherging, vorgesehen. Mehr als 400 Spielerinnen und Spieler aus über 40 Nationen hatten für die YONEX German Open 2021 gemeldet, darunter der zweimalige Weltmeister im Herreneinzel, Kento Momota aus Japan, und die Olympiasiegerin von 2016 im Dameneinzel, Carolina Marin aus Spanien.
Die Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland erlebten im Jahr 1955 ihre Premiere. 2021 sollte das prestigeträchtige Turnier zum insgesamt 63. Mal stattfinden. Abgesehen von den beiden „Corona-Jahren“ 2020 und 2021 fiel es seit der ersten Auflage lediglich dreimal aus: 1970, 1979 und 1998. Eine Verlegung der YONEX German Open 2021 auf einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr ist – aus verschiedenen Gründen – ausgeschlossen.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV/Press Relations Officer YONEX German Open)

Drei-Satz-Niederlagen zum Auftakt

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Linda Efler und Isabel Herttrich. Foto: Claudia Pauli
Die deutschen Paarungen Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) und Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) haben zum Auftakt der HSBC BWF World Tour Finals 2020 (27. bis 31. Januar 2021 in Bangkok/Thailand) die guten Leistungen, mit denen sie bei den vorangegangenen beiden Turnieren überzeugt hatten, bestätigt. Ein Sieg blieb ihnen beim Jahresabschlussturnier 2020 des Badminton-Weltverbandes BWF am ersten Veranstaltungstag jedoch verwehrt. Als Nummer zwei der Setzliste verloren Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich am Mittwoch (27. Januar 2021) ihr erstes Vorrundenspiel in der Mixed-Gruppe B mit 21:14, 18:21, 18:21 gegen Goh Soon Huat/Lai Shevon Jemie (Malaysia), die Gewinner der YONEX German Open 2018. Nächste Gegner der EM-Dritten von 2018 sind am Donnerstag (28. Januar 2021) die Indonesier Hafiz Faizal/Gloria Emanuelle Widjaja. In ihrem abschließenden Gruppenspiel müssen sich die Perspektivkaderathleten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am Freitag (29. Januar 2021) mit Thom GicqueI/Delphine Delrue aus Frankreich (Setzplatz 4) messen, die in ihrem ersten Match im Rahmen der HSBC BWF World Tour Finals 2020 Hafiz Faizal/Gloria Emanuelle Widjaja in drei Sätzen bezwangen (14:21, 21:14, 21:17).
Für das Halbfinale qualifizieren sich bei dem mit 1,5 Millionen US-Dollar dotierten Turnier diejenigenSpieler, Spielerinnen und Paarungen, die nach Beendigung der Vorrunde Tabellenplatz eins oder zwei in ihrer jeweiligen Gruppe belegen. „Mit jeweils einer Niederlage in der Gruppenphase zu starten, erhöht natürlich den Druck für das zweite Gruppenspiel“, so DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.
Linda Efler/Isabel Herttrich unterlagen einige Stunden zuvor in ihrem ersten Vorrundenspiel in der Damendoppel-Gruppe B Kim So Yeong/Kong Hee Yong mit 11:21, 21:19, 11:21. Die Koreanerinnen hatten in der Woche zuvor bei den TOYOTA Thailand Open (19. bis 24. Januar 2021 in Bangkok/Thailand) den Titel geholt und waren bei den unmittelbar davor ausgetragenen YONEX Thailand Open (12. bis 17. Januar 2021 in Bangkok/Thailand) bis ins Halbfinale gekommen. „Dass das Damendoppel das Spiel gegen die an Nummer zwei gesetzten Koreanerinnen lange offen gestalten konnte, ist ein gutes Ergebnis“, zog Martin Kranitz ein Fazit. Nächste Gegnerinnen der DBV-Asse sind am Donnerstag die Engländerinnen Chloe Birch/Lauren Smith (Setzplatz 4). Zum Abschluss der Gruppenphase treffen Linda Efler/Isabel Herttrich am Freitag auf Jongkolphan Kititharakul/Rawinda Prajongjai aus Thailand, die bei den YONEX Thailand Open Platz zwei belegt hatten und sich zum Auftakt der HSBC BWF World Tour Finals 2020 klar gegen Chloe Birch/Lauren Smith durchsetzten (21:10, 21:11).
Alle Ergebnisse der HSBC BWF World Tour Finals 2020 finden sich auf der DBV-Homepage unter www.badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com [Stichwort „HSBC BWF World Tour Finals 2020 (New Dates)“]. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)