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Zwei DM-Titel für Emma Moszczynski

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Emma Moszczynski (l.) sicherte sich im Damendoppel mit Stine Küspert den Titel. Foto: Claudia Pauli

Besser hätte es für Emma Moszczynski (SV Fun-Ball Dortelweil) bei den 70. Deutschen
Einzelmeisterschaften in Mülheim an der Ruhr (28. bis 31. Juli 2022) nicht laufen können: Die 21-
Jährige holte in beiden Disziplinen, in denen sie antrat, den Titel. Während sich die
Perspektivkaderathletin des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) im Damendoppel mit Stine
Küspert (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) gegen die gesamte Konkurrenz durchsetzte,
triumphierte sie im Mixed an der Seite von Bjarne Geiss (Blau-Weiss Wittorf).

Darüber hinaus gewannen am Sonntag (31. Juli 2022) Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil) im
Herreneinzel, Yvonne Li (SV Fun-Ball Dortelweil) im Dameneinzel und das Herrendoppel Jones
Jansen/Jan Colin Völker (1. BC Wipperfeld/TV Refrath) je eine Goldmedaille.

Ihr bis dato bestes Resultat bei den nationalen Titelkämpfen in der Altersklasse O19 hatte Emma
Moszczynski im Vorjahr erzielt, als sie mit Jonathan Persson Platz drei im Gemischten Doppel
belegte.

Neben Emma Moszczynski standen 2022 auch Bjarne Geiss (Herrendoppel und Mixed), Stine
Küspert (Damendoppel und Mixed) sowie Jan Colin Völker (Herrendoppel und Mixed) jeweils in
zwei Endspielen.

Herreneinzel

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Kai Schäfer siegte wie im Vorjahr im Herreneinzel. Foto: Claudia Pauli

Im Herreneinzel verteidigte der an Nummer zwei gesetzte Kai Schäfer seinen im Vorjahr erstmals
gewonnenen Titel erfolgreich. Der 29 Jahre alte Olympiateilnehmer von Tokio/Japan bezwang im
Endspiel den neun Jahre jüngeren Matthias Kicklitz (Blau-Weiss Wittorf; Setzplatz 5/8) mit 21:16,
18:21, 21:13. „Das war harte Arbeit! Ein bisschen bin ich das selbst schuld, weil ich im zweiten
Satz zwischenzeitlich hoch geführt habe. Ich habe versucht, weiterhin ruhig zu bleiben, und bin
froh, dass es am Ende gereicht hat“, zog Kai Schäfer ein Fazit. Er lobte zugleich seinen Gegner:„Matthias spielt auch sehr schlau gegen mich.“ 2021 hatte Matthias Kicklitz erstmals bei den
Deutschen Einzelmeisterschaften das Halbfinale erreicht, nun feierte er seine Final-Premiere.

Dameneinzel

Im Dameneinzel holte die topgesetzte Yvonne Li zum vierten Mal in Folge den Titel. Die 24-Jährige,
die ebenfalls im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen aufschlagen durfte, behielt im
Finale mit 21:19, 21:11 gegenüber der 21 Jahre alten Ann-Kathrin Spöri (TV Refrath; Setzplatz 2)
die Oberhand. „Anki hat sehr gut gespielt, es war physisch extrem anstrengend. Ich wusste, ich
darf nicht nachlassen. Sie war sehr fit, hat sehr gut returniert“, meinte Yvonne Li, die den Schlüssel
zu ihrem Erfolg auch darin sah, dass sie in den engen Phasen mental stark war.

Ann-Kathrin Spörisagte unmittelbar nach der Siegerehrung: „Im Moment bin ich ein bisschen traurig – ich hatte ein anderes Ziel.“ Die Teilnehmerin an den Olympischen Jugendspielen 2018 in Buenos
Aires/Argentinien blickte aber bereits voraus: „Nächstes Jahr greife ich wieder an.“ Ann-Kathrin
Spöri stand in diesem Jahr zum ersten Mal in ihrer Karriere bei den Deutschen
Einzelmeisterschaften im Finale.

Herrendoppel

Auch im Herrendoppel erlebten die Badmintonfans in der – insbesondere auch durch die
Austragung der YONEX GAINWARD German Open bekannten – Westenergie Sporthalle eine
erfolgreiche Titelverteidigung: Die topgesetzten Vorjahressieger Jones Jansen/Jan Colin Völker
entschieden das Finale gegen das an Position zwei notierte Duo Bjarne Geiss/Daniel Hess (Blau-
Weiss Wittorf/1. BC Beuel) mit 21:15, 21:17 für sich. „Ich freue mich sehr, dass wir den Titel
erfolgreich verteidigt haben. Und ich freue mich immer darüber, an einer DM teilzunehmen.
Deutscher Meister zu sein, ist für mich in jedem Fall ein Meilenstein“, so Jones Jansen. Jan Colin
Völker fügte hinzu: „Daniel und Bjarne haben es auch super gemacht, aber wir waren etwas
besser.“

Jones Jansen verbuchte 2022 bereits seinen insgesamt vierten DM-Sieg, nachdem er 2018 (mit
Josche Zurwonne) und 2021 (mit Jan Colin Völker) jeweils im Herrendoppel sowie 2020 (mit Kilasu
Ostermeyer) im Mixed alle Matches gewonnen hatte. Jan Colin Völker wurde in diesem Jahr zum
dritten Mal in Folge Deutscher Meister im Herrendoppel: 2020 stand er mit Bjarne Geiss bei der
Siegerehrung auf dem obersten Podest. Daniel Hess hingegen gewann 2022 zum ersten Mal bei
Titelkämpfen dieser Art eine Medaille.

Damendoppel

Das Endspiel im Damendoppel entwickelte sich zu einem regelrechten Krimi, den letztlich das
topgesetzte Duo Stine Küspert/Emma Moszczynski (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/SV Fun-
Ball Dortelweil) mit 17:21, 23:21, 21:19 gegen die an Position zwei notierte Paarung Leona
Michalski/Franziska Volkmann (TV Refrath/Blau-Weiss Wittorf) für sich entschied. Leona Michalski
zählte in diesem Jahr erstmalig bei den nationalen Titelkämpfen im Erwachsenenbereich zu den
Finalteilnehmer*innen, im Vorjahr hatte sie mit Franziska Volkmann Platz drei belegt. „Ich bin
gerade einfach nur glücklich. Ich bin froh, dass uns der Wille und der Glaube haben durchkommen
lassen. Das war ein umkämpftes Spiel, in dem wir zum Glück am Ende den längeren Hebel hatten“,
sagte Stine Küspert direkt nach der Siegerehrung.

Mixed

Im ersten Spiel des diesjährigen Finaltags behielten Bjarne Geiss/Emma Moszczynski (Blau-Weiss
Wittorf/SV Fun-Ball Dortelweil; Setzplatz 3/4) mit 23:21, 21:9 gegenüber Jan Colin Völker/Stine
Küspert (TV Refrath/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 2) die Oberhand. „Ich war
anfangs sehr aufgeregt und daher auch etwas zittrig unterwegs. Das hat sich glücklicherweise aber
im weiteren Spielverlauf gelegt“, so Emma Moszczynski, als ihr erster DM-Sieg im
Erwachsenenbereich feststand. Bjarne Geiss holte derweil seinen ersten DM-Titel im Mixed in der
Altersklasse O19.

Alle Ergebnisse der Deutschen Einzelmeisterschaften sind auf der DBV-Website unter
www.badminton.de sowie im Internet unter https://dbv.turnier.de (Stichwort „70. Deutsche
Meisterschaften O19 – 2022“) erhältlich.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Vier Badmintonasse bei DM mit zweifacher Titelchance

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Der 20 Jahre alte Matthias Kicklitz trifft im Finale des Herreneinzelwettbewerbs auf Titelverteidiger Kai Schäfer. Foto: Claudia Pauli

Bei den 70. Deutschen Einzelmeisterschaften in Mülheim an der Ruhr (28. bis 31. Juli 2022) haben
jeweils zwei Spielerinnen und Spieler in zwei Disziplinen das Endspiel erreicht: Während Stine
Küspert (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) und Emma Moszczynski (SV Fun-Ball Dortelweil)
gemeinsam im Damendoppel ins Finale einzogen und sich zudem im Mixed im Match um den DM-
Titel gegenüberstehen, schafften Bjarne Geiss (Blau-Weiss Wittorf) und Jan Colin Völker (TV
Refrath) jeweils im Herrendoppel und im Mixed den Sprung ins Endspiel.

Je eine Chance auf den Turniersieg haben Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil; Herreneinzel),
Matthias Kicklitz (Blau-Weiss Wittorf; ebenfalls Herreneinzel), Yvonne Li (SV Fun-Ball Dortelweil;
Dameneinzel), Ann-Kathrin Spöri (TV Refrath; ebenfalls Dameneinzel), Jones Jansen (1. BC
Wipperfeld; Herrendoppel), Daniel Hess (1. BC Beuel; ebenfalls Herrendoppel), Leona Michalski
(TV Refrath; Damendoppel) sowie Franziska Volkmann (Blau-Weiss Wittorf; ebenfalls Damendoppel).

Dabei zählen Daniel Hess, Matthias Kicklitz, Leona Michalski, Emma Moszczynski und Ann-Kathrin
Spöri in diesem Jahr erstmalig bei den nationalen Titelkämpfen im Erwachsenenbereich zu den
Finalteilnehmer*innen.

Die Endspiele beginnen am Sonntag (31. Juli 2022) um 10.00 Uhr. Zunächst wird in der
Westenergie Sporthalle das Finale im Mixed ausgetragen, es folgen die Endspiele im
Dameneinzel, im Herreneinzel, im Damendoppel und im Herrendoppel.

Herreneinzel

Im Finale des Herreneinzelwettbewerbs stehen sich der an Nummer zwei gesetzte Titelverteidiger
Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil) und der erst 20 Jahre alte Matthias Kicklitz (Blau-Weiss
Wittorf; Setzplatz 5/8) gegenüber. Der Nachwuchsspieler besiegte am Samstag (30. Juli 2022) erst
im Viertelfinale den an Position eins notierten dreimaligen Deutschen Meister Max Weißkirchen (1.
BC Beuel) in zwei Sätzen, ehe er wenige Stunden später im Halbfinale den Vorjahreszweiten
Fabian Roth (TV Refrath; Setzplatz 3/4) mit 21:19 im dritten Durchgang bezwang. „Das ist
unglaublich. Ich bin ein bisschen schwierig ins Turnier gestartet, aber habe mich von Spiel zu Spiel
gesteigert“, meinte Matthias Kicklitz nach seinem Sieg in der Runde der besten vier Herren
strahlend. Bei den Deutschen Einzelmeisterschaften 2021 traf der U19-Europameister von 2020
im Mixed in der Vorschlussrunde auf Kai Schäfer.

Dameneinzel

Im Dameneinzel bestreiten die topgesetzte Yvonne Li (SV Fun-Ball Dortelweil), die zuvor dreimal
in Folge bei den nationalen Titelkämpfen O19 die gesamte Konkurrenz hinter sich ließ, und die an
Position zwei notierte Ann-Kathrin Spöri (TV Refrath) das Endspiel. Während Yvonne Li ihre
Halbfinalbegegnung mit Miranda Wilson (SG Schorndorf; Setzplatz 3/4) für sich entschied, behielt
die 21 Jahre alte Ann-Kathrin Spöri – gleichsam in zwei Sätzen – gegenüber der vier Jahre
jüngeren Selin Hübsch (TV Refrath; Setzplatz 5/8) die Oberhand. „Das war ein harter Kampf.
Miranda hat sehr gut gespielt. Ich war eher passiv und meine Schläge waren nicht so akkurat. Ich
bin auf jeden Fall glücklich, im Finale zu stehen“, meinte Yvonne Li.

Herrendoppel

Auch im Herrendoppel ist nach wie vor eine erfolgreiche Titelverteidigung möglich: Die
topgesetzten Vorjahressieger Jones Jansen/Jan Colin Völker (1. BC Wipperfeld/TV Refrath) zogen
ebenso ins Finale ein wie das an Position zwei notierte Duo Bjarne Geiss/Daniel Hess (Blau-Weiss
Wittorf/1. BC Beuel). Dabei warfen Bjarne Geiss/Daniel Hess im Halbfinale die amtierenden
Deutschen Vizemeister Felix Hammes/Christopher Klauer (1. BC Beuel/BC Hohenlimburg;
Setzplatz 3/4) in zwei Sätzen aus dem Turnier.

Damendoppel

Im Damendoppel stehen wie im Dameneinzel und im Herrendoppel die Nummer eins und die
Nummer zwei der Setzliste im Endspiel: Folglich treffen darin Stine Küspert/Emma Moszczynski
(1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/SV Fun-Ball Dortelweil; Setzplatz 1) auf die letztjährigen DM-
Dritten Leona Michalski/Franziska Volkmann (TV Refrath/Blau-Weiss Wittorf; Setzplatz 2).

Mixed

Um den Titel im Mixed spielen in diesem Jahr Jan Colin Völker/Stine Küspert (TV Refrath/1. BC
Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 2) und Bjarne Geiss/Emma Moszczynski (Blau-Weiss
Wittorf/SV Fun-Ball Dortelweil; Setzplatz 3/4). „Wir sind sehr froh über unser erstes gemeinsames
Finale – mein erstes überhaupt. Heute war es eine sehr gute Performance. Nun sind wir gespannt
auf das Finale gegen unsere Trainingspartner“, sagte Emma Moszczynski nach dem Sieg in der
Vorschlussrunde gegen die topgesetzte Paarung Patrick Scheiel/Franziska Volkmann (beide Blau-
Weiss Wittorf). Alle vier Finalteilnehmer*innen bestreiten am 31. Juli 2022 erstmalig ein DM-
Endspiel im Erwachsenenbereich in dieser Disziplin.

„Markus-Keck-Gedächtnispokal“ an Hannah Pohl

Nach Beendigung der Viertelfinalspiele durfte sich Hannah Pohl über eine Ehrung von
besonderer Bedeutung freuen: DBV-Präsident Ralf Michaelis, DBV-Vizepräsident Wilfried Jörres
und Bernd Mohaupt, der Referatsleiter Spielbetrieb O19 im Deutschen Badminton-Verband
(DBV), überreichten der 28-Jährigen den „Markus-Keck-Gedächtnispokal“. Diese Trophäe wurde
1997 von der Familie des viel zu früh verstorbenen, 20-maligen deutschen Nationalspielers
Markus Keck für zehn Jahre gestiftet. Danach beschloss der DBV, die Ehrung fortzuführen. Mit
dem Pokal zeichnen die Verantwortlichen stets eine*n hervorragende*n Athlet*in aus, der*die
nicht allein in sportlicher Hinsicht überzeugt, sondern auch in Bezug auf ihre*seine Persönlichkeit.
So sei Hannah Pohl als vorbildliche, faire Sportlerin bekannt und beliebt und verkörpere
Badminton mit Leib und Seele. U. a. ihre Tätigkeit als Jugendtrainerin in ihrem Heimatverein, dem
1. BC Beuel, übe sie mit viel Engagement und hoher Qualität aus. Der „Markus-Keck-
Gedächtnispokal“ wird traditionell im Rahmen der Deutschen Meisterschaften O19 verliehen.

Gut organisiertes Heimspiel

Veranstaltet werden die 70. Deutschen Einzelmeisterschaften von der Vermarktungsgesellschaft
Badminton Deutschland mbH (VBD), Ausrichter ist der 1. BV Mülheim. Für Unterstützung sorgen
die Firma YONEX, die als Hauptsponsor fungiert, sowie die Sponsoringpartner Westenergie und
Sparkasse Mülheim an der Ruhr. Für die Einzelspezialist*innen sowie für die leistungsstärksten
Nachwuchsasse des DBV sind die Titelkämpfe in der Stadt im Ruhrgebiet ein Heimspiel:
Gegenüber der Westenergie Sporthalle befindet sich das Deutsche Badminton-Zentrum (DBZ),
das u. a. den Bundestützpunkt Einzel O19/Jugend beherbergt. „Die DM vor der Haustüre zu
spielen, ist eine coole Sache – wie ein Heimvorteil“, meinte etwa Yvonne Li. Die
Olympiateilnehmerin von Tokio fügte hinzu: „Die Wege sind kurz, die DM ist gut organisiert und die
Halle ist sehr schön.“

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Spannende Begegnungen sind in Mülheim garantiert

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Deutsche Badmintinon-Meisterschaft 2022 in Mülheim

Vier Tage mit spannenden Matches, zahlreiche aufstrebende Nachwuchsasse, die mit guten
Leistungen überzeugen wollen, und mögliche Titelverteidigungen in drei Disziplinen erwarten die
Badmintonfans bei den 70. Deutschen Einzelmeisterschaften, die vom 28. bis zum 31. Juli 2022 in
Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen) ausgetragen werden.

Herreneinzel

Im Herreneinzel werden vermutlich der topgesetzte Max Weißkirchen (1. BC Beuel*), der an
Position zwei notierte Titelverteidiger Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil) und der amtierende
Deutsche Vizemeister Fabian Roth (Setzplatz 3/4) den DM-Sieg unter sich ausmachen.

Während Max Weißkirchen – als der in der Weltrangliste derzeit am besten platzierte Spieler des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV; Platz 64) – seinen vierten Triumph nach 2018, 2019 und 2020 in
dieser Disziplin verbuchen möchte, streben Kai Schäfer (Weltranglistenplatz 79) und Fabian Roth
(Weltranglistenplatz 187) jeweils ihren zweiten Titelgewinn an: Tokio-Olympiateilnehmer Kai
Schäfer setzte sich im vergangenen Jahr erstmalig gegen die gesamte Konkurrenz durch, Fabian
Roth siegte 2017 bei den nationalen Meisterschaften in der Altersklasse O19. Max Weißkirchen
und Kai Schäfer könnten aufgrund ihrer Setzplätze erst im Endspiel aufeinandertreffen,
wohingegen Fabian Roth im Halbfinale gegen Max Weißkirchen antreten müsste.

Dameneinzel

Im Dameneinzel scheint im Hinblick auf den DM-Sieg kein Weg an Yvonne Li (SV Fun-Ball
Dortelweil) vorbeizuführen. Die an Nummer eins gesetzte 24-Jährige, die im vergangenen Jahr
ebenfalls zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen aufschlagen durfte, gewann von 2019 bis
2021 dreimal in Folge den Titel und ist als aktuelle Weltranglisten-27. auch 2022 die Top-Favoritin
auf den Turniersieg.

Auf eine vordere Platzierung hoffen zudem mehrere ambitionierte Nachwuchsspielerinnen, darunter Ann-Kathrin Spöri (TV Refrath; Setzplatz 2; Weltranglistenplatz203), Miranda Wilson (SG Schorndorf; Setzplatz 3/4; Weltranglistenplatz 187), Selin Hübsch (TV Refrath; Setzplatz 5/8; Weltranglistenplatz 532) und Florentine Schöffski (TV Refrath; Setzplatz 5/8; Weltranglistenplatz 826). Gemäß der am 16. Juli 2022 vorgenommenen Auslosung würde Florentine Schöffski allerdings bereits im Viertelfinale auf Yvonne Li treffen. Miranda Wilson könnte der dreimaligen Deutschen Meisterin im Halbfinale gegenüberstehen. Yvonne Lis letztjährige Finalgegnerin, die heute 19 Jahre alte Thuc Phuong Nguyen (1. BC Wipperfeld; Weltranglistenplatz 351), muss verletzungsbedingt auf einen Start Ende Juli in der Westenergie Sporthalle verzichten.

Herrendoppel

Im Herrendoppel haben Jones Jansen/Jan Colin Völker (1. BC Wipperfeld/TV Refrath;
Weltranglistenplatz 121) gute Chancen, ihren im Vorjahr erstmalig gemeinsam gewonnenen Titel
erfolgreich zu verteidigen. Als ärgste Konkurrenten des topgesetzten Duos im Hinblick auf den
neuerlichen Goldmedaillengewinn gelten Bjarne Geiss/Daniel Hess (Blau-Weiss Wittorf/1. BC
Beuel; Setzplatz 2; Weltranglistenplatz 232), Marvin Datko/Patrick Scheiel (1. BC Saarbrücken-
Bischmisheim/Blau-Weiss Wittorf; Setzplatz 3/4; Weltranglistenplatz 122) und die amtierenden
Deutschen Vizemeister Felix Hammes/Christopher Klauer (1. BC Beuel/BC Hohenlimburg;
Setzplatz 3/4; Weltranglistenplatz 144).

Die Europameister von 2022 im Herrendoppel, Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (beide 1. BC
Wipperfeld; Weltranglistenplatz 13), verzichten in Absprache mit den Verantwortlichen im DBV aus
Gründen der Belastungssteuerung auf die Teilnahme an den Deutschen Einzelmeisterschaften. Gleiches gilt für Isabel Lohau (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), die im Frühjahr in Madrid/Spanien mit Mark Lamsfuß den EM-Titel im Mixed holte, sowie für Linda Efler (ebenfalls 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), die 2022 mit Isabel Lohau Vizeeuropameisterin im Damendoppel wurde. Die Spitzenspieler*innen des DBV befanden sich im Juni und Juli über mehrere Wochen auf einer kräftezehrenden Asientour, nun bereiten sie sich bereits auf die Individual- Weltmeisterschaften in Tokio/Japan (22. bis 28. August 2022) vor, die nur wenige Wochen nach den Deutschen Einzelmeisterschaften stattfinden.

Damendoppel

Im Damendoppel geht nach dem Startverzicht der Vorjahressiegerinnen Linda Efler/Isabel Lohau
(beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 26) das Duo Stine Küspert/Emma
Moszczynski (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/SV Fun-Ball Dortelweil; Weltranglistenplatz 71)
als Nummer eins der Setzliste an den Start und beabsichtigt, zum ersten Mal in seiner Karriere bei
den nationalen Titelkämpfen in der Altersklasse O19 ein Finale für sich zu entscheiden.

Darin könnten Stine Küspert/Emma Moszczynski auf ihre Nationalmannschaftskolleginnen Leona
Michalski/Franziska Volkmann (TV Refrath/Blau-Weiss Wittorf; Weltranglistenplatz 280) treffen, die
in der Westenergie Sporthalle an Position zwei notiert sind. Leona Michalski/Franziska Volkmann
belegten 2021 bei den Deutschen Einzelmeisterschaften Rang drei, während Stine Küspert mit
Annabella Jäger (TSV Neuhausen-Nymphenburg) die Silbermedaille gewann und Emma
Moszczynski mit Ann-Kathrin Spöri (TV Refrath) das Viertelfinale erreichte.

Mixed

Im Mixed fehlen Ende Juli mit Mark Lamsfuß/Isabel Lohau (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-
Bischmisheim; Weltranglistenplatz 12) und Jones Jansen/Linda Efler (1. BC Wipperfeld/1. BC
Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 42) sowohl die Titelverteidiger als auch dieletztjährigen Deutschen Vizemeister.

Als topgesetzte Paarung hoffen Patrick Scheiel/Franziska Volkmann (beide Blau-Weiss Wittorf; Weltranglistenplatz 72) auf ihren ersten DM-Triumph im Erwachsenenbereich. Das Finale könnte ein enges Duell mit dem an Position zwei notierten Duo Jan Colin Völker/Stine Küspert (TV Refrath/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 187) werden. In der Vorschlussrunde sind möglicherweise Bjarne Geiss/Emma Moszczynski (Blau-

Weiss Wittorf/SV Fun-Ball Dortelweil; Weltranglistenplatz 206) die Gegner von Patrick
Scheiel/Franziska Volkmann. Sie haben bei den diesjährigen Titelkämpfen Setzplatz 3/4 inne.

Weitere Informationen

Der Kartenvorverkauf für die 70. Deutschen Meisterschaften O19 erfolgt über den Onlineshop, der
unter www.dm-badminton.de eingerichtet ist. Dabei gelten bei einer Bestellung bis zum 20. Juli
2022 vergünstigte Preise. Zudem wird an der Westenergie Sporthalle eine Tageskasse
eingerichtet.

Veranstalterin der Deutschen Einzelmeisterschaften ist die Vermarktungsgesellschaft Badminton
Deutschland mbH (VBD), als Ausrichter fungiert der 1. BV Mülheim. Unterstützt werden die
Titelkämpfe durch die Sponsoringpartner YONEX, Westenergie und Sparkasse Mülheim an der
Ruhr.

Der Zeitplan (Änderungen vorbehalten)

Donnerstag, 28. Juli 2022
ab 10.00 Uhr: 1. und 2. Runde Mixed
ab 12.00 Uhr: 1. Runde Herreneinzel sowie
ab 14.00 Uhr: 1. Runde Dameneinzel
anschließend: 2. Runde Herreneinzel und Dameneinzel

Freitag, 29. Juli 2022
ab 10.00 Uhr: 1. Runde Herrendoppel und Damendoppel
anschließend: 2. Runde Herrendoppel
ab ca.14.00 Uhr: 3. Runde Dameneinzel, Damendoppel, Herrendoppel,
Herreneinzel und Mixed

Samstag, 30. Juli 2022
ab 10.00 Uhr: alle Viertelfinalspiele (Mixed, Herreneinzel, Dameneinzel,
Herrendoppel und Damendoppel)
 ab ca. 16.00 Uhr: alle Halbfinalspiele (Mixed, Herreneinzel,
Dameneinzel, Herrendoppel und Damendoppel)

Sonntag, 31. Juli 2022
ab 10.00 Uhr: alle Finalspiele

Alle Ergebnisse der Deutschen Einzelmeisterschaften sind auf der DBV-Website unter
www.badminton.de sowie im Internet unter https://dbv.turnier.de (Stichwort „70. Deutsche
Meisterschaften O19 – 2022“) erhältlich.*:

Anm.: Mehrere Spieler*innen wechselten zur neuen Bundesligasaison den Verein. So spielt etwa Max Weißkirchen 2022/2023 nicht mehr für den SC Union Lüdinghausen, sondern für den 1. BC Beuel, Yvonne Li (bislang SC Union Lüdinghausen) schlägt neuerdings für den SV Fun-Ball Dortelweil auf, Linda Efler (bislang SC Union Lüdinghausen) geht in der nächsten Saison für den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim an den Start, Patrick Scheiel und Franziska Volkmann (bislang beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) zählen neuerdings zum Kader von Blau-Weiss Wittorf und Emma Moszczynski (bislang TSV Trittau) spielt wie Yvonne Li ab sofort für den SV Fun-Ball Dortelweil.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Ralf Michaelis zum DBV-Präsidenten gewählt

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Das aktuelle DBV-Präsidium. V.l.: Wolfgang Wienefeld (Vizepräsident), Wilfried Jörres (Vizepräsident), Petra Schröder (Vizepräsidentin), Ralf Michaelis (Präsident), Hans-Bernd Ahlke (Vorsitzender des Ausschusses für Jugend), Martin Kranitz (Sportdirektor), Dominik Menze (Geschäftsführer).
Foto: Claudia Pauli

Der Deutsche Badminton-Verband (DBV) wird seit dem 18. Juni 2022 von Ralf Michaelis geführt:

Im Rahmen des 58. Ordentlichen DBV-Verbandstags in Suhl wählten die Delegierten den 52-
Jährigen aus Trier zum Präsidenten. „Ich bedanke mich für das Vertrauen und hoffe, Euch nicht zu
enttäuschen“, meinte der Rechtsanwalt, der bereits seit 2018 als Vizepräsident im DBV und seit
2012 als Präsident des Badminton-Verbandes Rheinland (BVR) das Badmintongeschehen in
Deutschland intensiv mitgestaltet, nach der Abstimmung.

Ralf Michaelis ist der insgesamt neunte Präsident in der DBV-Geschichte. Er folgt auf Thomas
Born (Berlin), der verbandsintern schon vor einigen Wochen bekannt gegeben hatte, dass er aus
persönlichen Gründen beim DBV-Verbandstag 2022 zurücktritt. Thomas Born fungierte seit 2016
als Präsident des olympischen Spitzenverbandes und wäre noch bis 2024 gewählt gewesen. Für
seine „besonders hervorragenden Verdienste um den Badmintonsport“ wurde der langjährige
Präsident des Badminton-Verbandes Berlin (BVB) bzw. Berlin-Brandenburg (BVBB) zu Beginn der
Sitzung in Suhl mit der DBV-Ehrenplakette ausgezeichnet.

DBV-Präsidium neu strukturiert

Neben Ralf Michaelis wählten die Delegierten Petra Schröder (Mülheim an der Ruhr) zur
Vizepräsidentin sowie Wilfried Jörres (Bergheim) und Wolfgang Wienefeld (Hamburg) jeweils zum
Vizepräsidenten. Während Petra Schröder und Wilfried Jörres wie Ralf Michaelis bereits zuvor im
DBV-Präsidium mitwirkten, ist Wolfgang Wienefeld nun erstmalig Mitglied des Führungsgremiums.
Alle vier Personen wurden für vier Jahre gewählt. Die weiteren Mitglieder des seit dem 58.
Ordentlichen DBV-Verbandstag auch strukturell neu gestalteten Präsidiums gehören diesem qua
Amt (Vorsitzender des Ausschusses für Jugend als Vertreter der Badmintonjugend) bzw.
hauptberuflicher Funktion (Sportdirektor sowie Geschäftsführer) an.Das DBV-Präsidium seit dem 18. Juni 2022

Präsident Ralf Michaelis (Trier)
Vizepräsidentin Petra Schröder (Mülheim an der Ruhr)
Vizepräsident Wilfried Jörres (Bergheim)
Vizepräsident Wolfgang Wienefeld (Hamburg)
Vorsitzender des Ausschusses für Jugend (AfJ) Hans-Bernd Ahlke (Steinfurt)
Sportdirektor Martin Kranitz (Saarbrücken)
Geschäftsführer Dominik Menze (Mülheim an der Ruhr)

Die bisherigen DBV-Präsidenten

1. Dr. Hans Riegel (Bonn) 1953 bis 1962

2. Hubert Brohl (Düsseldorf) 1962 bis 1971

3. Hans Hoffmann (Hannover) 1971 bis 1974

4. Hans-Peter Küsters (Krefeld) 1974 bis 1976

5. Dr. Heinz Barge (Oberhausen) 1976 bis 1988

6. Prof. Dieter Kespohl (Hochspeyer) 1988 bis 2006

7. Karl-Heinz Kerst (Kleve) 2006 bis 2016

8. Thomas Born (Berlin) 2016 bis 2022

9. Ralf Michaelis (Trier) seit 2022

DBV-Organe entlastet

Zuvor waren die DBV-Organe nach § 11 Nrn. 2. bis 4. der Satzung – das Präsidium, das Verbandsgericht sowie die Ausschüsse für Leistungssport, Wettkampfsport, Breitensport und Jugend – einstimmig bezüglich der Jahresrechnung und der Geschäftsführung für den Berichtszeitraum entlastet worden. Volkmar Burgold, der Präsident des gastgebenden Thüringer Badminton-Verbandes (TBV) und Leiter der beim DBV-Verbandstag 2022 durchgeführten Wahlen, dankte in diesem Zusammenhang allen Funktionsträger*innen für die geleistete Arbeit. Aus dem DBV-Präsidium schieden in Suhl neben Thomas Born auch Uwe Gredner (Hohenhameln) und Frank Liedke (Saarbrücken) aus, deren jeweilige Amtszeit als Vizepräsident 2022 endete.

Viele einstimmige Entscheidungen

Weitgehend Konsens herrschte unter den Delegierten in Bezug auf die beantragten Satzungsänderungen sowie auf die zur Diskussion stehenden Änderungen verschiedener Ordnungen des DBV: Der Großteil der Beschlüsse dazu erfolgte einstimmig bzw. mit deutlicher Mehrheit. Genauso genehmigten die Delegierten das Rechnungsergebnis für das abgelaufene Haushaltsjahr 2021, den Nachtragshaushalt für das laufende Kalenderjahr 2022 und den Haushaltsplan für das kommende Haushaltsjahr 2023 jeweils einstimmig. Große Einigkeit bewiesen die Delegierten zudem bei den Wahlen der Referatsleiter. Nachdem die betreffenden Personen bis dato jeweils seitens des Präsidiums berufen worden waren, obliegt die Entscheidung darüber seit diesem Jahr dem DBV-Verbandstag.Deutsche Meisterschaften und DBV-Verbandstage vergeben

Traditionell stimmen die Delegierten im Rahmen des DBV-Verbandstags auch über die Ausrichtung verschiedener Deutscher Meisterschaften ab.

Den 59. Ordentlichen DBV-Verbandstag 2023 vergaben die Delegierten an den Schleswig- Holsteinischen Badminton-Verband (SHBV). Die Zusammenkunft findet am 17. Juni nächsten Jahres in Lübeck statt. Der 60. Ordentliche DBV-Verbandstag 2024 wird im Verbandsgebiet des Badminton-Landesverbandes Sachsen-Anhalt (BLSA) abgehalten. Austragungsort und Datum stehen noch nicht fest.

Auch Klaus-Dieter Lemke ausgezeichnet

Entsprechend der Satzung des DBV hielt das DBV-Präsidium am Tag vor dem Ordentlichen Verbandstag mit den Präsident*innen bzw. Vorsitzenden der Badminton-Landesverbände (BLV) und dem Präsidenten des Deutschen Badminton-Ligaverbandes (DBLV) eine Konferenz ab.

Im Anschluss begrüßten die Verantwortlichen des gastgebenden Thüringer Badminton-Verbandes im Rahmen eines Empfangs mit Abendessen alle Delegierten und deren Begleitpersonen aus den Landesverbänden bzw. vom DBV sowie weitere Gäste. Auch im Rahmen des Empfangs erfolgte eine Ehrung: Der langjährige Schulsportwart im DBV, Klaus-Dieter Lemke (Syke), wurde für seine Verdienste um die Racketsportart ebenfalls mit der DBV-Ehrenplakette ausgezeichnet.

Nach dem DBV-Verbandstag traf sich traditionell das Referat Spielbetrieb O19 des DBV mit den Sportwarten der Badminton-Landesverbände und den Gruppensportwarten zu einer Tagung.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Wer folgt Thomas Born als Präsident des DBV?

“Noch-Präsident” Thomas Born, links Thomas Lohwieser. Foto: Claudia Pauli.

Sechs Jahre, nachdem der Ordentliche Verbandstag des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV)
zum ersten Mal in der Historie in Suhl stattfand, kommt das höchste Organ des olympischen
Spitzenverbandes erneut in der Mittelstadt im Süden Thüringens zusammen: Der 58. Ordentliche
DBV-Verbandstag wird am 18. Juni 2022 im Michel Hotel Suhl abgehalten, als Gastgeber fungiert
entsprechend der Thüringer Badminton-Verband (TBV).

Die Tagesordnung gestaltet sich mit mehr als 20 Punkten äußerst umfangreich. Inhaltliche
Schwerpunkte der Sitzung sind die Wahl des Präsidiums sowie die Wahl mehrerer
Referatsleiter*innen, die Diskussion und Abstimmung über Anträge auf Änderungen der Satzung
und verschiedener Ordnungen des DBV, die Genehmigung des DBV-Haushaltes, die Entlastung
von DBV-Organen sowie die Vergabe von Meisterschaften für die Spielsaison 2023/2024.

Dabei steht das DBV-Präsidium sowohl vor strukturellen als auch vor personellen Veränderungen:
Ab dem 58. Ordentlichen DBV-Verbandstag 2022 setzt es sich aus dem*der Präsident*in, drei
Vizepräsident*innen, dem*der Vorsitzenden des Ausschusses für Jugend (AfJ) als Vertreter*in der
Badmintonjugend, dem*der Sportdirektor*in für den Bereich Leistungssport und dem*der
Geschäftsführer*in zusammen. Gleichzeitig gilt der*die Geschäftsführer*in neuerdings – wie
der*die Präsident*in und die Vizepräsident*innen – als Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Im
Rahmen des DBV-Verbandstags werden grundsätzlich allerdings ausschließlich der*die
Präsident*in sowie die drei Vizepräsident*innen gewählt. Die anderen Präsidiumsmitglieder
gehören dem Führungsgremium qua Amt bzw. hauptberuflicher Funktion an.

Die beim DBV-Verbandstag 2021 in Berlin beschlossene Modifikation resultiert u. a. aus
Überlegungen, die anlässlich des aktuell laufenden Strategieprozesses im Deutschen Badminton-
Verband zur Änderung der Organisationsstruktur angestellt werden.Bis dato besteht das DBV-Präsidium gemäß § 21 der DBV-Satzung aus dem*der Präsident*in, mindestens vier und höchstens sechs Vizepräsident*innen, dem*der Chefbundestrainer*in oder dem*der Sportdirektor*in für den Bereich Leistungssport sowie dem*der Geschäftsführer*in. Als Vorstand im Sinne des § 26 BGB fungieren dabei der*die Präsident*in und die Vizepräsident*innen.

Aus dem aktuellen Präsidium sind zwei Mitglieder noch bis 2024 gewählt, sie treten aber am 18.
Juni 2022 von ihrem jeweiligen Amt zurück. Dies betrifft zum einen Thomas Born (Berlin), der den
Deutschen Badminton-Verband seit 2016 als Präsident führt, und zum anderen Vizepräsidentin
Petra Schröder (Mülheim an der Ruhr). Thomas Born hatte verbandsintern bereits vor einigen
Wochen bekannt gegeben, dass er aus persönlichen Gründen seine ehrenamtliche Tätigkeit im
DBV mit dem nächsten DBV-Verbandstag beenden wird. Um zu gewährleisten, dass sein*e
Nachfolger*in sowie alle Vizepräsident*innen zeitgleich eine neue Amtszeit beginnen, tritt auch
Petra Schröder am 18. Juni 2022 zurück. Sie wird jedoch für das dann zu wählende Präsidium
ebenfalls als Vizepräsidentin kandidieren.

Entsprechend der Satzung des DBV hält das DBV-Präsidium am Tag vor dem Ordentlichen
Verbandstag mit den Präsident*innen bzw. Vorsitzenden der Badminton-Landesverbände (BLV)
und dem Präsidenten des Deutschen Badminton-Ligaverbandes (DBLV) eine Konferenz ab. Im
Anschluss an den DBV-Verbandstag trifft sich traditionell das Referat Spielbetrieb O19 des DBV
mit den Sportwart*innen der Badminton-Landesverbände und den Gruppensportwart*innen zu
einer Tagung.

Am Vorabend des DBV-Verbandstages begrüßen die Verantwortlichen des gastgebenden
Badminton-Landesverbandes im Rahmen eines Empfangs mit Abendessen alle Delegierten und
deren Begleitpersonen aus den Landesverbänden bzw. vom DBV sowie weitere Gäste.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV

DBV-Trainerin des Jahres 2021 im Nachwuchsbereich geehrt

Nicol Bittner und Franklin Wahab wurden geehrt

Nicol Bittner (geb. Pitro) ist die „DBV-Trainerin des Jahres 2021 im Nachwuchsbereich“, Franklin Wahab der „DBV-Trainer des Jahres 2021 im Nachwuchsbereich“. Diese Entscheidung traf die Jury – bestehend aus dem für Leistungssport zuständigen Präsidiumsmitglied des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), weiteren hauptberuflich im Bereich DBV-Leistungssport tätigen Personen, dem Leiter des Referats Lehre und Ausbildung im DBV, drei Vertreterinnen der Badminton-Landesverbände (BLV) und dem Vorsitzenden des Ausschusses für Jugend (AfJ) im DBV – nach der Sichtung aller eingegangenen Vorschläge.

Die 46 Jahre alte A-Trainerin Badminton des Deutschen Olympisches Sportbundes (DOSB) fungiert seit 2015 als Trainerin und Nachwuchskoordinatorin (Stützpunkte und Schulen) im Hessischen Badminton-Verband (HBV). Zuvor war Nicol Bittner, die in den Jahren 2000 und 2004 an den Olympischen Spielen teilnahm, über viele Jahre als Trainerin im Baden-Württembergischen Badminton-Verband (BWBV) sowie im Bayerischen Badminton-Verband (BBV) tätig.

„Nicol Bittner ist wesentlicher Bestandteil des HBV-Trainerinnenteams und trägt insbesondere in den jüngeren Altersklassen auf und neben dem Feld zur Entwicklung der Spielerinnen bei. In Hessen entsteht gerade wieder eine größere Gruppe von jungen talentierten Kindern, an die sie ihre langjährigen und vielfältigen Erfahrungen weitergibt“, so Hannes Käsbauer, der Leiter des Referats Lehre und Ausbildung im DBV und Initiator des Preises „DBV-Trainer*in des Jahres im Nachwuchsbereich“.

Franklin Wahab hat seit 2013 die Position des Landestrainers im Hessischen Badminton-Verband inne und begleitet regelmäßig DBV-Teams zu internationalen Turnieren im Nachwuchsbereich. Zuvor war der heute 48-Jährige über viele Jahre Vereins- und Stützpunkttrainer in verschiedenen Altersklassen.

„Franklin Wahab weiß als ehemaliger Spitzenspieler wie Nicol Bittner um die Bedürfnisse eines Leistungssportlers bzw. einer Leistungssportlerin und kann diese somit sehr gut erkennen und fördern. Er trägt seit vielen Jahren zur Entwicklung von leistungsstarken Athletinnen bei“, meint Hannes Käsbauer.

Mit dem Preis „DBV-Trainerin des Jahres im Nachwuchsbereich“ verfolgt der Deutsche Badminton-Verband das Ziel, besondere Leistungen und beispielhaftes Engagement von Trainerinnen, die in Badminton-Vereinen, an Stützpunkten und in den Badminton- Landesverbänden die „Badmintonasse von morgen“ ausbilden, zu würdigen und allen Beteiligten weitere Motivation für ihre Tätigkeit zu verleihen. Entsprechende Nominierungen können von Vereinen bzw. Landesverbänden vorgenommen werden. Erstmalig wurde die Auszeichnung für das Jahr 2017 vergeben.

Im Fokus stehen im Rahmen des Wettbewerbs Trainerinnen, die mit Athletinnen arbeiten, welche große sportliche Erfolge im (inter-)nationalen Vergleich vorweisen können, und/oder die Talente in den jüngeren Altersklassen entwickeln, die im Nachwuchsleistungssport tätig sind, die über eine hohe Fachkompetenz verfügen und sich regelmäßig weiterbilden, die Vorbilder sind und eine hohe soziale und pädagogische Kompetenz haben, die beispielhaftes Engagement sowie organisatorisches Geschick zeigen, die sich durch großartige, verantwortungsbewusste und für den Badmintonsport nutzbare Begeisterung auszeichnen, die an konzeptionellen und strukturellen Aufgaben im Verein/Stützpunkt/Landes- bzw. Spitzenverband und/oder in der betreffenden Region mitwirken, sowie Trainerinnen, welche die Corona-Pandemie als Chance genutzt und ein gutes Krisenmanagement betrieben haben.

Die Ehrung von Nicol Bittner und Franklin Wahab erfolgte im Rahmen der Deutschen Meisterschaften 2021 U15, U17 und U19 in Ilmenau (3. bis 5. Juni 2022). Die Titelkämpfe sollten ursprünglich bereits Ende November vergangenen Jahres in der Stadt in Thüringen ausgetragen werden. Pandemiebedingt konnten sie jedoch zum betreffenden Zeitpunkt nicht dort stattfinden und wurden nun nachgeholt. Die Ehrung nahm DBV-Präsident Thomas Born vor. Die Auszeichnung ist mit einem persönlichen Geldpreis dotiert, den der DBV stiftet.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Internationale Elite trifft sich in Bonn-Beuel

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Internationale Elite in Beuel

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause ist es endlich wieder so weit: die Türen der Erwin-Kranz-Halle in Bonn-Beuel öffnen sich für über 300 Badmintonspielerinnen und -Spieler aus der ganzen Welt.

Vom 15. bis 18 Juni 2022 richtet der 1. Badminton-Club Beuel 1955 e.V. das YONEX Bonn International 2022 aus. An vier Tagen werden Spielerinnen und Spieler aus insgesamt 37 Nationen in den Disziplinen Herrendoppel, Herreneinzel, Damendoppel, Dameneinzel sowie Gemischtes Doppel gegeneinander antreten und um Weltranglistenpunkte kämpfen.

Neben einigen asiatischen Badmintonverbänden ist vor allem der Deutsche Badmintonverband mit 45 Spielerinnen und Spielern stark vertreten. 

Jeder, der sich einmal Weltklasse Badminton live ansehen will, ist in der Limpericher Straße 141 in 53225 Bonn jeden Tag ab 9:00 Uhr herzlich willkommen. Der Eintritt an den ersten drei Tagen ist frei, am Finaltag kostet er 10,-€ (5,-€ für Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten sowie Schwerbehinderte). Für das leibliche Wohl sorgt die bestens ausgestattete Cafeteria.

Katja Holenz

Deutsche Einzelmeisterschaften erneut nach Mülheim verlegt

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Auch in 2022 wurden die Deutschen Meisterschaften wieder von Bielefeld nach Mülheim verlegt

Die Deutschen Einzelmeisterschaften werden auch in diesem Jahr in Mülheim an der Ruhr statt in
Bielefeld (beides Nordrhein-Westfalen) ausgetragen: Da die Seidensticker Halle, in welcher die
Titelkämpfe vom 28. bis zum 31. Juli 2022 stattfinden sollten, in den vergangenen Wochen als
Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine genutzt wurde und nicht absehbar ist, ob die
Großsporthalle in der ostwestfälischen Universitätsstadt Ende Juli für Veranstaltungen zur
Verfügung steht, sah sich die Play Sportmarketing Seemann GmbH gezwungen, die Ausrichtung
der nationalen Meisterschaften in der Altersklasse O19 erneut zurückzugeben.

Das Turnier wird nun zum geplanten Termin in der Westenergie Sporthalle durchgeführt, die sich
in der Badmintonszene u. a. als Austragungsstätte der YONEX GAINWARD German Open
bewährt hat. Als Ausrichter fungiert wie im vergangenen Jahr der 1. BV Mülheim, der stets auch
die Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland mit zahlreichen Helfer*innen
umsetzt.

Alle Eintrittskarten, die bereits für die Deutschen Einzelmeisterschaften 2022 erworben wurden,
sind bei dem Event in Mülheim an der Ruhr ebenfalls gültig. Alternativ können die Tickets bei den
nächsten Titelkämpfen in der Seidensticker Halle eingesetzt werden. Diese sollen vom 2. bis zum
5. Februar 2023 stattfinden. Der Kartenvorverkauf für die bevorstehenden 70. Deutschen
Meisterschaften O19 erfolgt weiterhin über den Onlineshop, der unter www.dm-badminton.de
eingerichtet ist. Dabei gelten bei einer Bestellung bis zum 20. Juli 2022 vergünstigte Preise.

2021 musste die Play Sportmarketing Seemann GmbH aufgrund der speziellen
Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auf die Ausrichtung der
prestigeträchtigen Veranstaltung verzichten.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Deutsche Teams zum Abschluss siegreich

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Thomas-/Uber-Cup in Bangkok

Die deutschen Mannschaften haben bei den TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2022 in Bangkok/Thailand (8. bis 15. Mai) die Gruppenphase jeweils auf Tabellenrang drei beendet.

Sowohl die Herren des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) als auch die Damen gewannen am Mittwoch (11. Mai 2022) ihre dritte und damit abschließende Vorrundenpartie mit 3:2.

Während die deutschen Spieler Kanada bezwangen, verwiesen die Spielerinnen des DBV Frankreich auf Tabellenrang vier.

Die Punkte für die deutschen Herren erzielten die amtierenden Europameister im Herrendoppel, Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (beide 1. BC Wipperfeld), im 1. Herrendoppel, Kai Schäfer (SV Fun- Ball Dortelweil) im 2. Herreneinzel sowie Samuel Hsiao (1. BC Wipperfeld) im 3. Herreneinzel.

Bei den Damen behielten Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen) im 1. Dameneinzel, Ann-Kathrin Spöri (TV Refrath) im 2. Dameneinzel sowie Stine Küspert/Emma Moszczynski (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TSV Trittau) im 2. Damendoppel jeweils die Oberhand gegenüber der Konkurrenz. Yvonne Li revanchierte sich dabei für die Zwei-Satz-Niederlage, die sie bei der Individual-EM 2022 in Madrid/Spanien (25. bis 30. April) im Achtelfinale gegen Qi Xuefei erlitten hatte.

„Das war ein sehr erfreulicher Abschluss des Turniers für das Damenteam – mit einem verdienten 3:2-Sieg gegen Frankreich. Nach dem schwierigen Spiel gegen Indonesien am Vortag, wo einige Spielerinnen nicht ihr normales Leistungsniveau abrufen konnten, zeigten sich heute alle stark verbessert und sehr fokussiert“, zog Detlef Poste, der Chef-Bundestrainer im DBV, ein Fazit. Er fügte hinzu: „Yvonne Li hat ein Top-Spiel gemacht. Glückwunsch auch an Ann-Kathrin Spöri, die heute sicherlich die Matchwinnerin war. Stine Küspert und Emma Moszczynski haben mit einer soliden Leistung das 3:1 erzielt. Für uns war die WM ein wichtiges Erfahrungsturnier gegen Weltklassespielerinnen aus Japan und Indonesien und mit einem Match auf Augenhöhe gegen Frankreich.“

DBV-Sportdirektor Martin Kranitz meinte in Bezug auf die deutschen Herren: „Mark Lamsfuß und Marvin Seidel haben nach ihrem Titelgewinn bei den Europameisterschaften noch nicht wieder ihren Peak erreicht, aber trotzdem einen souveränen Sieg eingefahren. Kai Schäfer hat ein sehr gutes Turnier gespielt und heute den stärker eingeschätzten Kanadier klar geschlagen. Samuel Hsiao hat dann im letzten Spiel den verdienten 3:2-Sieg eingefahren.“

Weitere Informationen

Alle Ergebnisse der Mannschafts-WM in Bangkok sind auf der DBV-Website unter www.badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com (Stichwort „TotalEnergies BWF Thomas and Uber Cup Finals 2022“) erhältlich.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Deutschland spielt um Tabellenplatz drei

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Thomas- Uber-Cup in Bangkok.

Zwei Tage, nachdem Selin Hübsch ihr erstes Spiel bei einer Weltmeisterschaft im Erwachsenenbereich bestreiten durfte, feierte auch ihre Vereinskollegin Florentine Schöffski (beide TV Refrath) diesbezüglich eine Premiere: Die 19-Jährige kam am Dienstag (10. Mai 2022) bei der 0:5-Niederlage der deutschen Damen gegen Indonesien anlässlich der TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2022 in Bangkok/Thailand (8. bis 15. Mai) im 3. Dameneinzel zum Einsatz – und konnte dabei sogar einen Satzgewinn verzeichnen.

„Das war ein schwieriges Spiel heute – das Ergebnis war deutlich“, zog Martin Kranitz, der Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), ein Gesamtfazit in Bezug auf die zweite Vorrundenpartie der DBV-Asse in der Gruppe A.

In ihrer dritten und damit abschließenden Vorrundenbegegnung bei der WM für Herren- und für Damennationalmannschaften 2022 stehen die deutschen Damen dem Team aus Frankreich gegenüber (Mittwoch, 11. Mai 2022, 4.00 Uhr MESZ). Wer dieses Aufeinandertreffen für sich entscheidet, beendet die Gruppenphase auf Tabellenrang drei.

Ins Viertelfinale werden aus der Gruppe A Vizeweltmeister Japan sowie Indonesien einziehen, die in Bangkok jeweils schon zwei Siege verbucht haben und am Mittwoch gegeneinander um die Spitzenposition in der Tabelle spielen.

Weitere Informationen

Alle Ergebnisse der Mannschafts-WM in Bangkok sind auf der DBV-Website unter www.badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com (Stichwort „TotalEnergies BWF Thomas and Uber Cup Finals 2022“) erhältlich.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)