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Bischmisheim gibt sich zum Jahresauftakt keine Blöße

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Teammanager Peter Käsbauer (hinten) war zufrieden Foto: Thomas Wieck

Badminton-Bundesligist 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hat den Jahresstart mehr als souverän gemeistert. Im Heimauftritt gegen Aufsteiger BC Offenburg kam der Vizemeister zu einem glasklaren 7:0-Erfolg und gab dabei gegen das punktlose Schlusslicht noch nicht mal einen Satz ab. Weil die Konkurrenten im Kampf um die Spitze am Wochenende Federn ließen, machte der BCB durch den Sieg in der Tabelle Boden gut.

Die Pflicht erfüllt. Und das mehr als souverän. Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ließ den Gästen vom BC Offenburg im Heimspiel am Sonntag keine Chance. Beim klaren 7:0-Erfolg in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle gestattete der Vizemeister dem punktlosen Aufsteiger nicht mal den Gewinn eines einzigen Satzes. „Es war eine ganz eindeutige Sache. Wir haben unseren Stiefel von Anfang an sehr konzentriert runtergespielt, so wie es geplant war – schön, wenn ein Plan dann so astrein aufgeht“, lobte BCB-Teammanager Peter Käsbauer den souveränen Auftritt des Tabellendritten, der durch die eigenen drei Punkte und den nur knappen 4:3-Heimsieg des Ligazweiten SV Fun-Ball Dortelweil gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg im Tableau Boden gutmachte. Mit nun 21 Punkten (sieben Siege, drei Niederlagen) liegt Bischmisheim nur noch drei Zähler hinter den Hessen aus Bad Vilbel, die als Zweiter auf einem der beiden direkten Qualifikationsplätze Richtung Final Four rangieren. Spitzenreiter bleibt Meister 1. BC Wipperfeld, obwohl die ersatzgeschwächten Nordrhein-Westfalen am Sonntag bei Blau-Weiß Wittorf-Neumünster mit 2:5 ihre erste Saisonniederlage hinnehmen mussten. Der Vorsprung des Titelrivalen aus Wipperfürth beträgt dadurch nur noch vier Zähler.

Und er könnte am nächsten Bundesliga-Spieltag in drei Wochen weiter schrumpfen, denn am 12. Februar kommt es als nächstes zum zweiten direkten Duell zwischen Meister und Vizemeister. Den ersten Vergleich zum Saisonauftakt hatte der BCB in eigener Halle knapp mit 3:4 verloren. In drei Wochen werden nach ihrer Rückkehr aus Asien dann auch wieder Isabel Lohau und Linda Efler für die Saarländer zum Schläger greifen. Im Heimspiel gegen Schlusslicht Offenburg wurden die beiden Topspielerinnen nicht allzu sehr vermisst. Stine Küspert und Priskila Siahaya gaben sich gegen die Baden-Württemberger keine Blöße. Im Damendoppel siegten sie 11:4, 11:4, 11:3 gegen Lena Reder und Paloma Wich. Im Einzel gewann die gebürtige Indonesierin Siahaya glasklar 11:4, 11:1, 11:5 gegen Reder und Küspert verbuchte im Mixed an der Seite von Marvin Datko mit einem 11:6, 11:4, 11:6 über Wich und Sebastian Grieser ihren zweiten Erfolg des Tages. Im Herrendoppel gab es im Auftritt von Datko und Johannes Pistorius gegen Lukas und Jonas Burger den engsten Satz zu sehen. Am Ende siegte das Bischmisheimer Duo aber ebenfalls souverän mit 11:5, 14:12 und 11:5. Das erste Herrendoppel hatten Peter Käsbauer und der Franzose Julien Maio gegen Johannes und Sebastian Grieser klar mit 11:4, 11:8, 11:4 für sich entschieden. „Revanche geglückt“, freute sich Käsbauer, nachdem er im November beim 6:1-Erfolg im Hinspiel in Offenburg an der Seite von Mads Christophersen noch eine Niederlage hatte hinnehmen müssen. Diesmal also steuerte auch der Ex-Nationalspieler seinen Teil bei – und sah „ein insgesamt gutes Wochenende für uns. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und zudem noch einen Punkt auf Rang zwei aufgeholt. Jetzt wollen wir auch gegen Wipperfeld ein gutes Spiel hinlegen“, wagte der 34-Jährige bereits einen kleinen Ausblick.

Die übrigen Punkte zum klaren 7:0 gegen Offenburg steuerten Christophersen und Daniel Nikolov im Herreneinzel bei. Der Däne Christophersen bezwang Johannes Grieser 11:5, 11:7, 11:7. Nikolov wahrte gegen Johannes Discher mit einem 11:6, 11:3 und 11:3-Erfolg seine blütenweiße Weste. Der bulgarische Internationale baute seine Einzelbilanz damit auf 9:0-Siege aus.

David Benedyczuk

Offenburg gegen Bischmisheim chancenlos

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Die Teams aus Offenburg und Bischmisheim auf einem Bild. Bild von Paloma Wich

Am vergangenen Sonntag trat die Bundesligaauswahl des BCO gegen die Drittplatzierten der aktuellen Saison, die Spieler des 1. BC Bischmisheim, an. Bereits vor Antritt der Partie mussten die Südbadener den ersten Nackenschlag verkraften; der Flug von Karl Kert aus Tallinn war kurzfristig witterabgesagt worden, sodass der erste Herr der Offenburger nicht rechtzeitig in Bischmisheim ankommen würde.

Glücklicherweise konnte der erfahrene Johannes Discher kurzfristig einspringen, sodass die Offenburger die Partie vollzählig und adäquat bestückt antreten konnten.

Weniger glücklich verlief die Partie selbst, in der die Offenburger weitestgehend chancenlos waren und letztlich keinen Satzgewinn erzielen konnten. Selbst die ansonsten oft auf Augenhöhe agierenden Herrendoppel mussten dieses Mal die enorme Klasse der Bischmisheimer Akteure anerkennen und sich jeweils in drei Sätzen geschlagen geben.

Natürlich ist ein solch deutliches Ergebnis nach einer langen Anreise ein frustrierendes Erlebnis für die Spieler, die trotz allem auch dieses Mal an ihre Grenzen gegangen sind und sich selbst nichts vorwerfen können. Allerdings beweist es auch, dass es in Deutschlands höchster Spielklasse bereits eine Errungenschaft darstellt, den Weltklasseleuten einen Satz abzutrotzen.

Das junge Team ist sich dessen bewusst und wird auch nach einem klaren Ergebnis wie gegen Bischmisheim nicht verzagen. Im Gegenteil, das Team nimmt in den kommenden Tagen direkt das Training wieder auf um eventuell am 12.2. gegen Beuel ihre Außenseiterchance zu nutzen.

Simon Discher

Wipperfeld kann auch verlieren

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Wipperfeld ohne ihre Superstars haben verloren.

Seinen Augen wollte man nicht glauben, als man las, dass Wipperfeld in Wittorf mit 2:5 am zehnten Spieltag der 1. Bundesliga verlor. Wegen der Einsätze der Wipperfelder Stars in Indien und Asien war das Team in seiner Kraft dezimiert und so kam es mit Ersatz in Wittorf zur ersten Niederlage. Da wird natürlich die Konkurrenz wach. Allen voran Dortelweil, die gegen Neuhausen nur mit 4:3 die Oberhand behielten, aber trotzdem nur noch einen Punkt hinter Spitzenreiter Wipperfeld stehen. Auch Bischmisheim macht sich wieder Hoffnungen, da sie heute überzeugend gegen Schlusslicht Offenburg mit 7:0 gewannen. Mit drei Punkten Rückstand zu Dortelweil stehen die Saarländer wieder gut da und hoffen auf einen weiteren Fehltritt der oberen zwei. Einige Mühe hatte auch Beuel, die in Schorndorf über ein 4:3 nicht hinweg kam.

1. BL 2022-2023

Pos.MannschaftTabelle 1. BundesligaSpieleSiegeNiederlagenPunkteSpieleSätzeDifferenz
1Dortelweil210912452180
2110912456140
3310732146240
4510551536350
5410641536290
6610461229540
7710461132370
8SG Schorndorf91037926460
981037726440
10101001005650
11SV Funball Dortelweil00000000

Guter Einstieg von Weisskirchen bei Beuel

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Beuel freut sich über ihren Sieg. Foto: BC Beuel

Das Debüt von Max Weißkirchen am Sonntag in schwarz-gelb ist geglückt. Sein neuer, alter Verein 1. BC Beuel landete zum Rückrundenauftakt in der Badminton-Bundesliga einen denkbar knappen 4:3-Erfolg bei der SG Schorndorf.

Nach mehr als einem halben Jahr verletzungsbedingter Spielpause gab der 26-Jährige sein Debüt für seinen Heimatverein nach seiner Rückkehr. Wegen der größeren physischen Belastung im Einzel agierte Max Weißkirchen lediglich im Herrendoppel und im Mixed und ging „ohne große Erwartungen“ in die Spiele. Im zweiten Herrendoppel an der Seite von Felix Hammes benötigte das nicht eingespielte Duo zwei Sätze, um in Fahrt zu kommen. Nachdem die Sätze drei und vier gewonnen wurden und die Beueler im fünften Satz bereits 9:6 in Führung lagen, gaben sie die Partie noch unerwartet ab. „Schade, dass wir verloren haben, aber ich war froh, fünf Sätze ohne Schmerzen spielen zu können“, kommentierte Weißkirchen sein Spiel. Mehr Fortune bewies das erste Herrendoppel mit Daniel Hess und Zach Russ, die sich in ihrem Fünf-Satz-Krimi ebenso durchsetzten wie das Damendoppel mit Hannah Pohl und Brid Stepper. In drei Sätzen mit 12:10, 11:7, 11:7 hatten die Beuelerinnen immer die Nase vorn und harmonierten blendend. Nachdem Brid Stepper im Dameneinzel gegen die Dänen Josefine Redkjaer Jensen klar in drei Sätzen unterlag und auch Felix Hammes im ersten Herreneinzel gegen Karan Raja Rajarajan in vier Sätzen das Nachsehen hatte, führten die Gastgeber mit 3:2.

Mit seinem zweiten Auftritt, dieses Mal im Mixed, konnte Max Weisskirchen hingegen sehr zufrieden sein. Zusammen mit Hannah Pohl zeigte das Beueler Duo eine grundsolide Leistung und fertigte Mads Pieler Kolding und Elisabeth Tolman mit 11:9, 11:9, 11:8 ab. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen avancierte Hannah Pohl klar zur Matchwinnerin, denn zum ersten Mal in dieser Spielzeit gewann sie ihre beiden Partien. Beim Spielstand von 3:3 musste dann der erst 18-jährige Beueler Sanjeevi Padmanabhan Vasudevan im zweiten Herreneinzel sein Können gegen David Kramer zeigen. Der Jugend EM-Teilnehmer schien nach 11:3, 11:9 schon auf der Siegerstraße, gab jedoch die Sätze drei und vier ab (8:11, 7:11), bevor der leichtfüßige gebürtige Inder mit dem extrem guten Ballgefühl im fünften Satz beim 11:3 alles klar machte und Beuel damit den Sieg sicherte. „Wir können mit dem Wochenende insgesamt zufrieden sein“, resümierte Beuels Spielführerin Hannah Pohl.

Henning Bock

Refrath siegt deutlich gegen Lüdinghausen

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Logo Refrath

Im einzigen Spiel am 10. Spieltag der 1. Bundesliga besiegte Refrath Lüdinghausen deutlich mit 7;0 und sicherte sich damit drei Punkte für die Tabelle. Spannend machte es dabei Fabian Roth im ersten Einzel gegen Aram Mahmoud, den er in fünf Sätzen gewann. Auch im zweiten Einzel der Herren gab es einen Kampf auf längere Distanz, bei dem David Kim in fünf Sätzen gegen Nick Fransman die Oberhand behielt.

Bischmisheim peilt zum Jahresstart im Heimspiel drei Punkte an

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Stine Küspert.Foto: Thomas Wieck

Saarbrücken-Bischmisheim empfängt am Sonntag zum Jahresauftakt den punktlosen Tabellenletzten BC Offenburg in der heimischen Joachim-Deckarm-Halle (15 Uhr). Alles andere als ein klarer Sieg gegen den Aufsteiger wäre für den Vizemeister eine Enttäuschung, schließlich gilt es, die vor dem Jahreswechsel angerollte Aufholjagd im Tableau weiter fortzusetzen. Teammanager Peter Käsbauer ist optimistisch, dass das gelingt.

Die Marschroute für den Jahresauftakt des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim in der 1. Badminton-Bundesliga ist klar. Gegen das punktlose Tabellenschlusslicht BC Offenburg peilt der zehnfache deutsche Meister einen optimalen Auftakt an, möchte mit einem klaren Heimsieg am Sonntag um 15 Uhr die vor dem Jahreswechsel begonnene tabellarische Aufholjagd im Oberhaus unbedingt fortsetzen. „Wir wollen gegen Offenburg die vollen drei Punkte holen – und sind so aufgestellt, dass wir das auch schaffen können“, sagt BCB-Teammanager Peter Käsbauer, dessen Team zur Halbzeit den dritten Tabellenrang belegt. Neben ihm selbst schicken die Saarbrücker gegen den Aufsteiger mit Johannes Pistorius, Marvin Datko und dem Franzosen Julien Maio drei weitere ausgewiesene Doppelspezialisten ins Rennen. Bei den Damen sollen Stine Küspert und Priskila Siahaya in Abwesenheit der auf Asien-Tour befindlichen WM-Dritten Isabel Lohau und Linda Efler die nötigen Siege zu einem punktreichen Jahresstart beisteuern. Im Herreneinzel greifen der Däne Mads Christophersen und der Bulgare Daniel Nikolov in der heimischen Joachim-Deckarm-Halle für den BCB zum Schläger.

Das erste Duell mit dem Liganeuling aus Offenburg gewannen die Bischmisheimer im November letzten Jahres auswärts klar mit 6:1. Einzig das improvisierte zweite Herrendoppel um Christophersen und Käsbauer verlor seinerzeit seine Partie gegen die Offenburger Jonas und Lukas Burger (12:10, 7:11, 7:11, 9:11). „Wir haben eine ganz ähnliche Aufstellung wie im Hinspiel und im Herrendoppel diesmal noch Julien dabei. Wenn wir dasselbe Ergebnis wie in der Hinrunde erreichen, verliere ich auch gerne wieder mein Spiel. Generell sollten wir die drei Punkte zwingend einfahren, ansonsten wäre es fast eine gefühlte Niederlage – ohne Offenburg jetzt zu nahe treten zu wollen“, sagt Käsbauer angesichts der Null-Punkte-Runde der Baden-Württemberger, die in neun Partien gerade mal fünf einzelne Erfolge verbuchen konnten. Der BCB hatte sich nach einem Fehlstart in die Saison (drei Niederlagen aus den ersten vier Partien) stabilisieren können und vor dem Jahreswechsel fünf Siege in Serie eingefahren. Dabei holte der amtierende Vizemeister nicht nur in Offenburg, sondern noch zwei weitere Male die Optimal-Ausbeute von drei Punkten und somit zuletzt 13 von 15 möglichen Punkten. Als Tabellendritter mit 18 Punkten liegt der BCB vier Zähler hinter dem SV Fun-Ball Dortelweil, der als Zweiter momentan eines der beiden Direkt-Tickets zum Final Four um die Meisterschaft innehat. Davor führt Meister 1. BC Wipperfeld das Tableau mit 25 Punkten an. Der viertplatzierte SC Union Lüdinghausen liegt vor dem Rückrundenauftakt drei Zähler hinter dem BCB.

dbe

Offenburg hofft auf guten Start in die Rückrunde

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Sebastian und Johannes Grieser zeigten im Hinspiel gegen Bischmisheim eine sehr starke Leistung, als sie für den BCO einen Satzgewinn erzielen konnten. Foto: Sven Heise

Während in der 1. Badmminton-Bundesliga seit dem 11. Dezemmber keine Bälle mehr flogen, nutzten die Akteure des BCO diese kurze Winterpause überaus erfolgreich; bei den in dieser Zeit stattfindenden Baden-Württembergischen und Südostdeutschen Meisterschaften standen mit den Burger-Zwillingen und den Grieser-Brüdern jeweils ein Duo aus Offenburg ganz oben auf dem Siegertreppchen der Herrendoppel-Konkurrenz. Diesen Schwung möchten die Offenburger nun mitnehmen in die am kommenden Sonntag startende Rückrunde der Bundesliga. Auch wenn in den überregionalen Meisterschaften durchaus ein beachtliches Niveau herrschte, sind die Gegner in Deutschlands höchster Spielklasse doch noch einmal ein anderes Kaliber.

Mit dem 1. BC Bischmisheim wartet dabei direkt der Drittplatzierte der aktuellen Bundesligasaison auf. Die Bischmisheimer verfügen über einen Kader, der sowohl auf Herren – als auch Damenseite absolutes internationales Format darstellt. Mit Daniel Nikolov und ark Caljouw stehen gar zwei Einzelspezialisten in den Top 60 der Weltrangliste in den Diensten der Saarländer. Dass das Team auch in der Breite enorm stark aufgestellt ist beweist der Fakt dass Julien Maio, seines Zeichens mehrfacher Französischer Meister im Herrendoppel, erst auf Position 9 der Herrenrangliste notiert ist. 

Auf solche Sensationen und vor allem tolle Erfahrungen gegen Europas beste Spieler hoffen die Akteure des BCO auch am kommenden Wochenende.

Auf Damenseite steht neben Spitzenkräften aus Indonesien und den Niederlanden mit Isabel Lohau die stärkste deutsche Dame im Doppel und Mixed in Bischmisheims Kader, bei den vergangenen Weltmeisterschaften Bronzegewinnerin. 

Dass die Offeburger selbst gegen solch eine Starpower nicht chancenlos sind bewiesen im Hinspiel einmal mehr die starken Herrendoppel des BCO. Während sich Johannes und Sebastian Grieser noch mit einem Satzgewinn begnügen mussten, war es Lukas und Jonas Burger gar gelungen gegen den langjährigen Nationalspieler Peter Käsbauer und den Dänen Mads Christophersen den Ehrenpunkt für die Südbadener zu erzielen.

Die Begegnung beginnt am Sonntag um 15 Uhr. Neben einem Livestreamm auf sportdeutschlannd.tv werden die Anhännger des BCO auch auf der Instagram-Seite des Vereins mit Infos, Bildern und Kurzvideos des Spieltags versorgt.

Simon Discher

Max Weisskirchen ist für Beuel wieder spielbereit

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Max Wiesskirchen will im Doppel seine Verletzungspause beenden. Foto: Frank Friedrich

Jetzt ist es amtlich: Max Weisskirchen gibt beim Auswärtsspiel des 1. BC Beuel bei der SG Schorndorf (Sonntag, 11 Uhr) zum Rückrundenauftakt in der Badminton-Bundesliga sein Debüt in schwarz-gelb.

Die mehr als sechsmonatige Leidenszeit des bis zum vergangenen Sommer besten Deutschen Einzelspielers ist damit zu Ende. Mittlerweile ist der 24-Jährige in der Einzelweltrangliste von Rang 56 auf Platz 84 abgerutscht. Ein Anriss der Achillessehne bei den letzten Weltmeisterschaften vergangenen September sorgte für eine halbjährige Zwangspause.

Nun trainiert Max Weisskirchen wieder schmerzfrei und brennt auf seinen Einsatz: „Ein halbes Jahr ohne Turnier und Wettkampf war super hart für mich. Jetzt bin ich super happy.“ Am Sonntag tritt der mehrfache Deutsche Meister freilich nur im Doppel am, weil die physische Belastung im Einzel deutlich höher ist: „Und wenn es gut läuft und ich ohne Beschwerden bin, kann ich auch noch Mixed spielen“, fiebert der gebürtige Bonner seinem Auftritt im Beueler Trikot entgegen.

Nach Abschluss der Hinrunde liegt der 1. BC Beuel auf Rang sechs, also auf einem der vorher avisierten „play off“-Plätze. Das Hinspiel gegen Schorndorf im November ging seinerzeit knapp mit 3:4 verloren. Ein Betriebsunfall, der sich laut Teammanager Thilo Mund nicht wiederholen soll: „Schorndorf hat eine solide Truppe, aber nun müssen wir die Punkte holen, Schorndorf steht in der Tabelle hinter uns und soll es auch nach diesem Spieltag tun.“

Mit im Team am Wochenende sind neben Daniel Hess noch der Engländer Zach Russ, Felix Hammes und Nachwuchsspieler Sanjeevi Padmanabhan Vasudevan. Das 18-jährige Eigengewächs soll im zweiten Herreneinzel antreten. Bei den Damen musste die eigentlich vorgesehene Clara Graversen verletzungsbedingt absagen, so dass die beiden „Dauerbrennerinnen“ im Team, Hannah Pohl und Brid Stepper die Disziplinen unter sich aufteilen.

Mit ganz großen Verletzungssorgen startet derweil die zweite Mannschaft des 1. BC Beuel in die Rückrunde in der zweiten Bundesliga Nord. Die Truppe um Mannschaftsführer Luis La Rocca hat einen Doppelspieltag in der heimischen Erwin-Kranz-Halle vor sich. Am Samstag kommt SG EBT Berlin (18 Uhr), am Sonntag ab 14 Uhr hat sich Primus TSV Trittau angekündigt. Dabei muss der Tabellenvierte ohne Sanjeevi PV, die beiden Verletzten Moritz Rappen und Kati Holenz auskommen, ein Fragzeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Til Gatzsche. Sollte dieser auch noch ausfallen, würde wohl Daniel Stratenko die Mannschaft um La Rocca, Lennart Konder, die Brüder Yaro und Iljo van Delsen, Vanessa Aslan-Seele und Anna Mejikovskiy verstärken, am Sonntag steht zudem Ben Gatzsche zur Verfügung. „Angesichts dieser Problematik werden wir wohl kaum das Hinrundenergebnis wiederholen, als wir Trittau die erste Saisonniederlage beibrachten“, erklärt La Rocca.

Henning Bock

Attraktive Partien gegen Dänemark in Bad Camberg und Dessau-Roßlau

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Stine Küspert (l.) und Leona Michalski verbuchten in Bad Camberg einen klaren Sieg. Foto: Claudia Pauli

Zusammen rund 2.500 Badmintonfans, die für eine begeisternde Atmosphäre sorgten, amtierende
Europameister aus Deutschland in Aktion, deutsche Nachwuchshoffnungen, die das Publikum
gleichsam mit spektakulären Ballwechseln beeindruckten, und sympathische Gäste aus
Nordeuropa: Die beiden Freundschaftsländerspiele, welche die deutsche
Badmintonnationalmannschaft am 15. und 16. Dezember in Bad Camberg (Hessen) und Dessau-
Roßlau (Sachsen-Anhalt) bestritt, stellten für alle Beteiligten einen überaus attraktiven Ausklang
des Badmintonjahres 2022 dar.

„Es ist eine tolle Geste, dass die Dänen noch kurz vor Weihnachten trotz ihrer hohen
Turnierbelastung so ein starkes Team geschickt haben“, zeigte sich Martin Kranitz, der
Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), erfreut. Er ergänzte: „Man hat
gesehen, dass Dänemark natürlich ein Zugpferd im Badminton ist.“

Die Nordeuropäer gewannen bis dato 18-mal bei der Mixed-Team-Europameisterschaft den Titel,
triumphierten achtmal (und damit jedes Mal) bei der EM für Herrennationalmannschaften und
entschieden sechsmal bei der EM für Damennationalmannschaften das Finale für sich.

Während der Rekordeuropameister die Begegnung in Bad Camberg mit 3:2 gewann, nahm die
Auswahl des DBV tags darauf durch einen Sieg in gleicher Höhe Revanche.

Anders als die Dänen, die an beiden Veranstaltungsorten in der gleichen Aufstellung antraten, waren die Mannschaften von Gastgeber Deutschland in Hessen und in Sachsen-Anhalt unterschiedlich zusammengesetzt.

Hinzu kamen kurzfristige Veränderungen in den Aufgeboten, da Spieler*innen erkrankt waren bzw. sich verletzt hatten. So hätten z. B. in Dessau-Roßlau die amtierenden Europameister Mark Lamsfuß und Marvin Seidel (beide 1. BC Wipperfeld) das Herrendoppel bestreiten wollen. Mark Lamsfuß konnte jedoch krankheitsbedingt nur in Bad Camberg – dort im Mixed – aufschlagen.

Stine Küspert (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), die an beiden Tagen insgesamt drei Matches bestritt, zeigte sich von der Stimmung bei den Freundschaftsländerspielen angetan. „Das war sehr
cool, vor allem die Atmosphäre. Es ist schon schön, mal vor so vielen Leuten in Deutschland zu
spielen. Die Gelegenheit hat man ja nicht so oft“, meinte die 23-Jährige etwa nach ihrem Sieg im
Damendoppel (mit Leona Michalski vom TV Refrath) in Bad Camberg.

Organisiert wurden die Begegnungen – die unter dem Motto „Badminton-Weltklasse hautnah
erleben“ standen – einmal mehr federführend von Heinz Bußmann von Advantage Event Projekte
(AEP) aus Delmenhorst. In Bad Camberg fungierte die TG Camberg als dessen
Kooperationspartnerin, in Dessau arbeitete Heinz Bußmann mit dem Verein Anhalt Sport um Ralph
Hirsch zusammen.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Großer Erfolg für Zach Russ von Beuel

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Zach Russ im Vordergrund. Foto: BC Beuel

Der Engländer holte sich vergangenes Wochenende in Milton Keynes bei den nationalen Englischen Meisterschaften zwei Medaillen. Im Mixed sicherte sich die Nummer 55 der Weltrangliste an der Seite seines Partners Rory Easton die Silbermedaille, im Herrendoppel die Bronzemedaille.