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Nur einen Punkt für Beuel am Wochenende

Die erste Mannschaft von Beuel in Refrath.

Nach einem turbulenten Wochenende kehrte der 1. BC Beuel in der Badminton-Bundesliga mit nur einem Punkt nach Hause. Beim TV Refrath unterlag Beuel am Samstag mit 3:4, beim 1. BC Bischmisheim präsentierte sich der stark ersatzgeschwächte dreifache Deutsche Meister am Sonntag bei der 0:7-Schlappe vollkommen chancenlos.

Als Thilo Mund am Freitag die Nachricht erhielt, dass Toppspieler Max Weisskirchen am Wochenende wegen seinen anhaltenden Achillessehnenproblemen weiter ausfällt, klemmte sich der Teammanager des 1. BC Beuel ans Telefon. Aber es war wie verhext, der Ausfall des besten deutschen Badmintonspielers, der wohl mindestens zwei Monate fehlen wird, konnte nicht kompensiert werden. Der brasilianische Topspieler Ygor Coelho befand sich bereits auf dem Weg zu einem Turnier in Kanada, der Engländer Harry Huang ist am Knie verletzt. Ohnehin hatten im Vorfeld bereits Daniel Hess wegen der Teilnahme an einem Turnier in Kanada und auch Neuzugang Clara Graversen wegen einer Knieverletzung den Daumen auf die Anfrage von Mund gesenkt. So machte Mund aus der Not eine Tugend und holte den jungen Inder Sanjeevi Padmanabhan Vaseduvan in die erste Mannschaft. Am Samstag schlug der U19-Spieler richtig ein und war mit seinen beiden Punkten im zweiten Herreneinzel und an der Seite von David Sallut im zweiten Herrendoppel maßgeblich daran beteiligt, dass der 1. BC Beuel durch die 3:4-Niederlage gegen Refrath immerhin einen Punkt ergatterte. Im Einzel setzte sich der Beueler Nachwuchsspieler beim 11:6, 11:3, 11:2 über Max Schwenger ohne Mühe durch. Im Doppel bestaunten die Zuschauer im zweiten Doppel eine extrem spannende Begegnung gegen die Refrather Fabian Roth/Max Schwenger, die die Beueler mit 11:8, 11:7, 6:11, 9:11, 11:9 für sich entschieden. Für den dritten Beueler Punkt zeichnete Brid Stepper im Dameneinzel verantwortlich. Gegen Ann-Kathrin Spöri behielt die Beueler Einzelspezialistin mit 11:9, 4:11, 11:7, 11:9 die Oberhand. Sogar ein Sieg war im Bereich des Möglichen, allerdings unterlag das eingespielte Beueler Damendoppel mit Hannah Pohl/Brid Stepper gegen Debora Jille/Spöri in fünf langen Sätzen mit 7:11, 12:10, 11:9, 4:11, 9:11. Und das, obwohl man im fünften Satz bereits mit 6:1 in Führung gelegen hatte.

Ohne Chance blieb die Mannschaft dann am Sonntag. Der 1. BC Bischmisheim war bestens besetzt, unter anderem mit den Topspielern Linda Efler und Ruben Jille. Mehr als zwei Satzgewinne durch Felix Hammes, der ins erste Herreneinzel vorgerückt war gegen Mark Caljouw und einen Satzgewinn von Pohl/Stepper gegen Efler/Stine Küspert, stand am Ende nicht zu Buche.

Henning Bock

Wipperfeld hält noch die Spitze in der obersten Klasse

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Trikot Wipperfeld. Foto BC Wipperfeld

Trotz einem knappen 4:3-Sieg gegen Dortelweil behält Titelverteidiger Wipperfeld mit einem Punkt Vorsprung weiter den Spitzenplatz nach dem dritten Spieltag in der 1. Bundesliga. Ansonsten regnete es heute Drei-Punkte-Siege. Wittorf gewann mit 7:0 gegen Schorndorf, Mit dem gleichen Ergebnis glänzte Bischmisheim gegen Beuel. Auch Refrath sicherte sich die maximale Punkteausbeute und zwar gegen Aufsteiger Offenburg mit 6:1. Lüdinghausen schloss sich ebenfalls dieser Erfolgsserie an indem sie gegen Neuhausen mit 6:1 gewann.

1. BL 2022-2023

Pos.MannschaftTabelle 1. BundesligaSpieleSiegeNiederlagenPunkteSpieleSätzeDifferenz
1133071560
2332161380
3232161560
4Dortelweil632151290
5531251380
6432151470
7831249120
87321410110
9SG Schorndorf1030302190
10930302190
11SV Funball Dortelweil00000000

Titelverteidiger Wipperfeld führt die 1. Bundesliga an

Trikots des BC Wipperfeld. Foto: BC Wipperfeld

Titelverteidiger Wipperfeld zeigt sich auch am zweiten Spieltag der 1. Bundesliga dominant. Ein 7:0 gegen Aufsteiger Offenburg bescherte drei Punkte und damit einen Zähler Vorsprung vor Verfolger Dortelweil, die in Bischofsheim mit 4:3 gewannen. Ohne Gnade auch Lüdinhausen, die gegen Schorndorf ebenfalls ein 7:0 platzierten und damit drei Zähler einfuhren. In der Tabelle stehen jedoch zwei Teams vor ihnen: Nehuhausen auf Rang drei, die heute Wittorf mit 5:2 bezwangen und auf dem vierten Platz Beuel, die in Refrath zwar 3:4 verloren, aber noch einen Punkt mitnahmen. Ihr Gastgeber steht nun auf Rang sechs nach Lüdinghausen.

Max Weißkirchen kehrt zum BC Beuel zurück

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Max Weißkirchen Foto: BWF

In der ersten Badminton-Bundesliga steht der erste Doppelspieltag auf dem Programm und dabei wird der wohl beste deutsche Badmintonspieler, Rückkehrer Max Weißkirchen, seine Premiere im Trikot seines Heimatvereins 1. BC Beuel absolvieren. Die Spannung ist bei den Beuelern vor dem Derby beim TV Refrath (Samstag, 17 Uhr) und dem Gastspiel beim 1. BC Bischmisheim (Sonntag, 15 Uhr) enorm.

Das Gesicht der ersten Mannschaft des derzeitigen Tabellenführers wird sich gegenüber der Vorwoche auf einigen Positionen verändern. Neben der erwarteten Premiere von Max Weisskirchen tritt der zweifache Deutsche Meister mit Felix Hammes, Brid Stepper, Hannah Pohl, Zach Russ und David Salutt die beiden sehr schweren Spiele an. Eigentlich waren auch noch Doppelspezialist Daniel Hess sowie Clara Graversen vorgesehen, beiden mussten allerdings absagen. Graversen hat sich vergangene Woche bei einem internationalen Turnier in Belgien, wo sie bis ins Halbfinale kam, am Knie verletzt. Daniel Hess, der in Belgien ebenfalls antrat, allerdings ohne nennenswerten Erfolg, reist derweil zu einem Turnier nach Kanada. Die Frage, ob der 1. BC Beuel nach dem Doppelspieltag noch auf dem ersten Platz steht, bringt derweil Thilo Mund zum Lachen. Für den Teammanager der ersten Mannschaft ist diese Frage vollkommen irrelevant: „Wir waren alle erleichtert, dass wir so glatt gegen Offenburg gewonnen haben, aber unser Ziel ist das Erreichen von Platz vier, alles andere ist nicht haltbar.“ Nun steht am Sonntag die Partie gegen Bischmisheim an, eine Mannschaft, die Mund gemeinsam mit Wipperfeld und Dortelweil als die besten Teams in Deutschland bezeichnet. „Wir können Bischmisheim ein bisschen ärgern und im Idealfall holen wir dort einen Punkt“, erklärt Mund. Diesen erhält die unterlegene Mannschaft im Falle einer 3:4-Niederlage. Am Samstag steht bereits das Derby in Refrath auf dem Programm. Hier steht vor allem das erste Herreneinzel im Fokus, wenn Max Weißkirchen auf sein Pendant Fabian Roth trifft. Beide lieferten sich in der Vergangenheit härteste Duelle auf dem Platz und der Ausgang ist völlig offen. Wenn alles optimal läuft, sei ein knapper Sieg möglich, „aber viele der Partien sind kaum vorherzusagen“, erklärt Mund.

Einen Doppelspieltag hat auch die zweite Beueler Mannschaft in der zweiten Bundesliga Nord vor sich. Dabei geht es für die Truppe um Mannschaftsführer Luis La Rocca nach Niedersachen. Samstag geht es gegen die SG VfB/SC Peine (14 Uhr), am Sonntag zur gleichen Zeit startet die Partie bei Aufsteiger SV Harkenbleck. Peine und Beuel 2 stiegen vor fünf Jahren gemeinsam auf und die Gastgeber verfügen mit Lucas Gredner über den erfolgreichsten Spieler der abgelaufenen Saison, der 22 von 23 Spielen für sich entschied, gelten aber auch ansonsten als ausgeglichen und homogen mit Stärken vor allem in den Doppeln. Ein vollkommen unbeschriebenes Blatt ist hingegen der Aufsteiger, der bislang beide Partien mit 0:7 abgab. Beim 1. BC Beuel werden zum ersten Mal die beiden belgischen Neuzugänge Yaro und Iljo van Delsen im Doppel an den Start gehen. Darüber hinaus plant La Rocca mit Sanjeevi Padmanabhan Vasudevan, Lennart Konder, Anna Mejikovskiy, der Ukrainerin Anna Mikhalkova und Moritz Rappen, der gemeinsam mit La Rocca das erste Doppel bestreiten soll.

Henning Bock

Nächstes Highlight für Mark Lamsfuß/Isabel Lohau: Platz neun der Weltrangliste

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Das Weltklasse-Mixed Mark Lamsfuß und Isabel Lohau Foto: Claudia Pauli

Für Mark Lamsfuß und Isabel Lohau (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) folgt in
diesem Jahr ein sportlicher Höhepunkt auf den nächsten: Ende April holten die
Perspektivkaderathleten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) bei den Individual-
Europameisterschaften in Madrid/Spanien die Goldmedaille im Mixed und bescherten dem DBV
damit den ersten Titelgewinn in dieser Disziplin in der Geschichte der im Jahr 1968 eingeführten
European Championships. Anschließend wurden sie von den von der Deutschen Sporthilfe
geförderten Athlet*innen zu den „Sportler*innen des Monats April“ gekürt.

Ende August erspielten sich Mark Lamsfuß und Isabel Lohau bei den TotalEnergies BWF World
Championships in Tokio/Japan Bronze und sorgten damit für den ersten Medaillengewinn eines
deutschen Mixed in der Historie bei Titelkämpfen dieser Art. Die Individual-Weltmeisterschaften
fanden erstmalig im Jahr 1977 statt.

Zwei Tage nach der Siegerehrung in Japans Hauptstadt wurden die Olympiateilnehmer von Tokio
erstmalig in ihrer Karriere in der Weltrangliste in den Top 10 geführt: In der Woche nach den
Individual-Weltmeisterschaften verbesserten sich die 28 und 30 Jahre alten DBV-Asse im Mixed-
Ranking von Platz zwölf auf Platz neun (Stand: 30. August 2022). Diesen haben sie drei Wochen
später (Stand: 20. September 2022) nach wie vor inne.

In den vergangenen 15 Jahren war nur ein Gemischtes Doppel aus Deutschland in der
Weltrangliste noch höher vertreten: Am 2. Dezember 2010 belegten Michael Fuchs und Birgit
Overzier Rang sechs. „Das ist definitiv ein Highlight und wir freuen uns sehr, dazuzugehören! Unser nächstes Ziel ist es, uns in beiden Disziplinen in den Top 10 festzuspielen. Allgemein wollen wir bei den nächsten Turnieren weiterhin unsere Top-Leistung abrufen und zeigen, dass wir zu den Besten gehören“,
sagte Mark Lamsfuß, der auch im Herrendoppel derzeit besser denn je im BWF World Ranking
platziert ist: Mit Marvin Seidel (ebenfalls 1. BC Wipperfeld), mit dem er im April zudem
Europameister in dieser Disziplin wurde, rangiert er seit dem 13. September 2022 auf Platz elf.
Zuletzt hatten seitens des DBV Ingo Kindervater/Johannes Schöttler im Frühjahr 2011 ebenfalls
für mehrere Wochen Rang elf belegt.

Die Weltranglisten werden jeweils dienstags aktualisiert und sind im Internet unter (vgl.
https://bwf.tournamentsoftware.com/ranking/ranking.aspx?rid=70 abrufbar.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Bischmisheim verpasst im Duell Vize gegen Meister knapp die Revanche

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Priskila Siahaya verlor knapp im Einzel. Foto: Thomas Wieck

Die Badminton-Asse des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim haben die erhoffte Revanche zum Start in die neue Bundesliga-Saison verpasst. Im Spitzenspiel Vizemeister gegen Meister unterlagen sie am Sonntag in der heimischen Joachim-Deckarm-Halle dem 1. BC Wipperfeld knapp mit 3:4. Anders als im verlorenen DM-Endspiel im April, das ebenfalls mit 4:3 an Wipperfeld gegangen war, schwächelte der BCB diesmal vor allem im Herrendoppel.

„Wir haben es nicht gut genug gemacht und müssen den Fehler bei uns suchen“, sagte Peter Käsbauer, der Teammanager des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim, nachdem seine Mannschaft am Sonntag mit einer Niederlage im Topspiel in die neue Bundesliga-Runde gestartet war. In der Neuauflage des letztjährigen Endspiels um die deutsche Mannschafts-Meisterschaft zog der BCB gegen den 1.BC Wipperfeld wie schon im vergangenen April in Stuttgart erneut mit 3:4 den Kürzeren.

„Wir hätten zumindest ein Herrendoppel gewinnen müssen“, ergänzte Käsbauer nach dem Duell des Vizemeisters gegen den Meister. Bei den Gästen war der Ex-Saarbrücker Marvin Seidel entgegen allen Erwartungen doch mit von der Partie. Zusammen mit seinem französischen Partner Arnaud Merkle sicherte Seidel dem Titelverteidiger mit einem klaren 11:5, 11:5 und 11:8 über die neu zusammengestellte BCB-Paarung um Ruben Jille und Neuzugang Julien Maio souverän den Punkt im ersten Herrendoppel. Weil auch das zweite Herrendoppel eine eindeutige Angelegenheit zugunsten der Gäste war, war die Hypothek für Bischmisheim letztlich zu hoch.

„Marvin und der Franzose haben im ersten Herrendoppel einfach sehr gut gespielt. Dennoch müssen wir im Doppel generell bessere Leistungen bringen. Johannes und ich hatten nicht den besten Tag, daher war unsere Partie eine zu klare Sache für den Gegner“, sagte Käsbauer mit Blick auf seine deutliche 6:11, 6:11, 6:11-Niederlage an der Seite von Johannes Pistorius im zweiten Herrendoppel gegen Adam Mendrek und Gregory Mairs. Weil auch das Saarbrücker Mixed um die Neuzugänge Linda Efler und Maio beim 8:11, 4:11, 7:11 gegen die eingespielte englische Paarung um Jenny Moore und Mairs klar den Kürzeren zog, war hinten raus nur noch ein Punkt für die Gastgeber möglich. Den immerhin konnte der dritte eingesetzte BCB-Neuzugang seinem neuen Team mit starker Moral und einer tollen kämpferischen Leistung noch sichern: Der Niederländer Mark Caljouw schaffte im Duell mit Wipperfelds Franzosen Merkle nach 0:2-Satzrückstand noch ein Comeback und siegte schließlich in fünf Durchgängen mit 7:11, 3:11, 11:3, 11:4, 11:9 und rettete beim Heimauftakt in der Joachim-Deckarm-Halle zumindest einen Punkt. „Mark hat sich toll zurückgekämpft“, lobte Käsbauer den holländischen Neuling.

Als eine Bank für den BCB erwies sich am Sonntag einmal mehr Daniel Nikolov. Der Bulgare drehte seine Partie gegen Samuel Hsiao nach 1:2-Satzrückstand noch um und sicherte den Saarbrückern mit seinem 7:11, 14:12, 5:11, 11:4 und 11:8-Erfolg einen weiteren Zähler. Den dritten Sieg des Tages holte das Damendoppel um Efler und Stine Küspert. Sie schlugen Line Hojmark Kjaersfeldt und Moore in vier Sätzen mit 8:11, 11:9, 11:8, 11:9. Somit war der enge Vergleich im Dameneinzel letztlich das entscheidende Zünglein an der Waage zugunsten des Meisters: Trotz einer insgesamt starken Leistung musste sich BCB-Einzelspezialistin Priskila Siahaya Wipperfelds Dänin Hojmark Kjaersfeldt in fünf Durchgängen knapp mit 11:7, 10:12, 12:14, 11:4 und 9:11 geschlagen geben. Besonders bitter dabei: Siahaya hatte sowohl im zweiten wie auch im dritten Durchgang jeweils eigene Chancen zum Satzgewinn, konnte diese aber nicht nutzen. „Priskila hat richtig gut gespielt, sich aber leider nicht für ihre starke Leistung belohnt“, befand Käsbauer.

So reichte es für den Vizemeister zum Auftakt also nur zu einem Zähler, über der Teammanager sagte: „Ein Punkt ist für uns am Ende okay – damit können wir leben, zumal wir wie gesagt noch Luft nach oben haben“, ergänzte Käsbauer. Dennoch erhöht der kleine Fehlstart bereits den Druck auf den zehnfachen deutschen Champion, schließlich geht es in zwei Wochen im nächsten Heimspiel mit dem SV Fun-Ball Dortelweil gegen den nächsten Topgegner und Geheimfavoriten auf die Meisterschaft. In der Vorsaison war der BCB in der regulären Zeit hinter den Hessen auf Rang drei gelandet. Soll das diesmal anders aussehen und die direkte Qualifikation nicht schon früh gefährdet werden, muss in den kommenden beiden Heimspielen – einen Tag nach Dortelweil wartet am Sonntag, den 25. September der Heimvergleich mit dem 1. BC Beuel (jeweils 15 Uhr). „Die Partie gegen Wipperfeld hätte auch 4:3 für uns ausgehen können. So müssen wir jetzt zusehen, dass wir unsere nächsten beiden Heimspiele gewinnen“, blickte Käsbauer voraus.

dbe

Einstand nach Maß für Beuel

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Die erste Mannschaft des BC Beuel vor dem Spiel. V.r.n.l.: Ygor Coelho, Clara Graversen, Harry Huang, Felix Hammes, Brid Stepper, Daniel Hess

Der 1. BC Beuel hat in der Badminton-Bundesliga einen Einstand nach Maß gefeiert. Durch den 6:1-Erfolg bei Aufsteiger BC Offenburg sind die vorher gewünschten und geforderten drei Punkte geholt worden. Das funktionierte unter anderem so reibungslos, weil sich die drei Neuzugänge Clara Graversen, Daniel Hess und Harry Huang nahtlos ins Spiel der Beueler eingefunden hatte.

Als Felix Hammes sein Offenburger Gegenüber Johannes Discher im letzten Spiel des Tages im zweiten Herreneinzel nach weniger als einer halben Stunde mit 11:5, 11:2, 11:7 förmlich vom Feld gefegt hatte, machte sich beim 1. BC Beuel Erleichterung über den Sieg breit. Zwar war mit einem klaren Erfolg gerechnet worden, allerdings hatte der frech aufspielende Aufsteiger gleich am Anfang für einen Schockmoment bei den Beuelern gesorgt. Als nämlich zu Beginn des Matches die Offenburger Johannes und Sebastian Grieser mit einem 11:3, 11:7, 12:10-Erfolg im ersten Herrendoppel über Ygor Coelho und Daniel Hess gewonnen hatten, schien der Plan der drei Punkte in Gefahr, den es lediglich für einen 7:0 und einen 6:1-Erfolg gibt.

Danach allerdings ließen die Beueler in ihren Partien dem Gegner keine Chance mehr. Im Damendoppel harmonierte Neuzugang Clara Graversen perfekt mit Brid Stepper (11:4, 11:7, 11:8) und auch das zweite Herrendoppel ging mit 11:7, 11:9, 7:11, 12:10 an Felix Hammes/und Harry Huang. Obwohl Huang bereits seit zwei Jahren für Beuel gemeldet ist, absolvierte dieser wegen Corona und Verletzungen am Sonntag das erste Meisterschaftsspiel für Beuel. Dabei war ein Einsatz des Engländers wegen einer Knieverletzung eigentlich gar nicht geplant.

Im Dameneinzel hatte Stepper beim 11:9, 12:14, 11:4, 11:5 im zweiten Satz nur einen kurzen Moment der Schwäche, als ihr zahlreiche vermeidbare Fehler unterliefen. Eine regelrechte Augenweide war das Mixed mit Daniel Hess und Clara Graversen. Die Dänin Graversen hatte ihre neuen Mannschaftskameraden erst am Sonntag kennengelernt und selbstredend noch keine gemeinsame Trainingseinheit absolviert. Dennoch verstanden sich beide von Anfang an perfekt und ließen ihren Gegnern Sebastian Grieser und dem ukrainischen Neuzugang Mariia Stoliarenko beim 11:7, 11:9, 11:5 keine Chance. In seiner Paradedisziplin, dem Einzel, machte der Brasilianer Ygor Coelho dann im ersten Herreneinzel mit seinem Gegenüber Karl Kart kurzen Prozess. Obwohl beide Weltranglistenspieler sind, hatte Coelho stets das Spielgeschehen beim 11:2, 11:8, 11:5 in der Hand und bewies eindrucksvoll, warum er in der Herrenweltrangliste an Position 55 geführt wird.

„Wir haben unser Soll erfüllt und sind alle ein bisschen erleichtert, auch wenn Offenburg sicherlich ein dankbarer Gegner war“, kommentierte Beuels Spielerin Brid Stepper die erste Partie.

Henning Bock

Beuel erster Spitzenreiter in der Oberklasse

BC Beuel

Mit einem 6:1 gegen Aufsteiger Offenburg und die einzigen drei Zähler am ersten Spieltag der 1. Bundesliga setzt sich Beuel an die Spitze der Tabelle. Mit je 5:2 siegten Wittorf und Dortelweil und belegen Platz zwei und drei. Die erwartete Revanche von Bischmisheim gegen Titelverteidiger Wipperfeld gelang noch nicht. Bischmisheim verlor in eigener Halle mit 3:4. Mit einer Niederlage begann auch Refrath: In eigener Halle unterlagen Neuhausen mit 3:4.

1. BL 2022-2023

Pos.MannschaftTabelle 1. BundesligaSpieleSiegeNiederlagenPunkteSpieleSätzeDifferenz
1133071560
2332161380
3232161560
4Dortelweil632151290
5531251380
6432151470
7831249120
87321410110
9SG Schorndorf1030302190
10930302190
11SV Funball Dortelweil00000000

Trittau dominiert im Norden

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Logo Trirrau

Trittau siegt auch am zweiten Spieltag der 2. Bundesliga Nord – und zwar in Peine mit 5:2. Damit führen sie die Tabelle an – punktgleich mit Refrath und Wipperfeld. Wipperfeld sicherte sich heute mit dem 6:1 gegen Solingen drei Punkte, während Refrath beim VfB Mülheim mit 5:2 gewann. Auf Platz vier folgt Hohenlimburg, die gegen Beuel mit 4:3 gewannen. Ein sensationeller Sieg gelang EBT Berlin, die gegen Aufsteiger Harkenbleck mit 7:0 die Oberhand behielten und mit den drei Punkten sich Rang fünf vorarbeiteten.

Beuel strebt mit beiden Teams den vierten Platz an

BC Beuel

Nach einer durchwachsenen letzten Spielzeit, die fast mit dem Abstieg in die zweite Badminton-Bundesliga geendet hätte, verfolgt der 1. BC Beuel in der am Wochenende beginnenden Spielzeit nunmehr vollkommen andere Ziel. Erklärtes Ziel des größten Deutschen Badmintonvereins ist das Erreichen der Play-offs. Dafür hat sich der 1. BC Beuel kräftig verstärkt, unter anderem mit dem besten Deutschen Badmintonspieler Max Weißkirchen und neu-Nationalspieler Daniel Hess. Beide kehren damit zu ihrem Heimatverein zurück. Los geht´s für die erste Mannschaft am Sonntag mit dem Auswärtsspiel bei Aufsteiger BC Offenburg (Sonntag, 11.30 Uhr).

Als Beuels Teammanager Thilo Mund im Juni endlich die „Katze aus dem Sack“ ließ und mit Max Weißkirchen den prominentesten Spieler als Rückkehrer präsentierte, machte sich in Beuel Aufbruchstimmung breit. Die aktuelle Nummer 56 der Weltrangliste konnte nach langwierigen Verhandlungen zu einem Wechsel in seine Heimatstadt bewegt werden.

Auch der zweite Neuzugang für die Spielzeit ist ein Rückkehrer. Daniel Hess ist ein ehemaliger Beueler Jugendspieler, der zuletzt ein Jahr lang für den Erstligisten TV Refrath aktiv war. Lebens- und Trainingsort des Doppel- und Mixedspezialisten ist mittlerweile der Olympiastützpunkt in Saarbrücken. „Wir freuen uns total, dass Daniel nach einem Jahr zurückkehrt. Er wird der Mannschaft durch seine Art und sein sportliches Können weiterhelfen“, ist Thilo Mund von den Fähigkeiten des zweiten Neuzugangs überzeugt. Durch die Neuzugänge ist Beuel seinem mittelfristigen Ziel, wieder mehr eigene deutsche Spieler in der ersten Mannschaft einzusetzen, ein großes Stück nähergekommen. Während in den meisten anderen Bundesligateams ein, maximal zwei „Heimatspieler“ aktiv sind, verfügt Beuel mit Hannah Pohl, Brid Stepper, Max Weißkirchen und Daniel Hess bereits über vier Spieler aus den eigenen Reihen. Damit wird auch die Identifikation der Spieler mit dem Verein und der Zuschauer mit der Mannschaft weiterwachsen. „Es ist eines unserer größten Ziele, die Erwin-Kranz-Halle wieder voll zu bekommen, die Heimspiele zu Events zu machen“, erklärt Mund.

Auch bei den Damen hat sich Beuel verstärkt. Da Lara Käpplein künftig für Lüdinghausen an den Start geht, hat Mund mit der Dänin Clara Graversen einen Neuzugang geholt. Die 19-jährige Doppelspezialistin gilt als optimale Ergänzung zu den bestehenden Spielerinnen Hannah Pohl und Brid Stepper. Darüber hinaus sollen Nachwuchsspielerinnen wie beispielsweise Anna Mejikovskiy oder Vanessa Seele sowie Til Gatzsche und Moritz Rappen Einsätze bekommen.

In weiten Teilen bleibt der alte Kader zusammen. Der brasilianische Weltranglistenspieler Ygor Coelho kommt nächste Saison ebenso zum Einsatz wie Zach Russ, Felix Hammes, Harry Huang und David Salutt. „Wenn wir voll besetzt sind, haben wir damit einen Kader, der hinter den bärenstarken Teams Wipperfeld, Dortelweil und Bischmisheim steht“, weiß Mund. Mit Samiya Imad Farooqui hat Beuel zudem eine talentierte Inderin als „back up“ unter Vertrag genommen. Die Teenagerin ist auf internationalen Turnieren unterwegs und der Kontakt kam zustande, als Samiya Verwandte in Bonn besuchte. Dort wollte sie sich fithalten und fragte wegen Trainingsmöglichkeiten in Beuel an.

Gegen Aufsteiger Offenburg hat der BC Beuel drei Punkte eingeplant. Dies bedeutet einen 7:0 oder 6:1-Sieg. Nicht mit dabei sein wird Max Weißkirchen, der nach wie vor an den Folgen seiner Achillessehnenverletzung laboriert. Da Hannah Pohl privat verhindert ist und kurzfristig auch noch Harry Huang wegen Kniebeschwerden absagen musste, wird Cheftrainer Marc Krieger neben den bewährten Kräften Ygor Coelho, Daniel Hess, Felix Hammes und Brid Stepper noch Clara Graversen und entweder Moritz Rappen oder Til Gatzsche einsetzen.

Auch für die zweite Beueler Mannschaft startet die Saison an diesem Wochenende. Die Truppe um Mannschaftsführer Luis La Rocca hat sich in der Sommerpause verstärkt. Neu im Team sind Anna Mikhalkova aus der Ukraine und die Niederländerin Novi Wieland. Beide sind ausgewiesene Einzelspezialistinnen und die Verstärkung ist nötig, da Selina Gießler ein Auslandssemester in Kanada einlegt und erst gegen Saisonende zurückkehrt. Als Kernteam fungieren demnach Sanjeevi Padmanabham Vaseduvan, Lennart Konder, Moritz Rappen, David Salutt, Luis La Rocca, Vanessa Seele und Katja Holenz sowie die beiden Neuzugänge. Weitere Spieler, wie etwa Adam Pringle, Lucas Resch, Srayas Padmanabham Vasudevan sowie die hoffnungsvollen Talente aus der eigenen Regionalligamannschaft können sich ebenfalls Hoffnungen darauf machen, in der zweiten Bundesliga zu Einsätzen zu kommen. „Wir sind praktisch so stark besetzt wie noch nie“, gibt La Rocca vor dem Saisonstart (Samstag, 15 Uhr beim 1. BC Widderfeld, Sonntag, 14 Uhr beim BC Hohenlimburg) zu Protokoll. Einziges Manko der Truppe ist die fehlende Quantität: „Uns fehlt es etwas an der Breite im Kader. Eventuelle Ausfällen werden schwer zu kompensieren sein“, so La Rocca. Dennoch sieht er Team zwei sehr gut aufgestellt und traut der Mannschaft einen Platz unter den Top vier zu.

Henning Bock