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Beuel II siegt im Kellerduell

Beuel II mit mitgereisten Anhängern

Die zweite Mannschaft des 1. BC Beuel hat den Klassenerhalt in der zweiten Badminton-Bundesliga fast geschafft. Am Sonntag setzte sich die Mannschaft um Teamkapitän Luis La Rocca im eminent wichtigen Kellerduell mit 4:3 bei CfB Köln durch und hat vor dem letzten Doppelspieltag im März einen beruhigenden Vorsprung.

Nur wenn sowohl der SV Berliner Brauereien als auch CfB Köln beide Spiele im März gewinnen und die zweite Beueler Mannschaft gleichzeitig ohne Punkt bleibt würde es nach unten gehen. „Ich halte diesen Fall für sehr, sehr unwahrscheinlich“, gab sich La Rocca zuversichtlich.

Dabei stand die Partie eigentlich unter keinem guten Stern. Neben La Rocca fehlten auch noch Lennart Konder (Rückenprobleme) und Anna Mejikovskiy krankheitsbedingt. Beuels Nummer eins Moritz Rappen, war nach einem Infekt unter der Woche rechtzeitig zum Spiel rechtzeitig wieder fit geworden.

Dafür sprangen neben dem Südtiroler David Salutt die Brüder Yaro und Iljo van Delsen ein, die beide sonst in der dritten Beueler Mannschaft in der Regionalliga an den Start gehen.

Während die Spiele in den Herrenpartien spannend wie erwartet wurden, sorgten vor allem die Beueler Damen für den Unterschied und letztlich den Sieg.

Im Damendoppel zeigte Teresa Rondorf und Vanessa Aslan-Seele eine bärenstarke Leistung und holten einen Drei-Satz-Sieg. Auch im Dameneinzel ging der Punkt an Beuel, da Rondorf in vier Sätzen die Oberhand behielt. Im Mixed performte Aslan-Seele an der Seite von David Salutt ebenso brillant und den vierten Punkt sicherte Yaro van Delsen im zweiten Herreneinzel.

Henning Bock

Beuel schlägt sich tapfer mit Talentschuppen

Das Team des BC Beuel v.l.n.r.: Sanjeevi Padmanabhan Vasudevan, Daniel Hess, Dorian Florin Tihi, Felix Hammes, Hannah Pohl, Brid Stepper. Foto: privat

Am Ende kam es in etwa so wie erwartet. Weder am Samstag beim 1:6 beim SV Fun-Ball Dortelweil noch am Sonntag bei der 0:7-Niederlage beim 1. BC Wipperfeld hatte der 1. BC Beuel in der Badminton-Bundesliga eine wirkliche Chance. Gegen die vor allem mit ausländischen Stars aufgerüsteten Toppteams der Liga hatte Beuel aber dennoch einige Lichtblicke.

Anders als die meisten anderen Teams in der höchsten Deutschen Spielklasse verfolgt Beuel eine andere Philosophie bei der Kaderzusammensetzung: Wann immer es möglich ist, wird auf eigene Nachwuchskräfte zurückgegriffen, die alle den Weg durch die vereinseigene Badminton Akademie Bonn Beuel (B.A.B.B.) gehen. Und so verzichtete man erneut auf die Hilfe der ohnehin nur sehr wenigen Ausländer im Beueler Kader und besann sich stattdessen auf seine Wurzeln und seinen Talentschuppen.

Teammanager Thilo Mund hatte nach Absprache mit Mannschaftsführerin Hannah Pohl mit dem 20-Jährigen Dorian Tihi einen hoffnungsvollen Nachwuchsspieler ins Team geholt, der seine Bundesligapremiere feierte und bislang in der dritten Mannschaft zum Einsatz kommt. „Wenn du das erste Mal vor Publikum gegen Weltstars spielst, das ist schon etwas ganz Besonderes. Und Dorian hat es richtig gut gemacht“, attestierte Pohl dem Nachwuchsspieler eine gute Leistung. Besonders war zudem, dass Tihi am Sonntag in Wipperfeld seinem Gegenüber Louis Pongratz einen Satz abnahm.

Der eigentliche Höhepunkt des Wochenendes aus Beueler Sicht war das eine gewonnene Match am Samstag in Dortelweil. Der junge Sanjeevi Padmanabhan Vasudevan trat am Wochenende in beiden Spielen im ersten Herreneinzel an, quasi als Ersatz für Beuels Nummer eins Max Weißkirchen und setzte sich gegen den Dänen Victor Svendsen sensationell durch. Beim 5:11, 9:11, 11:9, 15:14, 11:4 wehrte der 19-jährige Einzelspezialist im vierten Satz sogar zwei Matchbälle gegen sich ab.

Dieser Sieg ist umso höher einzuschätzen, da der Däne bis 2023 noch als Profi agierte und sich vor einem Jahr noch auf Position 43 der Weltrangliste befand. Auch Sanjeevi PV ist eines dieser Beispiele von der erfolgreichen Beueler Jugendarbeit. So musste sich das Beueler Team ansonsten deutlich geschlagen geben. „Ich bin mir ganz sicher, dass wir beide Spiele hoch gewonnen hätten, wenn Dortelweil und Wipperfeld mit ihren eigenen Leuten gespielt hätten“, kommentierte Pohl leicht sarkastisch das Wochenende.

Henning Bock

Beuels Erste will sich nicht geschlagen geben

Daniel Hess und Hannah Pohl. Foto: Jacek Knitter

Die erste Mannschaft des Badminton-Bundesligisten 1. BC Beuel steht am Wochenende vor einer Mammutaufgabe. Am Doppelspieltag tritt die Truppe um Mannschaftsführerin Hannah Pohl bei den bislang besten Teams der Saison an. Am Samstag gastiert der Tabellenachte beim Zweiten SV Fun-Ball Dortelweil (17.30 Uhr), am Sonntag ab 12 Uhr bei Tabellenführer 1. BC Wipperfeld.

Die Bundesligatruppe der Beueler hat ihr Saisonziel „play offs“ zweifellos verfehlt. Als Tabellenachter trennen die Truppe nicht mehr aufzuholende sechs Punkte vom begehrten Platz sechs. Die gute Nachricht ist hingegen, dass der dreifache Deutsche Mannschaftsmeister auch nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen wird. Doch von fehlender Motivation kann bei Thilo Mund keine Rede sein. Der sportliche Leiter des Vereins, der gleichzeitig auch Teammanager der ersten Mannschaft ist, blickt auf eine Spielzeit voller Hürden. Zu oft hat das Team in den entscheidenden Spielen zwar gekämpft, aber nicht geliefert. „Vielleicht klappt es jetzt ein bisschen besser, wenn der Druck raus ist“, hofft er. Gleichzeitig verspricht er, dass die Spieler alles geben werden, was allerdings gegen die Weltklassespieler aus Dortelweil und Wipperfeld schwer wird. „Vielleicht können wir beide ein bisschen ärgern, mehr ist realistisch nicht möglich“, fürchtet Mund.

Denn gegen die Bonner werden beide Teams laut Mund sicherlich in Bestbesetzung auflaufen und da stehen den Bonnern Hannah Pohl, Brid Stepper, Daniel Hess, Felix Hammes, Sanjeevi Padmanabhan Vasudevan und Zach Russ schien unüberbrückbare Gegner bevor. Beide Teams verfügen über zahlreiche Weltklassespieler, so etwa Wipperfeld über den Franzosen Arnaud Merkle, den Schweden Felix Burestedt, Mark Lamsfuß, Antonia Schaller und viele weitere mehr. Auch Dortelweil hinkt da kaum hinterher, ist bei den Herren mit Christo Popov und Kai Schäfer und bei den Damen etwa mit Yvonne Li bestens besetzt. „Beide werden gegen uns drei Punkte einplanen, müssen dafür also mit 7:0 oder 6:1 gewinnen. Wir müssen die Spiele nehmen und daraus lernen“, fordert Mund.

Positive Nachrichten gibt es unterdessen von Max Weißkirchen. Die Bonner Nummer eins fällt seit Wochen verletzt aus, plant aber sein Comeback am letzten Saisonspieltag in der heimischen Erwin-Kranz-Halle im März.

Henning Bock

Beuel will dem Abstieg entgehen

Lennart Konder. Foto: Reiner Kurnatowski

Am drittletzten Spieltag in der zweiten Badminton-Bundesliga befindet sich die zweite Mannschaft des 1. BC Beuel noch in Abstiegsgefahr. Zwar sammelte die Truppe um Mannschaftsführer Luis La Rocca zuletzt wichtige Zähler durch den Sieg gegen den Mitkonkurrenten SV Berliner Brauereien, dennoch ist man noch nicht auf der sicheren Seite.

Eine Vorentscheidung kann an diesem Wochenende fallen, wenn die Beueler Reserve am Sonntag um 14 Uhr bei CfB Köln gastiert. Drei Zähler beträgt der Vorsprung der Beueler auf Köln, die punktgleich mit Berlin den zweiten Abstiegsplatz belegen.

„Wenn wir in Köln gewinnen haben wir uns in eine super Ausgangslage gebracht“, erklärt der Mathematiker La Rocca. Keine Frage, dass die Mannschaft vor dem eminent wichtigen, vorentscheidenden Duell brennt. „Ich sehe uns in den Einzeln besser aufgestellt, aber Köln hat sehr gute Doppel. Die Damenspiele könnten von daher spielentscheidend sein“, meint La Rocca.

Ein Fragezeichen steht bei den Beuelern allerdings hinter Lennart Konder. Die Nummer eins der Beueler Reserve klagt über Rückenprobleme, sein Einsatz ist ungewiss.

Henning Bock

Beuel II dem Klassenerhalt etwas näher gekommen

Das Team Beuel II

Die zweite Mannschaft des 1. BC Beuel bleibt in der zweiten Badminton-Bundesliga weiterhin in Abstiegsgefahr. Immerhin schaffte das Team um Mannschaftsführer Luis La Rocca am Sonntag beim 4:3 über den SV Berliner Brauereien nach dem 0:7 am Vortag über SG EBT Berlin zwei Punkte.

„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, es war einfach nur phänomenal“, kommentierte Beuels Mannschaftsführer Luis La Rocca den Sieg seiner Truppe am Sonntag. Der Erfolg der Beueler, der das Team dem Klassenerhalt ein Stückchen näher bringt, sicherten am Sonntag Vanessa Aslan Seele/Anna Mejikovskiy im Damendoppel, das zweite Herrendoppel mit den Brüdern Til und Ben Gatzsche, das Mixed mit Mejikovskiy/Till Gatzsche sowie das zweite Herreneinzel von Lennart Konder.

Am Samstag kassierte die Beueler Reserve gegen SG EBT Berlin beim 0:7 die „Höchststrafe“. Viele Spiele verliefen allerdings eng, so unterlag das erste Herrendoppel mit Moritz Rappen/Luis La Rocca in fünf Sätzen mit 11:6, 6:11, 11:8, 7:11, 6:11 gegen die dänische Paarung Philip und Benjamin Klindt. Fast alle anderen Partien gingen zumindest über vier Sätze.

Henning Bock

Beuel will dem Abstiegsstrudel entgehen

Moritz Rappen Foto Reiner Kurnatowski

Zum letzten Heimspiel der Saison erwartet die zweite Mannschaft des 1. BC Beuel am Wochenende in der heimischen Erwin-Kranz-Halle die beiden Berliner Teams. Am 18. und 19. Spieltag der zweiten Badminton-Bundesliga stehen die Spiele gegen die SG EBT Berlin (Samstag, 18 Uhr) und den SV Berliner Brauereien (Sonntag, 11 Uhr) auf dem Plan.

Wohin die Reise der zweiten Mannschaft führt, darüber wird nach dem Wochenende sicherlich mehr Klarheit bestehen. Bei einer Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Berliner Brauereien, die im Winter ihr Team mit namhaften internationalen Spielern aufgerüstet haben, würde Beuel weiter in den Abstiegsstrudel gezogen. Im Falle eines Sieges könnte man die Berliner auf Abstand halten. Berliner Brauereien galt nach der Hinrunde als Abstiegskandidat, hat sich nun durch die Verstärkungen gefangen und eine Aufholjagd gestartet. Insgesamt befinden sich sechs Teams im Abstiegskampf und die Beueler sind mitten drin. Aber selbst in dieser kniffligen Situation verzichtet das Team um Mannschaftsführer Luis La Rocca auf die Hilfe seiner ausländischen Toppspieler: „Wir wollen und werden das am Wochenende als Team meistern. Alle haben richtig Bock auf die Spiele“, erklärt La Rocca.

Vor allem am Sonntag hofft das Team auf eine volle Hütte, der Eintritt ist wie immer bei der zweiten Mannschaft frei. Gleich nach dem Spiel nehmen zahlreiche Mitglieder am Beueler Karnevalsumzug „Likürazug“ teil. „Erst schauen, dann laufen. Es wäre toll, wenn wir viele Zuschauer haben und anschließend gehen wir alle auf den Umzug“, sagt La Rocca. Ein Fragezeichen steht am Wochenende hinter dem Einsatz von Anna Mejikovskiy, die bei den Deutschen Meisterschaften vergangenes Wochenende zusammen mit Vanessa Aslan-Seele vollkommen unerwartet die Silbermedaille im Damendoppel holte.

Henning Bock

Beuel schwimmen die Felle davon

Aufmunterung bei Beuel half nicht.

Das war es wohl mit den ambitionierten Zielen des Badminton-Bundesligisten 1. BC Beuel in dieser Saison. Nach der 1:6-Niederlage am Sonntag gegen den Ligakonkurrenten SC Union 08 Lüdinghausen, die mehr als 250 Zuschauer in der Beueler Erwin-Kranz-Halle verfolgten, ist das Erreichen der angestrebten „play offs“ faktisch nicht mehr möglich.

Auch das Anknüpfen an alte Traditionen konnte die Gäste aus dem Münsterland nicht aus der Fassung bringen. Der stimmungsvolle Auftritt von Beuels Wäscherprinzessin Sabrina I nebst Gefolge vor dem Spiel sorgte bei den Gästen lediglich für erstaunte Gesichter und höfliches Klatschen, brachte den Gastgebern allerdings keinen Vorteil.

Eigentlich hätte Lüdinghausen in orangenen Trikots antreten müsste, war doch das komplette Team der Gäste ausschließlich mit Niederländern besetzt. Die Beueler selber gingen arg ersatzgeschwächt in die Partie.

Die Nummer eins Max Weißkirchen fehlte verletzungsbedingt, die Nummer zwei, Nachwuchsspieler Sanjeevi Padmanabhan Vasudevan war bei seinem Turnier in Island überraschend ins Halbfinale gerückt und musste seine Rückkehr dafür verschieben. Und die beiden Dänen Clara Graversen und Jesper Toft sowie der Brasilianer Ygor Coleho befinden sich derzeit auf einer Asientour.

Ohne die ausländische Verstärkung hatte Beuel nicht wirklich eine Chance. Es gab zwar einen Sieg, den Daniel Hess und Zach Russ im ersten Herrendoppel holten, die gegen das Spitzenduo Ties van der Lecq / Brian Wassink mit 4:11, 12:10, 11:5, 11:5 gewannen.

Und es gab auch weitere gute Auftritte der Beueler. So zum Beispiel vom jungen Beueler Nachwuchsspieler Moritz Rappen, der normalerweise in der zweiten Mannschaft aufschlägt. Er verblüffte im zweiten Herreneinzel sein Gegenüber, den niederländischen Nationalspieler Nick Fransmann mehrmals und machte beim 11:4, 10:12, 8:11, 6:11 eine gute Figur.

Das zweite Herrendoppel mit Felix Hammes und Rappen holte ebenso einen Satz wie Brid Stepper im Dameneinzel, doch am Ende reicht es halt nicht.

„Das Match passt zu unserem Saisonverlauf. Wir spielen eigentlich ordentlich, bekommen aber eine Packung“, kommentierte Beuels Teammanager und sportlicher Leiter Thilo Mund.

Henning Bock

Beueler Duo mit Riesenerfolg in Indonesien

Clara Graversen und Jesper Toft Foto: Raphael Sachetat

Clara Graversen und Jesper Toft vom Badminton-Bundesligisten 1. BC Beuel haben am Samstag ihren bislang größten Erfolg gefeiert. Bei den „Indonesian Masters“ kam das Duo im Mixed bis ins Halbfinale. Dort mussten sie sich der japanischen Paarung Hiroki Midorikawa/Natsu Saito mit 12:21, 13:21 geschlagen geben.

Dabei hatte das dänische Duo von Anfang an einen schweren Stand, musste sich zunächst durch die Qualifikation kämpfen. Alleine schon das Erreichen der Hauptrunde wäre in dem bestens besetzten Turnier der Kategorie „BWF World Tour Super 500“ als Erfolg zu werten gewesen. Kein Wunder, dass die Freude riesengroß war.

„Wir haben es überhaupt nicht erwartet und wir sind super stolz und glücklich über diese Woche“, sagte Clara Graversen.

Henning Bock

Beuels Teammanager mit Sorgenfalten

Hannah Pohl (vorne) und Brid Stepper (hinten). Foto: Jacek Knitter
Hannah Pohl (vorne) und Brid Stepper (hinten). Foto: Jacek Knitter

Mit einer regelrechten „Rumpftruppe“ geht der 1. BC Beuel in den 14. Spieltag der Badminton-Bundesliga. Am Sonntag um 14 Uhr erwartet der dreifache Deutsche Mannschaftsmeister in der Erwin-Kranz-Halle den SC Union 08 Lüdinghausen.

Unter normalen Umständen stände die Begegnung unter dem Motto „verlieren verboten“, allerdings hat Thilo Mund in diesen Tagen Sorgenfalten auf der Stirn. Der Teammanager und sportliche Leiter des Bundesliga-Urgesteins kann für das Wochenende lediglich einen Mini-Kader aufbieten.

Beuels Nummer eins Max Weißkirchen muss verletzungsbedingt passen. Erneut hat der Nationalspieler mit der Achillessehne zu kämpfen, was einen Einsatz unmöglich macht und auch die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften kommende Woche in Bielefeld ist gecancelt. „Ohne Max wird es ganz schwer für das Team“, fürchtet Mund.

Darüber hinaus befinden sich die beiden Dänen Clara Graversen und Jesper Toft sowie der Brasilianer Ygor Coelho auf einer Asientour und stehen ebenfalls nicht zur Verfügung. Bis Sonntag hält sich derweil Sanjeevi Padmanabhan Vasudevan in Island auf und nimmt dort an den „Iceland International“ teil. Läuft alles nach Plan und hat der Flug keine Verspätung, fährt die Beueler Nachwuchshoffnung gleich vom Flughafen in die Halle. Sollte die Rückkehr nicht so reibungslos verlaufen wie erhofft würde ein Einzelspezialist aus der zweiten Mannschaft einspringen.

Und so steht mit Hannah Pohl, Brid Stepper sowie den Herren Daniel Hess, Felix Hammes und Zach Russ praktisch nur besagter „Rumpfkader“ zur Verfügung. Drei Punkte beträgt der Rückstand der Beueler auf den Tabellenfünften Lüdinghausen. Und selbst unter normalen Umständen, also mit einem komfortabel besetzten Kader, wäre ein Erfolg über Lüdinghausen schon schwer. „Eine grundsolide Mannschaft, die mit vielen Niederländern besetzt ist“. Die Gäste bezeichnet Mund als „Wundertüte“, denn es sei nie klar, welche ausländischen Spieler eingesetzt werden.

Um noch die ohnehin vage Chance auf die „play offs“ offen zu halten, also mindestens Platz sechs am Ende zu erreichen, müsste der Achte der Tabelle Beuel demnach einen Sieg holen. Im Optimalfall hofft der Teammanager auf einen Zähler, was er bereits als Erfolg sehen würde.

Henning Bock

Beuel kassierte unverhofft zwei Punkte

Mit Sonnebrillen reagierte Beuel2 auf die blendenden Ergebnisse an dieses Wochenende

Zwei unverhoffte Punkte heimste die zweite Mannschaft des 1. BC Beuel in der zweiten Badminton-Bundesliga ein. Vollkommen unerwartet spielte das Team um Mannschaftsführer Luis La Rocca am Wochenende in eigener Halle 3:4 gegen den Tabellenzweiten 1. BC Wipperfeld II und hatte bereits am Samstag mit 3:4 gegen den VfB GW Mülheim verloren, wofür es jeweils einen Punkt gab.

Diese beiden Erfolgserlebnisse waren praktisch „überlebenswichtig“, um den Vorsprung auf die Abstiegsränge zu halten, denn fast alle unterhalb von Beuel stehenden Teams konnten am Wochenende ebenfalls Erfolge einfahren. An beiden Tagen waren viele Partien überaus hart umkämpft. Gegen den VfB GW Mülheim hatte die Beueler Reserve im ersten Herrendoppel und den beiden Herreneinzeln die Nase vorne. Lennart Konder gewann in der wohl spannendsten Partie des Abends sein zweites Herreneinzel mit 9:11, 10:12, 11:8, 11:7, 11:6. Hingegen brauchte Moritz Rappen im ersten Herreneinzel beim 5:11, 11:8, 11:6, 11:8 vier Sätze. Den dritten Zähler hatte gleich zu Beginn das erste Herrendoppel mit Rappen/Luis La Rocca beigesteuert. Durchaus wäre auch ein knapper Sieg für Beuel möglich gewesen, aber Teresa Rondorf/Vanessa Aslan-Seele unterlagen im Damendoppel gänzlich knapp in fünf Sätzen mit 8:11, 11:9, 11:7, 10:12, 7:11.

Vollkommen unerwartet schaffte Beuel am Sonntag im Heimspiel gegen Wipperfeld II ebenfalls ein Erfolgserlebnis. Das Damendoppel mit Teresa Rondorf/Vanessa Aslan-Seele, das zweite Herrendoppel mit den ausgezeichnet aufgelegten Brüdern Til und Ben Gatzsche und ein ebenso hervorragend aufspielender Moritz Rappen im ersten Herreneinzel sorgten für den unverhofften Punkt der Beueler, die zwischenzeitlich sogar mit 3:2 in Führung lagen. „Dass die Mannschaft so eine tolle Performance hinlegt war schon unglaublich cool“, freute sich Beuels Mannschaftsführer Luis La Rocca über die tollen Auftritte des Teams.

Henning Bock