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Als Außenseiter zum elften Streich?

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Am Freitag wird Bischmisheim gegen Dortelweil antreten. Foto: Thomas Wieck

Badminton-Bundesligist 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim geht an diesem Wochenende als Titelverteidiger beim Final Four-Turnier um die deutsche Meisterschaft an den Start. Das Halbfinale gegen den SV Fun-Ball Dortelweil soll an diesem Freitag um 15 Uhr nur Durchgangsstation sein. Der BCB peilt erneut den Titel an. Es wäre der elfte insgesamt und der vierte in Folge.

„Unser Ziel innerhalb des Teams ist die Titelverteidigung – ganz klar“, sagt Volker Eiber. Der Teammanager von Badminton-Bundesligist 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim ist vor dem Final Four-Turnier um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft guter Dinge, dass der BCB beim Saisonfinale in Stuttgart seine Topleistung abrufen und bei der Titelvergabe erneut ein gewichtiges Wort mitreden wird.

An diesem Freitag um 15 Uhr steht für den zehnfachen deutschen Meister in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle zunächst das Halbfinale an. Gegner ist der SV Fun-Ball Dortelweil, der die Hauptrunde in der Bundesliga auf Platz zwei beendete und sich somit direkt für das Final Four qualifizieren konnte. Bischmisheim musste als Dritter diesmal dagegen den ungewohnten Umweg über das Playoff-Viertelfinale gehen, um sich abermals das Ticket für das Endturnier der besten vier deutschen Vereinsmannschaften zu sichern. Diese Prüfung meisterten die Saarbrücker Ende März mit einem 4:2-Erfolg über Blau-Weiß Wittorf – womit sie ihre Serie fortsetzen konnten. Seit der Erstaustragung des Final Fours im Jahr 2017 war der BCB stets beim Endturnier dabei und erreichte jeweils auch das Finale, wo es nur bei der Premiere gegen den TV Refrath eine Niederlage gab.

Nach zuletzt drei Meisterschaften in Folge soll die Vorschlussrunde auch diesmal nur Durchgangsstation sein – wobei Bischmisheims Nationalspielerin Isabel Lohau gegen Dorteilweil eine knifflige Aufgabe erwartet: „Das Halbfinale ist in meinen Augen eine 50/50-Partie. Man muss abwarten, ob bei Dortelweil alle wichtigen Spieler dabei sind. Wenn sie in Topbesetzung antreten können, wird es eine enge Kiste“, glaubt die 30-Jährige, auf die es im Duell mit den Hessen besonders ankommen wird. Lohau ist sowohl im Damendoppel als auch im Mixed als feste Größe eingeplant. Im Doppel wird sie aller Voraussicht nach mit Franziska Volkmann antreten, da ihre etatmäßige Partnerin Stine Küspert mit einer Bauchmuskelzerrung auszufallen droht. „Ein Ausfall von Stine würde uns natürlich weh tun. Wobei wir mit Franzi aber guten Ersatz haben und in meinen Augen trotzdem noch jeden schlagen können“, sagt Lohau.

Jubilar Michael Fuchs. Foto: BC Bischmisheim

Auch Bischmisheims Titelgarant Michael Fuchs hält den erneuten Triumph für möglich: „Die Titelverteidigung ist sicher ein hochgestecktes Ziel, aber kein zu hoch gestecktes. Wir sind zwar nicht der Favorit, in dieser Rolle sehe ich den 1. BC Wipperfeld. Dennoch bin ich sehr optimistisch. Das Halbfinale können wir auf jeden Fall gewinnen, danach müssen wir schauen, was passiert – aber wir sind auf keinen Fall chancenlos“, sagt der noch 39-Jährige. Für ihn ist das Halbfinale gegen Dortelweil keine alltägliche Partie, denn am Freitag feiert „Fuchsi“ am Rande des Duells seinen 40. Geburtstag. „Am Geburtstag zu spielen, ist generell immer was Besonderes. Für den 40. gilt das nochmal umso mehr. Ich schätze, es werden vorher sicherlich ein paar Nachrichten kommen. Sobald es losgeht, werde ich das aber ausblenden und mich nur auf mein Spiel konzentrieren“, sagt der Altmeister – und hofft auf ein gutes Omen. Umso mehr, weil für ihn nach 19 Jahren beim BCB und unglaublichen zehn Meisterschaften nach der Runde Schluss ist. Fuchs wird künftig kürzertreten und für Heimatverein TV Marktheidenfeld nur noch in der 2. Bundesliga an den Start gehen. Klar, dass er sich zu gerne mit dem erneuten Titelgewinn verabschieden möchte – allerdings wartet erst mal das Halbfinale.

In den beiden Ligaduellen mit Dortelweil gab es eine Niederlage und einen Sieg. Das Hinspiel hatte der BCB im vergangenen November in eigener Halle ersatzgeschwächt (neben Lohau und Küspert fehlten auch der Niederländer Ruben Jille und die dänischen Neuzugänge Mads Christophersen und Frederik Søgaard) 2:5 verloren. Im Rückspiel im hessischen Bad Vilbel konnten sich die Saarbrücker Ende Januar mit einem 4:3-Auswärtserfolg revanchieren. „Es wird sicher darauf ankommen, in welcher Besetzung Dortelweil tatsächlich antritt. Ob sie bei den Damen beispielsweise auf Iris Wang (mit einer Bilanz von 20:0 Siegen, 15:0 im Einzel, die herausragende Bundesliga-Akteurin; Anm. d. Red.) setzen können. Und ganz generell wird natürlich die Tagesform entscheidend sein“, sagt Fuchs. Auf seinen Titelgaranten, der bei allen zehn bisherigen Bischmisheimer Meisterschaften dabei war, wird der BCB auch in Stuttgart wieder fest vertrauen. In welcher Konstellation, bleibt abzuwarten. Neben Ruben Jille und Frederik Søgaard stehen Johannes Pistorius, Peter Käsbauer und Patrick Scheiel für die Einsätze in Doppel und Mixed bereit. Eventuell auch Mads Christophersen, der als eigentlicher Einzelspezialist auch im Doppel stark performen kann. „Wir haben da die Qual der Wahl“, weiß Fuchs.

Teammanager Volker Eiber. Foto: Thomas Wieck

Das sieht auch Teammanager Volker Eiber ähnlich: „Wir haben alle Mann an Bord. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir unter diesen Voraussetzungen beide Herrendoppel verlieren. Zudem können wir das stärkste Mixed ins Rennen schicken, im zweiten Herreneinzel ist Daniel Nikolov eine Bank und auch im Damendoppel sehe ich uns im Vorteil. Alle im Team sind gut drauf, sind heiß und extrem motiviert – von daher bin ich sehr zuversichtlich“, sagt Eiber, dem das letzte Wochenende als Teammanager bevorsteht. Er wird, ähnlich wie Fuchs, nach der Saison kürzertreten – und würde sich natürlich ebenfalls einen Abschied mit der erneuten Meisterschaft wünschen. Eiber sähe auch in einem möglichen Finale gute Karten für den BCB. „Egal, ob Wipperfeld oder Lüdinghausen. Wir müssten uns vor beiden nicht verstecken.“ Davon ist auch Isabel Lohau überzeugt: „Die Titelverteidigung halte ich grundsätzlich für möglich. Wir können das auf jeden Fall schaffen“, sagt die Nationalspielerin, für die es direkt nach dem Final Four zur Individual-Europameisterschaft nach Spanien weitergeht. „Bei uns sind ja einige in der Vorbereitung auf die EM und daher entsprechend in guter Verfassung – wir sind auf jeden Fall bereit.“

Sollte der BCB das Halbfinale gegen Dortelweil gewinnen, ginge es an diesem Samstag um 12 Uhr im Endspiel entweder gegen Hauptrunden-Meister 1.BC Wipperfeld oder den SC Union Lüdinghausen, der sich als Vierter wie Bischmisheim über die Playoffs für das Final Four qualifizierte. Topfavorit auf den Titel ist diesmal Wipperfeld, das sich vor der Runde unter anderem mit dem langjährigen Bischmisheimer Nationalspieler Marvin Seidel verstärkt hat und den Spieß im Vergleich zum Vorjahr umdrehen möchte. Im Juni letzten Jahres hatte Wipperfeld im Endspiel gegen den BCB klar mit 1:4 das Nachsehen. Diesmal soll es für die Oberbergischen definitiv besser laufen – was Bischmisheim aber zu seinem Vorteil nutzen möchte: „Ich glaube, der Druck liegt diesmal nicht ganz so bei uns, sondern eher bei Wipperfeld – und das kann auch mal eine ganz schöne Aufgabe sein. Wir haben auf jeden Fall die nötige Erfahrung, um in Stuttgart zu bestehen. Ich persönlich fühle mich gut und freue mich auf die Spiele“, sagt Michael Fuchs – verbunden mit der Hoffnung, dass einem schönen Geburtstagsgeschenk am Freitag dann am Samstag im großen Finale ein großer Feiertag für die gesamte Mannschaft folgt.

dbe

Bischmisheim holt drei Punkte in Lüdinghausen

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Spitzenreiter Dortelweil. Foto: SV Fun-Ball Dortelweil
Dortelweil siegt in Refrath mit 5:2 und bleibt an der Tabellenspitze. Ihnen folgt nun kurzzeitig Bischmisheim, die heute am zehnten Spieltag in Lüdinghausen mit 6:1 drei Punkte holten. Wipperfeld lauert an dritter Stelle, denn bei zwei noch ausstehende Spiele können sie die beiden vor ihnen stehenden Teams noch überholen.
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Bischmisheim chancenlos gegen den Tabellenführer

Daniel Nikolov. Foto: Thomas Wieck
Badminton-Bundesligist 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim unterliegt Spitzenreiter SV Fun-Ball Dortelweil zuhause klar mit 2:5 und erleidet damit einen Rückschlag im Rennen um die direkte Final Four-Qualifikation.





Das Topspiel in der Badminton-Bundesliga brachte den Akteuren des deutschen Meisters 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim eine wichtige Erkenntnis: „Es war ganz klar zu sehen, dass wir mit dieser Aufstellung nicht zur absoluten Ligaspitze gehören“, sagte BCB-Teammanager Volker Eiber nach der klaren 2:5-Heimniederlage am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen den SV Fun-Ball Dortelweil. Ohne Nationalspielerin Isabel Lohau, die aktuell bei World-Series-Turnieren in Indonesien aufschlägt, ohne den kranken Ruben Jille und ohne die dänischen Neuzugänge Frederik Søgaard und Mads Christophersen blieb der amtierende deutsche Meister im Duell mit dem Überraschungstabellenführer der Bundesliga letztlich chancenlos – und verbuchte erstmals seit dem 20. Januar 2019 und dem 1:6 zuhause gegen den TV Refrath keinen Punktgewinn in einem Spiel der regulären Runde.



Lediglich das zweite Herrendoppel um Altmeister Michael Fuchs und Johannes Pistorius sowie Daniel Nikolov im zweiten Herreneinzel konnten gegen Dortelweil für Bischmisheimer Erfolgserlebnisse sorgen. Der Bulgare Nikolov bezwang Dortelweils Iren Jonathan Dolan glatt in drei Sätzen mit 11:2, 13:11 und 11:8 – es war für ihn im sechsten Einzeleinsatz der Runde der sechste Erfolg. „Auf Daniel ist immer Verlass. Er bleibt unser absoluter Punktegarant“, nannte Eiber eine der wenigen positiven Erkenntnisse aus dem Spitzenspiel. Eine andere waren die ausgeprägten Motivationsfähigkeiten von Altmeister Fuchs, der im Doppel mit Pistorius einen hart erkämpften Fünfsatz-Erfolg (8:11, 12:10, 11:9, 10:12 und 11:7) über Kai Schäfer und Mathias Bay Smidt feierte. „Es ist toll zu sehen, wie es Fuchsi gelingt, die jüngeren Spieler mit seiner Art zu begeistern und anzutreiben“, lobte Eiber. Nichts zu bestellen gab es derweil für Peter Käsbauer und Patrick Scheiel im ersten Herrendoppel. Gegen die eingespielte dänische Paarung Mads Vestergaard und Emil Lauritzen entschied die BCB-Paarung den ersten Satz zwar mit 11:5 für sich. Danach entpuppte sich Dortelweils Duo aber als das besser harmonierende Team, und die Dänen holten mit 11:5, 11:9 und 11:6 den Sieg.









Im Damenbereich stand der BCB ohne Lohau komplett auf verlorenem Posten. Stine Küspert und Franziska Volkmann verloren im Doppel glatt mit 2:11, 7:11, 8:11 gegen Irina Andersen und Julie Macpherson. „Beide konnten zuletzt leider nicht zusammen trainieren. Als sie einigermaßen im Spiel drin waren, war die Partie auch schon wieder vorbei“, befand Eiber. Im Dameneinzel bot Priskila Siahaya der bislang herausragenden Bundesliga-Akteurin Iris Wang (acht Einzel, acht Siege) streckenweise glänzend Paroli und gewann den ersten Durchgang mit 11:8. Allerdings konnte Siahaya ihr teils starkes Spiel nicht über die komplette Partie hinweg durchdrücken. Sie verlor schließlich 11:8, 1:11, 9:11 und 1:11. „Man hat gesehen, dass sie mit den absoluten Topspielerinnen mithalten kann – sie war in vielen Momenten sogar technisch besser, muss aber noch dorthin kommen, dass sie die Leistung über eine längere Distanz so aufrechterhält“, analysierte Eiber.



Im Mixed bissen sich Volkmann und Scheiel an ihren Gegnern Vestergaard und Macpherson die Zähne aus und unterlagen klar in drei Durchgängen mit 10:12, 5:11, 8:11. Auch für Luka Wraber gab es am Samstag gegen Dortelweil wieder wenig zu ernten. Der Österreicher musste sich im vierten Einsatz der Saison zum dritten Mal geschlagen geben, verlor gegen den amtierenden deutschen Einzelmeister Kai Schäfer mit 7:11, 7:11, 8:11. „Luka hat sein Spielniveau zwar wieder leicht gesteigert. Es reicht aber immer noch nicht ganz, um im ersten Herreneinzel zu bestehen“, befand Eiber. Auf einen Einsatz von Christophersen musste er verzichten, da der Däne unter der Woche bei den Irish Open stark performt hatte. Dort erreichte Christophersen am Samstag das Endspiel, in dem er allerdings gegen Seng Zoe Yeoh aus Malaysia mit 18:21 und 14:21 den Kürzeren zog.









Für den 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim rückt die anvisierte direkte Qualifikation für das Final Four-Turnier um die deutsche Meisterschaft nach der zweiten Saisonniederlage bereits in weite Ferne. Mit 16 Punkten liegt der BCB nach acht Partien nun vier Punkte hinter dem punktgleichen Führungsduo Dortelweil und 1.BC Wipperfeld. „Wir müssen das Ganze realistisch sehen und davon ausgehen, dass wir es diesmal wohl nicht auf direktem Wege zum Final Four schaffen werden. Das Spiel gegen Dortelweil war dahingehend eine richtungsweisende Partie. Wenn sie auch weiterhin immer ihr bestes Team an den Start schicken können, ist unser Rückstand wahrscheinlich schon zu groß“, mutmaßt Eiber. Die nächsten beiden Bundesliga-Auftritte bestreitet der BCB am übernächsten Samstag, den 4. Dezember ab 15 Uhr beim Tabellenfünften TV Refrath (zwölf Punkte) und tags darauf am 5. Dezember um 14 Uhr beim Ligaachten SC Union Lüdinghausen (neun Punkte).



dbe






					

Jena überrascht in Dortelweil

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Lennart Notni, mit 20 Siegen aus 25 Spielen der größte Punktegarant der Jenaer. Foto: Steffen Nichterlein
Die Vorzeichen standen nicht gerade überragend für den Jenaer Badmintonverein in der 2. Badminton-Bundesliga. Verletzungen und Krankheitsfälle grassierten im Team und so waren die Erwartungen gegen den Erstligaabsteiger vom 1. SV Fun-Ball Dortelweil eher gedämpft.
Mit einer Minimalbesetzung konnten die Jenaer jedoch überraschen und durch einen 2-5 Auswärtserfolg zwei Punkte mit an die Saale bringen. Im ersten Doppel wagten die Jenaer eine neue Konstellation; Florian Wohlgemuth, der erst sein drittes Zweitligaspiel bestritt, durfte an der Seite von Moritz Predel gleich im ersten Doppel aufspielen, während die altbewährte Paarung aus Lennart Notni und Johann Höflitz im zweiten Doppel antrat. Beide Paarungen spielten ihr bestes Badminton und konnten, überraschend aus Jenaer Sicht, in vier Sätzen gewinnen. Durch den ebenfalls starken Auftritt von Nicole Bartsch und Laura Adam im Damendoppel gingen der Jenaer SV sogar mit 3-0 in Führung. Im zweiten Herreneinzel (Moritz Predel) und im Dameneinzel (Nicole Bartsch) musste zwar jeweils eine Dreisatzniederlage eingesteckt werden, doch Johann Höflitz und Laura Adam, ebenfalls eine neue Konstellation, machten im Mixed den Sack zu und sorgten vorzeitig für den Jenaer Siegpunkt. Lennart Notni durfte im ersten Einzel sogar noch einen drauflegen, indem er ein nahezu perfektes Spiel aufs Parkett zauberte und auch die letzte Partie der Begegnung für sich und seine Mannschaft entschied.
Damit zieht der SV GutsMuths Jena in der Tabelle an den Hessen vorbei und steht nun, zwei Spieltage vor Saisonende, mit einem jetzt schon neuen Punkterekord von 26 auf dem vierten Rang. Die letzten beiden Punktspiele, bei denen die Saalstädter zu Hause noch einmal alles aufbringen wollen, finden am 14. und 15. 03 statt. Zum Saisonabschluss hat der SV GutsMuths zwei Revanchen gegen starke Teams offen und freut sich auf größtmöglichen Rückhalt aus dem Publikum. Moritz Predel

Jena fährt zum Erstligaabsteiger Dortelweil

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Lisa Geppert, die in den letzten Begegnungen Siege im Dameneinzel beisteuern konnte. Foto: Steffen Nichterlein
Nach dem überraschenden Abstieg der Hessen aus der ersten Bundesliga vergangenes Jahr, sind dem Verein nur noch wenige Akteure treu geblieben. So löste sich die erste Mannschaft quasi auf und die Reservemannschaft wurde zur neuen ersten Mannschaft der Dortelweiler- gespickt mit einigen Talenten, die die vergangenen Spielzeiten schon in der ersten Liga aktiv waren.
So ist nicht verwunderlich, dass der hessische Verein für jede Mannschaft eine echte Herausforderung darstellt und drei Spieltage vor Saisonende im oberen Tabellenmittelfeld zu finden ist. Damit stehen sie, mit nur einem Punkt Vorsprung, knapp vor den Saalstädtern in der Tabelle. Dass das auch für die Jenaer Athleten gilt, sah man im Hinspiel, welches vor heimischem Publikum mit 3:4 verloren wurde. Mit einem Sieg würden die Jenaer zwar an den Hessen vorbeiziehen, doch durch den verletzungsbedingten Ausfall zweier Stammspieler müssen alle Thüringer ihr ganzes Können aufs Parkett bringen, damit am Ende der Begegnung Punkte mit an die Saale genommen werden. Zur Stammmannschaft der Dortelweiler gehört übrigens auch ein alter Bekannter der Jenaer; Patrick Kämnitz. Der ehemalige Nationalspieler ist in Jena geboren und nahm am hiesigen Sportgymnasium seine Leistungssportkarriere auf. Spielbeginn ist am Sonntag, dem 23.02.2020, um 15:00 Uhr. Moritz Predel

Schorndorf bleibt stramm auf Kurs Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga

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Simon Kramer (links) und Benjamin Wahl brachten die SG im Spiel gegen Dortelweil mit 2:1 in Führung. Foto: Ulrich Kolb
Der Tabellenzweite setzte sich zuhause mit 6:1 gegen den Verfolger SV Fun-Ball Dortelweil durch. Die SG steht damit weiterhin auf Platz Zwei.
Nach dem abschließenden Mixed vollführten Kerstin Wagner und Benjamin Wahl Freudensprünge. Zum einen da sie das gemischte Doppel soeben im vierten Satz nach hohem Rückstand gewonnen hatten. Zum anderen brachte die Partie einen unerwartet hohen 6:1-Sieg unter Dach und Fach. Und damit satte drei Punkte für die Tabelle. Die Partie war ausgesprochen umkämpft und spannend. Eine Ausnahme machten das erste Männerdoppel und das Frauendoppel. David Kramer und Alan Erben setzten sich mit 11:9, 11:9, 11:2 gegen David Peng/Sandro Kulla durch.
Die Dortelweilerinnen Theresa Wurm/Emilie Juul Möller holten das Frauendoppel gegen Xenia Kölmel/Kerstin Wagner in drei Sätzen mit 11:5, 15:14, 11:5. Ein erstes Schlüsselspiel war das zweite Männerdoppel. Benjamin Wahl/Simon Kramer kämpften sich nach 1:2-Satzrückstand zurück und gewannen Satz Vier mit 11:9. Den Rückenwind nahmen sie mit in den Entscheidungssatz und punkteten mit 11:3. Ein starke Partie zeigte Xenia Kölmel gegen Theresa Wurm. Sie ließ sich auch von einem verlorenen zweiten Satz nicht beirren und gewann mit 11:5, 11:5.
Auf zwei Feldern parallel liefen danach das erste und das zweite Männereinzel. Im zweiten Einzel von Alan Erben fiel die Entscheidung zugunsten der SG. Kurz sah es düster aus. In der Endphase des dritten Satzes knickte der Schorndorfer um und holte den Satz dennoch mit 13:11. Auch Satz Vier und damit das Spiel gingen an Alan Erben. Damit stand es bereits 4:1 und der Sieg war unter Dach und Fach. Jetzt war ein 6:1 und damit drei Punkte in Reichweite. David Kramer lieferte sich mit David Peng ein tolles Spiel. Es ging in den fünften Entscheidungssatz. David Peng holte nach 4:10 Rückstand Punkt um Punkt und kam auf 9:10 heran. Dann gelang David Kramer der Schlusspunkt zum 11:9-Sieg.
Kerstin Wagner/Benjamin Wahl lagen bei 2:1-Satzführung im vierten Satz beinahe aussichtslos zurück. Punkt um Punkt kam das Schorndorfer Mixed heran und siegte in der Verlängerung mit 12:10. „Das ist unglaublich“, fasste Teamchef Benjamin Wahl seine Freude über den hohen 6:1-Sieg zusammen. Ulrich Kolb

Schorndorf empfängt den Drittplazierten

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David Kramer (links) und Alan Erben gewannen im Hinspiel in Dortelweil das erste Doppel. Foto: Ulrich Kolb
In Schorndorf steigt am Sonntag um 14.00 Uhr das Spitzenspiel der 2. Badminton-Bundesliga. Die SG Schorndorf (Platz Zwei) empfängt den Drittplatzierten SV Fun-Ball Dortelweil in der Karl-Wahl-Halle.
Gerade mal zwei Punkte beträgt der Vorsprung der Daimlerstädter auf den Verfolger aus Hessen. Es ist ein richtungsweisendes Spiel für die SG. Bei einem Sieg könnte sich Schorndorf von Dortelweil absätzen und käme dem Ziel näher, sich für die Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga zu qualifizieren. Die SG hat einen Lauf und konnte die letzten Partien gewinnen. Im Hinspiel in Dortelweil musste sich Schorndorf allerdings mit 3:4 geschlagen geben. Das Zünglein an der Waage war dabei das zweite Einzel. Der Schorndorfer Simon Kramer musste sich in fünf Sätzen Sandro Kulla geschlagen geben.
In Bestbesetzung will die SG Schorndorf vor heimischer Kulisse nun einen Sieg einfahren und sich für die 3:4-Niederlage revanchieren. Hallenöffnung 13.00 Uhr. Spielbeginn 14.00 Uhr. Die Tiefgarage ist geöffnet. Vor der Partie findet eine Verlosung von attraktiven Preisen statt. Ulrich Kolb

Offenburg startet mit zwei Siegen in die Rückrunde

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Konnten an diesem Wochenende in allen Spielen die Fäuste ballen.
Jonas (vorne) und Lukas Burger. Foto: Jochen Berger
In zwei engen, heiß umkämpften Partien machen sich die Spieler des Badmintonclub Offenburg (BCO) selber ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk und erringen vier wichtige Punkte
Die erste Garde des BCO hat es geschafft, sich für die beiden Heimniederlagen am Ende er Vorrunde zu revanchieren und fährt mit vier Punkten im Gepäck zurück nach Offenburg.
Dabei begann die Begegnung am Samstag gegen Dortelweil genauso ungünstig wie das Heimspiel. Lukas und Jonas Burger holten souverän den ersten Punkt für den BCO. Das Damendoppel kam aber überhaupt nicht ins Spiel und musste sich geschlagen geben. Auch das 2. Herrendoppel konnten die Gastgeber in 4 Sätzen für sich entscheiden. Als dann noch das Dameneinzel an die Hessen ging, lagen die Ortenauer bereit 1:3 zurück, es drohte das gleiche Debakel, wie im Hinspiel. Dann gelang es aber Lukas Burger im 2. Herreneinzel in vier Sätzen den anschlusspunkt zu erzielen. Direkt im Anschluss konnte Karl Kert im Spitzeneinzel seine Niederlage aus dem Hinspiel ebenfalls wettmachen und erkämpfte in vier Sätzen gegen den Dortelweiler Peng den 3:3-ausgleich. Auf einmal war die Partie auf einmal wieder offen. Das entscheidende Mixed war an Spannung nicht zu überbieten. So ging es über die volle Distanz von fünf engen Sätzen. Im Entscheidungssatz sah es für den BCO nicht gut aus, als bei 3:6 Rückstand letztmalig die Seiten gewechselt wurden. Dann aber konnten Paloma Wich und Jonas Burger nervenstark den Spieß umdrehen, sich ebenfalls für das Hinspiel revanchieren und den umjubelten vierten Punkt zum Sieg erkämpfen.
Am Sonntag ging es für die Offenburger dann darum beim wieder erstarkten SV Fischbach ebenfalls zu punkten, um den Anschluss ans Mittelfeld der Liga herzustellen. Wieder konnten die Burger-Zwillinge bis auf einen Satz ihr 1. Herrendoppel klar nach Hause bringen. Leider mussten sich die Offenburger Damen in drei Sätzen geschlagen geben. Der erste Knackpunkt war dann das 2. Herrendoppel, in dem Karl Kert und Andreas Müller sich in den ersten beiden Sätzen jeweils in der Verlängerung durchbissen, um am Ende den dritten Satz mit 11:6 zur 2:1-Führung für den BCO zu gewinnen. Das Dameneinzel konnte Ramona Ürpus allerdings auch diesmal nicht für sich entscheiden, die Fischbacher glichen wieder aus.
Das BCO-Mixed startete souverän mit enem 11.5-Sieg im ersten Satz. Dann kamen aber die Gastgeber und kauften den Offenburgern in den Sätzen 2 und 3 den Schneid aber. Aber auch diesmal hatten Jonas Burger und Paloma wich Nerven wie Drahtseile holten sich deutlich den 4. Satz und konnten auch den 5. Satz für den BCO zur 3:2- Führung gewinnen. Im zweiten Herreneinzel schaffte es Lukas Burger dann eine starke Leistung aufs Feld zu bringen und holte sich die ersten beiden Sätze deutlich mit 11:5 und 11:6. Im dritten Satz bäumte sich der Fischbacher aber noch mal auf und zwang Lukas in die Verlängerung. Der blieb aber hoch konzentriert und holte mit 13:11 den entscheidenden vierten Punkt für den BCO. Im abschließenden ersten Herreneinzel gelang es Karl Kert nicht den glänzend aufgelegten Felix Hammes zu schlagen und den bereits feststehenden Sieg auszubauen.
Mit zwei 4:3-Siegen an diesem Wochenende kann der Aufsteiger aber zufrieden sein. Ein Rückrundenstart, der Mut für die folgenden Partien macht.

Offenburg muss auswärts in den Kampf um den Klassenerhalt

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Die Offenburger wollen Revanche nehmen – hier Karl Kert (vorne) und Johannes Discher im Herrendoppel. Foto: Sven Heise
RKurz vor Weihnachten geht es für die frischgebackene Offenburger Mannschaft des Jahres in der zweiten Bundesliga wieder wichtige Punkte. Die BCOler müssen auswärts ran. Zunächst geht es gegen die Hessen aus Dortelweil, die aktuell punktgleich mit dem Ligazweiten den dritten Platz inne haben.
Seitens der Offenburger ist man gewarnt, denn im Hinspiel gab es mit 1:6 eine recht deutliche Niederlage, die zwar insgesamt etwas zu hoch ausfiel, bei der die Hessen aber letzlich verdient die Punkte aus Offenburg mitnahmen. Ebenso musste sich das Ortenauer Bundeligateam im Hinspiel gegen den SV Fischbach knapp geschlagen, gegen beide haben die Offenburger also etwas gut zu machen.
Aber so ist es im Sport, Niederlagen muss man einstecken und abhaken können. Nach der zur Vorbereitung auf die Rückrunde genutzten Pause seit Mitte Novemeber und einigen Turniererfolgen in dieser Zeit, geht der fokussierte Blick zuversichtlich nach vorne auf die beiden Partien zum Rückrundenstart, bei dem die Offenburger, die mit den kompletten Kader anreisen können, ihr Potenzial aufs Feld bringen wollen, um sich am Ende mit Zählbarem zu belohnen. Jürgen Burger

Befreiungsschlag gelingt Offenburg nicht

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Karl Kert gab alles, konnte aber die Partie nicht drehen. Foto: Jochen Berger
In der 2. Bundesliga holt der Badmintonclub Offenburg aus zwei Spielen nur einen Punkt.
Die Partie gegen Tabellennachbarn aus Fischbach startet der BCO mit einem souveränen Sieg im 1. Herrendoppel den Jonas und Lukas Burger in drei Sätzen einfuhren. Dann kamen die Offenburger aber sofort ins Hintertreffen, als sowohl das Damendoppel als auch noch das 2. Herrendoppel an die Gäste ging. Auch im Dameneinzel schaffte es der Aufsteiger nicht zu punkten, somit mussten beim Stand von 1:3 aus Offenburger Sicht alle ausstehenden Spiele gewonnen werden um die angepeilten zwei Punkte zu holen. Hoffnung machte das gemischte Doppel der BCOler welches in vier Sätzen gewinnen konnte.
Dann musste sich Karl Kert aber in einem engen Fünf-Satz-Match der aktuellen Nummer 5 der deutschen Rangliste Felix Hammes knapp geschlagen geben. Die Niederlage war besiegelt. Immerhin kämpfte sich im 2. Herreneinzel clever durch die Partie und holte den Sieg zum 3:4-endstand und damit zumindest den Bonuspunkt für den BCO.
Am Sonntag empfing der BCO den SV Dortelweil, der am Samstag mit einem klaren Sieg gegen den Tabellenzweiten Neubiberg aufhorchen liess.Trotzdem wollten die Offenburger alles in die Waagschale werfen, um hier zu punkten. Bei den Doppeln zeichnete sich das gleiche Bild ab, wie bereits am Vortag. Ebenso konnten die Ortenauer das Dameneinzel wieder nicht für sich entscheiden. Und lagen wieder 1:3 zurück. Diese konnten aber das Mixed noch das 2. Herreneinzel die Anschlusspunkte für den BCO zu erzielen. Als dann das abschließende erste Herreneinzel ebenfalls an die Hessen ging, war die 1:6-Noederlage besiegelt und der BCO ging in dieser Partie punktleer aus.
„Doch wir sind schon ein Stück weit enttäuscht“ zieht Jürgen Burger das Fazit der Partien, „klar haben wir einen wichtigen Punkt erkämpft und die Teams aus Fischbach und Dortelweil waren einfach stärker, aber wir hatten und fest vorgenommen selber zu Punkten und uns ein bisschen Luft zu verschaffen. Das ist uns an diesem Wochenende nicht gelungen.“
Die Offenburger müssen die Niederlagen nun schnell abhaken und sich wieder aufrappeln. Die Revanchen stehen am 21./22.12.2019 auf dem Plan, wenn der BCO auswärts in Dortelweil und Fischbach antreten muss. Jürgen Burger