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Offenburg erneut nicht mit Zählbarem belohnt

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Jonas und Lukas Burger. Bild: Sven Heise


An diesem Sonntag gastierte mit dem SV Fun Ball Dortelweil der Drittplatzierte der aktuellen Bundesliga-Tabelle beim BC Offenburg. Auch wenn der Deutsche Meister im Herreneinzel, Kai Schäfer, nicht mit den Hessen angereist gekommen war, stellten sie dennoch eine enorm spielstarke Mannschaft um die Deutsche Meisterin Yvonne Li, gespickt mit mehreren internationalen Top-Spielern aus Dänemark und Großbritannien.

Während Dortelweil das Damendoppel klar für sich entscheiden konnte, ging das 1. Herrendoppel direkt über die volle Distanz. Mit einer bärenstarken Leistung brachten Johannes und Sebastian Grieser das dänische Topdoppel Thøgersen/ Kraemer an den Rand einer Niederlage. Letztlich konnten die Offenburger ihre 2:1-Satzführung nicht in einen Sieg ummünzen und mussten sich der Klasse ihrer international erfahrenen Gegner geschlagen geben. 

Nicht minder intensiv verlief das zweite Herrendoppel, in welchem die Burger-Zwillinge Jonas und Lukas ihre Gegner Oei / Flynn in einen Fünfsatz zwangen, hier jedoch denkbar knapp mit 9:11 unterlagen. Beide Herrendoppel veranlassten mit rasantem Tempo und überraschenden Schlagfolgen selbst die badmintonunerfahrenen unter den zahlreich erschienenen Zuschauern in der Offenburger Nordwesthalle mehrmals zu lautem Szenenapplaus.

Auch wenn letzten Endes beide Spiele verloren wurden, waren sie genau die Art Erfahrungen, die das Team gehofft hatte sammeln zu können als es sich vor der Saison auf das Wagnis 1. Bundesliga einließ. 
Auch Lena Reder zeigte in ihrem anschließenden Dameneinzel einen couragierten Auftritt gegen Yvonne Li, aktuell auf Platz 23 der Weltrangliste. Letztlich musste sich Reder jedoch genau wie Johannes Grieser im 2. Herreneinzel und S. Grieser / Wich im im Mixed in 3 Sätzen geschlagen geben. Lediglich Karl Kert konnte gegen Mads Thøgersen einen Satzgewinn im Einzel erzielen, verlor jedoch ebenfalls gegen den anngriffsstarken Dänen.

Der 0:7-Niederlage zum Trotz zeigten die Offenburger einige sehr starke Leistungen und boten den Zuschauern tollen Sport.

Das nächste Spiel der Offenburger findet am 20.11. in der Nordwesthalle gegen Bischmisheim statt.

Simon Discher

Schwere Aufgabe für Offenburg am kommenden Sonntag

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Dasr Team vom BC Offenburg. Foto: BC Offenburg

Für Offenburg steht am kommenden Sonntag die nächste Herausforderung in der 1. Badminton-Bundesliga an. Mit den drittplatzierten aus Dorttelweil steht wieder ein echter Brocken auf dem Plan. Nachdem sich die Offenburger vergangene Saison in der 2. Bundesliga mit der Reserve der Hessen maßen, bekommen sie es nun mit den erstligaerfahrenen Profis der Dorttelweiler zu tun. In deren mit zahlreichen Skandinaviern gespicktem Kader ragen die beiden amtierenden Deutschen Meister im Einzel, Kai Schäfer und Yvonne Li, heraus. Außerdem schlägt mit dem 19-jährigen Kian-Yu Oei eins von Deutschlands größten Talenten für die Hessen auf.

Trotz solch namhafter Gegner und bisher noch 0 Punkten sind Motivation und Vorfreude der Offenburger unverändert hoch. Das Team trainiert trotz Studien- und Berufsverpflichtungen regelmäßig miteinander und investiert außerhalb des Team- auch viel Aufwand in individuelles Fitnesstraining. Auch wenn dies nicht auf dem gleichen Niveau wie bei den Berufssportlern aus der 1. Bundesliga geschieht, hofft der BCO darauf auch bald einmal mit dem Glück des Tüchtigen gegen die Giganten aus Deutschlands höchster Spielklasse zu Punkten zu kommen. Damit dies gelingt hoffen die Offenburger auf zahlreiche Unterstützer in der heimischen Nordwesthalle.

Die Partie um 11.30 Uhr. Wie immer werden die Spiele auf https://sportdeutschland.tv live übertragen.

Simon Discher

Zufriedenheit bei Beuel über Sieg und Niederlage

Beuel I. Foto: BC Beuel

Mit einem Sieg und einer Niederlage kehrte die erste Mannschaft des 1. BC Beuel vom Doppelspieltag in der Badminton-Bundesliga zurück an den Rhein. Nach einer 2:5-Niederlage am Samstag beim SV Fun-Ball Dortelweil sicherte sich die Truppe um Spielführerin Hannah Pohl am Sonntag einen 4:3-Erfolg beim TSV Neuhausen-Nymphenburg in München.

Als Hannah Pohl und Zach Russ am Sonntag ihren dritten Matchball im Mixed zu einem letztlich klaren und verdienten 11:5, 6:11, 11:7, 11:6-Erfolg über Tobias Wadenka und Helina Rüütel nutzten, war die Erleichterung groß. Schließlich hatte dieser vierte Einzelerfolg in der Partie am Sonntag für den 4:3-Gesamtsieg gereicht. Und es war sogar noch ein 5:2-Erfolg drin, der Beuel zwei Punkte, dem Gegner aus München keinen Zähler gebracht hatte. Allerdings hatte Felix Hammes im abschließenden zweiten Herreneinzel bei einer klaren Dreisatz-Niederlage gegen Ivan Rusev Atanasov keine Chance, so die Partie mit 2:1-Punkten für Beuel ausging. Zuvor hatten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe geliefert. Daniel Hess und Zach Russ hatten das erste Doppel für Beuel entschieden, allerdings hatte sowohl das Damendoppel mit Hannah Pohl/Brid Stepper als auch das zweite Doppel mit Til Gatzsche und Felix Hammes keine Chance und unterlag jeweils deutlich in drei Sätzen. Trotz seiner Niederlage in seinem dritten Erstligaeinsatz machte Beuels Nachwuchshoffnung Til Gatzsche eine sehr gute Figur. Praktisch im Gleichschritt hatten anschließend Ygor Coelho und Brid Stepper die Beueler wieder in Führung gebracht. Im ersten Herreneinzel ließ der Weltranglistenspieler Coelho seinem Gegenüber Yeoh Seng Zoe beim 11:4, 11:7, 11:2 keine Chance. Und auch Brid Stepper feierte mit 11:7, 11:7, 11:8 über Kati-Kreet Marr einen klaren Dreisatzsieg.

Am Samstag hatte es einen 2:5-Niederlage beim SV Fun-Ball Dortelweil gegeben. Gegen das hessische Spitzenteam holten das erste Herrendoppel mit Daniel Hess und Zach Russ sowie Ygor Coelho die beiden Punkte. Im Doppel setzte sich das deutsch/englische Duo in vier Sätzen mit 11:8, 6:11, 11:7, 11:6 durch. Der Brasilianischer Coelho benötigte für seinen Erfolg über Luis Enrique Penalver beim 12:10, 5:11, 1:11, 11:9, 11:7 sogar fünf Sätze. Mehr war dann aber nicht drin für Beuel. Sowohl das Damendoppel mit Brid Stepper/Hannah Pohl, als auch das Dameneinzel von Stepper gegen die beste Deutsche Einzelspielerin Yvonne Li und das zweite Herrendoppel gingen klar in drei Sätzen an die Gastgeber. Dabei hatte Beuels Nachwuchstalent Til Gatzsche an der Seite von Felix Hammes einen schweren Stand gegen die Dortelweiler Kai Schäfer/Christian Faust Kjaer. Recht unverhofft hatten Hannah Pohl und Daniel Hess im Mixed den ersten Satz gegen das Topduo Mads Vestergard/Julia Mac Pherson mit 14:12 geholt. In der Folge hatte das Beueler Paar beim 7:11, 5:11, 5:11 keine Chance mehr. Da auch Felix Hammes das zweite Herreneinzel in vier Sätzen gegen Kjaer verlor, blieb Beuel ohne Punkt.

Angesichts der Tatsache, dass mit Max Weißkirchen und Clara Graversen zwei Stammspieler weiterhin verletzt sind, war Beuel mit dem Ergebnis sehr zufrieden, wie Hannah Pohl betonte: „Wir konnten noch nie in Bestbesetzung spielen dieses Jahr und daher ist das ein gutes Resultat.“

Henning Bock

Beuel muss immer noch auf Weißkirchen verzichten

Das Team von Beuel in der ersten Bundesliga. Foto: BC Beuel

Auch am kommenden Wochenende muss Badminton-Bundesligist 1. BC Beuel weiter ohne Max Weißkirchen auskommen. Die Deutsche Nummer eins muss wegen eines bei den Deutschen Meisterschaften erlittenen Anrisses der Achillessehne mindestens bis Dezember pausieren. So reist das Gründungsmitglied der Bundesliga ohne seinen Topspieler zum schweren Doppelspieltag. Am Samstag gastiert der Tabellenachte beim SV Fun Ball Dortelweil (18 Uhr), am Sonntag steht dann ab 14 Uhr das Auswärtsspiel beim TSV Neuhausen-Nymphenburg in München an.

Beuel hat auf den Ausfall von Weißkirchen reagiert und so wird erneut der brasilianische Weltranglistenspieler Ygor Coelho als Nummer eins auflaufen. Mittlerweile ist Coelho in der Weltrangliste auf Rang 46 vorgerückt, auch ein Grund dafür war das hervorragende Abschneiden des Einzelspezialisten bei den Canadian Open in der Vorwoche, wo er erst im Viertelfinale an der großen Französischen Nachwuchshoffnung und späteren Sieger Alex Lanier scheiterte. Darüber hinaus stehen Doppelspezialist Daniel Hess, Zach Russ, Hannah Pohl und Brid Stepper zur Verfügung. Zudem soll der eigene Nachwuchsspieler Til Gatzsche ebenfalls spielen und weiter Erfahrung in der ersten Liga sammeln.

Keine Frage, wenn der 1. BC Beuel am Samstag gegen Dortelweil antritt, wird es eines der schwersten Spiele der Saison. Der Grund: Mit den mehrfachen Deutschen Meistern Yvonne Li und Kai Schäfer verfügen die Gastgeber nicht nur mit über die besten Spieler Deutschlands, sondern die Gastgeber haben auch das Momentum auf Ihrer Seite. Trotz den bislang schweren Spielen gegen Wipperfeld und Bischmisheim steht der SV mit fünf Punkten noch vergleichsweise gut da. „In Summe ist Dortelweil auf jeder Position stark besetzt mit einem herausragenden Mixed, ich kann bei der Mannschaft keine Schwäche erkennen“, erklärts Beuels Teammanager Thilo Mund. Dort zu punkten, hält er jedenfalls für „brutal schwierig“, würde dies als große Überraschung bezeichnen.

Etwas anders gestaltet sich die Situation am Sonntag. Gegen Neuhausen-Nymphenburg erhofft sich Mund durchaus einen Erfolg, wenn auch einen knappen: „Im Idealfall holen wir einen 4:3-Sieg, denn ich sehe, dass wir im ersten Herreneinzel, ersten Herrendoppel, Damendoppel und Mixed Chancen haben zu gewinnen.“

Henning Bock

Als Außenseiter zum elften Streich?

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Am Freitag wird Bischmisheim gegen Dortelweil antreten. Foto: Thomas Wieck

Badminton-Bundesligist 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim geht an diesem Wochenende als Titelverteidiger beim Final Four-Turnier um die deutsche Meisterschaft an den Start. Das Halbfinale gegen den SV Fun-Ball Dortelweil soll an diesem Freitag um 15 Uhr nur Durchgangsstation sein. Der BCB peilt erneut den Titel an. Es wäre der elfte insgesamt und der vierte in Folge.

„Unser Ziel innerhalb des Teams ist die Titelverteidigung – ganz klar“, sagt Volker Eiber. Der Teammanager von Badminton-Bundesligist 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim ist vor dem Final Four-Turnier um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft guter Dinge, dass der BCB beim Saisonfinale in Stuttgart seine Topleistung abrufen und bei der Titelvergabe erneut ein gewichtiges Wort mitreden wird.

An diesem Freitag um 15 Uhr steht für den zehnfachen deutschen Meister in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle zunächst das Halbfinale an. Gegner ist der SV Fun-Ball Dortelweil, der die Hauptrunde in der Bundesliga auf Platz zwei beendete und sich somit direkt für das Final Four qualifizieren konnte. Bischmisheim musste als Dritter diesmal dagegen den ungewohnten Umweg über das Playoff-Viertelfinale gehen, um sich abermals das Ticket für das Endturnier der besten vier deutschen Vereinsmannschaften zu sichern. Diese Prüfung meisterten die Saarbrücker Ende März mit einem 4:2-Erfolg über Blau-Weiß Wittorf – womit sie ihre Serie fortsetzen konnten. Seit der Erstaustragung des Final Fours im Jahr 2017 war der BCB stets beim Endturnier dabei und erreichte jeweils auch das Finale, wo es nur bei der Premiere gegen den TV Refrath eine Niederlage gab.

Nach zuletzt drei Meisterschaften in Folge soll die Vorschlussrunde auch diesmal nur Durchgangsstation sein – wobei Bischmisheims Nationalspielerin Isabel Lohau gegen Dorteilweil eine knifflige Aufgabe erwartet: „Das Halbfinale ist in meinen Augen eine 50/50-Partie. Man muss abwarten, ob bei Dortelweil alle wichtigen Spieler dabei sind. Wenn sie in Topbesetzung antreten können, wird es eine enge Kiste“, glaubt die 30-Jährige, auf die es im Duell mit den Hessen besonders ankommen wird. Lohau ist sowohl im Damendoppel als auch im Mixed als feste Größe eingeplant. Im Doppel wird sie aller Voraussicht nach mit Franziska Volkmann antreten, da ihre etatmäßige Partnerin Stine Küspert mit einer Bauchmuskelzerrung auszufallen droht. „Ein Ausfall von Stine würde uns natürlich weh tun. Wobei wir mit Franzi aber guten Ersatz haben und in meinen Augen trotzdem noch jeden schlagen können“, sagt Lohau.

Jubilar Michael Fuchs. Foto: BC Bischmisheim

Auch Bischmisheims Titelgarant Michael Fuchs hält den erneuten Triumph für möglich: „Die Titelverteidigung ist sicher ein hochgestecktes Ziel, aber kein zu hoch gestecktes. Wir sind zwar nicht der Favorit, in dieser Rolle sehe ich den 1. BC Wipperfeld. Dennoch bin ich sehr optimistisch. Das Halbfinale können wir auf jeden Fall gewinnen, danach müssen wir schauen, was passiert – aber wir sind auf keinen Fall chancenlos“, sagt der noch 39-Jährige. Für ihn ist das Halbfinale gegen Dortelweil keine alltägliche Partie, denn am Freitag feiert „Fuchsi“ am Rande des Duells seinen 40. Geburtstag. „Am Geburtstag zu spielen, ist generell immer was Besonderes. Für den 40. gilt das nochmal umso mehr. Ich schätze, es werden vorher sicherlich ein paar Nachrichten kommen. Sobald es losgeht, werde ich das aber ausblenden und mich nur auf mein Spiel konzentrieren“, sagt der Altmeister – und hofft auf ein gutes Omen. Umso mehr, weil für ihn nach 19 Jahren beim BCB und unglaublichen zehn Meisterschaften nach der Runde Schluss ist. Fuchs wird künftig kürzertreten und für Heimatverein TV Marktheidenfeld nur noch in der 2. Bundesliga an den Start gehen. Klar, dass er sich zu gerne mit dem erneuten Titelgewinn verabschieden möchte – allerdings wartet erst mal das Halbfinale.

In den beiden Ligaduellen mit Dortelweil gab es eine Niederlage und einen Sieg. Das Hinspiel hatte der BCB im vergangenen November in eigener Halle ersatzgeschwächt (neben Lohau und Küspert fehlten auch der Niederländer Ruben Jille und die dänischen Neuzugänge Mads Christophersen und Frederik Søgaard) 2:5 verloren. Im Rückspiel im hessischen Bad Vilbel konnten sich die Saarbrücker Ende Januar mit einem 4:3-Auswärtserfolg revanchieren. „Es wird sicher darauf ankommen, in welcher Besetzung Dortelweil tatsächlich antritt. Ob sie bei den Damen beispielsweise auf Iris Wang (mit einer Bilanz von 20:0 Siegen, 15:0 im Einzel, die herausragende Bundesliga-Akteurin; Anm. d. Red.) setzen können. Und ganz generell wird natürlich die Tagesform entscheidend sein“, sagt Fuchs. Auf seinen Titelgaranten, der bei allen zehn bisherigen Bischmisheimer Meisterschaften dabei war, wird der BCB auch in Stuttgart wieder fest vertrauen. In welcher Konstellation, bleibt abzuwarten. Neben Ruben Jille und Frederik Søgaard stehen Johannes Pistorius, Peter Käsbauer und Patrick Scheiel für die Einsätze in Doppel und Mixed bereit. Eventuell auch Mads Christophersen, der als eigentlicher Einzelspezialist auch im Doppel stark performen kann. „Wir haben da die Qual der Wahl“, weiß Fuchs.

Teammanager Volker Eiber. Foto: Thomas Wieck

Das sieht auch Teammanager Volker Eiber ähnlich: „Wir haben alle Mann an Bord. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir unter diesen Voraussetzungen beide Herrendoppel verlieren. Zudem können wir das stärkste Mixed ins Rennen schicken, im zweiten Herreneinzel ist Daniel Nikolov eine Bank und auch im Damendoppel sehe ich uns im Vorteil. Alle im Team sind gut drauf, sind heiß und extrem motiviert – von daher bin ich sehr zuversichtlich“, sagt Eiber, dem das letzte Wochenende als Teammanager bevorsteht. Er wird, ähnlich wie Fuchs, nach der Saison kürzertreten – und würde sich natürlich ebenfalls einen Abschied mit der erneuten Meisterschaft wünschen. Eiber sähe auch in einem möglichen Finale gute Karten für den BCB. „Egal, ob Wipperfeld oder Lüdinghausen. Wir müssten uns vor beiden nicht verstecken.“ Davon ist auch Isabel Lohau überzeugt: „Die Titelverteidigung halte ich grundsätzlich für möglich. Wir können das auf jeden Fall schaffen“, sagt die Nationalspielerin, für die es direkt nach dem Final Four zur Individual-Europameisterschaft nach Spanien weitergeht. „Bei uns sind ja einige in der Vorbereitung auf die EM und daher entsprechend in guter Verfassung – wir sind auf jeden Fall bereit.“

Sollte der BCB das Halbfinale gegen Dortelweil gewinnen, ginge es an diesem Samstag um 12 Uhr im Endspiel entweder gegen Hauptrunden-Meister 1.BC Wipperfeld oder den SC Union Lüdinghausen, der sich als Vierter wie Bischmisheim über die Playoffs für das Final Four qualifizierte. Topfavorit auf den Titel ist diesmal Wipperfeld, das sich vor der Runde unter anderem mit dem langjährigen Bischmisheimer Nationalspieler Marvin Seidel verstärkt hat und den Spieß im Vergleich zum Vorjahr umdrehen möchte. Im Juni letzten Jahres hatte Wipperfeld im Endspiel gegen den BCB klar mit 1:4 das Nachsehen. Diesmal soll es für die Oberbergischen definitiv besser laufen – was Bischmisheim aber zu seinem Vorteil nutzen möchte: „Ich glaube, der Druck liegt diesmal nicht ganz so bei uns, sondern eher bei Wipperfeld – und das kann auch mal eine ganz schöne Aufgabe sein. Wir haben auf jeden Fall die nötige Erfahrung, um in Stuttgart zu bestehen. Ich persönlich fühle mich gut und freue mich auf die Spiele“, sagt Michael Fuchs – verbunden mit der Hoffnung, dass einem schönen Geburtstagsgeschenk am Freitag dann am Samstag im großen Finale ein großer Feiertag für die gesamte Mannschaft folgt.

dbe

Bischmisheim holt drei Punkte in Lüdinghausen

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Spitzenreiter Dortelweil. Foto: SV Fun-Ball Dortelweil
Dortelweil siegt in Refrath mit 5:2 und bleibt an der Tabellenspitze. Ihnen folgt nun kurzzeitig Bischmisheim, die heute am zehnten Spieltag in Lüdinghausen mit 6:1 drei Punkte holten. Wipperfeld lauert an dritter Stelle, denn bei zwei noch ausstehende Spiele können sie die beiden vor ihnen stehenden Teams noch überholen.
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Bischmisheim chancenlos gegen den Tabellenführer

Daniel Nikolov. Foto: Thomas Wieck
Badminton-Bundesligist 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim unterliegt Spitzenreiter SV Fun-Ball Dortelweil zuhause klar mit 2:5 und erleidet damit einen Rückschlag im Rennen um die direkte Final Four-Qualifikation.





Das Topspiel in der Badminton-Bundesliga brachte den Akteuren des deutschen Meisters 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim eine wichtige Erkenntnis: „Es war ganz klar zu sehen, dass wir mit dieser Aufstellung nicht zur absoluten Ligaspitze gehören“, sagte BCB-Teammanager Volker Eiber nach der klaren 2:5-Heimniederlage am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen den SV Fun-Ball Dortelweil. Ohne Nationalspielerin Isabel Lohau, die aktuell bei World-Series-Turnieren in Indonesien aufschlägt, ohne den kranken Ruben Jille und ohne die dänischen Neuzugänge Frederik Søgaard und Mads Christophersen blieb der amtierende deutsche Meister im Duell mit dem Überraschungstabellenführer der Bundesliga letztlich chancenlos – und verbuchte erstmals seit dem 20. Januar 2019 und dem 1:6 zuhause gegen den TV Refrath keinen Punktgewinn in einem Spiel der regulären Runde.



Lediglich das zweite Herrendoppel um Altmeister Michael Fuchs und Johannes Pistorius sowie Daniel Nikolov im zweiten Herreneinzel konnten gegen Dortelweil für Bischmisheimer Erfolgserlebnisse sorgen. Der Bulgare Nikolov bezwang Dortelweils Iren Jonathan Dolan glatt in drei Sätzen mit 11:2, 13:11 und 11:8 – es war für ihn im sechsten Einzeleinsatz der Runde der sechste Erfolg. „Auf Daniel ist immer Verlass. Er bleibt unser absoluter Punktegarant“, nannte Eiber eine der wenigen positiven Erkenntnisse aus dem Spitzenspiel. Eine andere waren die ausgeprägten Motivationsfähigkeiten von Altmeister Fuchs, der im Doppel mit Pistorius einen hart erkämpften Fünfsatz-Erfolg (8:11, 12:10, 11:9, 10:12 und 11:7) über Kai Schäfer und Mathias Bay Smidt feierte. „Es ist toll zu sehen, wie es Fuchsi gelingt, die jüngeren Spieler mit seiner Art zu begeistern und anzutreiben“, lobte Eiber. Nichts zu bestellen gab es derweil für Peter Käsbauer und Patrick Scheiel im ersten Herrendoppel. Gegen die eingespielte dänische Paarung Mads Vestergaard und Emil Lauritzen entschied die BCB-Paarung den ersten Satz zwar mit 11:5 für sich. Danach entpuppte sich Dortelweils Duo aber als das besser harmonierende Team, und die Dänen holten mit 11:5, 11:9 und 11:6 den Sieg.









Im Damenbereich stand der BCB ohne Lohau komplett auf verlorenem Posten. Stine Küspert und Franziska Volkmann verloren im Doppel glatt mit 2:11, 7:11, 8:11 gegen Irina Andersen und Julie Macpherson. „Beide konnten zuletzt leider nicht zusammen trainieren. Als sie einigermaßen im Spiel drin waren, war die Partie auch schon wieder vorbei“, befand Eiber. Im Dameneinzel bot Priskila Siahaya der bislang herausragenden Bundesliga-Akteurin Iris Wang (acht Einzel, acht Siege) streckenweise glänzend Paroli und gewann den ersten Durchgang mit 11:8. Allerdings konnte Siahaya ihr teils starkes Spiel nicht über die komplette Partie hinweg durchdrücken. Sie verlor schließlich 11:8, 1:11, 9:11 und 1:11. „Man hat gesehen, dass sie mit den absoluten Topspielerinnen mithalten kann – sie war in vielen Momenten sogar technisch besser, muss aber noch dorthin kommen, dass sie die Leistung über eine längere Distanz so aufrechterhält“, analysierte Eiber.



Im Mixed bissen sich Volkmann und Scheiel an ihren Gegnern Vestergaard und Macpherson die Zähne aus und unterlagen klar in drei Durchgängen mit 10:12, 5:11, 8:11. Auch für Luka Wraber gab es am Samstag gegen Dortelweil wieder wenig zu ernten. Der Österreicher musste sich im vierten Einsatz der Saison zum dritten Mal geschlagen geben, verlor gegen den amtierenden deutschen Einzelmeister Kai Schäfer mit 7:11, 7:11, 8:11. „Luka hat sein Spielniveau zwar wieder leicht gesteigert. Es reicht aber immer noch nicht ganz, um im ersten Herreneinzel zu bestehen“, befand Eiber. Auf einen Einsatz von Christophersen musste er verzichten, da der Däne unter der Woche bei den Irish Open stark performt hatte. Dort erreichte Christophersen am Samstag das Endspiel, in dem er allerdings gegen Seng Zoe Yeoh aus Malaysia mit 18:21 und 14:21 den Kürzeren zog.









Für den 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim rückt die anvisierte direkte Qualifikation für das Final Four-Turnier um die deutsche Meisterschaft nach der zweiten Saisonniederlage bereits in weite Ferne. Mit 16 Punkten liegt der BCB nach acht Partien nun vier Punkte hinter dem punktgleichen Führungsduo Dortelweil und 1.BC Wipperfeld. „Wir müssen das Ganze realistisch sehen und davon ausgehen, dass wir es diesmal wohl nicht auf direktem Wege zum Final Four schaffen werden. Das Spiel gegen Dortelweil war dahingehend eine richtungsweisende Partie. Wenn sie auch weiterhin immer ihr bestes Team an den Start schicken können, ist unser Rückstand wahrscheinlich schon zu groß“, mutmaßt Eiber. Die nächsten beiden Bundesliga-Auftritte bestreitet der BCB am übernächsten Samstag, den 4. Dezember ab 15 Uhr beim Tabellenfünften TV Refrath (zwölf Punkte) und tags darauf am 5. Dezember um 14 Uhr beim Ligaachten SC Union Lüdinghausen (neun Punkte).



dbe






					

Jena überrascht in Dortelweil

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Lennart Notni, mit 20 Siegen aus 25 Spielen der größte Punktegarant der Jenaer. Foto: Steffen Nichterlein
Die Vorzeichen standen nicht gerade überragend für den Jenaer Badmintonverein in der 2. Badminton-Bundesliga. Verletzungen und Krankheitsfälle grassierten im Team und so waren die Erwartungen gegen den Erstligaabsteiger vom 1. SV Fun-Ball Dortelweil eher gedämpft.
Mit einer Minimalbesetzung konnten die Jenaer jedoch überraschen und durch einen 2-5 Auswärtserfolg zwei Punkte mit an die Saale bringen. Im ersten Doppel wagten die Jenaer eine neue Konstellation; Florian Wohlgemuth, der erst sein drittes Zweitligaspiel bestritt, durfte an der Seite von Moritz Predel gleich im ersten Doppel aufspielen, während die altbewährte Paarung aus Lennart Notni und Johann Höflitz im zweiten Doppel antrat. Beide Paarungen spielten ihr bestes Badminton und konnten, überraschend aus Jenaer Sicht, in vier Sätzen gewinnen. Durch den ebenfalls starken Auftritt von Nicole Bartsch und Laura Adam im Damendoppel gingen der Jenaer SV sogar mit 3-0 in Führung. Im zweiten Herreneinzel (Moritz Predel) und im Dameneinzel (Nicole Bartsch) musste zwar jeweils eine Dreisatzniederlage eingesteckt werden, doch Johann Höflitz und Laura Adam, ebenfalls eine neue Konstellation, machten im Mixed den Sack zu und sorgten vorzeitig für den Jenaer Siegpunkt. Lennart Notni durfte im ersten Einzel sogar noch einen drauflegen, indem er ein nahezu perfektes Spiel aufs Parkett zauberte und auch die letzte Partie der Begegnung für sich und seine Mannschaft entschied.
Damit zieht der SV GutsMuths Jena in der Tabelle an den Hessen vorbei und steht nun, zwei Spieltage vor Saisonende, mit einem jetzt schon neuen Punkterekord von 26 auf dem vierten Rang. Die letzten beiden Punktspiele, bei denen die Saalstädter zu Hause noch einmal alles aufbringen wollen, finden am 14. und 15. 03 statt. Zum Saisonabschluss hat der SV GutsMuths zwei Revanchen gegen starke Teams offen und freut sich auf größtmöglichen Rückhalt aus dem Publikum. Moritz Predel

Jena fährt zum Erstligaabsteiger Dortelweil

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Lisa Geppert, die in den letzten Begegnungen Siege im Dameneinzel beisteuern konnte. Foto: Steffen Nichterlein
Nach dem überraschenden Abstieg der Hessen aus der ersten Bundesliga vergangenes Jahr, sind dem Verein nur noch wenige Akteure treu geblieben. So löste sich die erste Mannschaft quasi auf und die Reservemannschaft wurde zur neuen ersten Mannschaft der Dortelweiler- gespickt mit einigen Talenten, die die vergangenen Spielzeiten schon in der ersten Liga aktiv waren.
So ist nicht verwunderlich, dass der hessische Verein für jede Mannschaft eine echte Herausforderung darstellt und drei Spieltage vor Saisonende im oberen Tabellenmittelfeld zu finden ist. Damit stehen sie, mit nur einem Punkt Vorsprung, knapp vor den Saalstädtern in der Tabelle. Dass das auch für die Jenaer Athleten gilt, sah man im Hinspiel, welches vor heimischem Publikum mit 3:4 verloren wurde. Mit einem Sieg würden die Jenaer zwar an den Hessen vorbeiziehen, doch durch den verletzungsbedingten Ausfall zweier Stammspieler müssen alle Thüringer ihr ganzes Können aufs Parkett bringen, damit am Ende der Begegnung Punkte mit an die Saale genommen werden. Zur Stammmannschaft der Dortelweiler gehört übrigens auch ein alter Bekannter der Jenaer; Patrick Kämnitz. Der ehemalige Nationalspieler ist in Jena geboren und nahm am hiesigen Sportgymnasium seine Leistungssportkarriere auf. Spielbeginn ist am Sonntag, dem 23.02.2020, um 15:00 Uhr. Moritz Predel

Schorndorf bleibt stramm auf Kurs Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga

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Simon Kramer (links) und Benjamin Wahl brachten die SG im Spiel gegen Dortelweil mit 2:1 in Führung. Foto: Ulrich Kolb
Der Tabellenzweite setzte sich zuhause mit 6:1 gegen den Verfolger SV Fun-Ball Dortelweil durch. Die SG steht damit weiterhin auf Platz Zwei.
Nach dem abschließenden Mixed vollführten Kerstin Wagner und Benjamin Wahl Freudensprünge. Zum einen da sie das gemischte Doppel soeben im vierten Satz nach hohem Rückstand gewonnen hatten. Zum anderen brachte die Partie einen unerwartet hohen 6:1-Sieg unter Dach und Fach. Und damit satte drei Punkte für die Tabelle. Die Partie war ausgesprochen umkämpft und spannend. Eine Ausnahme machten das erste Männerdoppel und das Frauendoppel. David Kramer und Alan Erben setzten sich mit 11:9, 11:9, 11:2 gegen David Peng/Sandro Kulla durch.
Die Dortelweilerinnen Theresa Wurm/Emilie Juul Möller holten das Frauendoppel gegen Xenia Kölmel/Kerstin Wagner in drei Sätzen mit 11:5, 15:14, 11:5. Ein erstes Schlüsselspiel war das zweite Männerdoppel. Benjamin Wahl/Simon Kramer kämpften sich nach 1:2-Satzrückstand zurück und gewannen Satz Vier mit 11:9. Den Rückenwind nahmen sie mit in den Entscheidungssatz und punkteten mit 11:3. Ein starke Partie zeigte Xenia Kölmel gegen Theresa Wurm. Sie ließ sich auch von einem verlorenen zweiten Satz nicht beirren und gewann mit 11:5, 11:5.
Auf zwei Feldern parallel liefen danach das erste und das zweite Männereinzel. Im zweiten Einzel von Alan Erben fiel die Entscheidung zugunsten der SG. Kurz sah es düster aus. In der Endphase des dritten Satzes knickte der Schorndorfer um und holte den Satz dennoch mit 13:11. Auch Satz Vier und damit das Spiel gingen an Alan Erben. Damit stand es bereits 4:1 und der Sieg war unter Dach und Fach. Jetzt war ein 6:1 und damit drei Punkte in Reichweite. David Kramer lieferte sich mit David Peng ein tolles Spiel. Es ging in den fünften Entscheidungssatz. David Peng holte nach 4:10 Rückstand Punkt um Punkt und kam auf 9:10 heran. Dann gelang David Kramer der Schlusspunkt zum 11:9-Sieg.
Kerstin Wagner/Benjamin Wahl lagen bei 2:1-Satzführung im vierten Satz beinahe aussichtslos zurück. Punkt um Punkt kam das Schorndorfer Mixed heran und siegte in der Verlängerung mit 12:10. „Das ist unglaublich“, fasste Teamchef Benjamin Wahl seine Freude über den hohen 6:1-Sieg zusammen. Ulrich Kolb