Kategorie: 1. Bundesliga

Vier DBV-Asse für das „Team D“ nominiert

Yvonne Li (SV Fun-Ball Dortelweil)

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) ist dem Vorschlag des Deutschen
Badminton-Verbandes (DBV) gefolgt und hat in seiner Nominierungssitzung am 25.
Juni 2024 Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld), Yvonne Li (SV Fun-Ball Dortelweil),
Fabian Roth (TV Refrath) sowie Marvin Seidel (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) für
die Olympischen Spiele 2024 (26. Juli bis 11. August in Paris/Frankreich) nominiert.

Fabian Roth (TV Refrath)

Während sich Fabian Roth im Herreneinzel für Paris qualifizierte, löste Yvonne Li das
Ticket im Dameneinzel. Mark Lamsfuß und Marvin Seidel sicherten sich derweil
gemeinsam im Herrendoppel einen Startplatz bei den olympischen Badmintonwettbewerben in Frankreichs Hauptstadt. Diese werden vom 27. Juli bis zum 5. August in der Arena Porte de La Chapelle ausgetragen.

„Für mich geht ein großer Traum in Erfüllung. Ich freue mich jetzt auf eine gute, intensive
Vorbereitung“, sagt Fabian Roth, der in diesem Jahr zum ersten Mal bei Olympischen
Spielen zum Team Deutschland zählt. Yvonne Li, Mark Lamsfuß und Marvin Seidel
hingegen gaben bereits 2021 in Tokio/Japan ihr Olympiadebüt.

„Ich freue mich sehr auf die Olympischen Spiele und bin gespannt, wie die Atmosphäre
vor Ort sein wird. Es ist mir eine Ehre, Deutschland zum zweiten Mal bei so einem Großevent im Badminton vertreten zu dürfen, und merke, dass die Vorfreude mit jedem Tag steigt. Bis dahin gilt es aber noch, Vollgas in der Vorbereitung zu geben, um dann die maximale Leistung abrufen zu können“, so Yvonne Li.

Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld) und Marvin Seidel (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)

Gerade auch im Vergleich mit Tokio 2021 meint Marvin Seidel: „Ich freue mich natürlich sehr auf Olympia ohne Corona-Probleme und bin sehr gespannt auf die gesamte Atmosphäre. Besonders ist sicher auch, dass viele aus der Familie und dem Bekanntenkreis da sein können, um uns anzufeuern. Es wird definitiv ein Karrierehighlight!“

Dem stimmt sein Doppelpartner Mark Lamsfuß zu: „Das sind definitiv andere Olympische Spiele als die in Tokio. Ich freue mich sehr darauf – gerade, weil es so nah an Saarbrücken ist, die Familie vorbeikommt, Freude vorbeikommen und man einfach direkt vor der Haustüre so ein Erlebnis hat.“
Als Trainer sind Chef-Bundestrainer Hannes Käsbauer sowie Jeppe Ludvigsen aus dem Bundestrainerteam Doppel/Mixed des DBV für die olympischen Badmintonwettbewerbe vorgesehen. Für die Teilmannschaftsleitung ist einmal mehr Martin Kranitz, der langjährige Sportdirektor im DBV, der seit dem 1. Mai 2024 als Leiter des Bundesstützpunktes in Saarbrücken fungiert, eingeplant. Die
physiotherapeutische Betreuung der deutschen Badmintonasse soll derweil DBV Verbandsphysiotherapeut Stefan Kalteis übernehmen, der vor Ort zudem für die gesamte deutsche Mannschaft tätig sein wird. Die Nominierung der Trainer und Betreuer in der Sportart Badminton erfolgt seitens des DOSB am 8. Juli.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Fabian Roth, Yvonne Li sowie Mark Lamsfuß/Marvin Seidel für Olympia qualifiziert

Fabion Roth. Foto: Claudia Pauli

Zwölf Monate hatten die weltbesten Badmintonspielerinnen und -spieler die Gelegenheit, bei Turnieren auf allen Kontinenten möglichst viele Weltranglistenpunkte zu sammeln, um sich in der Folge über eine gute Platzierung in der sogenannten „Race to Paris Ranking List“ einen Startplatz bei den olympischen
Badmintonwettbewerben 2024 zu sichern.

Die Qualifikationsphase startete am 1. Mai 2023 und endete am 28. April 2024. Seit dem 27. Mai 2024 steht nun fest, dass seitens des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) in drei Disziplinen Athletinnen und Athleten das Ticket für die Spiele der XXXIII. Olympiade gelöst haben: Die entsprechende Zulassungsliste des Badminton- Weltverbandes BWF weist im Herreneinzel Fabian Roth (TV Refrath), im Dameneinzel Yvonne Li (SV Fun-Ball Dortelweil) und im Herrendoppel Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) als Startberechtigte aus.

Sofern der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), welcher jeweils die Nominierung der deutschen Athletinnen und Athleten für die Olympischen Spiele vornimmt, dem Vorschlag des DBV folgt, dürften Yvonne Li, Mark Lamsfuß und Marvin Seidel in diesem Jahr zum zweiten Mal nach 2021 (Tokio/Japan) bei dem prestigeträchtigen Großereignis aufschlagen. Fabian Roth hingegen würde 2024 seine Olympiapremiere feiern. Die Nominierung der deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Sportart Badminton soll seitens des DOSB im Rahmen der Nominierungsrunde am 4. Juni 2024 vorgenommen werden.

„Das Olympiaqualifikationsjahr ist jedes Mal wieder etwas Besonderes. Mit vier Athletinnen und Athleten in drei Disziplinen das Ziel der Olympiaqualifikation zu erreichen, ist auf der einen Seite sehr gut und macht Lust auf mehr vor Ort in Paris“, meinte der neue Chef-Bundestrainer im DBV, Hannes Käsbauer. Er erläuterte im Detail: „Mark Lamsfuß und Marvin Seidel haben sich souverän qualifiziert und zeigten immer wieder, dass sie gegen die Toppaarungen im Herrendoppel mithalten können. Auf der anderen Seite stand das Jahr auch unter einem traurigen Stern: Mit der Verletzung von Mark Lamsfuß, vielen hauchdünn verlorenen Spielen und einer sehr starken internationalen Konkurrenz konnten wir uns im Mixed und im Damendoppel leider nicht qualifizieren.

Das soll die vielen tollen Leistungen, wie die Medaille von Linda Efler und Isabel Lohau im Damendoppel bei den European Games oder auch zahlreiche weitere Spiele auf der World Tour gegen absolute Weltklassespielerinnen und -spieler, nicht schmälern.

Yvonne Li hat sich ebenfalls sehr souverän qualifiziert. Mit ihr wollen wir jetzt sowohl kurz- als auch mittelfristig die nächsten Schritte gehen und uns dabei optimal für Paris vorbereiten. Fabian Roths
Qualifikation war knapp und ich freue mich sehr für ihn persönlich, dass er bei Olympia dabei sein darf. Mit ihm geht es nun darum, mit voller Kraft in die nahe Zukunft und darüber hinaus weiter zu arbeiten. Das wollen wir auch mit all den nachkommenden Spielerinnen und Spielern: alles dafür tun und mit größtmöglicher Qualität gegen die internationale Konkurrenz wettkämpfen.“

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

YONEX Bonn International stehen vor der Tür

Am kommenden Mittwoch hat das Warten ein Ende, dann können alle Interessierten wieder Weltklasse-Badminton in Bonn sehen. Vom 29. Mai bis zum 1. Juni werden in der Beueler „Erwin-Kranz-Halle“ dann die YONEX Bonn International ausgetragen, ein BWF-Turnier der „Future Series“.

Das seit 2019 in Bonn ausgetragene Turnier erfreut sich wachsender Beliebtheit. Erneut haben mehr als 300 Athleten aus mehr 40 Nationen gemeldet und kämpfen in allen fünf Disziplinen um die begehrten Weltranglistenpunkte. Damit wächst das Turnier weiter kontinuierlich an.

Vor allem die Anzahl der zahlreichen Meldungen aus dem asiatischen Raum hat Kristin Schönherr vom Ausrichter 1. BC Beuel: „Das Turnier hat sich etabliert und ist eine feste Größe geworden.“

Im Herreneinzel ist der Schweizer Tobias Kuenzi, Weltranglistenplatz 88, an Position eins gesetzt, im Dameneinzel Heli Neiman (Weltranglistenplatz 141).

Neben vielen weiteren internationalen Größen haben auch zahlreiche Beueler Spitzenspieler für das Turnier gemeldet. Felix Hammes aus der ersten Mannschaft tritt im Herrendoppel zusammen mit Jarne Schlevoigt im Hauptfeld an.

Darüber hinaus können sich die Beueler Nachwuchsspieler Moritz Rappen/Ben Gatzsche, Til Gatzsche, zusammen mit Karl Sufryd, Dorian Florin Tihi mit Camilo Borst und Philipp Irsen mit Noah Volkmann über die Qualifikation ins Hauptfeld spielen.

Im Herreneinzel macht sich Beuels Talent Sanjeevi Padmanabhan Vasudevan, der innerhalb eines Jahres bis auf Weltranglistenplatz 345 vorgestoßen ist, Hoffnungen die Qualifikation im Herreneinzel zu überstehen.

Im Damendoppel ist Beuels Brid Stepper zusammen mit ihrer nationalen Partnerin Alicia Molitor am Start und auch Anna Mejikovskiy, die im vergangenen Jahr Deutsche Meisterin U22 wurde, ist mit dabei. Sie tritt im Ella Neve im Damendoppel an und zusammen mit Til Gatzsche im Mixed.

Henning Bock

Begeisternde Begegnung mit Taiwan

Enge Matches sowie Freude über einen Spielgewinn gegen Taiwan, wertvolle
Erfahrungen in der Begegnung mit Japan und ein Gesamtsieg gegen die
Tschechische Republik zum Abschluss: Die Spieler des Deutschen Badminton-
Verbandes (DBV) haben bei der Weltmeisterschaft 2024 für Herren- und für
Damennationalmannschaften (27. April bis 5. Mai in Chengdu/China) die Vorrunde
in der Gruppe B auf Tabellenrang drei beendet.

Nachdem der amtierende EM-Dritte zu Turnierbeginn Taiwan mit 1:4 unterlag und
tags darauf gegen Japan mit 0:5 verlor, verbuchte das deutsche Team im dritten und
damit letzten Gruppenspiel einen 3:2-Sieg gegen die Tschechische Republik.

Dabei sorgten die Spieler des DBV insbesondere im Duell mit Taiwan für Begeisterung: Daniel Hess/Marvin Seidel (1. BC Beuel/1. BC Saarbrücken- Bischmisheim) gelang im 2. Herrendoppel ein Zwei-Satz-Erfolg und weitere drei Matches waren erst nach drei Durchgängen entschieden.

„Wir sind richtig gut ins Turnier gestartet. In allen Spielen haben wir mindestens einen geilen Fight geboten. Ich persönlich bin natürlich überglücklich, dass Marvin und ich unser Spiel gewinnen konnten. Das war definitiv einer der coolsten Siege meines Lebens. Es hat unfassbar Spaß gemacht“, meinte Daniel Hess nach der Partie gegen Taiwan.

Kai Schäfer sagte nach seinem Einzel im Aufeinandertreffen mit Japan: „Ich denke, meine Leistung war ansprechend, aber ich hätte gerne mindestens einen Satz geholt. Ich glaube, ich muss lernen, in den entscheidenden Phasen nicht zu viel zu wollen. Da merkt man dann doch, dass gegenüber einfach mehr Klasse und Erfahrung steht.“

„Das war ein sehr hartes Stück Arbeit. Die Tschechen haben alles reingelegt. Am Ende hatten wir es aber verdient“, zog DBV-Sportdirektor Martin Kranitz ein Fazit in Bezug auf die Partie um Tabellenplatz drei gegen die Tschechische Republik.

Die mit dem Viertelfinale beginnende K.-o.-Runde erreichten diejenigen Mannschaften, die nach Abschluss der Gruppenphase die Tabellenplätze eins und zwei in ihrer jeweiligen Gruppe belegten.

Weitere Informationen

Alle Ergebnisse der Mannschafts-WM 2024 finden sich auf der DBV-Website unter
www.badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com
(Stichwort „TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2024“).

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV

Wegweisende personelle und strukturelle Veränderungen im DBV


Ab dem 1. Mai 2024 werden sich innerhalb des Deutschen Badminton-Verbandes
(DBV) weitere Veränderungen im Leistungssportpersonal ergeben.

Neuer Sportdirektor Niclas Hildebrand. Foto: privat

Nachdem der langjährige Chef-Bundestrainer Detlef Poste zum 1. Januar 2024 die Funktion des Bundestrainers Nachwuchs im DBV übernommen hatte, steht nun fest, wer seine Nachfolge antritt:

Im Zuge des Bewerbungsprozesses entschied sich das DBV- Präsidium für den ehemaligen Nationalspieler Hannes Käsbauer, der aktuell als Leiter des Bundesstützpunktes Doppel/Mixed in Saarbrücken tätig ist.

Während der Hauptarbeitsort des Chef-Bundestrainers in den vergangenen Jahren das Deutsche Badminton-Zentrum (DBZ) in Mülheim an der Ruhr war, wird dieser neuerdings am Bundesstützpunkt in Saarbrücken ansässig sein. Hintergrund sind Änderungen in der DBV-Bundesstützpunktstruktur.

Mit diesen wiederum wird das Ziel verfolgt, den steigenden Anforderungen, welche der Hochleistungssport – sowohl im Elite- als auch im Nachwuchsbereich – mit sich bringt, bestmöglich
gerecht werden zu können.

Daher wird die Bundesstützpunktstruktur im Leistungssport – zunächst für den Zeitraum 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2026 – dahingehend angepasst, dass der Bundesstützpunkt Saarbrücken künftig den „Bundesstützpunkt Elite“ bildet, an dem das Training mit Blick auf die Olympischen Spiele sowie auf Welt- und Europameisterschaften ausgerichtet ist, während der Bundesstützpunkt Mülheim an der Ruhr zum „Bundesstützpunkt Anschluss U25/zentraler U19-Stützpunkt“ wird und der Bundesstützpunkt Hamburg „Bundesstützpunkt Nachwuchs“ bleibt.

Dabei werden in Mülheim an der Ruhr der Deutsche Badminton-Verband und der Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen künftig im Verbundsystem zusammenarbeiten, was eine noch bessere Vorbereitung von Nachwuchsathletinnen und -athleten auf den Aktivenbereich ermöglicht.

„Im Zuge der Umstrukturierung wurden auch Rollen und Aufgabenprofile geschärft, so etwa in Bezug auf den Chef-Bundestrainer. Nach unserem Verständnis gehört diese Stelle nun strukturell an den Bundesstützpunkt Elite“, erläutert DBV-Präsident Ralf Michaelis.

Die Bundesstützpunktleitung in Saarbrücken übertrug das DBV-Präsidium Martin Kranitz, der aktuell die Stelle des Sportdirektors innehat. „Es ist in meinem Interesse, mich nach 25 Jahren, die ich in der ersten Reihe Verantwortung getragen habe, daraus zurückzuziehen“, sagt Martin Kranitz, der ab 1999 zunächst als Referent Leistungssport im DBV fungierte und seit dem Jahr 2007 als Sportdirektor des olympischen Spitzenverbandes tätig ist.

Die Stelle des Sportdirektors erfährt im Zuge der Umstrukturierung eine Verlagerung nach Mülheim an der Ruhr, sodass eine direkte Anbindung an die dort ansässige DBV-Geschäftsstelle gegeben ist.

Neuer Sportdirektor wird Niclas Hildebrand, der bis 2023 über mehrere Jahre im Deutschen Volleyball-Verband (DVV) als Sportdirektor Beachvolleyball fungierte.

Auch mit dieser Position ist in Teilen ein verändertes Aufgabenprofil verbunden: So wird ein wesentlicher Baustein der Arbeit neuerdings die strukturelle und strategische Optimierung des Nachwuchsbereiches sein.

Martin Kranitz nimmt derweil einige seiner bisherigen Aufgaben in seine neue Stelle mit. Dazu zählt z. B. die Teilmannschaftsleitung Badminton bei den Olympischen Spielen in Paris.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Wipperfeld und Dortelweil stehen im Finale der “FinalFour 2024”

Emma Moszczynski (vorne) und Julie Macpherson holten für Dortelweil einen Punkt im Damendoppel.
Foto: Claudia Pauli

Beim Final-Four um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2024 im Badminton (20./21. April in Bad Vilbel) stehen sich im Endspiel der SV Fun-Ball Dortelweil (Badminton-Landesverband Hessen) und der 1. BC Wipperfeld (Badminton- Landesverband Nordrhein-Westfalen) gegenüber.

Während der Turnierausrichter aus Bad Vilbel am Sonntag (21. April 2024) seinen ersten Titelgewinn verbuchen könnte, möchte der aktuelle Deutsche Vizemeister aus Wipperfürth zum zweiten Mal nach 2022 den Riegel-Pokal für den besten Verein der 1. Bundesliga entgegennehmen.

Der SV Fun-Ball Dortelweil setzte sich am Samstag (20. April 2024) in seiner Halbfinalpartie mit 4:0 gegen den SC Union Lüdinghausen (Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen) durch. Der 1. BC Wipperfeld bezwang in der parallel ausgetragenen Neuauflage des letztjährigen Endspiels um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft Titelverteidiger 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim
(Badminton-Landesverband Saarland) mit 4:2.

Dabei konnte keines der vier Teams in Bestbesetzung antreten – bei allen Mannschaften fehlten, u. a. aus Verletzungs- bzw. Krankheitsgründen, mehrere Spitzenspielerinnen und -spieler. Besonders betroffen war davon der SC Union Lüdinghausen.

“Das war eine solide Leistung von uns, aber morgen müssen wir uns in jedem Fall noch steigern. Wir freuen uns, dass wir zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Finale stehen“, meinte Kai Schäfer, der für den SV Fun-Ball Dortelweil das 1. Herreneinzel gewann.

Arnaud Merkle musste sich im Einzel geschlagen geben, gewann anschließend aber mit Gregory Mairs das 2. Herrendoppel für Wipperfeld. Foto: Claudia Pauli

Andreas Lamsfuß, Teammanager des 1. BC Wipperfeld, erläuterte: „Unser Ziel war, dass es nach den ersten vier Spielen 2:2 steht. Das ist eingetreten – nur nicht so, wie ich es erwartet habe. Ich hatte damit gerechnet, dass wir ein Herreneinzel gewinnen. Arnaud Merkle und Gregory Mairs haben ein sehr gutes Doppel gespielt.“

Im Unterschied zur Punktspielrunde werden die Begegnungen in den Play-offs beendet, sobald eine Mannschaft vier der maximal sieben Matches – zwei Herreneinzel, ein Dameneinzel, zwei Herrendoppel, ein Damendoppel und ein Mixed – gewonnen hat.

„Was hier gezaubert wurde, ist für diese Veranstaltung absolut würdig. Dortelweil hat dies wirklich gut gemacht, das ist ein toller Rahmen für das Final-Four. Auch das Drumherum ist sehr professionell. Und die Mannschaften tun ein Übriges, um die Zuschauer zu begeistern“, lobte Wolfgang Wienefeld, Vizepräsident des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), den gastgebenden Verein für die Ausrichtung des Events in der VILCO Stadthalle.

Der SV Fun-Ball Dortelweil und der 1. BC Wipperfeld hatten als Tabellenerster und -zweiter nach Abschluss der Punktspielrunde 2023/2024 direkt das Ticket für die Endrunde um den Riegel-Pokal gelöst. Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim (Tabellendritter) und der SC Union Lüdinghausen (Tabellenvierter) sicherten sich ihren Startplatz im Final-Four derweil jeweils durch einen Sieg im Play-off- Viertelfinale am 6. April 2024. Im Halbfinale der DM-Endrunde trifft die Nummer eins der Abschlusstabelle grundsätzlich auf den am niedrigsten platzierten Sieger der Viertelfinalspiele.

Weitere Informationen

Die Ergebnisse des diesjährigen Final-Four sind auf der DBV-Website unter www.badminton.de, auf der Website des Deutschen Badminton-Ligaverbandes (DBLV) unter https://dblv-badminton-bundesliga.de sowie im Internet unter https://dbv.turnier.de (Stichwort „Bundesligen 2023/24“) erhältlich. Auf der DBV-
Website finden sich auch noch weitere Stimmen zum ersten Veranstaltungstag des Final-Four.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV

Starke kämpferische Leistung von Linda Efler/Isabel Lohau

Linda Efler (vorne) und Isabel Lohau unterlagen im Viertelfinale den dreimaligen Europameisterinnen aus Bulgarien. Foto: Claudia Pauli

Das Publikum in der Saarlandhalle leistete die bestmögliche Unterstützung. Doch Linda Efler/Isabel Lohau (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 39) war bei den Individual-Europameisterschaften „vor ihrer Haustüre“ (8. bis 14. April 2024 in Saarbrücken) der neuerliche Medaillengewinn auf kontinentaler Ebene nicht vergönnt:

Die Perspektivkaderathletinnen des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), die bei der Individual-EM 2022 in Spanien Silber und bei den European Games 2023 in Polen Bronze geholt hatten, unterlagen im Viertelfinale am Freitag (12. April 2024) den Weltranglisten-22. Gabriela Stoeva/Stefani Stoeva mit 15:21, 14:21.

Das an Position drei notierte Duo machte damit einmal mehr seine Ambitionen deutlich, zum vierten Mal nach 2018, 2021 und 2022 bei den Individual-Europameisterschaften zu triumphieren. Gleichzeitig verpassten es Linda Efler/Isabel Lohau, sich für die Niederlage, die sie vor zwei Jahren im EM-Finale gegen die Bulgarinnen erlitten hatten, zu revanchieren. Im direkten Vergleich mit dem leistungsstärksten deutschen Damendoppel führen Gabriela Stoeva/Stefani Stoeva – für die neben den EM-Titeln außerdem zwei Turniersiege bei den European Games zu Buche stehen – nun mit 5:0.

„Ich denke, wir können uns nichts vorwerfen. Wir sind physisch mitgegangen, wie es ging. Wir haben alles rausgeholt, was wir rausholen konnten. Schade, dass wir es nicht geschafft haben, aber ich denke, wir können dennoch stolz auf uns sein“, sagte Linda Efler nach der Begegnung in der Saarlandhalle. Isabel Lohau fügte hinzu: „Wir haben ein paar zu viele Fehler gemacht – und sie haben es wirklich gut gemacht.“ Das Duo, das am Bundesstützpunkt Doppel/Mixed in Saarbrücken trainiert und auch in der Hauptstadt des Saarlandes wohnt, hatte bei den diesjährigen Individual-Europameisterschaften Setzplatz fünf inne. „Bei den Sprechgesängen macht es richtig Bock. Gerade auch deshalb hätten wir hier gerne noch das eine oder andere Spiel gemacht“, bedankte sich Isabel Lohau bei den Badmintonfans.

Vielversprechende Ergebnisse und Lob für die Ausrichtung

Damit werden die European Championships 2024 ab sofort ohne deutsche Beteiligung fortgesetzt. „Wir haben ein paar wirklich gute, vielversprechende Ergebnisse gesehen – gerade im Herrendoppel und im Mixed. Da erkennt man eine Perspektive. Aber natürlich sind uns durch die verletzungsbedingten Ausfälle einige Medaillenchancen verloren gegangen“, zog DBV-Sportdirektor Martin Kranitz ein Gesamtfazit in Bezug auf die Titelkämpfe.

Er sprach zugleich dem 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ein großes Lob für die Ausrichtung der ersten Individual-EM seit 42 Jahren in Deutschland aus: „Wie erwartet, ist dies bisher eine tolle Veranstaltung“, so Martin Kranitz.

Weitere Informationen

Alle Ergebnisse der Individual-EM 2024 finden sich auf der DBV-Website unter www.badminton.de, auf der Veranstaltungswebsite unter https://em-badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com (Stichwort „2024 European Championships“).

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV

Linda Efler/Isabel Lohau spielen um eine Medaille

Fabian Roth unterlag in der Runde der besten 16 Herren dem Franzosen Alex Lanier.
Foto: Claudia Pauli


Das Damendoppel Linda Efler/Isabel Lohau (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim;
Weltranglistenplatz 39) hat bei den Individual-Europameisterschaften in
Saarbrücken (8. bis 14. April 2024 in der Saarlandhalle) das Viertelfinale erreicht. Die
Perspektivkaderathletinnen des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) benötigten
am Donnerstag (11. April 2024) gerade einmal 34 Minuten, um gegenüber Serena
Au Yeong/Katharina Hochmeir aus Österreich (Weltranglistenplatz 83) mit 21:12,
21:10 die Oberhand zu behalten.

„Das war ein guter Sieg, wir sind sehr zufrieden“, meinte Isabel Lohau unmittelbar nach der Achtelfinalpartie. Die 32-Jährige fügte hinzu: „Die ersten beiden Runden waren super souverän von uns. Wir wussten, dass wir die haushohen Favoriten sind, und haben dies auch sehr gut durchgezogen.“ Im
Viertelfinale trifft das an Nummer fünf gesetzte Duo des DBV – zum insgesamt fünften Mal in seiner Karriere – auf die dreimaligen Europameisterinnen Gabriela Stoeva/Stefani Stoeva aus Bulgarien. „Das wird definitiv ein anderes Spiel. Sie sind physisch sehr stark und spielen gerne lange Ballwechsel. Wir haben uns im Training darauf vorbereitet, dann ruhig zu bleiben. Vielleicht gelingt uns ja morgen der erste Sieg gegen sie“, blickte Linda Efler auf die Partie gegen die an Position drei notierten Weltranglisten-22. voraus. Gegen Serena Au Yeong/Katharina Hochmeir traten Linda Efler/Isabel Lohau anlässlich der Heim-EM erstmalig im Rahmen eines Wettkampfes an.

Fabian Roth unterlag im Achtelfinale dem U19-Europameister von 2022, Alex Lanier (Weltranglistenplatz 48), mit 21:23, 11:21. Der 19 Jahre alte Franzose hatte zuvor schon seinen an Nummer drei gesetzten Landsmann Christo Popov (Weltranglistenplatz 20) in zwei Sätzen aus dem Turnier geworfen. Im direkten
Vergleich mit Fabian Roth führt Alex Lanier nun mit 2:1. „Es ist ärgerlich, dass ich den ersten Satz so knapp verloren habe. Ansonsten hätte sich der Spielverlauf sicherlich anders gestaltet. Im zweiten Satz hat mir ein bisschen die Physis gefehlt, um – wie im ersten Satz – konstanter mitzuhalten. Im zweiten Satz habe ich außerdem ein bisschen die Geduld verloren und ein paar leichte Fehler zu viel gemacht, durch die er einfache Punkte bekommen hat“, ließ Fabian Roth die Begegnung Revue passieren.

Miranda Wilson musste sich in der Runde der besten 16 Damen der an Position sieben notierten Türkin Neslihan Arin (Weltranglistenplatz 39) mit 14:21, 18:21 geschlagen geben. Die 30 Jahre alte Weltranglisten-39. verbuchte damit im insgesamt dritten Aufeinandertreffen mit der Spielerin des DBV den dritten Sieg. „Es war ein cooles Gefühl, heute auf dem Feld zu stehen. Ich habe es heute noch mal besser geschafft, konstanter zu spielen. Das war auch wichtig, weil sie sehr viel Druck macht und ein hohes Tempo spielt. Ich habe vieles probiert, aber am Ende hat mir auch ein Tick Geduld gefehlt“, sagte Miranda Wilson. Die 24-Jährige zeigte sich alles in allem aber mit den diesjährigen Titelkämpfen zufrieden: „Ich stand zum ersten Mal im Achtelfinale, das ist ein super Step. Bei der nächsten EM möchte ich in jedem Fall daran anknüpfen!“

„Wir haben heute nicht das Level erreicht, das wir normalerweise spielen. Die Franzosen haben ihre Chance genutzt. Wir haben es nicht geschafft, ausreichend Antworten auf ihre Aktionen zu finden“, analysierte Jeppe Ludvigsen aus dem Bundestrainer-Team Doppel/Mixed des DBV die 16:21, 12:21-Niederlage, die Bjarne Geiss/Jan Colin Völker im Achtelfinale gegen Eloi Adam/Leo Rossi erlitten. Die DBV-Asse verloren damit im insgesamt dritten Aufeinandertreffen mit den aktuellen Weltranglisten-83. zum zweiten Mal.

Julia Meyer/Leona Michalski bekamen es zuvor mit den Silbermedaillengewinnerinnen der European Games 2023 zu tun: Beim 21:13, 21:8 machten die Niederländerinnen Debora Jille/Cheryl Seinen (Weltranglistenplatz 34; Setzplatz 4) eindrucksvoll deutlich, warum sie zu den leistungsstärksten
Damendoppeln Europas zählen. „Ich denke, bis zum Stand von elf Punkten für sie haben wir es in beiden Sätzen gut hinbekommen. Danach haben sie das Tempo noch einmal angezogen und wir haben zu schnell einfache Fehler gemacht. Sie haben es sehr gut gemacht“, meinte Julia Meyer. Leona Michalski ergänzte: „Für uns war es sehr gut, dass wir zu Turnierbeginn ein vermeintlich einfaches Los hatten. Das gibt gut Selbstvertrauen, denn zuletzt war es bei uns immer ein bisschen eine Achterbahnfahrt.“

Die amtierenden Deutschen Meisterinnen standen anlässlich der European Championships 2024 erstmalig Debora Jille/Cheryl Seinen gegenüber. Die Heim-EM werden die Nachwuchsspielerinnen des DBV insgesamt in guter Erinnerung behalten: „Das war in jedem Fall ein cooles Event“, so Leona Michalski.

Jones Jansen/Thuc Phuong Nguyen gelang es im Duell mit den an Nummer zwei gesetzten Franzosen Thom Gicquel/Delphine Delrue zwar, zwei Matchbälle abzuwehren, letztlich durften aber die Weltranglisten-13. den Einzug ins Halbfinale und den damit verbundenen Medaillengewinn bejubeln. „Wir haben alles gegeben, aber die Franzosen haben echt gut gespielt. Wir haben mehrmals gedacht, dass der Punkt an uns gehen würde, aber dann haben sie daraus einen Bumerang gemacht. Wir sind auf jeden Fall zufrieden“, sagte Jones Jansen nach der 15:21, 17:21-Niederlage gegen die Zweiten der European Games 2023.

Seine Mixedpartnerin Thuc Phuong Nguyen ergänzte: „Ich denke, dass wir schon ein gutes Niveau spielen können. Wir haben einige echt gute Ballwechsel gespielt. Sie mussten sich in jedem Fall schon sehr anstrengen.“ Wie die 21-Jährige, die 2020 mit Matthias Kicklitz U19-Europameisterin im Gemischten
Doppel geworden war und nun ihre erste Individual-EM bestritt, erläuterte, helfe ihr Jones Jansen „mit vielen Sachen auf dem Feld, mit denen ich noch nicht so viel Erfahrung habe. Umgekehrt kann ich vielleicht etwas Neues einbringen. Ich glaube, dass wir uns gut ergänzen. Wir können jedenfalls sehr gut zusammenspielen.“ Gegen Thom Gicquel/Delphine Delrue bestritten die Deutschen anlässlich der European Championships 2024 erstmalig ein Match.

Weitere Informationen

Alle Ergebnisse der Individual-EM 2024 finden sich auf der DBV-Website unter www.badminton.de, auf der Veranstaltungswebsite unter https://em-badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com (Stichwort „2024 European Championships“).

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Lokalmatadore bleiben in der Erfolgsspur


Auch der 3. Veranstaltungstag der Individual-Europameisterschaften in Saarbrücken (8. bis 14. April 2024 in der Saarlandhalle) verlief für mehrere Spielerinnen und Spieler des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) überaus erfolgreich:

Nachdem Fabian Roth (TV Refrath; Weltranglistenplatz 86) im Herreneinzel und
Miranda Wilson (SG Schorndorf; Weltranglistenplatz 191) im Dameneinzel ihre
jeweilige Partie für sich entschieden hatten, verbuchte am Mittwoch (10. April 2024)
zudem das Mixed Jones Jansen/Thuc Phuong Nguyen (beide 1. BC Wipperfeld;
Weltranglistenplatz 97) einen Sieg. Während Fabian Roth und Miranda Wilson damit
jeweils im Achtelfinale stehen, befinden sich Jones Jansen/Thuc Phuong Nguyen
schon im Viertelfinale.

„Ich war von Anfang an gut da – dann bekommt man direkt ein besseres Gefühl. Bei einer Heim-EM ist die Anspannung größer – aber auch die Vorfreude, wenn Familie und Freunde auf der Tribüne zuschauen. Ich fühle mich körperlich echt gut und der Sieg gibt einen Schub“, meinte Fabian Roth nach seinem 21:11, 21:8-Erfolg über Gergo Pytel (Weltranglistenplatz 142). Der 28 Jahre alte Perspektivkaderathlet des DBV und der Ungar standen sich anlässlich der European Championships 2024 zum ersten Mal bei einem internationalen Turnier gegenüber.

Nächster Gegner von Fabian Roth in der Saarlandhalle ist der Franzose Alex Lanier (Weltranglistenplatz 48), der in Runde zwei überraschend seinen an Nummer drei gesetzten Landsmann Christo Popov
(Weltranglistenplatz 20) in zwei Sätzen bezwang. Aus den bisherigen beiden Partien ging jeder Spieler einmal als Sieger hervor.

Miranda Wilson durfte nach einer Matchdauer von 51 Minuten einen 24:22, 23:21- Sieg gegen Rachael Darragh (Weltranglistenplatz 79) bejubeln. „Ich hatte einen sehr klaren Plan – nämlich, dass ich mich vor allem auf mich konzentriere, auf das, was ich machen möchte. Das habe ich in beiden Sätzen ziemlich gut hinbekommen. Obwohl sie in der Weltrangliste weit vor mir ist, wusste ich, dass ich eine super Chance habe. Ich bin bis zum Ende klar geblieben“, sagte Miranda Wilson nach dem ersten Aufeinandertreffen mit der Irin. In der Runde der besten 16 Damen darf sich die 24-Jährige mit Neslihan Arin aus der Türkei messen. Die Weltranglisten-39. ist bei der Individual-EM an Position sieben notiert und führt im direkten Vergleich mit 2:0.

Jones Jansen/Thuc Phuong Nguyen erreichten durch einen 21:16, 21:17-Erfolg über die Schotten Adam Hall/Julie MacPherson (Weltranglistenplatz 50) das Viertelfinale. „Ich bin erleichtert, dass wir das Spiel gewinnen konnten. Wir sind noch eine ziemlich neue Paarung und haben für das Turnier eine Wild Card erhalten. Es ist toll, dass wir schon so weit gekommen sind! Ich bin sehr froh über unsere Entwicklung“, zog Jones Jansen ein Fazit. In der Runde der besten acht Gemischten Doppel bekommen es die DBV-Asse mit den an Nummer zwei gesetzten Franzosen Thom Gicquel/Delphine Delrue (Weltranglistenplatz 13) zu tun. „Auch sie kennen uns noch nicht so gut, vielleicht können wir das nutzen. Wir werden spielen wie heute und geben unser Bestes“, blickte Jones Jansen voraus. Das Aufeinandertreffen mit Adam Hall/Julie MacPherson bedeutete für das deutsche Mixed eine Premiere.

Genauso ergibt sich die Begegnung mit Thom Gicquel/Delphine Delrue anlässlich der European
Championships 2024 erstmalig.

Kai Schäfer und Matthias Kicklitz ausgeschieden

Auch Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil; Weltranglistenplatz 81) und Matthias Kicklitz (Blau-Weiss Wittorf; Weltranglistenplatz 115) kämpften wie gewohnt um jeden Punkt, sie verpassten letztlich aber den Einzug ins Achtelfinale.

Der 30 Jahre alte Kai Schäfer musste im Duell mit Viktor Axelsen die Überlegenheit des topgesetzten Olympiasiegers von Tokio anerkennen: Der Weltranglistenerste aus Dänemark baute mit dem 21:12, 21:12 seine Bilanz gegen Kai Schäfer auf 3:0 aus. „Gegen Viktor zu spielen, ist immer eine spannende Erfahrung. Ich habe mich auf das Spiel gefreut und wollte den Zuschauern gute Ballwechsel bieten. Er ist der beste Spieler der Welt und ich denke, ich habe es auch ganz gut gemacht. Vieles hat ganz gut geklappt, aber es waren auch einige einfache Fehler dabei, das ärgert mich“, analysierte Kai Schäfer das Match. Er fügte hinzu: „Das Setup hier in der Halle ist super cool, sodass es viel Spaß gemacht hat.“

Matthias Kicklitz, dem der europäische Badminton-Verband Badminton Europe Confederation (BEC) ebenfalls eine Wild Card zugesprochen hatte, verlor anschließend mit 12:21, 17:21 gegen den Niederländer Mark Caljouw (Weltranglistenplatz 47). Der 29-Jährige revanchierte sich damit für die Niederlage, die er im bis dato einzigen Vergleich mit dem zweimaligen Deutschen Meister im Herreneinzel erlitten hatte. „Das war spielerisch heute nicht seine beste Leistung. Aber er ist noch so jung und hat noch so viel vor sich. Er hat in den vergangenen Monaten gute Fortschritte gemacht. Matthias trainiert sehr fokussiert und clever“, meinte Xu Yan Wang aus dem Bundestrainerteam Einzel des DBV.

Sechs Spiele mit deutscher Beteiligung am Donnerstag

Neben Fabian Roth und Miranda Wilson werden am Donnerstag (11. April 2024) zudem das Herrendoppel Bjarne Geiss/Jan Colin Völker (Blau-Weiss Wittorf/TV Refrath; Weltranglistenplatz 53) sowie die Damendoppel Linda Efler/Isabel Lohau (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 39) und Julia Meyer/Leona Michalski (beide TV Refrath; Weltranglistenplatz 85) um den Einzug ins Viertelfinale spielen. Für Jones Jansen/Thuc Phuong Nguyen geht es derweil, wie erwähnt, bereits um eine Medaille: Wer das Halbfinale erreicht, hat Edelmetall sicher.

Weitere Informationen

Alle Ergebnisse der Individual-EM 2024 finden sich auf der DBV-Website unter www.badminton.de, auf der Veranstaltungswebsite unter https://em-badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com (Stichwort „2024 European Championships“).

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)