Kategorie: 1. Bundesliga

Beuel schlägt sich tapfer mit Talentschuppen

Das Team des BC Beuel v.l.n.r.: Sanjeevi Padmanabhan Vasudevan, Daniel Hess, Dorian Florin Tihi, Felix Hammes, Hannah Pohl, Brid Stepper. Foto: privat

Am Ende kam es in etwa so wie erwartet. Weder am Samstag beim 1:6 beim SV Fun-Ball Dortelweil noch am Sonntag bei der 0:7-Niederlage beim 1. BC Wipperfeld hatte der 1. BC Beuel in der Badminton-Bundesliga eine wirkliche Chance. Gegen die vor allem mit ausländischen Stars aufgerüsteten Toppteams der Liga hatte Beuel aber dennoch einige Lichtblicke.

Anders als die meisten anderen Teams in der höchsten Deutschen Spielklasse verfolgt Beuel eine andere Philosophie bei der Kaderzusammensetzung: Wann immer es möglich ist, wird auf eigene Nachwuchskräfte zurückgegriffen, die alle den Weg durch die vereinseigene Badminton Akademie Bonn Beuel (B.A.B.B.) gehen. Und so verzichtete man erneut auf die Hilfe der ohnehin nur sehr wenigen Ausländer im Beueler Kader und besann sich stattdessen auf seine Wurzeln und seinen Talentschuppen.

Teammanager Thilo Mund hatte nach Absprache mit Mannschaftsführerin Hannah Pohl mit dem 20-Jährigen Dorian Tihi einen hoffnungsvollen Nachwuchsspieler ins Team geholt, der seine Bundesligapremiere feierte und bislang in der dritten Mannschaft zum Einsatz kommt. „Wenn du das erste Mal vor Publikum gegen Weltstars spielst, das ist schon etwas ganz Besonderes. Und Dorian hat es richtig gut gemacht“, attestierte Pohl dem Nachwuchsspieler eine gute Leistung. Besonders war zudem, dass Tihi am Sonntag in Wipperfeld seinem Gegenüber Louis Pongratz einen Satz abnahm.

Der eigentliche Höhepunkt des Wochenendes aus Beueler Sicht war das eine gewonnene Match am Samstag in Dortelweil. Der junge Sanjeevi Padmanabhan Vasudevan trat am Wochenende in beiden Spielen im ersten Herreneinzel an, quasi als Ersatz für Beuels Nummer eins Max Weißkirchen und setzte sich gegen den Dänen Victor Svendsen sensationell durch. Beim 5:11, 9:11, 11:9, 15:14, 11:4 wehrte der 19-jährige Einzelspezialist im vierten Satz sogar zwei Matchbälle gegen sich ab.

Dieser Sieg ist umso höher einzuschätzen, da der Däne bis 2023 noch als Profi agierte und sich vor einem Jahr noch auf Position 43 der Weltrangliste befand. Auch Sanjeevi PV ist eines dieser Beispiele von der erfolgreichen Beueler Jugendarbeit. So musste sich das Beueler Team ansonsten deutlich geschlagen geben. „Ich bin mir ganz sicher, dass wir beide Spiele hoch gewonnen hätten, wenn Dortelweil und Wipperfeld mit ihren eigenen Leuten gespielt hätten“, kommentierte Pohl leicht sarkastisch das Wochenende.

Henning Bock

Dortelweil bleibt Zweiter

Bischmisheim muss sich Dortelweil beugen

Dortelweil bleibt Zweiter
Dortelweil bleibt Zweiter

Hohe Siege gab es auch wieder am 16. Spieltag der 1. Bundesliga. Dabei erwischte es Titelverteidiger Bischmisheim, die in Dortelweil sang- und klanglos mit 1:6 verloren. Damit bleibt Dortelweil weiterhin an Wipperfeld an der Tabellenspitze dran. Wipperfeld hingegen ließ sich nicht beirren und siegte in eigener Halle gegen Beuel mit 7:0. Lüdinghausen bleibt weiterhin auf Play-Off-Kurs und wird wohl zum Finale einlaufen. Heute gelang ihnen gegen Schlusslicht Neuhausen ein 6:1-Erfolg. Mit fünf Punkten dahinter liegt Wittorf auf Rang fünf, die heute gegen Schorndorf mit 7:0 gewannen.

Dortelweil bleibt Zweiter

Drei-Punkte-Tag in der 1. Bundesliga

Dortelweil bleibt Zweiter
Dortelweil bleibt Zweiter

Reichlich Punkte gab es für die Sieger am 15. Spieltag in der 1. Bundesliga. Dortelweil siegt gegen Beuel mit 6:1 und schließt damit dem spielfreien Team aus Wipperfeld in der Tabellenspitze auf. Beuel hat nun als Vorletzter ernsthafte Abstiegssorgen. Titelverteidiger Bischmisheim steht nach dem 7:0-Sieg in Refrath nur einen Punkt dahinter in Lauerstellung. Lüdinghausen gelang gegen Schorndorf ebenfalls ein 6:1 und damit ebenfalls drei Zähler für das Konto. Wittorf gelang gegen Schlusslicht Neuhausen ebenfalls ein 7:0-Erfolg und damit die Gewiisheit, nicht abzusteigen.

Beuels Erste will sich nicht geschlagen geben

Daniel Hess und Hannah Pohl. Foto: Jacek Knitter

Die erste Mannschaft des Badminton-Bundesligisten 1. BC Beuel steht am Wochenende vor einer Mammutaufgabe. Am Doppelspieltag tritt die Truppe um Mannschaftsführerin Hannah Pohl bei den bislang besten Teams der Saison an. Am Samstag gastiert der Tabellenachte beim Zweiten SV Fun-Ball Dortelweil (17.30 Uhr), am Sonntag ab 12 Uhr bei Tabellenführer 1. BC Wipperfeld.

Die Bundesligatruppe der Beueler hat ihr Saisonziel „play offs“ zweifellos verfehlt. Als Tabellenachter trennen die Truppe nicht mehr aufzuholende sechs Punkte vom begehrten Platz sechs. Die gute Nachricht ist hingegen, dass der dreifache Deutsche Mannschaftsmeister auch nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen wird. Doch von fehlender Motivation kann bei Thilo Mund keine Rede sein. Der sportliche Leiter des Vereins, der gleichzeitig auch Teammanager der ersten Mannschaft ist, blickt auf eine Spielzeit voller Hürden. Zu oft hat das Team in den entscheidenden Spielen zwar gekämpft, aber nicht geliefert. „Vielleicht klappt es jetzt ein bisschen besser, wenn der Druck raus ist“, hofft er. Gleichzeitig verspricht er, dass die Spieler alles geben werden, was allerdings gegen die Weltklassespieler aus Dortelweil und Wipperfeld schwer wird. „Vielleicht können wir beide ein bisschen ärgern, mehr ist realistisch nicht möglich“, fürchtet Mund.

Denn gegen die Bonner werden beide Teams laut Mund sicherlich in Bestbesetzung auflaufen und da stehen den Bonnern Hannah Pohl, Brid Stepper, Daniel Hess, Felix Hammes, Sanjeevi Padmanabhan Vasudevan und Zach Russ schien unüberbrückbare Gegner bevor. Beide Teams verfügen über zahlreiche Weltklassespieler, so etwa Wipperfeld über den Franzosen Arnaud Merkle, den Schweden Felix Burestedt, Mark Lamsfuß, Antonia Schaller und viele weitere mehr. Auch Dortelweil hinkt da kaum hinterher, ist bei den Herren mit Christo Popov und Kai Schäfer und bei den Damen etwa mit Yvonne Li bestens besetzt. „Beide werden gegen uns drei Punkte einplanen, müssen dafür also mit 7:0 oder 6:1 gewinnen. Wir müssen die Spiele nehmen und daraus lernen“, fordert Mund.

Positive Nachrichten gibt es unterdessen von Max Weißkirchen. Die Bonner Nummer eins fällt seit Wochen verletzt aus, plant aber sein Comeback am letzten Saisonspieltag in der heimischen Erwin-Kranz-Halle im März.

Henning Bock

BV Mülheim gibt weiterhin den Ton im Norden an

BV Mülheim ist Tabellenführer

Nach dem 18. Spieltag der 2. Bundesliga Nord bleibt der BV Mülheim nach dem knappen 4:3-Erfolg im Städteduell gegen den VfB Mülheim (4.) weiter an der Spitze mit einem Vorsprung von drei Punkten vor Wipperfeld, die heute zu Hause gegen Refrath mit 5:2 die Oberhand behielten. Neuer Dritter ist nun EBT Berlin, die gegen Beuel in deren Halle einen deutlichen 7:0-Erfolg feierten. Trittau hingegen rutschte auf Rang funf nach der 3:4-Niederlage gegen den Gladbecker FC (8.). Danach folgt Solingen, die beim Tabellenletzten Gifhorn über ein 4:3 nicht hinweg kam. Auf dem Marsch aus der Abstiegszone will die Berliner Brauereien kommen. Der heutige 4:3-Erfolg gegen den CfB Köln könnte da mithelfen, liegen sie jetzt nur noch einen Punkt hinter ihrem heutigen Gegner.

Beuel schwimmen die Felle davon

Aufmunterung bei Beuel half nicht.

Das war es wohl mit den ambitionierten Zielen des Badminton-Bundesligisten 1. BC Beuel in dieser Saison. Nach der 1:6-Niederlage am Sonntag gegen den Ligakonkurrenten SC Union 08 Lüdinghausen, die mehr als 250 Zuschauer in der Beueler Erwin-Kranz-Halle verfolgten, ist das Erreichen der angestrebten „play offs“ faktisch nicht mehr möglich.

Auch das Anknüpfen an alte Traditionen konnte die Gäste aus dem Münsterland nicht aus der Fassung bringen. Der stimmungsvolle Auftritt von Beuels Wäscherprinzessin Sabrina I nebst Gefolge vor dem Spiel sorgte bei den Gästen lediglich für erstaunte Gesichter und höfliches Klatschen, brachte den Gastgebern allerdings keinen Vorteil.

Eigentlich hätte Lüdinghausen in orangenen Trikots antreten müsste, war doch das komplette Team der Gäste ausschließlich mit Niederländern besetzt. Die Beueler selber gingen arg ersatzgeschwächt in die Partie.

Die Nummer eins Max Weißkirchen fehlte verletzungsbedingt, die Nummer zwei, Nachwuchsspieler Sanjeevi Padmanabhan Vasudevan war bei seinem Turnier in Island überraschend ins Halbfinale gerückt und musste seine Rückkehr dafür verschieben. Und die beiden Dänen Clara Graversen und Jesper Toft sowie der Brasilianer Ygor Coleho befinden sich derzeit auf einer Asientour.

Ohne die ausländische Verstärkung hatte Beuel nicht wirklich eine Chance. Es gab zwar einen Sieg, den Daniel Hess und Zach Russ im ersten Herrendoppel holten, die gegen das Spitzenduo Ties van der Lecq / Brian Wassink mit 4:11, 12:10, 11:5, 11:5 gewannen.

Und es gab auch weitere gute Auftritte der Beueler. So zum Beispiel vom jungen Beueler Nachwuchsspieler Moritz Rappen, der normalerweise in der zweiten Mannschaft aufschlägt. Er verblüffte im zweiten Herreneinzel sein Gegenüber, den niederländischen Nationalspieler Nick Fransmann mehrmals und machte beim 11:4, 10:12, 8:11, 6:11 eine gute Figur.

Das zweite Herrendoppel mit Felix Hammes und Rappen holte ebenso einen Satz wie Brid Stepper im Dameneinzel, doch am Ende reicht es halt nicht.

„Das Match passt zu unserem Saisonverlauf. Wir spielen eigentlich ordentlich, bekommen aber eine Packung“, kommentierte Beuels Teammanager und sportlicher Leiter Thilo Mund.

Henning Bock

Wipperfeld souverän – Dortelweil schwächelt

Bischmisheim2

Am 14. Spieltag der 1. Bundesliga zeigte Sptzenreiter Wipperfeld gegen Refrath die erwartete Stärke und siegt mit 5:2. Dortelweil hingegen strauchelte und verlor in Schorndorf mit 3:4. Der gewonnene Auswärts-Punkt bewahrte sie vor dem Verlust des zweiten Platzes in der Tabelle. Denn Titelverteidige Bischmisheim gewann beim Tabellenletzten Neuhausen mit 6:1 und steht damit mit einem Punkt Rückstand hinter Dortelweil. Einen Rang verbessern konnte sich Lüdinghausen auf Rang fünf nachdem sie in Beuel mit 6:1 gewannen.

Beueler Duo mit Riesenerfolg in Indonesien

Clara Graversen und Jesper Toft Foto: Raphael Sachetat

Clara Graversen und Jesper Toft vom Badminton-Bundesligisten 1. BC Beuel haben am Samstag ihren bislang größten Erfolg gefeiert. Bei den „Indonesian Masters“ kam das Duo im Mixed bis ins Halbfinale. Dort mussten sie sich der japanischen Paarung Hiroki Midorikawa/Natsu Saito mit 12:21, 13:21 geschlagen geben.

Dabei hatte das dänische Duo von Anfang an einen schweren Stand, musste sich zunächst durch die Qualifikation kämpfen. Alleine schon das Erreichen der Hauptrunde wäre in dem bestens besetzten Turnier der Kategorie „BWF World Tour Super 500“ als Erfolg zu werten gewesen. Kein Wunder, dass die Freude riesengroß war.

„Wir haben es überhaupt nicht erwartet und wir sind super stolz und glücklich über diese Woche“, sagte Clara Graversen.

Henning Bock

Dortelweil bleibt Zweiter

Wipperfeld und Dortelweil brilliant

Dortelweil bleibt Zweiter
Dortelweil bleibt Zweiter

Am 13. Spieltag der 1. Bundesliga zeigten sich Spitzenreiter Wipperfeld und sein Verfolger Dortelweil von ihten besten Seite und gewannen jeweils 7:0 (Wipperfeld-Lüdinghausen und Dortelweil-in Neuhausen). Probleme hatten hingegen Titelverteidiger Bischmisheim, der beim Fünften Schorndorf nur mit 4:3 siegte. Refrath hingegen absolvierte sein Auswärtsspiel in Wittorf mit einem 5:2-Erfolg.

DM-Titelkämpfe versprechen enge Matches


Vier interessante Veranstaltungstage mit engen Matches, kämpferischen Auftritten
und attraktiven Ballwechseln erwarten die Badmintonfans vom 1. bis zum 4. Februar
2024, wenn in der Bielefelder Seidensticker Halle die 72. Deutschen Einzelmeisterschaften ausgetragen werden. Wie üblich schlagen bei den Titelkämpfen zum einen erfahrene Athletinnen auf, die schon an Olympischen Spielen und (zahlreichen) Welt- und Europameisterschaften teilgenommen haben, und zum anderen ambitionierte Nachwuchsspielerinnen des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV).

Herreneinzel

Im Herreneinzel werden wohl der topgesetzte Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil),
der an Position zwei notierte Vorjahressieger Matthias Kicklitz (Blau-Weiss Wittorf)
und der an Nummer 3/4 gesetzte Fabian Roth (TV Refrath) den Titel unter sich
ausmachen. Während der 30 Jahre alte Kai Schäfer in den Jahren 2021 und 2022 bei
den Deutschen Einzelmeisterschaften triumphierte, gewann Fabian Roth 2017 das
DM-Finale. Matthias Kicklitz holte derweil 2023 zum ersten Mal bei den nationalen
Meisterschaften in der Altersklasse O19 den Titel. Das Endspiel gewann er
seinerzeit, ohne dass ein Ballwechsel ausgetragen wurde: Krankheitsbedingt
musste Kai Schäfer kurzfristig dafür absagen. Der Olympiateilnehmer von Tokio könnte bei den 72. Deutschen Einzelmeisterschaften im Halbfinale auf den zwei Jahre jüngeren Fabian Roth
treffen, der in der Weltrangliste aktuell nur einen Platz (77 vs. 78) hinter ihm geführt wird und im Rennen um das Olympiaticket für Paris derzeit (jeweils Stand: 16. Januar 2024) einen Rang vor ihm platziert ist.

Matthias Kicklitz steht derweil möglicherweise in der Vorschlussrunde Samuel Hsiao (1. BC Wipperfeld; Setzplatz 3/4) gegenüber, der 2023 in der Runde der besten vier Herren Kai Schäfer unterlag. Der dreimalige Deutsche Meister in dieser Disziplin, Max Weißkirchen (1. BC Beuel; 2018, 2019 und
2020), hingegen musste seinen Start in Bielefeld aufgrund von Problemen mit der Achillessehne absagen.

Dameneinzel

Im Dameneinzel hat Yvonne Li (SV Fun-Ball Dortelweil) hervorragende Chancen,
ihren sechsten Titel in Folge zu gewinnen. Die 25-Jährige, die im Sommer 2024 zum
zweiten Mal nach 2021 bei den olympischen Badmintonwettbewerben aufschlagen
möchte, ist in der Seidensticker Halle an Nummer eins gesetzt und träfe im
Halbfinale aller Voraussicht nach auf ein Nachwuchstalent, das zu ihrer
Trainingsgruppe am Deutschen Badminton-Zentrum (DBZ) in Mülheim an der Ruhr
zählt.

In der anderen Hälfte des Tableaus könnte es im Achtelfinale zu einer Neuauflage
des Endspiels bei den diesjährigen Westdeutschen Meisterschaften O19 kommen,
in welchem die Deutsche Meisterin von 2013, Fabienne Deprez (Spvgg. Sterkrade-
Nord), Brid Stepper besiegte. Die Spielerin des 1. BC Beuel und Silbermedaillengewinnerin bei den Europäischen Hochschulmeisterschaften 2023 ist in Bielefeld an Position zwei notiert. Hoffnungen, bei dem Turnier weit zu kommen, dürfen sich u. a. auch Miranda Wilson (SG Schorndorf) und Antonia
Schaller (1. BC Wipperfeld) machen, die Setzplatz 3/4 innehaben und im Vorjahr jeweils das Halbfinale erreichten.

Herrendoppel

Im Herrendoppel besteht für zahlreiche Paarungen die Möglichkeit, einen Podestplatz zu belegen. Topfavoriten auf den Gewinn des Titels sind Bjarne Geiss/Jan Colin Völker (Blau-Weiss Wittorf/TV Refrath; Setzplatz 1), die schon 2020 in der Seidensticker Halle gemeinsam die gesamte Konkurrenz hinter sich ließen und sich im Vorjahr einzig den amtierenden Europameistern Mark Lamsfuß/Marvin
Seidel geschlagen geben mussten.

Die Olympiateilnehmer von Tokio werden 2024 allerdings nicht bei den Deutschen
Einzelmeisterschaften antreten: Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1, BC Saarbrücken-Bischmisheim) schlagen stattdessen beim PRINCESS SIRIVANNAVARI Thailand Masters (30. Januar bis 4. Februar 2024) in der thailändischen Hauptstadt Bangkok auf. Gleiches gilt für die aktuellen
Vizeeuropameisterinnen im Damendoppel, Linda Efler/Isabel Lohau (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), und die Europameister von 2022 im Mixed, Mark Lamsfuß/Isabel Lohau (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim).

„Unsere vier Topathletinnen in den Doppeln befinden sich gerade in der Endphase der Olympiaqualifikation für einen der sehr wenigen Plätze in den Doppeldisziplinen. Wir haben uns für Thailand entschieden, um eine weitere Chance für die Olympiaqualifikation zu bekommen. Durch die längere Verletzungspause von Mark Lamsfuß konnten wir viele wichtige Wettkämpfe davor nicht spielen“, erläutert DBV- Sportdirektor Martin Kranitz. Die zwölfmonatige Qualifikationsphase für die olympischen Badmintonwettbewerbe in Paris endet am 28. April 2024. Im vergangenen Jahr musste Mark Lamsfuß aus Verletzungsgründen mehrere Turniere auslassen, nachdem die Olympiaqualifikation begonnen hatte, bzw. konnte lange Zeit nicht auf Topniveau spielen.

Als Nummer zwei der Setzliste geht die kürzlich neu formierte Paarung Jones Jansen/Kenneth Neumann (beide 1. BC Wipperfeld) bei den Deutschen Einzelmeisterschaften an den Start. Setzplatz 3/4 belegen Daniel Hess/Patrick Scheiel (1. BC Beuel/Blau-Weiss Wittorf) und Marvin Datko/Jarne Schlevoigt (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BV Mülheim).

Damendoppel

Bei den Damen sind die aufstrebenden Nachwuchsdoppel Julia Meyer/Leona Michalski (beide TV Refrath) und Amelie Lehmann/Cara Siebrecht (TSV Trittau/1. BV Mülheim) an Position eins und zwei notiert. Während Leona Michalski 2023 an der Seite von Franziska Volkmann (Blau-Weiss Wittorf) den DM-Titel gewann und Julia Meyer – die vor Jahresfrist mit Katharina Altenbeck (1. BV Mülheim) eine Paarung bildete – zum ersten Mal bei den Deutschen Einzelmeisterschaften in einem Halbfinale stand, könnten Amelie Lehmann und Cara Siebrecht in diesem Jahr erstmalig bei den Titelkämpfen in die Vorschlussrunde einziehen. Dies gilt auch für andere junge Spielerinnen. Mit Setzplatz 3/4 wurden die amtierenden Deutschen Vizemeisterinnen Annika Horbach/Brid Stepper (TSV Trittau/1. BC Beuel) sowie die letztjährigen DM-Dritten Annalena Diks/Alicia Molitor (beide STC Blau-Weiss Solingen) bedacht.

Mixed

Im Mixed liegt ein Endspiel zwischen der topgesetzten Paarung Jan Colin Völker/Stine Küspert (TV Refrath/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) und den an Position zwei notierten Titelverteidigern Patrick Scheiel/Franziska Volkmann (beide Blau-Weiss Wittorf) nahe. Im Viertelfinale könnte es zu einem vielversprechenden Aufeinandertreffen zwischen dem erfahrenen Duo Patrick Scheiel/Franziska
Volkmann und dem ambitionierten Nachwuchsmixed David Eckerlin/Amelie Lehmann (1. BC Wipperfeld/TSV Trittau; Setzplatz 5/8) kommen. Genauso ist ein spannendes Match um den Einzug in die Vorschlussrunde zwischen Malik Bourakkadi/Leona Michalski (beide TV Refrath; Setzplatz 3/4) und Simon Krax/Cara Siebrecht (1. BV Maintal/1. BV Mülheim; Setzplatz 5/8) denkbar.

Detlef Poste in neuer Funktion

Die Auftritte der deutschen Nachwuchsasse wird Detlef Poste in diesem Jahr – gemeinsam mit den Assistenz-Bundestrainern Nachwuchs im DBV, Dr. Dirk Nötzel und Oliver Pongratz – in besonderer Weise verfolgen: Der ehemalige Nationalspieler ist seit dem 1. Januar 2024 als Bundestrainer Nachwuchs im DBV tätig, nachdem er zuvor über viele Jahre als Chef-Bundestrainer im DBV fungierte. Im Hinblick auf
seine Nachfolge in dieser Position veröffentlicht der DBV in Kürze eine Stellenausschreibung.

Weitere Informationen; Veranstalterin der Deutschen Einzelmeisterschaften ist die
Vermarktungsgesellschaft Badminton Deutschland mbH (VBD). Ausgerichtet werden die Titelkämpfe von der Play Sportmarketing Seemann GmbH in Zusammenarbeit mit dem SV Brackwede und dem Stadtsportbund Bielefeld. Von 2003 bis 2020 fanden die nationalen Meisterschaften in der Altersklasse O19 ununterbrochen in der Universitätsstadt in Ostwestfalen statt. Außerdem wurden die Titelkämpfe in
den Jahren 1998 bis 2000 sowie 2023 in Bielefeld ausgetragen.

Der Kartenvorverkauf für die 72. Deutschen Einzelmeisterschaften erfolgt über einen Onlineshop, der auf der Veranstaltungswebsite unter www.dm-badminton.de zu finden ist. Zudem wird an der Seidensticker Halle eine Tageskasse eingerichtet sein.

Alle Ergebnisse der Deutschen Einzelmeisterschaften 2024 sind auf der
Veranstaltungswebsite unter www.dm-badminton.de, auf der DBV-Website unter
www.badminton.de sowie im Internet unter https://dbv.turnier.de (Stichwort „72.
Deutsche Meisterschaften O19 2024“) erhältlich.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)