Kategorie: 1. Bundesliga

Zwei WM-Neulinge in der deutschen Mannschaft

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Malik Bourakkadi steht erstmalig im Aufgebot des DBV für eine WM im Erwachsenenbereich. Foto: Claudia Pauli

Angeführt von den amtierenden Europameister*innen Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld;
Herrendoppel und Mixed), Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld; Herrendoppel) und Isabel Lohau (1.
BC Saarbrücken-Bischmisheim; Mixed), geht es für die deutsche Badmintonnationalmannschaft
bei der Mixed-Team-Weltmeisterschaft 2023 in China (14. bis 21. Mai in Suzhou) nicht zuletzt um
wertvolle Punkte anlässlich der Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris.

Schließlich handelt es sich bei den TotalEnergies BWF Sudirman Cup Finals 2023 um das einzige
Mannschaftsturnier im Qualifikationszeitraum für das Großereignis im kommenden Jahr in
Frankreichs Hauptstadt, bei dem auch die Gemischten Doppel Punkte für die „Race to Paris
Ranking Lists“ erhalten. Daher ist dieses Event für die Mixedpaarungen von besonderer Relevanz.

Ausschlaggebend für die Vergabe der Startplätze bei den olympischen Badmintonwettbewerben
2024 sind Turnierergebnisse, die im Zeitraum 1. Mai 2023 bis 28. April 2024 erzielt wurden.

Martin Kranitz, der Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), blickt entsprechend
voraus: „Mit Thailand und Indonesien haben wir zwei Schwergewichte in der Gruppe. Wir sind
daher keine Favoriten und schauen von Spiel zu Spiel. Von Bedeutung für uns ist auch, dass wir
wichtige Punkte für die Qualifikation für Paris 2024 einfahren können.“

An Position 9/12 notiert, trifft Deutschland bei den internationalen Titelkämpfen um den Sudirman
Cup in der Vorrundengruppe B zunächst auf Thailand (Setzplatz 5/8; Montag, 15. Mai 2023). Einen
Tag später darf sich die Auswahl von Chef-Bundestrainer Detlef Poste mit Indonesien (Setzplatz
3/4; Dienstag, 16. Mai 2023) messen, ehe zum Abschluss der Gruppenphase Kanada (Setzplatz
13/16; Donnerstag, 18. Mai 2023) auf das deutsche Team wartet.

Die – mit dem Viertelfinale beginnende – K.-o.-Runde erreichen diejenigen Mannschaften, die
nach Beendigung der Vorrunde in den vier Gruppen die Tabellenränge eins und zwei belegen. Als
Titelverteidiger geht Turniergastgeber China an den Start, der mit seinen bisherigen zwölf
Triumphen zugleich Rekordchampion ist.

Seitens des DBV werden Malik Bourakkadi (TV Refrath) und Miranda Wilson (SG
Schorndorf) jeweils erstmalig bei einer WM im Erwachsenenbereich aufschlagen.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Saarbrücken ist Austragungsort der Individual-Europameisterschaften 2024

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Die Deutsche Nationalmannschaft braucht zur EM 2024 keine langen Wege. Foto: Claudia Pauli

42 Jahre, nachdem zuletzt im Erwachsenenbereich Europameisterschaften im Badminton in
Deutschland durchgeführt wurden, ermitteln die leistungsstärksten Spieler*innen des hiesigen
Kontinents wieder hierzulande die Titelträger*innen: Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim
(1. BCB) bewarb sich – mit Unterstützung des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) –
erfolgreich beim europäischen Badminton-Verband Badminton Europe Confederation (BEC) um
die Ausrichtung der Individual-Europameisterschaften 2024. Das Großereignis, bei dem Medaillen
im Herreneinzel, im Dameneinzel, im Herrendoppel, im Damendoppel und im Mixed vergeben
werden, findet vom 9. bis zum 13. April nächsten Jahres in der saarländischen Landeshauptstadt
Saarbrücken statt. Austragungsort ist die Saarlandhalle.

„Die Individual-EM ist eine wunderbare Gelegenheit, um den Badmintonsport zu präsentieren und
ihn allen Sportinteressierten in Deutschland näher zu bringen. Solche Events haben eine enorme
Tragkraft nach außen“, meinte DBV-Präsident Ralf Michaelis zur Entscheidung der BEC. DBV-
Sportdirektor Martin Kranitz fügte hinzu: „Wir haben uns sehr über den Zuschlag gefreut. Damit
kommt nach langer Zeit mal wieder eine Großveranstaltung im Badminton nach Deutschland. Die
Individual-EM 2024 ist noch dazu ein ganz besonderes und bedeutsames Turnier, da es sich dabei
um das letzte große Turnier in der Qualifikationsphase für die Olympischen Sommerspiele in Paris
handelt.“

Während der europäische Badminton-Verband als Veranstalter der kontinentalen Titelkämpfe in
der Altersklasse O19 fungiert, ist der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim als Ausrichter für die
Umsetzung verantwortlich. Der DBV wiederum hatte die Bewerbung des 1. BCB um die
30. Individual-EM in der Geschichte gegenüber der BEC befürwortet.

„Es gibt in Europa nicht viele Vereine, welche die hohen Anforderungen, die der
europäische Badminton-Verband an die Ausrichtung seiner Top-Events hat, erfüllen
können“, ist sich Ralf Michaelis sicher, dass der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim das
Großereignis in organisatorischer Hinsicht zu einem Erfolg werden lässt.

„Es ist schön, dass wir heute zusammen tollen Sport erleben dürfen. Wir sind ein
sportbegeistertes Bundesland. Das zeigen wir an vielen Stellen mit Erfolgen, dazu zähltder Badmintonsport im Besonderen. Wir sind aber auch gute Gastgeberinnen und Gastgeber“, so
die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) bei der offiziellen Bekanntgabe der
EM-Ausrichtung im Rahmen des Final-Four um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2023 in
Saarbrücken. Sie ergänzte erfreut: „Genau hier können wir uns also nächstes Jahr erneut treffen!“

Bislang fanden in der Sportart Badminton erst zweimal Europameisterschaften im
Erwachsenenbereich in Deutschland statt: 1968 war die Stadt Bochum (Nordrhein-Westfalen)
Gastgeberin der 1. Individual-Europameisterschaften in der Historie, 1982 richtete Böblingen
(Baden-Württemberg) eine kombinierte Team- und Individual-EM aus.

Im Jugendbereich wurden hierzulande 1979 in Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen; Team-
und Individualwettbewerb) und 2007 in Völklingen (Saarland; Team- und Individualwettbewerb)
kontinentale Titelkämpfe ausgetragen. Außerdem war die Stadt Radebeul (Sachsen;
Individualwettbewerb) im Jahr 2002 Gastgeberin der Senioren-Europameisterschaften und in
Dortmund (Nordrhein-Westfalen; jeweils Individualwettbewerb) ermittelten 1997, 2008 und 2012
jeweils die Para Badmintonspieler*innen ihre Europameister*innen. Darüber hinaus wurden 2005
in Mainz (Rheinland-Pfalz; Team- und Individualwettbewerb) die Europäischen
Hochschulmeisterschaften im Badminton durchgeführt.

Die Individual-Europameisterschaften werden seit 2017 jährlich ausgetragen. Eine Ausnahme
bilden die Jahre, in denen – wie es 2023 der Fall ist – European Games stattfinden.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV

Finale “dahemm” für Bischmisheim gelungen

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Bischmisheim gelang die unerwartete Revanche. Foto: Thomas Wieck

In weniger als zwei Stunden gelang Bischmisheim die Revanche für die Niederlage vom letztjährigen “Final Four”. In eigener Halle vor eigenem Publikum gewannen die Gastgeber das Jahres-Finale gegen Wipperfeld mit 4:0. Ausschlaggebend war der Sieg im ersten Spiel: Im Herrendoppel behielten Ruben Jille und Johannes Pistorius gegen die Europameister Mark Lamsfuß in fünf Sätzen die Oberhand. Eindeutig danach der Verlauf im Damendoppel: Isabel Lohau und Stine Küspert benötigten nur drei Sätze gegen Line Hojmark Kjaersfeldt und Kristin Kuuba zum 2:0. Mark Caljouw machte sein Einzel gegen Felix Burestedt zum Krimi. Mit 14:12 im fünften Satz blieb er siegreich. Im abschließenden zweiten Herreneinzel dominierte wieder Mads Christophersen über Heino Iikka in drei Sätzen.

Bischmisheim geht souverän ins Finale

Mads Christophersen brachte für Bischmisheim den vierten Punkt. Foto: Thomas Wieck

Mit einem ungefährdeten 4:0-Sieg gegen Dortelweil sicherte sich Bischmisheim den Platz im morgigen Finale gegen Wipperfeld. Den entscheidenden Punkt steuerte Mads Christophersen bei, der im zweiten Herreneinzel gegen Luis Enrique Penalver gewann. Für die Saarländer waren weiterhin gewinnbringend Ruben Jille und Julien Malo im ersten Doppel, Isabel Lohau und Stine Küspert im Damendoppel sowie Mark Callouw im ersten Einzel.

Titelverteidiger Wipperfeld steht als erster Finalist fest

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Mark Lamsfuß und Marvin Seidel gewannen das Doppel gegen Refrath. Foto: BC Wipperfeld

Titelverteidiger BC Wipperfeld zog als Erster in das Finale um den Hans-Riegel-Pokal am morgigen Endspiel in Bischmisheim ein. Die Punkte brachten Mark Lamsfuß mit Marvin Seidel im Doppel, Line Hojmark Kjaersfeldt und Kristin Kuuba im Damendoppel, Samuel Hsiao im zweiten Herreneinzel sowie Kristin Kuuba im Dameneinzel mit 3:1 ein. Für Refrath war Fabian Roth im ersten Herreneinzel erfolgreich.

BCB will ins Endspiel beim „Finale dahemm“

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Im Doppel dabei: Linda Efler und Stine Küspert. Foto: Thomas Wieck

Finalstimmung beim 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim: Kurz vor dem Final Four um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft in eigener Halle ist die Vorfreude bei den Badminton-Assen des BCB riesig. Am Wochenende ermitteln die besten vier Vereine in Deutschland beim Endturnier in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle den neuen Titelträger – und die Gastgeber möchten den Heimvorteil unbedingt für sich nutzen, um am Sonntag nach dem Finale (14 Uhr) ihren bereits elften Meistertitel feiern zu können. Zunächst muss der BCB aber sein Halbfinale an diesem Samstag erfolgreich bestreiten. Um 16 Uhr beginnen die beiden Vorschlussrundenpartien parallel: Bischmisheim, das als Hauptrunden-Dritter den Umweg über das Playoff-Viertelfinale gehen musste (4:1 gegen Blau-Weiß Wittorf), bekommt es mit dem Tabellenzweiten der Bundesliga-Hauptrunde SV Fun-Ball Dortelweil zu tun. Im anderen Halbfinale stehen sich Titelverteidiger und Topfavorit 1. BC Wipperfeld und der TV Refrath gegenüber.

BCB-Teammanager Peter Käsbauer blickt dem Duell mit den Hessen, gegen die Bischmisheim bereits im Vorjahr im Halbfinale gewonnen hatte, optimistisch entgegen: „Alle haben Bock drauf, alle sind bereit“, sagt Käsbauer, der eventuell selbst zum Einsatz kommen wird. Die personellen Voraussetzungen bei den Saarbrückern seien fast optimal, sagt der 35-Jährige. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz des dänischen Doppelspezialisten Frederik Søgaard, der zuletzt an einer Zerrung laborierte. „Er ist nicht bei einhundert Prozent, wir gehen aber davon aus, dass er spielen kann. Ansonsten sind alle fit“, sagt Käsbauer.

Damit hätte der BCB am Samstag gegen Dortelweil personell die Qual der Wahl. Für die Herrendoppel und das Mixed stehen der Niederländer Ruben Jille, Julien Maio aus Frankreich sowie Johannes Pistorius, Marvin Datko und Käsbauer bereit. Bei den Damen sind die Doppelspezialistinnen Isabel Lohau, Linda Efler und Stine Küspert mit von der Partie. Für das Dameneinzel ist Priskila Siahaya vorgesehen. Im Herreneinzel dürfte Mark Caljouw (Niederlande) an Position eins antreten, dahinter fällt die Entscheidung zwischen dem Bulgaren Daniel Nikolov und dem Dänen Mads Christophersen. „Das Dameneinzel ist klar, ansonsten haben wir viele Möglichkeiten und Optionen“, sagt Käsbauer.

Gegner Dortelweil wird voraussichtlich ebenfalls mit dem bestmöglichen Aufgebot an den Start gehen. Im Dameneinzel können die Hessen mit der US-Amerikanerin Iris Wang und der fünffachen deutschen Einzelmeisterin Yvonne Li auf gleich zwei herausragende Akteurinnen zurückgreifen. Ansonsten wird vor allem im Herrenbereich bei Dortelweil viel dänisch gesprochen. Abgesehen vom zweimaligen deutschen Einzelmeister Kai Schäfer und dem Spanier Luis Enrique Penalver, die im Einzel vorgesehen sein dürften. In den beiden Duellen der Bundesliga-Hauptrunde konnte Dortelweil das Hinspiel Ende September in Saarbrücken knapp mit 4:3 für sich entscheiden, im Rückspiel Mitte März drehte der BCB den Spieß um, siegte im Stadtteil von Bad Vilbel seinerseits mit 4:3 und schöpfte wieder Hoffnung auf eine direkte Qualifikation für das Final Four. Daraus wurde letztlich nichts, nach der regulären Runde hatte Dortelweil bei Punktgleichheit mit dem BCB (je 41 Zähler) aufgrund der höheren Anzahl an Siegen denkbar knapp die Nase vorne. Das spielt beim Final Four jetzt keine Rolle mehr. „Wir sind extrem gespannt. Die Vorfreude ist riesengroß“, sagt Käsbauer vor der ersten Etappe beim „Finale dahemm“.

dbe

Optimismus bei Bischmisheim vor der Mission elfter Titel

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Bischmisheim will in eigener Halle dominieren

Die Badminton-Asse des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim haben am Wochenende im Playoff-Viertelfinale gegen Blau-Weiß Wittorf (4:1) die abermalige Qualifikation für das Final Four-Endturnier um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft geschafft – und kämpfen nun am Wochenende 29./30. April erneut um den nationalen Vereinstitel. Es wäre für den zehnfachen deutschen Meister von der Saar der elfte Streich. Nicht nur wegen des Heimvorteils herrscht beim BCB vor dem Saisonfinale Zuversicht.

Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim geht am letzten April-Wochenende zwar nicht als Favorit ins Vierer-Turnier in der heimischen Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle. Und dennoch: Mit dem Heimvorteil im Rücken soll es diesmal wieder klappen. Die besten Karten auf dem Papier werden allerdings dem Titelverteidiger 1. BC Wipperfeld zugeschrieben, der im Vorjahr das Finale gegen den BCB nach dramatischem Verlauf knapp mit 4:3 gewonnen hatte. In Stuttgart lag Wipperfeld schon 1:3 hinten, ehe dem Team um den langjährigen Bischmisheimer Marvin Seidel noch die Wende gelang. Diesmal wollen sich die Saarbrücker in eigener Halle für diese knappe Niederlage revanchieren. „Beim Heimturnier ist alles möglich. Wir streben den Titel an“, betont Bischmisheims Neuzugang Linda Efler: „Klar, es wird schwer, auch schon im Halbfinale gegen Dortelweil – aber es ist alles möglich. Wir sind gut drauf, haben ein gutes Team, schauen wir einfach mal“, sagt die Vize-Europameisterin im Damendoppel, die diesen Erfolg im Vorjahr mit ihrer BCB-Teamkollegin Isabel Lohau erreicht hatte, damals noch als Spielerin des SC Union Lüdinghausen.

Ihr Ex-Club wird beim Final Four diesmal nicht vertreten sein, nachdem Lüdinghausen im anderen Playoff-Viertelfinale gegen den TV Refrath mit 3:4 unterlegen war. Während Refrath im Halbfinale am 29. April gegen den amtierenden Meister aus Wipperfeld klarer Außenseiter ist, erwartet Efler im eigenen Halbfinale gegen den Hauptrunden-Zweiten SV Fun-Ball Dortelweil eine enge Kiste: „Das wird mit Sicherheit ein Duell auf Augenhöhe. Wir haben in der Liga einmal verloren und einmal gewonnen – das zeigt schon, wo die Reise hingehen könnte“, sagt die 28-jährige vierfache deutsche Meisterin (2019 bis 2021 im Damendoppel, 2019 im Mixed mit Seidel). Am zweiten Spieltag hatte Bischmisheim sein Heimspiel gegen Dortelweil knapp mit 3:4 verloren. Im Rückspiel drehte der BCB den Spieß um, behielt Mitte März auswärts seinerseits mit 4:3 die Oberhand. Und das, obwohl mit Lohau, Efler, Johannes Pistorius und Julien Maio mehrere Stammkräfte gar nicht dabei waren. „Jetzt gilt unser voller Fokus dem Halbfinale gegen Dortelweil“, kündigte BCB-Teammanager Peter Käsbauer kurz nach dem gewonnenen Playoff-Viertelfinale am Sonntag gegen Wittorf (4:1) an. Er blickt dem dritten Duell der Runde optimistisch entgegen: „Beim Final Four wird Stand jetzt das komplette Team da sein – und dann zählt für uns nur der Sieg. Es sind zwar noch zwei Wochen, in denen viel passieren kann. Aber sollten wir tatsächlich komplett sein, haben wir definitiv die Chance, das zu schaffen. Wir freuen uns auf das Heimturnier“, betont Käsbauer.

Gegenüber dem erfolgreichen Viertelfinale gegen Wittorf werden dem BCB dann auch noch der dänische Doppelspezialist Frederik Søgaard, Doppelspezialistin Stine Küspert und der niederländische Einzelspezialist Mark Caljouw zur Verfügung stehen. „Wir haben jetzt zwei Wochen, um uns intensiv auf das Final Four vorzubereiten. Wir haben einen guten Teamgeist, da ist alles perfekt. Deshalb schauen wir guter Dinge voraus. Zumal einige Spieler noch dazustoßen“, blickt auch Daniel Nikolov, der seine Saisonbilanz im Einzel mit einem 9:11, 4:11, 11:9, 11:8, 11:4-Comebackerfolg über Wittorfs Dänen Søren Toft Hansen auf 15:1 Siege ausbaute, zuversichtlich auf das Finalturnier. Der Bulgare weiß angesichts der starken Besetzung im Herreneinzel (neben Caljouw (6:0-Bilanz im Einzel) wäre da noch der Däne Mads Christophersen (10:4-Bilanz im Einzel)) noch nicht, ob er beim Endturnier überhaupt selbst zum Einsatz kommt. „Wer sich an dem Tag besser fühlt, der spielt“, sagt Nikolov. Die erste Auflage eines Final Four-Turniers in Saarbrücken erwies sich für den 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim als gutes Omen. 2018 holte der BCB mit einem 4:1-Erfolg über den 1.BC Beuel in eigener Halle seinen achten deutschen Meistertitel – am 30. April wollen die Saarländer diesen Erfolg unbedingt wiederholen.

dbe

Bischmisheim und Refrath gewinnen jeweils die Playoff und ziehen ins Finale ein

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Mads Christophersen machte alles im 1. Einzel klar. Foto: Thomas Wieck

Schnell führte Bischmisheim gegen Wittorf mit 3:0, Danach sicherte sich Wittorf das Damen-Einzel. Das reichte jedoch nicht. Den Gesamtsieg brachte Mads Christophersen im 1- Einzel gegen Mathias Kicklitz zum 4:1. Auch Refrath führte schnell in Lüdinghausen mit 3:0. Die Gastgeber in Lüdinghausen holten jedoch auch zum 2:3. Die Entscheidung brachte dann für Refrath das Mixed, das Adam Hall und Deborah gegen Robin und Kelly van Buiten in fünf Sätzen gewannen.

Wieder gegen Wittorf: Bischmisheim peilt im Playoff das „Finale dahemm“ an

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Ruben Jille spielt im Doppel. Foto: Thomas Wieck

Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim muss als Bundesliga-Dritter wie im Vorjahr den Umweg über das Playoff-Viertelfinale gehen, um erneut beim Final Four um die deutsche Meisterschaft dabei zu sein. Und wieder heißt der Gegner Blau-Weiß Wittorf aus Neumünster. An diesem Sonntag um 12 Uhr empfängt der BCB die Schleswig-Holsteiner in der Multifunktionshalle (Halle 80.1) an der Saarbrücker Hermann-Neuberger-Sportschule.

Am letzten Spieltag der Bundesliga-Hauptrunde schnupperte der BCB nach zwischenzeitlich großem Punkterückstand nochmal am zweiten Tabellenplatz, der die direkte Qualifikation für das Final Four in eigener Halle gebracht hätte. Weil der große Rivale im Kampf um Rang zwei SV Fun-Ball Dortelweil bei seiner 3:4-Niederlage bei Union Lüdinghausen aber gerade so einen Punkt rettete, reichte es für Bischmisheim trotz Punktgleichheit mit Dortelweil wegen der geringeren Anzahl an Siegen nicht zum direkten Sprung zum Endturnier. Also müssen die Saarländer wie im Vorjahr den Viertelfinal-Umweg Blau-Weiß Wittorf nehmen, um beim nach 2018 erneut in Saarbrücken stattfindenden Final Four (29./30. April, Joachim-Deckarm-Halle) dabei zu sein. Vor einem Jahr meisterte der BCB die Playoff-Hürde mit einem 4:2-Erfolg in der Joachim-Deckarm-Halle, die diesmal wegen einer Volleyball-Veranstaltung nicht zur Verfügung steht.

Doch auch an der Aushilfsheimstätte an der Saarbrücker Sportschule wollen die Akteure des zehnfachen deutschen Meisters am Sonntag ab 12 Uhr gegen Wittorf „nichts anbrennen lassen“, wie Teammanager Peter Käsbauer unterstreicht: „Wir haben keine Lust darauf, dass das Finale in Saarbrücken stattfindet – und wir sind nicht dabei. Wir gehen das Spiel gegen Wittorf voll fokussiert an, haben kein Interesse daran, das irgendwie knapp werden zu lassen“, sagt der 35-Jährige, der auch wieder selbst zum Schläger greift, nachdem Käsbauer am letzten Bundesliga-Wochenende Anfang April wegen einer fiebrigen Erkältung hatte aussetzen müssen. Neben ihm stehen für den BCB als männliche Doppelspezialisten Ruben Jille, Johannes Pistorius und Julien Maio bereit. Der Franzose Maio sorgte vergangene Woche beim Orléans Masters in heimischen Gefilden für Furore, als er mit Partner William Villeger bis ins Viertelfinale des Super 300-Turniers vordrang.

Im Herreneinzel setzt der BCB gegen Wittorf auf den Dänen Mads Christophersen und den Bulgaren Daniel Nikolov. Im Damenbereich können die Saarbrücker aus dem Vollen schöpfen: Die WM-Dritte Isabel Lohau, Vize-Europameisterin Linda Efler, Stine Küspert und für das Einzel Priskila Siahaya – alles, was bei den Damen Rang und Namen hat, ist gegen die Schleswig-Holsteiner dabei. In der Bundesliga-Hauptrunde konnte sich der BCB in beiden Duellen mit dem Gegner aus Neumünster souverän behaupten. Das Hinspiel gewannen die Saarbrücker auswärts mit 5:2. Im Rückspiel Ende Februar siegte der BCB vor Heimkulisse sogar überdeutlich mit 7:0. Dazu wird es diesmal nicht kommen, denn wer als erstes vier Punkte auf dem Konto hat, gewinnt die Partie.

dbe

Attraktive Dreierserie für die heimischen Badmintonfans

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Der 18 Jahre alte Kenneth Neumann wird am 26. April 2023 sein erstes Länderspiel im Erwachsenenbereich bestreiten. Foto: Claudia Pauli

Drei Freundschaftsländerspiele binnen vier Tagen in drei Bundesländern: Die Badmintonfans
hierzulande erhalten Ende April gleich mehrere Möglichkeiten, die deutsche Nationalmannschaft
hautnah in Aktion zu erleben.

Das Team des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) trifft zunächst am 23. April 2023 in Stuttgart (Baden-Württemberg; Veranstaltungsbeginn: 12.00 Uhr) auf eine Auswahl aus der Ukraine, ehe sich die beiden Mannschaften am 25. April 2023 in Landau in der Pfalz (Rheinland-Pfalz; Veranstaltungsbeginn: 18.45 Uhr) und einen Tag später im hessischen Bensheim (Veranstaltungsbeginn: ebenfalls 18.45 Uhr) erneut gegenüberstehen.

Während die Gäste aus dem – inzwischen schon knapp 14 Monate unter dem russischen
Angriffskrieg leidenden – Land in Osteuropa die drei Begegnungen in nahezu identischer
Besetzung bestreiten werden, kommen für das deutsche Team mehr Spieler*innen zum Einsatz.

Dabei wurden abermals einerseits erfahrene Athlet*innen für die Freundschaftsländerspiele
nominiert, andererseits erhalten einige Nachwuchsasse die Gelegenheit, sich dem heimischen
Publikum zu präsentieren und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. „Wir erwarten ausgeglichene
Spiele“, blickt DBV-Sportdirektor Martin Kranitz voraus.

Bis dato trafen Deutschland und die Ukraine insgesamt zehnmal aufeinander. Die Vergleiche
wurden zwischen 1998 und 2018 ausgetragen und erfolgten allesamt im Rahmen von
Weltmeisterschaften und Europameisterschaften. Dabei ging das Team des DBV jeweils als
Gesamtsieger vom Spielfeld.

Als Ausrichter des Länderspiels in Stuttgart fungiert die Vermarktungsgesellschaft Badminton
Deutschland mbH (VBD), welche die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Firma YONEX
umsetzt. Der Freundschaftsvergleich ist dabei – wie es im Vorjahr beim Final-Four um die
Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Fall war – eingebettet in den Porsche Tennis
Grand Prix.

Dieser findet 2023 vom 15. bis zum 23. April in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle statt. Wer ein Ticket für das Freundschaftsländerspiel im Badminton erwirbt, hat die Möglichkeit, vor Ort weitere Racketsportarten kennenzulernen und auszuprobieren: Die Begegnung zwischen Deutschland und der Ukraine ist Bestandteil des sogenannten „Festivals für Schlägersportarten“, das neben Badminton und Tennis auch Touchtennis, Tischtennis sowie Padel umfasst. Die „Racket Sports World 2023“ ist als Side Event des
Porsche Tennis Grand Prix angelegt.

Die Freundschaftsvergleiche in Landau in der Pfalz und in Bensheim werden einmal mehr federführend von Heinz Bußmann von Advantage Event Projekte (AEP) aus Delmenhorst organisiert. In Landau in der Pfalz fungiert die Badmintonabteilung des ASV Landau als dessen Kooperationspartnerin, in Bensheim arbeitet Heinz Bußmann mit dem TV Bensheim zusammen. Veranstalter aller drei Länderspiele ist der DBV.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)