Kategorie: International

Knappe Niederlage gegen die „Dauerrivalen“

mark-lamsfuss-und-marvin-seidel
Mark Lamsfuß und Marvin Seidel

Die Begegnungen von Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (beide 1. BC Wipperfeld) mit Kim
Astrup/Anders Skaarup Rasmussen gestalten sich traditionell ebenso hochklassig wie eng. So
auch bei den HYLO Open (1. bis 6. November 2022 in Saarbrücken), bei denen die amtierenden
Europameister aus Deutschland im Viertelfinale am Freitag (4. November 2022) zum insgesamt
13. Mal in ihrer Karriere auf die Dänen trafen.

Letztlich mussten sich die Weltranglistenelften (Setzplatz 5) bei ihrem Heimturnier dem in der Weltrangliste derzeit am besten platzierten europäischen Herrendoppel (Setzplatz 2) nach einer Spielzeit von 48 Minuten mit 15:21, 25:27 geschlagen geben. Dabei gelang es den im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF siebtplatzierten Nordeuropäern, im zweiten Durchgang zwei Satzbälle der Lokalmatadore abzuwehren. Im direkten Vergleich führen die Europameister von 2018 nun mit 10:3.

Damit wird das mit 180.000,- US-Dollar dotierte Turnier der Kategorie „HSBC BWF World Tour
Super 300“ ab sofort ohne deutsche Beteiligung fortgesetzt. Bis ins Achtelfinale kamen in der
Saarlandhalle aus deutscher Sicht Bjarne Geiss/Jan Colin Völker (Blau-Weiss Wittorf/TV Refrath;
Weltranglistenplatz 113) im Herrendoppel sowie Stine Küspert/Emma Moszczynski (1. BC
Saarbrücken-Bischmisheim/SV Fun-Ball Dortelweil; Weltranglistenplatz 48) im Damendoppel. Die
amtierenden Europameister im Mixed, Mark Lamsfuß/Isabel Lohau (1. BC Wipperfeld/1. BC
Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 9; Setzplatz 3), unterlagen in der ersten Runde
Rehan Naufal Kusharjanto/Lisa Ayu Kusumawati aus Indonesien (Weltranglistenplatz 26) mit
17:21, 14:21.

Alle Ergebnisse der HYLO Open 2022 finden sich auf der Veranstaltungswebsite unter https://hylo-
open.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com (Stichwort „HYLO Open
2022“).

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Zwei deutsche Duos erstmalig bei einem Heimturnier als Europameister am Start

das-weltklasse-herrendoppel-mark-lamsfuss-l-und-marvin-seidel-im-bild-bei-der-individual-em-2022-foto-claudia-pauli
Das Weltklasse-Herrendoppel Mark Lamsfuß (l.) und Marvin Seidel (im Bild bei der Individual-EM 2022)
Foto: Claudia Pauli

Wenn die Duos Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (beide 1. BC Wipperfeld) und Mark Lamsfuß/Isabel
Lohau (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) in der kommenden Woche bei den
stark besetzten HYLO Open (1. bis 6. November 2022 in Saarbrücken) aufschlagen, bestreiten die
Asse des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) erstmalig in ihrer Karriere ein Heimturnier als
amtierende Europameister. Mark Lamsfuß/Isabel Lohau gehen zudem zum ersten Mal vor
eigenem Publikum als Mixed, das zu den Top 10 der Weltrangliste zählt, an den Start.

Die Goldmedaillengewinner bei den Individual-Europameisterschaften 2022 in Madrid/Spanien
sind bei dem Turnier der Kategorie „HSBC BWF World Tour Super 300“ an Nummer drei gesetzt
und treffen in der ersten Runde auf Rehan Naufal Kusharjanto/Lisa Ayu Kusumawati aus
Indonesien (Weltranglistenplatz 30). Die bisherigen beiden Vergleiche mit den Asiaten konnten die
aktuellen Weltranglistenzehnten aus Deutschland für sich entscheiden. Im Achtelfinale würden die
WM-Dritten von 2022, die im Oktober sogar schon für drei Wochen Platz acht in der Weltrangliste
belegten, entweder gegen ihre Nationalmannschafts- und Trainingskollegen Patrick
Scheiel/Franziska Volkmann (beide Blau-Weiss Wittorf; Weltranglistenplatz 59; Bilanz aus Sicht
von Mark Lamsfuß/Isabel Lohau: 0:0) oder gegen die Franzosen William Villeger/Anne Tran
(Weltranglistenplatz 40; Bilanz aus Sicht von Mark Lamsfuß/Isabel Lohau: ebenfalls 0:0) spielen.
Als drittes Gemischtes Doppel des DBV treten in der Saarlandhalle Jones Jansen/Linda Efler (1.
BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 31) an. Angeführt wird die
Setzliste in dieser Disziplin von den Weltranglistenzweiten Yuta Watanabe/Arisa Higashino aus
Japan.

Das an Position fünf notierte Herrendoppel Mark Lamsfuß/Marvin Seidel trifft zum Auftakt auf
Ruben Jille/Ties Van Der Lecq (Weltranglistenplatz 33). Bis dato standen die aktuellen
Weltranglistenelften des DBV den Niederländern einmal anlässlich eines Turniers gegenüber – vor
zwei Jahren ebenfalls in Saarbrücken. Bei den SaarLorLux Open 2020 unterlagen Mark
Lamsfuß/Marvin Seidel Ruben Jille/Ties Van Der Lecq in der ersten Runde in drei Sätzen. In
diesem Jahr soll entsprechend die Revanche erfolgen. Neben den amtierenden Europameistern
sind im Herrendoppel aus deutscher Sicht Bjarne Geiss/Jan Colin Völker (Blau-Weiss Wittorf/TV
Refrath; Weltranglistenplatz 114) im Starterfeld vertreten. Setzplatz eins haben die japanischen
Weltranglistenersten Takuro Hoki/Yugo Kobayashi inne.

Die am 11. Oktober 2022 vorgenommene Auslosung sieht ferner vor, dass seitens des DBV
Yvonne Li (SV Fun-Ball Dortelweil; Weltranglistenplatz 27) im Dameneinzel sowie die aktuellen
Vizeeuropameisterinnen Linda Efler/Isabel Lohau (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim;
Weltranglistenplatz 23) und Stine Küspert/Emma Moszczynski (1. BC Saarbrücken-
Bischmisheim/SV Fun-Ball Dortelweil; Weltranglistenplatz 51) jeweils im Damendoppel bei den
HYLO Open aufschlagen.

Das endgültige Teilnehmer*innenfeld steht erst nach dem Team Managers’ Meeting am 31.
Oktober 2022 fest: Durch kurzfristige Absagen von Spieler*innen können sich noch Änderungen in
den Tableaus ergeben.

Alle Ergebnisse der HYLO Open 2022 finden sich auf der Veranstaltungswebsite unter https://hylo-
open.de
sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com (Stichwort „HYLO Open
2022“).

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Nächstes Highlight für Mark Lamsfuß/Isabel Lohau: Platz neun der Weltrangliste

das-weltklasse-mixed-mark-lamsfuss-und-isabel-lohau-foto-claudia-pauli
Das Weltklasse-Mixed Mark Lamsfuß und Isabel Lohau Foto: Claudia Pauli

Für Mark Lamsfuß und Isabel Lohau (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) folgt in
diesem Jahr ein sportlicher Höhepunkt auf den nächsten: Ende April holten die
Perspektivkaderathleten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) bei den Individual-
Europameisterschaften in Madrid/Spanien die Goldmedaille im Mixed und bescherten dem DBV
damit den ersten Titelgewinn in dieser Disziplin in der Geschichte der im Jahr 1968 eingeführten
European Championships. Anschließend wurden sie von den von der Deutschen Sporthilfe
geförderten Athlet*innen zu den „Sportler*innen des Monats April“ gekürt.

Ende August erspielten sich Mark Lamsfuß und Isabel Lohau bei den TotalEnergies BWF World
Championships in Tokio/Japan Bronze und sorgten damit für den ersten Medaillengewinn eines
deutschen Mixed in der Historie bei Titelkämpfen dieser Art. Die Individual-Weltmeisterschaften
fanden erstmalig im Jahr 1977 statt.

Zwei Tage nach der Siegerehrung in Japans Hauptstadt wurden die Olympiateilnehmer von Tokio
erstmalig in ihrer Karriere in der Weltrangliste in den Top 10 geführt: In der Woche nach den
Individual-Weltmeisterschaften verbesserten sich die 28 und 30 Jahre alten DBV-Asse im Mixed-
Ranking von Platz zwölf auf Platz neun (Stand: 30. August 2022). Diesen haben sie drei Wochen
später (Stand: 20. September 2022) nach wie vor inne.

In den vergangenen 15 Jahren war nur ein Gemischtes Doppel aus Deutschland in der
Weltrangliste noch höher vertreten: Am 2. Dezember 2010 belegten Michael Fuchs und Birgit
Overzier Rang sechs. „Das ist definitiv ein Highlight und wir freuen uns sehr, dazuzugehören! Unser nächstes Ziel ist es, uns in beiden Disziplinen in den Top 10 festzuspielen. Allgemein wollen wir bei den nächsten Turnieren weiterhin unsere Top-Leistung abrufen und zeigen, dass wir zu den Besten gehören“,
sagte Mark Lamsfuß, der auch im Herrendoppel derzeit besser denn je im BWF World Ranking
platziert ist: Mit Marvin Seidel (ebenfalls 1. BC Wipperfeld), mit dem er im April zudem
Europameister in dieser Disziplin wurde, rangiert er seit dem 13. September 2022 auf Platz elf.
Zuletzt hatten seitens des DBV Ingo Kindervater/Johannes Schöttler im Frühjahr 2011 ebenfalls
für mehrere Wochen Rang elf belegt.

Die Weltranglisten werden jeweils dienstags aktualisiert und sind im Internet unter (vgl.
https://bwf.tournamentsoftware.com/ranking/ranking.aspx?rid=70 abrufbar.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Internationale Elite trifft sich in Bonn-Beuel

internationale-elite-in-beuel
Internationale Elite in Beuel

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause ist es endlich wieder so weit: die Türen der Erwin-Kranz-Halle in Bonn-Beuel öffnen sich für über 300 Badmintonspielerinnen und -Spieler aus der ganzen Welt.

Vom 15. bis 18 Juni 2022 richtet der 1. Badminton-Club Beuel 1955 e.V. das YONEX Bonn International 2022 aus. An vier Tagen werden Spielerinnen und Spieler aus insgesamt 37 Nationen in den Disziplinen Herrendoppel, Herreneinzel, Damendoppel, Dameneinzel sowie Gemischtes Doppel gegeneinander antreten und um Weltranglistenpunkte kämpfen.

Neben einigen asiatischen Badmintonverbänden ist vor allem der Deutsche Badmintonverband mit 45 Spielerinnen und Spielern stark vertreten. 

Jeder, der sich einmal Weltklasse Badminton live ansehen will, ist in der Limpericher Straße 141 in 53225 Bonn jeden Tag ab 9:00 Uhr herzlich willkommen. Der Eintritt an den ersten drei Tagen ist frei, am Finaltag kostet er 10,-€ (5,-€ für Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten sowie Schwerbehinderte). Für das leibliche Wohl sorgt die bestens ausgestattete Cafeteria.

Katja Holenz

Deutsche Teams zum Abschluss siegreich

Thomas-über-cup-finale-in-bangkok
Thomas-/Uber-Cup in Bangkok

Die deutschen Mannschaften haben bei den TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2022 in Bangkok/Thailand (8. bis 15. Mai) die Gruppenphase jeweils auf Tabellenrang drei beendet.

Sowohl die Herren des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) als auch die Damen gewannen am Mittwoch (11. Mai 2022) ihre dritte und damit abschließende Vorrundenpartie mit 3:2.

Während die deutschen Spieler Kanada bezwangen, verwiesen die Spielerinnen des DBV Frankreich auf Tabellenrang vier.

Die Punkte für die deutschen Herren erzielten die amtierenden Europameister im Herrendoppel, Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (beide 1. BC Wipperfeld), im 1. Herrendoppel, Kai Schäfer (SV Fun- Ball Dortelweil) im 2. Herreneinzel sowie Samuel Hsiao (1. BC Wipperfeld) im 3. Herreneinzel.

Bei den Damen behielten Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen) im 1. Dameneinzel, Ann-Kathrin Spöri (TV Refrath) im 2. Dameneinzel sowie Stine Küspert/Emma Moszczynski (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TSV Trittau) im 2. Damendoppel jeweils die Oberhand gegenüber der Konkurrenz. Yvonne Li revanchierte sich dabei für die Zwei-Satz-Niederlage, die sie bei der Individual-EM 2022 in Madrid/Spanien (25. bis 30. April) im Achtelfinale gegen Qi Xuefei erlitten hatte.

„Das war ein sehr erfreulicher Abschluss des Turniers für das Damenteam – mit einem verdienten 3:2-Sieg gegen Frankreich. Nach dem schwierigen Spiel gegen Indonesien am Vortag, wo einige Spielerinnen nicht ihr normales Leistungsniveau abrufen konnten, zeigten sich heute alle stark verbessert und sehr fokussiert“, zog Detlef Poste, der Chef-Bundestrainer im DBV, ein Fazit. Er fügte hinzu: „Yvonne Li hat ein Top-Spiel gemacht. Glückwunsch auch an Ann-Kathrin Spöri, die heute sicherlich die Matchwinnerin war. Stine Küspert und Emma Moszczynski haben mit einer soliden Leistung das 3:1 erzielt. Für uns war die WM ein wichtiges Erfahrungsturnier gegen Weltklassespielerinnen aus Japan und Indonesien und mit einem Match auf Augenhöhe gegen Frankreich.“

DBV-Sportdirektor Martin Kranitz meinte in Bezug auf die deutschen Herren: „Mark Lamsfuß und Marvin Seidel haben nach ihrem Titelgewinn bei den Europameisterschaften noch nicht wieder ihren Peak erreicht, aber trotzdem einen souveränen Sieg eingefahren. Kai Schäfer hat ein sehr gutes Turnier gespielt und heute den stärker eingeschätzten Kanadier klar geschlagen. Samuel Hsiao hat dann im letzten Spiel den verdienten 3:2-Sieg eingefahren.“

Weitere Informationen

Alle Ergebnisse der Mannschafts-WM in Bangkok sind auf der DBV-Website unter www.badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com (Stichwort „TotalEnergies BWF Thomas and Uber Cup Finals 2022“) erhältlich.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Deutschland spielt um Tabellenplatz drei

thomas-uber-cup-in-
Thomas- Uber-Cup in Bangkok.

Zwei Tage, nachdem Selin Hübsch ihr erstes Spiel bei einer Weltmeisterschaft im Erwachsenenbereich bestreiten durfte, feierte auch ihre Vereinskollegin Florentine Schöffski (beide TV Refrath) diesbezüglich eine Premiere: Die 19-Jährige kam am Dienstag (10. Mai 2022) bei der 0:5-Niederlage der deutschen Damen gegen Indonesien anlässlich der TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2022 in Bangkok/Thailand (8. bis 15. Mai) im 3. Dameneinzel zum Einsatz – und konnte dabei sogar einen Satzgewinn verzeichnen.

„Das war ein schwieriges Spiel heute – das Ergebnis war deutlich“, zog Martin Kranitz, der Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), ein Gesamtfazit in Bezug auf die zweite Vorrundenpartie der DBV-Asse in der Gruppe A.

In ihrer dritten und damit abschließenden Vorrundenbegegnung bei der WM für Herren- und für Damennationalmannschaften 2022 stehen die deutschen Damen dem Team aus Frankreich gegenüber (Mittwoch, 11. Mai 2022, 4.00 Uhr MESZ). Wer dieses Aufeinandertreffen für sich entscheidet, beendet die Gruppenphase auf Tabellenrang drei.

Ins Viertelfinale werden aus der Gruppe A Vizeweltmeister Japan sowie Indonesien einziehen, die in Bangkok jeweils schon zwei Siege verbucht haben und am Mittwoch gegeneinander um die Spitzenposition in der Tabelle spielen.

Weitere Informationen

Alle Ergebnisse der Mannschafts-WM in Bangkok sind auf der DBV-Website unter www.badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com (Stichwort „TotalEnergies BWF Thomas and Uber Cup Finals 2022“) erhältlich.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Ausnahmslos enge Spiele bei der Mannschafts-WM

thomas-über-Cup-in-bangkok
Thomas-/Uber-Cup in Bangkok

Bemerkenswerte Leistungen boten die Herren des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am Montag (9. Mai 2022) in ihrem zweiten Vorrundenspiel in der Gruppe C bei der Mannschafts- Weltmeisterschaft 2022 in Bangkok/Thailand (8. bis 15. Mai): Beim 5:0-Gesamtsieg der Auswahl aus Taiwan fiel in vier der fünf Matches die Entscheidung über den Punktgewinn erst im dritten Satz.

So lieferte sich etwa der dreimalige Deutsche Meister im Herreneinzel, Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 64), mit dem Weltranglistenvierten Chou Tien Chen über 59 Minuten eine enge Partie, in der er sich letztlich mit 22:20, 15:21, 14:21 geschlagen geben musste. Der amtierende nationale Champion in dieser Disziplin, Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil; Weltranglistenplatz 84), gestaltete das Spiel gegen den Weltranglisten-15. Wang Tzu Wei ebenfalls eng (21:15, 18:21, 16:21).

Selbst im einzigen Zwei-Satz-Match der Begegnung, dem 1. Herrendoppel zwischen Marvin Seidel/Jan Colin Völker (1. BC Wipperfeld/TV Refrath) und den Olympiasiegern von Tokio, Lee Yang/Wang Chi-Lin, bestand für die DBV-Asse durchaus die Chance, die Partie für sich zu entscheiden (16:21, 18:21).

„Die Spieldauer von mehr als sechs Stunden sagt viel über den knappen Spielverlauf aus. Alle fünf Spiele waren eng und umkämpft“, zog DBV-Sportdirektor Martin Kranitz ein Fazit.

In ihrer dritten und damit abschließenden Vorrundenpartie bei den TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2022 treffen die deutschen Herren auf Kanada (Mittwoch, 11. Mai 2022, 9.00 Uhr MESZ). Da die Mannschaften aus Taiwan und Indien jeweils bereits zwei Siege verbucht haben, werden diese in Bangkok ins Viertelfinale einziehen. Deutschland kann noch Gruppendritter werden.

Weitere Informationen

Alle Ergebnisse der Mannschafts-WM in Bangkok sind auf der DBV-Website unter www.badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com (Stichwort „TotalEnergies BWF Thomas and Uber Cup Finals 2022“) erhältlich.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Mehrere Matches auf Augenhöhe

thomas-uber--cup-finals-in-bangkok
Thomas-/Uber-Cup Finals in Bangkok

Die Teams des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) sind mit Niederlagen in die Mannschafts-
Weltmeisterschaft 2022 in Bangkok/Thailand (8. bis 15. Mai) gestartet, überzeugten aber in den
einzelnen Matches mitunter mit ansprechenden Leistungen.

Die Herren des DBV mussten sich am Sonntag (8. Mai 2022) in ihrem ersten Vorrundenspiel in der
Gruppe C der Auswahl aus Indien mit 0:5 geschlagen geben, für die u. a. der amtierende
Vizeweltmeister im Herreneinzel, Kidambi Srikanth, der aktuelle WM-Dritte in dieser Disziplin,
Lakshya Sen, und die derzeitigen Weltranglistenneunten im Herrendoppel, Satwiksairaj
Rankireddy/Chirag Shetty, aufschlugen.

„Beide Herrendoppel und Kai Schäfer haben gegen die favorisierten Inder einen tollen Fight auf
Augenhöhe geliefert. Matthias Kicklitz hat nach seiner Corona-Infektion noch Trainingsrückstand
und war vom gegnerischen Tempo überfordert. Max Weißkirchen sollte motivieren, dass er mit
mehr Spieldisziplin durchaus einen Satz gewinnen kann“, analysierte Detlef Poste, der Chef-
Bundestrainer im DBV, die Begegnung.

Die deutschen Damen unterlagen wenige Stunden später in ihrer Auftaktbegegnung in der Gruppe
A dem amtierenden Vizeweltmeister Japan ebenfalls mit 0:5. Die Punkte für die Asiaten erspielten
u. a. die aktuelle Weltmeisterin im Dameneinzel, Akane Yamaguchi, sowie die momentanen
Weltranglistenfünften im Damendoppel, Mayu Matsumoto/Wakana Nagahara.

„Es waren windige Bedingungen. Entsprechend war es für beide Seiten schwer, das Spiel zu
kontrollieren. Es war ein gutes, aggressives Spiel. Leider hatte ich im ersten Satz bei 16:13 eine
Konzentrationsschwäche, welche meine Gegnerin direkt ausgenutzt hat. Im zweiten Satz habe ich
ein sehr gutes Comeback gestartet, mich jedoch leider am Ende nicht selbst belohnt“, meinte diedreimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel, Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen), nach dem
Aufeinandertreffen mit der derzeitigen Weltranglistenersten Akane Yamaguchi.

Die erst 17 Jahre alte Selin Hübsch (TV Refrath) gab am 8. Mai 2022 ihr Debüt bei einer
Weltmeisterschaft im Erwachsenenbereich: Die aktuelle Deutsche Vizemeisterin im Dameneinzel
U22 kam im 3. Dameneinzel zum Einsatz.

In ihrer zweiten Vorrundenpartie bei den TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2022
dürfen sich die deutschen Herren mit Taiwan messen (Montag, 9. Mai 2022, 9.00 Uhr MESZ). Die
Damen des DBV stehen hingegen Indonesien gegenüber (Dienstag, 10. Mai 2022, 4.00 Uhr
MESZ).

Weitere Informationen

Alle Ergebnisse der Mannschafts-WM in Bangkok sind auf der DBV-Website unter
www.badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com (Stichwort
„TotalEnergies BWF Thomas and Uber Cup Finals 2022“) erhältlich.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Vorfreude auf gute Matches

Thomas-über-cup-in-Bangkok
Thomas/Uber Cup in Bangkok

Nur sieben Monate nach der bis dato letzten Weltmeisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften geht es für die leistungsstärksten Nationalteams bereits ein weiteres Mal um die entsprechenden Titel und Medaillen: Ermittelten die weltbesten Herren- und Damenauswahlen im Oktober 2021 im dänischen Aarhus erst die Titelträger des Jahres 2020, stehen vom 8. bis zum 15. Mai 2022 schon die TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2022 an. Grund dafür ist die Corona-Pandemie und damit einhergehende Turnierverschiebungen. Üblicherweise findet die prestigeträchtige Veranstaltung „nur“ alle zwei Jahre statt.

Sowohl bei den Herren (= Wettbewerb um den Thomas Cup) als auch bei den Damen (= Wettbewerb um den Uber Cup) dürfen insgesamt 16 Nationen an den Titelkämpfen teilnehmen. Die Startplätze wurden dabei anhand der Platzierung in der Weltrangliste vergeben. Deutschland ist zum elften Mal in Folge bei der Weltmeisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften sowohl im Wettbewerb um den Thomas Cup als auch im Turnier um den Uber Cup vertreten.

Wie üblich, wird bei den Titelkämpfen zunächst eine Gruppenphase ausgetragen, ehe es im K.-o.- System weitergeht. Dabei erreichen jeweils diejenigen Teams die – mit dem Viertelfinale beginnende – K.-o.-Runde, die nach Abschluss der Vorrunde die Tabellenplätze eins und zwei belegen.

Die deutschen Herren treffen in der Gruppe C auf Indien (Sonntag, 8. Mai 2022, 4.00 Uhr MESZ), Taiwan (Montag, 9. Mai 2022, 9.00 Uhr MESZ) und Kanada (Mittwoch, 11. Mai 2022, 9.00 Uhr MESZ).

Die Spielerinnen des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) müssen sich in der Gruppe A mit dem amtierenden Vizeweltmeister Japan (Sonntag, 8. Mai 2022, 14.00 Uhr MESZ) sowie Indonesien (Dienstag, 10. Mai 2022, 4.00 Uhr MESZ) und Frankreich (Mittwoch, 11. Mai 2022, 4.00 Uhr MESZ) auseinandersetzen.

„Beides sind schwere Gruppen für uns. Wir wollen die bestmögliche Leistung bieten und freuen uns auf die Spiele und gute Matches“, so Martin Kranitz. Der Sportdirektor des DBV ergänzt: „Wir hoffen, dass uns eventuell die eine oder andere Überraschung gelingt.“
Das deutsche WM-Aufgebot stellt eine Kombination aus zahlreichen erfahrenen Spieler*innen und etlichen Nachwuchsassen dar. Zu den Routiniers zählen u. a. die frischgebackenen Europameister im Herrendoppel, Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (beide 1. BC Wipperfeld), und die aktuellen Vizeeuropameisterinnen im Damendoppel, Linda Efler/Isabel Lohau (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim). Hinter dem Start von Isabel Lohau steht derzeit allerdings ein Fragezeichen, da die 30-Jährige erkrankt ist. „Wir hoffen darauf, dass sie noch nachreisen kann“, meint DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.
Selin Hübsch, die gerade erst 17 Jahre alt geworden ist, und ihre Vereinskollegin Florentine Schöffski (beide TV Refrath), die während der Titelkämpfe ihren 19. Geburtstag feiert, geben derweil in Bangkok ihr Debüt bei einer Weltmeisterschaft im Erwachsenenbereich.

Titelverteidiger bei den Herren ist Indonesien. Bei den Damen gewann zuletzt China WM-Gold.

Weitere Informationen

Alle Ergebnisse der Mannschafts-WM in Bangkok sind auf der DBV-Website unter www.badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com (Stichwort „TotalEnergies BWF Thomas and Uber Cup Finals 2022“) erhältlich.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Deutschlands Badmintonasse holen zwei EM-Titel

die-deutsche-em-medaillengewinner-innen-v-l-isabel-lohau-marvin-seidel-mark-lamsfuss-linda-eifler-foto-cluadia-pauli
Die deutschen EM-Medaillengewinner*innen. V.l.: Isabel Lohau, Marvin Seidel, Mark Lamsfuß, Linda Efler. Foto: Claudia Pauli

Mit zwei Goldmedaillen und einer Silbermedaille avancierte Deutschland bei den Individual-
Europameisterschaften 2022 in Madrid/Spanien (25. bis 30. April) mit Abstand zur erfolgreichsten
Nation. Zwei Titelgewinne bei derselben Veranstaltung verbuchte der Deutsche Badminton-
Verband (DBV) zuvor einzig vor 50 Jahren. Während 1972 in Karlskrona/Schweden Wolfgang
Bochow im Herreneinzel triumphierte und Willi Braun/Roland Maywald im Herrendoppel die
gesamte Konkurrenz hinter sich ließen, war bei den European Championships 2022 ein Spieler
gleich an beiden Turniersiegen beteiligt: Mark Lamsfuß gewann sowohl im Herrendoppel mit
Marvin Seidel (beide 1. BC Wipperfeld) als auch im Mixed an der Seite von Isabel Lohau (1. BC
Saarbrücken-Bischmisheim) das EM-Finale. Isabel Lohau wurde zudem mit Linda Efler (SC Union
Lüdinghausen) Vizeeuropameisterin im Damendoppel.

„Das ist ein unglaubliches Gefühl. Ich glaube, ich kann es noch nicht so richtig realisieren. Ich bin
in jedem Fall überglücklich“, meinte Mark Lamsfuß nach der zweiten Siegerehrung, bei der die
deutsche Nationalhymne erklang. Der 28-Jährige ist der erste Spieler seit 2002, der bei derselben
Individual-EM zwei Goldmedaillen holte. Vor 20 Jahren in Malmö/Schweden gelang dies dem
Dänen Jens Eriksen gleichsam im Herrendoppel und im Mixed.

„Ich bin erst einmal sprachlos und freue mich für die Spieler*innen, die auch die schwierigen
Bedingungen hier in der Halle – mit den sehr schnellen Bällen – sehr gut angenommen haben. Sie
haben zudem taktisch top agiert und sind auch in den schwierigen Phasen stabil geblieben“, zeigte
sich Detlef Poste, Chef-Bundestrainer im DBV, angesichts der bemerkenswerten EM-Bilanz
von Madrid angetan. DBV-Sportdirektor Martin Kranitz ergänzte: „Das war eine starke Woche mit
einem Wahnsinnsfinale. Glückwunsch an die Athlet*innen und das gesamte Team! Das war
herausragend!“

Der bis dato letzte Titelgewinn für Deutschland bei den Individual-Europameisterschaften datiert
aus dem Jahr 2012: Vor zehn Jahren siegte Marc Zwiebler – ebenfalls in Karlskrona – im Herreneinzel.

Mixed

Im ersten Match des letzten Veranstaltungstages in Madrid schrieben Mark Lamsfuß und Isabel
Lohau bereits Badmintongeschichte: Sie gewannen als erste deutsche Paarung in der Historie der
im Jahr 1968 eingeführten European Championships den Titel im Mixed. Im Finale am Samstag
(30. April 2022) bezwangen die Weltranglisten-15. als Nummer vier der Setzliste Thom
Gicquel/Delphine Delrue (Weltranglistenplatz 11; Setzplatz 2) mit 16:21, 22:20, 21:16. Die
bisherigen drei Aufeinandertreffen hatten die Franzosen jeweils für sich entschieden.

„Wir sind sehr glücklich! Es war ein hartes Spiel und sehr eng. Wir standen schon mit dem Rücken
zur Wand, aber im dritten Satz hatten wir mehr Selbstvertrauen, waren mutiger, haben mehr agiert
statt reagiert. Ich glaube, das hat letztlich den Unterschied gemacht“, meinte Isabel Lohau
strahlend. Die 30-Jährige und ihr Mixedpartner hatten 2022 erstmalig in ihrer Karriere das EM-
Finale erreicht. 2018 und 2021 gewannen die Olympiateilnehmer von Tokio bei den kontinentalen
Titelkämpfen jeweils Bronze.

Herrendoppel

Im Herrendoppel stand der Turniersieg für das deutsche Duo bereits nach 36 Minuten fest: Im
Finale behielten die amtierenden Vizeeuropameister Mark Lamsfuß/Marvin Seidel
(Weltranglistenplatz 17; Setzplatz 2) gegenüber den Schotten Alexander Dunn/Adam Hall
(Weltranglistenplatz 36; Setzplatz 6) mit 21:17, 21:16 die Oberhand und verbuchten damit den
ersten Titelgewinn in dieser Disziplin für den DBV seit 1974. In Wien/Österreich verteidigten damals
Willi Braun und Roland Maywald ihre zwei Jahre zuvor erspielte EM-Goldmedaille erfolgreich.

„Wir hatten uns vorgenommen, das Turnier zu gewinnen, und jedes Spiel war mental eine
Herausforderung. Wir wurden von Spiel zu Spiel besser und haben am Ende verdient den Titel
gewonnen. Es ist sehr schön, dass wir die Chance, die uns im Vorjahr genommen wurde, nutzen
konnten“, sagte Marvin Seidel.

2021 in Kiew/Ukraine konnten die DBV-Asse das EM-Finale –
gegen die Russen Vladimir Ivanov/Ivan Sozonov – nicht bestreiten, da Mark Lamsfuß kurzfristig
erkrankte.

Damendoppel

Linda Efler und Isabel Lohau (Weltranglistenplatz 25; Setzplatz 4) gewannen unterdessen in
Madrid die erste Silbermedaille für Deutschland im Damendoppel bei Individual-
Europameisterschaften seit 2006. Seinerzeit hatten Nicole Grether/Juliane Schenk in Den
Bosch/Niederlande das Finale erreicht. Die amtierenden Deutschen Meisterinnen unterlagen im
Endspiel der European Championships 2022 den Schwestern Gabriela und Stefani Stoeva aus
Bulgarien mit 14:21, 10:21. Die topgesetzten Weltranglistenneunten holten damit ihren dritten EM-
Titel in Folge nach 2018 und 2021.

„Das war eine verrückte Woche für uns. Vor allem das Spiel gestern war eine emotionale
Achterbahn. Wir sind super happy. Das Ziel war eine Medaille und jetzt standen wir sogar im Finale.
Zum Spiel heute: Die Stoevas waren einfach besser, das war vielleicht noch ein Level zu hoch“,
analysierte Linda Efler.

Herreneinzel und Dameneinzel

Im Herreneinzel gewann der topgesetzte Weltranglistenerste Viktor Axelsen seinen dritten EM-Titel
nach 2016 und 2018. Der Olympiasieger von Tokio entschied das Finale gegen seinen dänischen
Landsmann Anders Antonsen (Weltranglistenplatz 3; Setzplatz 2) mit 21:17, 21:15 für sich. Auch
bei den European Championships 2021 standen Viktor Axelsen und Anders Antonsen im Endspiel,
allerdings konnte Viktor Axelsen zu diesem krankheitsbedingt nicht antreten, sodass sein
Nationalmannschaftskollege seinen ersten EM-Titel „kampflos“ holte.

Im Dameneinzel baute Carolina Marin ihre Rekordserie aus: Die in Madrid an Position eins notierte
Spanierin (Weltranglistenplatz 6) wurde zum sechsten Mal – noch dazu in Folge – Europameisterin
in dieser Disziplin. Die Olympiasiegerin von 2016 hatte bereits 2014, 2016, 2017, 2018 und 2021
bei den kontinentalen Titelkämpfen triumphiert. In diesem Jahr setzte sich Carolina Marin im
Endspiel mit 21:10, 21:12 gegen die Schottin Kirsty Gilmour (Weltranglistenplatz 20; Setzplatz 3)
durch.

Weitere Informationen

Alle Ergebnisse der Individual-EM in Madrid sowie zahlreiche weitere Informationen (Videos,
Statements etc.) sind auf der DBV-Website unter www.badminton.de sowie in den sozialen Medien
des DBV erhältlich.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)