Kategorie: International

Herren nach starker Leistung Gruppendritte

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Das Deutsche Team. Foto: Claudia Pauli
Mit einem Sieg und damit auf Tabellenrang drei in der Gruppe B haben Deutschlands Herren die TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2020 (9. bis 17. Oktober 2021 in Aarhus/Dänemark) beendet. In Ihrem dritten und folglich abschließenden Vorrundenspiel bezwang die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am Mittwochabend (13. Oktober 2021) den amtierenden EM-Dritten Frankreich mit 3:2.
Die Punktgewinne für das Team des DBV verbuchten Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen) im 1. Herreneinzel sowie die beiden Doppelpaarungen Jones Jansen/Mark Lamsfuß (beide 1. BC Wipperfeld; 1. Herrendoppel) und Marvin Seidel/Jan Colin Völker (1. BC Wipperfeld/TV Refrath; 2. Herrendoppel). „Ich konnte endlich mal wieder das abrufen, was ich im Training auch abrufen kann – und ich fühle mich noch lang nicht am Limit“, meinte Max Weißkirchen (Weltranglistenplatz 59) nach seinem 21:13, 21:15-Erfolg über den in der Weltrangliste aktuell 25 Plätze vor ihm geführten dreifachen U19-Europameister von 2017, Toma Junior Popov (Weltranglistenplatz 34).
Detlef Poste, der Chef-Bundestrainer im DBV, zeigte sich mit dem Auftritt der DBV-Asse in der abschließenden Partie entsprechend zufrieden: „Das war eine durchweg starke Mannschaftsleistung mit einem überraschend deutlichen Sieg von Max Weißkirchen im 1. Einzel.“ Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Überzeugende Leistungen der Damen in Aarhus

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Gruppenfoto der für Aarhus nominierten Spieler*innen mit ihren Trainern. Es fehlen auf dem Bild: Isabel Lohau (geb. Herttrich), Antonia Schaller und Franziska Volkmann. Foto: Claudia Pauli
Die deutsche Badminton-Nationalmannschaft der Damen hat die TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2020 (9. bis 17. Oktober 2021 in Aarhus/Dänemark) auf Tabellenplatz vier in der Gruppe A beendet. In ihrer abschließenden Vorrundenpartie unterlag die aus zahlreichen Nachwuchsspielerinnen bestehende Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am Dienstag (12. Oktober 2021) Frankreich mit 2:3. Eine hervorragende Leistung boten dabei erneut insbesondere Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen) sowie Stine Küspert und Emma Moszczynski (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TSV Trittau): Die dreimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel und Teilnehmerin an den Olympischen Spielen in Tokio in dieser Disziplin entschied das 1. Dameneinzel, gegen Marie Batomene, mit 21:17, 21:12 für sich. Die 22 und 20 Jahre alten Spezialistinnen für die Doppeldisziplinen, Stine Küspert und Emma
Moszczynski, bezwangen im 2. Damendoppel Marie Batomene/Delphine Delrue mit 21:16, 21:19.
„Zum Abschluss gab es noch ein super-starkes Spiel von Stine und Emma – mit Top-Ballwechseln. Yvonne konnte an ihre gute Leistung von gestern anknüpfen und einen überzeugenden Sieg einfahren. Sehr stark war auch die kämpferische Leistung unserer jungen Spielerinnen Antonia und
Ann-Kathrin“, zog Detlef Poste ein positives Fazit. Der Chef-Bundestrainer im DBV ergänzte: „Leider spielte unser 1. Doppel mit vielen Schwankungen, sodass am Ende die Siegchance nicht genutzt wurde.“ Die 23 Jahre alte Weltranglisten-24. Yvonne Li etwa hatte in der Begegnung mit Japan am Montag (11. Oktober 2021) eine Weltklasse-Leistung gezeigt, als sie beim 17:21, 20:22 gegen die Weltranglistenfünfte Akane Yamaguchi auf Augenhöhe mit der WM-Dritten von 2018 agierte.
Die Gruppenspiele der deutschen Mannschaften in Aarhus
Samstag, 09.10.2021 Damen 8.30 Uhr Deutschland – Indonesien 1:4
Samstag, 09.10.2021 Herren 19.00 Uhr Deutschland – Korea 1:4
Montag, 11.10.2021 Damen 13.30 Uhr Deutschland – Japan 0:5
Montag, 11.10.2021 Herren 19.00 Uhr Deutschland – Dänemark 2:3
Dienstag, 12.10.2021 Damen 13.30 Uhr Deutschland – Frankreich 2:3
Mittwoch, 13.10.2021 Herren 19.00 Uhr Deutschland – Frankreich Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Knappe Niederlage der Herren gegen den Europameister

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Gruppenfoto der für Aarhus nominierten Spieler mit ihren Trainern. Es fehlen auf dem Bild: Johannes Pistorius und Samuel Hsiao. Letzterer wurde nachnominiert, da der Deutsche Meister im Herreneinzel, Kai Schäfer, kurzfristig verletzungsbedingt ausfiel.
Foto: Claudia Pauli
Ohne den dreimaligen Deutschen Meister im Herreneinzel, Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen), der aus gesundheitlichen Gründen nicht eingesetzt werden konnte, haben Deutschlands Spieler bei den TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2020 (9. bis 17.
Oktober 2021 in Aarhus/Dänemark) ihre Vorrundenpartie in der Gruppe B gegen den amtierenden Europameister Dänemark knapp verloren.
Zwei Tage nach ihrer 1:4-Auftaktniederlage gegen Korea musste sich die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am Montagabend (11. Oktober 2021) dem Turniergastgeber mit 2:3 geschlagen geben. Damit verpassen auch die deutschen Herren den Einzug ins Viertelfinale: Die
DBV-Asse können höchstens noch Gruppendritter werden. Ob die deutschen Spieler die Vorrunde auf Tabellenplatz drei oder vier beenden, entscheidet sich im abschließenden Gruppenspiel, am Mittwoch (13. Oktober 2021; 19.00 Uhr) gegen Frankreich.
In der Begegnung mit Dänemark erzielten die amtierenden Vizeeuropameister im Herrendoppel, Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (beide 1. BC Wipperfeld), und der aktuelle Deutsche Vizemeister im
Herreneinzel, Fabian Roth (TV Refrath), die Punkte für das Team des DBV. Während Mark Lamsfuß/Marvin Seidel mit 22:20, 26:24 gegen die EM-Dritten von 2021, Kim Astrup/Anders Skaarup Rasmussen, gewannen, setzte sich Fabian Roth – in einem gleichsam engen Match – mit 21:19, 26:24 gegen Rasmus Gemke durch. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Kantersieg zum Abschluss für deutsches Team

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Sudirman Cup
Die deutsche Badminton-Nationalmannschaft hat bei der Mixed-Team-Weltmeisterschaft 2021 um den Sudirman Cup (26. September bis 3. Oktober 2021 in Vantaa/Finnland) – wie erwartet – ihr drittes Vorrundenspiel in der Gruppe B deutlich gewonnen: Die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) verbuchte zum Abschluss der Gruppenphase am Donnerstag (30. September 2021) einen 5:0-Kantersieg gegen Tahiti
Damit beendet das Team von Chef-Bundestrainer Detlef Poste die Titelkämpfe auf Tabellenplatz drei in der Gruppe B. Für das Viertelfinale qualifizieren sich beim TotalEnergies BWF Sudirman Cup 2021 jeweils die Tabellenersten und -zweiten.

Daniel Hess und Ann-Kathrin Spöri (beide TV Refrath) gaben am 30. September 2021 ihr Debüt bei einer Weltmeisterschaft im Erwachsenenbereich: Während Daniel Hess an der Seite von Jones
Jansen (1. BC Wipperfeld) im Herrendoppel aufschlug, kam Ann-Kathrin Spöri im Dameneinzel zum Einsatz. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Kuriose Reihenfolge: WM 2021 vor der WM 2020

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Gruppenfoto der für die Mixed-Team-WM 2021 nominierten Spieler*innen mit ihren Trainern. Es fehlt auf dem Bild: Isabel Lohau (geb. Herttrich). Foto: Claudia Pauli
Die Corona-Pandemie hat in der Sportart Badminton den internationalen Turnierkalender derart „durcheinandergewirbelt“, dass es in diesem Herbst zu einer kuriosen Wettkampfabfolge kommt:
Vom 26. September bis zum 3. Oktober 2021 wird zunächst im finnischen Vantaa die Mixed-Team-Weltmeisterschaft 2021 um den Sudirman Cup ausgetragen, ehe die leistungsstärksten Herren- und Damennationalmannschaften vom 9. bis zum 17. Oktober 2021 in Aarhus/Dänemark die Weltmeister des Vorjahres ermitteln.
Die TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2020 sollten ursprünglich im Mai vergangenen Jahres in Aarhus stattfinden, bevor sie pandemiebedingt zunächst auf August 2020, dann auf
Oktober 2020 und letztlich auf Oktober 2021 verschoben wurden. Die Planungen des Badminton-Weltverbandes BWF hinsichtlich des TotalEnergies BWF Sudirman Cup 2021 sahen die Durchführung der Veranstaltung im Mai dieses Jahres in Suzhou/China vor. Da jedoch aufgrund der Corona-Pandemie im gesamten Jahr 2021 keine Badmintonturniere im „Reich der Mitte“ ausgetragen werden dürfen und um gleichzeitig die Reisetätigkeit für die teilnehmenden Nationen möglichst gering zu halten, wurden die internationalen Titelkämpfe zeitlich und geografisch an die WM für Herren- und für Damennationalmannschaften in Dänemark angebunden.

TotalEnergies BWF Sudirman Cup 2021

Bei der Mixed-Team-WM bilden Spieler und Spielerinnen eine gemeinsame Mannschaft. Traditionell wird bei dem prestigeträchtigen Event zunächst eine Gruppenphase ausgetragen, ehe es im K.-o.-System weitergeht. Für die – mit dem Viertelfinale beginnende – K.-O.-Runde qualifizieren sich
diejenigen Teams, die nach Abschluss der Vorrunde in ihrer jeweiligen Gruppe auf Tabellenplatz eins und zwei rangieren. Die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) muss sich in der Gruppe B mit Taiwan, Korea und Tahiti auseinandersetzen. „Zweimal Weltklasse mit zwei Medaillenkandidaten – Korea und Taiwan – sowie einem absoluten Underdog und Neuling – Tahiti – versprechen eine interessante und gleichzeitig herausfordernde Gruppe. Wir freuen uns auf die Spiele“, blickte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz voraus. Bei der
vorangegangenen Auflage, im Jahr 2019, ging der Turniersieg an China. Das Aufgebot des DBV für den TotalEnergies BWF Sudirman Cup 2021* *: kurzfristige Änderungen vorbehalten Herren Daniel Hess (TV Refrath)
Jones Jansen (1. BC Wipperfeld)
Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld)
Fabian Roth (TV Refrath)
Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld)
Jan Colin Völker (TV Refrath)
Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen) Damen Linda Efler (SC Union Lüdinghausen)
Isabel Lohau (geb. Herttrich) 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen)
Stine Küspert (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
Emma Moszczynski (TSV Trittau)
Ann-Kathrin Spöri (TV Refrath) Gleich fünf Asse des DBV stehen anlässlich der Titelkämpfe in Vantaa erstmalig im deutschen Aufgebot für eine WM im Erwachsenenbereich: Daniel Hess (TV Refrath), Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen), Stine Küspert (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), Emma Moszczynski (TSV
Trittau) und Ann-Kathrin Spöri (TV Refrath).

TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2020

Bei der WM für Herren- und für Damennationalmannschaften ist Deutschland zum zehnten Mal in Folge sowohl im Wettbewerb um den Thomas Cup (Herren) als auch im Wettbewerb um den Uber Cup (Damen) startberechtigt. Auch bei den TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2020 erfolgen zunächst Gruppenspiele, bevor das Turnier im K.-o.-System fortgesetzt wird. Dabei erreichen ebenfalls jeweils diejenigen Teams die – gleichsam mit dem Viertelfinale beginnende – K.-O.-Runde, die nach
Abschluss der Vorrunde in ihrer jeweiligen Gruppe die Tabellenplätze eins und zwei belegen. Während sich die Spieler des Deutschen Badminton-Verbandes in der – „europäisch geprägten“ – Gruppe B mit Turniergastgeber Dänemark um den Olympiasieger von Tokio im Herreneinzel, Viktor Axelsen, sowie mit Korea und Frankreich messen dürfen, treffen die Spielerinnen des DBV in der Gruppe A auf Titelverteidiger Japan, Indonesien und ebenfalls Frankreich.
„Wir haben es in der Gruppenphase jeweils mit zwei richtig schweren Brocken und einer lösbaren Aufgabe zu tun“, meinte Martin Kranitz zur Auslosung.

Das Aufgebot des DBV für die TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup Finals 2020** **: kurzfristige Änderungen vorbehalten Herren Daniel Hess (TV Refrath)
Jones Jansen (1. BC Wipperfeld)
Matthias Kicklitz (Blau-Weiss Wittorf)
Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld)
Johannes Pistorius (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
Fabian Roth (TV Refrath)
Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil)
Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld)
Jan Colin Völker (TV Refrath)
Max Weißkirchen(SC Union Lüdinghausen) Damen Linda Efler (SC Union Lüdinghausen)
Isabel Lohau (geb. Herttrich; 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
Annabella Jäger (TSV Neuhausen-Nymphenburg)
Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen)
Stine Küspert (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
Leona Michalski (TV Refrath)
Emma Moszczynski (TSV Trittau)
Thuc Phuong Nguyen (1. BC Wipperfeld)
Antonia Schaller (TuS Geretsried)
Ann-Kathrin Spöri (TV Refrath)
Franziska Volkmann (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)

In Aarhus werden weitere fünf Asse des DBV ihr Debüt bei einer Weltmeisterschaft in der Altersklasse O19 geben: Matthias Kicklitz (Blau-Weiss Wittorf), Annabella Jäger (TSV Neuhausen-Nymphenburg), Leona Michalski (TV Refrath), Thuc Phuong Nguyen (1. BC Wipperfeld) und Antonia Schaller (TuS Geretsried). Die Gruppenspiele der deutschen Mannschaften in Aarhus Samstag, 09.10.2021 Damen 8.30 Uhr Deutschland – Indonesien
Samstag, 09.10.2021 Herren 19.00 Uhr Deutschland – Korea
Montag, 11.10.2021 Damen 13.30 Uhr Deutschland – Japan
Montag, 11.10.2021 Herren 19.00 Uhr Deutschland – Dänemark
Dienstag, 12.10.2021 Damen 13.30 Uhr Deutschland – Frankreich
Mittwoch, 13.10.2021 Herren 19.00 Uhr Deutschland – Frankreich Weitere Informationen Alle Ergebnisse der Mannschafts-Weltmeisterschaften sind auf der DBV-Website unter www.badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com [Stichwort „TotalEnergies BWF Sudirman Cup 2021“ bzw. „TotalEnergies BWF Thomas & Uber Cup
Finals 2020 (New Dates)“] bzw. https://bwfsudirmancup.bwfbadminton.com und
https://bwfthomasubercups.bwfbadminton.com erhältlich. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Einführung einer neuen Zählweise steht bevor

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Müssen sich die internationalen Schiedsrichter an eine neue Zählweise gewöhnen? Foto: HR
15 Jahre nachdem im Badminton zuletzt die Zählweise umgestellt wurde, könnte das Regelwerk in der olympischen Sportart erneut eine solch gravierende Veränderung erfahren: Beim Annual General Meeting (AGM) der Badminton World Federation (BWF), der Mitgliederversammlung des Badminton-Weltverbandes BWF, wird am 22. Mai 2021 über einen entsprechenden Vorschlag abgestimmt.
Der indonesische Badminton-Verband hat gemeinsam mit dem Badminton-Verband der Malediven – und unterstützt vom asiatischen Badminton-Verband, vom koreanischen Badminton-Verband sowie vom Badminton-Verband Taiwans – den Antrag eingereicht, wonach nach den Olympischen Spielen in Tokio/Japan (23. Juli bis 8. August 2021) die Zählweise von „3 x 21“ (= zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte) auf „5 x 11“ (= drei Gewinnsätze bis elf Punkte) umgestellt werden soll. Diese Zählweise war von der BWF bereits in den Jahren 2014 und 2015 über jeweils drei Monate sowie in den Jahren 2016 und 2017 über zusammen 16 Monate bei internationalen Turnieren verschiedener Kategorien getestet worden, um zu eruieren, inwieweit die Verkürzung der Sätze dazu beitragen kann, die Attraktivität der Sportart – speziell für die Zuschauer*innen sowie für die Medien – noch weiter zu erhöhen.
Als beim AGM 2018 über die – seinerzeit vom BWF Council vorgeschlagene – Änderung von „3 x 21“ auf „5 x 11“ abgestimmt wurde, erhielt der Antrag nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Interessanterweise waren es damals insbesondere auch die Delegierten der asiatischen Badminton-Verbände, die sich gegen die Änderung aussprachen. Deutschland votierte seinerzeit dafür und wird auch beim AGM 2021 dem betreffenden Antrag zustimmen. Das Führungsgremium der BWF erachtet die Regeländerung nach wie vor als sinnvoll und unterstützt den Antrag daher ebenfalls.
Auch die Badminton-Bundesliga nahm die im Frühjahr 2016 vom Badminton-Weltverband ausgesprochene Einladung zum Testen der Zählweise „5 x 11“ an: Die Erst- und die Zweitligavereine bestritten die Spielzeiten 2016/2017 und 2017/2018 nach diesem System. Dieses fand bei allen Beteiligten derart viel Anklang, dass die Bundesligavollversammlung im Jahr 2018 beschloss, die Zählweise beizubehalten. Die BWF hatte zuvor mitgeteilt, dass sie damit einverstanden wäre. „Nachdem bereits im Jahr 2018 eine Änderung der Zählweise im Weltverband diskutiert wurde, damals aber keine ausreichende Mehrheit fand, scheint es diesmal so zu sein, als könnte der Antrag Erfolg haben.
Die von den Befürwortern genannten Gründe für eine Verkürzung der Spielzeit mit mehr Spannungsmomenten kann ich für den internationalen Spitzenbereich gut nachvollziehen“, meinte Thomas Born zu dem aktuellen Antrag zur Änderung der Zählweise von „3 x 21“ auf „5 x 11“ bei internationalen Turnieren. Der Präsident des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) ergänzte: „Andererseits dürfen aber auch die Wünsche der Spielerinnen und Spieler auf allen Leistungsebenen nicht unberücksichtigt bleiben. Der DBV sollte dahin wirken, die aktuelle Zählweise jedenfalls als ‚alternative Zählweise’ im nationalen Spielbetrieb weiterhin optional zu ermöglichen.” Bevor im Jahr 2006 auf das System „3 x 21“ umgestellt worden war, wurden im Badminton zwei Gewinnsätze bis 15 („3 x 15“) gespielt. Allerdings konnte seinerzeit – anders als nach den aktuellen Regularien – nur die Person bzw. Paarung einen Punkt erzielen, die Aufschlag hatte.
Der Badminton-Weltverband hat derzeit 196 Mitglieder. Die Geschäftsstelle ist in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur ansässig. Die diesjährige Mitgliederversammlung der BWF findet aufgrund der Corona-Pandemie virtuell statt. Ursprünglich war sie an die Mixed-Team-Weltmeisterschaft um den Sudirman angebunden, die vom 23. bis zum 30. Mai 2021 in Suzhou/China ausgetragen werden sollte. Die Titelkämpfe wurden jedoch auf einen noch nicht näher bestimmten Termin verschoben.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Zwei EM-Medaillen für Mark Lamsfuß

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Mark Lamsfuß und Isabell Herttrich. Foto: Claudia Pauli
Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld) hat bei den Individual-Europameisterschaften 2021 in Kiew/Ukraine (27. April bis 2. Mai 2021) zwei Medaillen sicher: Der 26-Jährige gewann am Freitag (30. April 2021) zunächst an der Seite von Isabel Herttrich (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) seine Viertelfinalpartie im Mixed in zwei Sätzen. Einige Stunden später durfte er im Palace of Sports zudem mit Marvin Seidel (ebenfalls 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) einen Drei-Satz-Erfolg in der Runde der besten acht Herrendoppel bejubeln. Seitens des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) war es zuletzt im Jahr 2006 Juliane Schenk gelungen, bei derselben Individual-EM zwei Medaillen zu holen: Die damals 23-Jährige gewann bei den in Den Bosch/Niederlande ausgetragenen Titelkämpfen Bronze im Dameneinzel und – zusammen mit Nicole Grether – Silber im Damendoppel. Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 15; Setzplatz 3) verbuchten in Kiew einen souveränen 21:8, 21:12-Erfolg über Robin Tabeling/Selena Piek aus den Niederlanden (Setzplatz 5), die in der Weltrangliste nur drei Plätze hinter den Deutschen geführt werden (Weltranglistenplatz 18). „Wir waren top vorbereitet und haben über beide Sätze die Aufschlagphase dominiert. Die Gegner sind deshalb überhaupt nicht ins Spiel gekommen“, zog die 29 Jahre alte Isabel Herttrich ein Fazit. Selena Piek musste sich bereits bei den European Championships 2018 im Viertelfinale den DBV-Assen geschlagen geben: Damals unterlag die heute 29-Jährige an der Seite ihres Landsmanns Jacco Arends Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich in drei Durchgängen. Die amtierenden EM-Dritten aus Deutschland, die vor drei Jahren zum ersten Mal in ihrer Karriere bei Titelkämpfen dieser Art Edelmetall gewannen, spielen am Samstag (1. Mai 2021) gegen Rodion Alimov/Alina Davletova (Weltranglistenplatz 21; Setzplatz 6) um den Einzug ins EM-Finale 2021. Die Russen warfen in ihrer Partie aus der Runde der besten acht Gemischten Doppel die an Position zwei notierten Franzosen Thom Gicquel/Delphine Delrue (Weltranglistenplatz 10) in zwei Sätzen aus dem Turnier. Im direkten Vergleich mit den Osteuropäern führen Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich mit 2:0. Das jüngste Aufeinandertreffen liegt allerdings bereits fast zwei Jahre zurück. Gegen Robin Tabeling/Selena Piek verbuchten die Bundeskaderathleten des DBV im insgesamt dritten Duell den zweiten Sieg.
Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 19; Setzplatz 5) boten in der Begegnung mit ihren an Nummer vier gesetzten „Weltranglistennachbarn“ Ben Lane/Sean Vendy aus England (Weltranglistenplatz 18) eine bemerkenswerte kämpferische Leistung und erreichten letztlich durch einen 21:15, 17:21, 21:19-Erfolg das Halbfinale. Marvin Seidel bekommt damit zum ersten Mal bei einer Individual-EM eine Medaille überreicht. Im direkten Vergleich zwischen Mark Lamsfuß/Marvin Seidel und Ben Lane/Sean Vendy steht es nun 1:1. In der Runde der besten vier Herrendoppel dürfen sich die DBV-Asse am Samstag mit den topgesetzten Dänen Kim Astrup/Anders Skaarup Rasmussen (Weltranglistenplatz 11) messen. Zwar konnten die Titelverteidiger von den bisherigen acht Aufeinandertreffen mit Mark Lamsfuß/Marvin Seidel sieben für sich entscheiden, allerdings liegt der bis dato einzige Sieg der Deutschen noch nicht lange zurück: Bei der Mixed-Team-EM 2021 in Finnland bezwangen die Spieler des DBV Kim Astrup/Anders Skaarup Rasmussen in zwei Sätzen. Für das Damendoppel Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 32; Setzplatz 8) hingegen erwiesen sich am Freitag Chloe Birch/Lauren Smith (Weltranglistenplatz 14) beim 10:21, 14:21 erneut als zu stark: Die an Position zwei notierten Engländerinnen verbuchten in Kiew im insgesamt sechsten Duell mit Linda Efler/Isabel Herttrich den sechsten Sieg.
Auch Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 23; Setzplatz 3) zog bei den European Championships 2021 im Viertelfinale den Kürzeren: Die 21 Jahre alte zweimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel scheiterte mit 16:21, 16:21 an der Türkin Neslihan Yigit. Die an Position fünf notierte Weltranglisten-30. übernahm folglich im direkten Vergleich mit 3:2 die Führung.„Sie war geduldiger als ich. Ich habe es nicht geschafft, meinen Vorteil in den Ballwechseln in Punkte zu verwandeln“, meinte Yvonne Li selbstkritisch.
Eine weitere extrem knappe Niederlage musste Jones Jansen hinnehmen: Einen Tag nachdem der 28-Jährige an der Seite von Kilasu Ostermeyer (TV Refrath; Weltranglistenplatz 48) im Achtelfinale des Mixedwettbewerbs mit 21:13, 13:21, 19:21 gegen die Franzosen Ronan Labar/Anne Tran (Weltranglistenplatz 39; Setzplatz 8) verloren hatte, unterlag Jones Jansen mit Peter Käsbauer (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 34; Setzplatz 6) Marcus Ellis/Chris Langridge aus England (Weltranglistenplatz 12; Setzplatz 2) mit 21:16, 12:21, 24:26. Die Gewinner der European Games 2019 und Olympiadritten von 2016 verzeichneten damit in der insgesamt zweiten Begegnung mit Jones Jansen/Peter Käsbauer den zweiten Sieg. „Ich bin natürlich sehr traurig und enttäuscht, dass wir am Ende, trotz unserer sehr starken Leistung, den Sieg nicht geholt haben. Wir hatten die Medaille schon vor Augen – wir haben 20:18 im dritten Satz geführt. Aber leider haben wir sie ganz knapp verpasst. Ich hoffe jetzt nur, dass meine Verletzung nicht so schlimm ist“, so Jones Jansen. Der 28-Jährige erlitt der ersten Diagnose zufolge eine Zerrung in der Wade. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Fünf Chancen auf einen Medaillengewinn

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Yvonne Li steht im Viertelfinale der EM in Kiew. Foto: Claudia Pauli
Fünf Viertelfinalpartien mit deutscher Beteiligung und damit fünf Spiele um eine Medaille: Bei den Individual-Europameisterschaften 2021 in Kiew/Ukraine (27. April bis 2. Mai 2021) gelang den Assen des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am Donnerstag (29. April 2021) in der Mehrzahl ihrer insgesamt acht Achtelfinalbegegnungen ein Sieg, sodass Edelmetall zum Greifen nah ist: Wer in der Stadt am Dnepr das Halbfinale erreicht, hat eine Medaille sicher. Ein „kleines Finale“ wird nicht ausgetragen, vielmehr erhalten die unterlegenen Halbfinalteilnehmerinnen und -teilnehmer automatisch Bronze. Die Viertelfinalpartien werden allesamt am Freitag (30. April 2021) ausgetragen.
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So setzte sich Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 23; Setzplatz 3) in der Runde der besten 16 Damen mit 21:19, 21:8 gegen die Engländerin Freya Redfearn (Weltranglistenplatz 204) durch, gegen die sie in Kiew zum ersten Mal in ihrer Laufbahn bei einem internationalen Turnier aufschlug. Im Viertelfinale trifft die zweimalige Deutsche Meisterin auf die an Position fünf notierte Türkin Neslihan Yigit. Von den bis dato vier Aufeinandertreffen mit der aktuellen Weltranglisten-30. konnte Yvonne Li zwei gewinnen. Den jüngsten Vergleich, ausgetragen im Januar 2021 bei den TOYOTA Thailand Open in Bangkok/Thailand, verlor die 22 Jahre alte Bundeskaderathletin des DBV in drei Sätzen.
Im Herrendoppel verbuchten Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 19; Setzplatz 5) einen 16:21, 21:16, 21:14-Erfolg über Christopher Grimley/Matthew Grimley (Weltranglistenplatz 71) und blieben damit auch im insgesamt zweiten Duell in ihrer Karriere mit den Schotten siegreich. Im Viertelfinale müssen sich die Spieler des DBV mit den an Nummer vier gesetzten Engländern Ben Lane/Sean Vendy messen, die in der Weltrangliste einen Platz vor Mark Lamsfuß/Marvin Seidel geführt werden (Weltranglistenplatz 18) und die bislang einzige Partie gegen die Deutschen für sich entscheiden konnten. Eine Runde weiter sind zudem Jones Jansen/Peter Käsbauer (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim): Das an Position sechs notierte Herrenduo des DBV bezwang im Achtelfinale die Norweger Torjus Flaatten/Vegard Rikheim (Weltranglistenplatz 119) mit 21:23, 21:11, 21:16. Diese Konstellation ergab sich in Kiew zum ersten Mal anlässlich eines internationalen Turniers. Nächste Gegner von Jones Jansen/Peter Käsbauer sind die an Nummer zwei gesetzten Engländer Marcus Ellis/Chris Langridge (Weltranglistenplatz 12). Die Gewinner der European Games 2019 führen im direkten Vergleich mit 1:0.
Drei Durchgänge benötigten auch Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 32; Setzplatz 8), um in die Runde der besten acht Paarungen einzuziehen. Das leistungsstärkste deutsche Damendoppel setzte sich mit 22:20, 16:21, 21:16 gegen Bengisu Ercetin/Nazlıcan Inci (Weltranglistenplatz 39) durch und verzeichnete damit im insgesamt zweiten Vergleich mit den Türkinnen den zweiten Sieg. Im Viertelfinale warten die an Position zwei notierten Engländerinnen Chloe Birch/Lauren Smith auf Linda Efler/Isabel Herttrich. Dabei hoffen die Deutschen im insgesamt sechsten Aufeinandertreffen mit den aktuellen Weltranglisten-14. auf den ersten Sieg.
Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 15; Setzplatz 3) standen hingegen gerade einmal 22 Minuten auf dem Badmintoncourt, ehe sie Emre Sonmez/Zehra Erdem aus der Türkei (Weltranglistenplatz 176) mit 21:9, 21:10 aus dem Turnier geworfen hatten. Im Viertelfinale dürfen sich die EM-Dritten von 2018 mit dem niederländischen Duo Robin Tabeling/Selena Piek (Weltranglistenplatz 18; Setzplatz 5) messen. Während das Duell mit Emre Sonmez/Zehra Erdem erstmalig anlässlich eines Wettkampfes zustande kam, stehen Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich Robin Tabeling/Selena Piek am Freitag bereits zum insgesamt dritten Mal bei einem internationalen Turnier gegenüber. Von den bisherigen beiden Vergleichen konnten beide Paarungen je eine Partie gewinnen. Der dreimalige Deutsche Meister im Herreneinzel, Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 63), hingegen musste sich in der Runde der besten 16 Spieler dem topgesetzten Titelverteidiger Viktor Axelsen (Weltranglistenplatz 2) in zwei Sätzen geschlagen geben: Der 24-Jährige unterlag dem Dänen mit 12:21, 11:21 und verzeichnete damit im zweiten Duell mit dem Weltmeister von 2017 seine zweite Niederlage.
Auch das Damendoppel Annabella Jäger/Stine Küspert (TSV Neuhausen-Nymphenburg/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 69) erlitt im Achtelfinale eine Niederlage in zwei Durchgängen: Für die DBV-Asse erwiesen sich am Donnerstag Viktor Axelsens Nationalmannschaftskolleginnen Amalie Magelund/Freja Ravn (Weltranglistenplatz 31; Setzplatz 7) beim 14:21, 9:21 als zu stark. Diese Begegnung ergab sich zum ersten Mal im Rahmen eines Wettkampfes.
Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer (1. BC Wipperfeld/TV Refrath; Weltranglistenplatz 48) verpassten den Einzug ins Viertelfinale hingegen äußerst knapp: Die amtierenden Deutschen Meister mussten sich in ihrer Partie aus der Runde der besten 16 Gemischten Doppel Ronan Labar/Anne Tran aus Frankreich (Weltranglistenplatz 39) mit 21:13, 13:21, 19:21 geschlagen geben. Im direkten Vergleich liegen die Franzosen nun mit 2:0 vorne. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Zwei weitere Achtelfinalteilnahmen erspielt

„Licht und Schatten“ gab es aus Sicht des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am zweiten Veranstaltungstag (28. April 2021) der Individual-Europameisterschaften 2021 in Kiew/Ukraine (27. April bis 2. Mai 2021): Zwei Siegen stehen zwei Niederlagen gegenüber.

Herreneinzel

So verbuchte der dreimalige Deutsche Meister im Herreneinzel, Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 63), in seinem Auftaktmatch – einem Spiel aus der zweiten Runde – einen souveränen Erfolg: Der 24-Jährige behielt gegenüber Maxime Moreels (Weltranglistenplatz 94) mit 21:8, 21:8 die Oberhand und war damit im insgesamt dritten Aufeinandertreffen mit dem Belgier zum zweiten Mal siegreich. Im Achtelfinale darf sich Max Weißkirchen mit dem topgesetzten Titelverteidiger Viktor Axelsen (Weltranglistenplatz 2) messen. Das bislang einzige Duell mit dem Dänen – ausgetragen bei der Mixed-Team-Europameisterschaft 2021 in Finnland – verlor der Deutsche in zwei Sätzen.
Für Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil) hingegen sind die Titelkämpfe in der Hauptstadt der Ukraine bereits beendet: Der 27 Jahre alte Weltranglisten-69. musste in seiner ersten EM-Partie 2021 gegen den Weltranglistendritten Anders Antonsen antreten und verlor das Spiel aus der zweiten Runde letztlich mit 18:21, 14:21. Das bis dato einzige Aufeinandertreffen mit dem bei den European Championships 2021 an Position zwei notierten Dänen hatte dieser in drei Durchgängen für sich entschieden. Es erfolgte allerdings schon im Jahr 2016.

Dameneinzel

Auch für Dameneinzel-Spezialistin Miranda Wilson (1. BC Wipperfeld; Weltranglistenplatz 142) bleibt es bei einem Auftritt in Kiew: Die 21-Jährige unterlag in ihrem Spiel aus der zweiten Runde Marie Batomene aus Frankreich (Weltranglistenplatz 65) mit 11:21, 11:21. Diese Begegnung kam erstmalig im Rahmen eines internationalen Turniers zustande.

Mixed

Eine starke kämpferische Leistung boten Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer (1. BC Wipperfeld/TV Refrath; Weltranglistenplatz 48): Die amtierenden Deutschen Meister im Mixed bezwangen in ihrer Erstrundenpartie Evgenij Dremin/Evgenia Dimova (Weltranglistenplatz 51) mit 16:21, 23:21, 21:10. Das Duo des DBV traf in Kiew zum ersten Mal in seiner Laufbahn anlässlich eines Wettkampfes auf die Russen. Im Achtelfinale stehen Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer dem an Position acht notierten Gemischten Doppel Ronan Labar/Anne Tran (Weltranglistenplatz 39) gegenüber. Im direkten Vergleich liegen die Franzosen mit 1:0 vorne. Die bis dato einzige Partie erfolgte allerdings bereits vor mehr als zweiJahren.

Fünf Debütant*innen

Nachdem Annabella Jäger (TSV Neuhausen-Nymphenburg) und Stine Küspert (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) bereits am ersten Veranstaltungstag (27. April 2021) ihr Debüt bei einer Individual-EM gegeben hatten, bestritten Kilasu Ostermeyer, Miranda Wilson und Max Weißkirchen tags darauf das erste Match in ihrer Karriere bei Titelkämpfen dieser Art.
Die Achtelfinalbegegnungen werden allesamt am Donnerstag (29. April 2021) ausgetragen. Insgesamt finden acht Partien mit deutscher Beteiligung statt.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Perfekter EM-Auftakt

Vier Spiele, vier Siege: Die Athletinnen und Athleten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) haben bei den Individual-Europameisterschaften 2021 in Kiew/Ukraine (27. April bis 2. Mai 2021) einen perfekten Start verzeichnet.

Herrendoppel

Im Herrendoppel wurden Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 19; Setzplatz 5) in ihrem Erstrundenduell mit Andrew Jones/Adam Stewart aus Wales ihrer Favoritenrolle gerecht: Binnen 19 Minuten besiegten sie die Weltranglisten-324. mit 21:5, 21:7. Mark Lamsfuß/Marvin Seidel standen Andrew Jones/Adam Stewart zum ersten Mal in ihrer Karriere bei einem internationalen Turnier gegenüber. Im Achtelfinale warten die Schotten Christopher Grimley/Matthew Grimley (Weltranglistenplatz 71; direkter Vergleich aus Sicht von Mark Lamsfuß/Marvin Seidel: 1:0) auf die Athleten des DBV.
Auch Jones Jansen/Peter Käsbauer (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 6) verbuchten am ersten Veranstaltungstag (27. April 2021) einen klaren Erfolg: Die Weltranglisten-34. setzten sich in ihrer Partie aus der ersten Runde mit 21:10, 21:12 gegen die Polen Maciej Matusz/Wiktor Trecki (Weltranglistenplatz 217) durch. Gegner der Deutschen im Achtelfinale sind die Norweger Torjus Flaatten/Vegard Rikheim (Weltranglistenplatz 119). Jones Jansen/Peter Käsbauer schlugen bis dato weder gegen Maciej Matusz/Wiktor Trecki noch gegen Torjus Flaatten/Vegard Rikheim im Rahmen eines Wettkampfes auf.

Damendoppel

Im Damendoppel erreichten Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 32; Setzplatz 8) durch einen 21:13, 21:17-Erfolg über Nadia Fankhauser/Iris Tabeling (Weltranglistenplatz 70) die Runde der besten 16 Damenduos. Damit behielten die DBV-Asse im dritten Vergleich mit der schweizerisch-niederländischen Kombination zum dritten Mal die Oberhand. Im Spiel um den Einzug ins Viertelfinale treffen Linda Efler/Isabel Herttrich auf Bengisu Ercetin/Nazlıcan Inci aus der Türkei (Weltranglistenplatz 39; direkter Vergleich aus Sicht von Linda Efler/Isabel Herttrich: 1:0).
Annabella Jäger/Stine Küspert (TSV Neuhausen-Nymphenburg/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 69) verzeichneten in ihrem jeweils ersten Match in ihrer Laufbahn bei einer Individual-EM ebenfalls einen Zwei-Satz-Sieg: Ihre Partie aus der ersten Runde – gegen Serena Au Yeong/Katharina Hochmeir aus Österreich (Weltranglistenplatz 88) – entschieden die Bundeskaderathletinnen des DBV mit 21:9, 21:12 für sich. Diese Begegnung kam zum ersten Mal anlässlich eines internationalen Turniers zustande. Im Achtelfinale müssen sich Annabella Jäger/Stine Küspert mit den an Nummer sieben gesetzten Däninnen Amalie Magelund/Freja Ravn (Weltranglistenplatz 31; direkter Vergleich: 0:0) messen.

EM-Auftakt erst am Mittwoch bzw. Donnerstag

Max Weißkirchen (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 63) und Kai Schäfer (SV Fun-Ball Dortelweil; Weltranglistenplatz 69) im Herreneinzel, Miranda Wilson (1. BC Wipperfeld; Weltranglistenplatz 142) im Dameneinzel sowie Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer (1. BC Wipperfeld/TV Refrath; Weltranglistenplatz 48) im Mixed greifen erst am Mittwoch (28. April 2021) erstmalig ins EM-Geschehen in Kiew ein: Sie erhielten für die erste Runde jeweils ein Freilos.
Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 23; Setzplatz 3) und Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 15; Setzplatz 3) starten sogar erst am Donnerstag (29. April 2021) in das Turnier: Bei den EM-Dritten von 2018 im Mixed war dies von vorneherein geplant, da ihnen ebenfalls für die erste Runde ein Freilos zugesprochen worden war. Bei Yvonne Li kam zu dem Freilos für den Auftakt hinzu, dass ihre erste Gegnerin – Qi Xuefei aus Frankreich (Weltranglistenplatz 40) – kurzfristig für die Titelkämpfe absagte, sodass die zweimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel – wie Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich – bereits im Achtelfinale steht.
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