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Jena verkauft sich teuer

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Aller Anfang ist schwer – auch für Jena in der höchsten Liga. Foto: SV GutsMuths Jena
Die Badmintonspieler des SV GutsMuths Jena verkaufen sich bei ihrem Saisonauftakt in München teuer. Der erste Bundesligaauftritt der Vereinsgeschichte fand unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften statt. Nach langer Turnierpause war die Vorfreude und Anspannung der Jenaer extrem groß. Die damit verbundene Nervosität konnte jedoch recht schnell abgeschüttelt werden. Das zweite Herrendoppel Lennart Notni/ Florian Wohlgemuth unterlag zwar erwartungsgemäß der Paarung Atanasov/ Wadenka in drei Sätzen, brachte aber eine durchaus ansehnliche Leistung aufs Feld. Noch besser machte es das Damendoppel aus Neuzugang Annika Schreiber und Tabea Tirschmann, die sich nach 0:2 Satzrückstand famos zurückkämpften und die Nationalspielerin Annabella Jäger und die slowenische Meisterin Kaja Stankovic in den Entscheidungssatz zwangen. Hier spielten sie dann noch einmal stärker auf und besorgten den vielumjubelten Ausgleich. Zeitgleich traf unser erstes Herrendoppel Moritz Predel/ Pit Hofmann auf den deutschen Ex- Nationalspieler Oliver Roth und den Dänen Rasmus Bonde. Die beiden Jenaer erwischten einen guten Start – bis zum Spielstand von 11:11. Hier rutschte Mannschaftskapitän Moritz Predel nach einem Sprung in der hinteren Vorhand unglücklich aus und zog sich eine Zerrung zu. Er gab zwar nochmal alles, konnte im angeschlagenen Zustand die Niederlage aber nicht verhindern. In Folge der Verletzung musste Moritz Predel auf seinen Einsatz im zweiten Herreneinzel verzichten, sodass Florian Wohlgemuth einspringen musste und auch im Einzel Bundesligaluft schnuppern durfte. Hier erwies sich der Bulgare Ivan Rusev Atanasov doch noch als eine Nummer zu groß. Wie befürchtet, wurde Führungsspieler Johann Höflitz nicht rechtzeitig fit und so trat Lennart Notni als neue Nummer eins im ersten Herreneinzel gegen den zweifachen israelischen Olympiateilnehmer Misha Zilbermann an. Das Spiel startete mit dem Gewinn des ersten Satzes durch den Jenaer überraschend gut. Allerdings konnte er dem Spieltempo und den Finten der israelischen Nummer eins nicht immer folgen und unterlag letztlich nach einem starken Auftritt mit 1:3 Sätzen. Eine ganz schwere Aufgabe hatte auch die erfahrenste im Jenaer Kader vor der Brust. Nicole Bartsch traf im Dameneinzel auf Kaja Stankovic, kämpfte stark, musste aber die spielerische Überlegenheit der Slowenin anerkennen. Im abschließenden Mixed wurde es dann noch einmal so richtig spannend. Pit Hofmann/ Laura Adam konnten Bonde/ Jäger führten zwischenzeitlich 2-1 nach Sätzen, konnten die folgenden Sätze jedoch nicht für sich entscheiden. Mit dem Endstand von 6-1 aus der Sicht des Münchener TSV stehen nach dem ersten Punktspielwochenende zwar keine Punkte auf dem Jenaer Konto, dennoch kann die Mannschaft auf einen ordentlichen Saisonauftakt blicken, in dem es nicht an hochklassigen Spielen und Spannung fehlte.

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Das nächste Punktspiel findet am 24.10 in Jena statt. Hier trifft der SV GutsMuths auf den TV Refrath. Ob in begrenztem Rahmen Zuschauer anwesend sein dürfen, ist noch nicht abschließend geklärt. Neben dem Livestream auf der Seite des Deutschen Badminton-Verbandes wird auch der Mitteldeutsche Rundfunk zu Gast sein, und einen Livestream im „Sport im Osten“ stellen, welcher online abrufbar sein wird. Lennart Notni

Refrath macht vorzeitig den zweiten Platz klar

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Teamfoto Refrath aus München (privat)
Das erste Saisonziel ist erreicht: Am Karnevalssonntag holt der TV Refrath in München beim TSV Neuhausen-Nymphenburg nicht nur einen 6:1 Auswärtssieg und drei Punkte, sondern sichert sich dadurch auch vorzeitig schon den zweiten Platz in der Abschlusstabelle.
Auch wenn Mitte März noch die beiden schweren Spiele gegen die Tabellennachbarn aus Wittorf und Wipperfeld anstehen, ist der Vorsprung auf die Verfolger komfortabel genug, um bereits für das Final Four in Wuppertal am 9./10.5. zu planen. In München waren es am Sonntag einmal mehr drei starke Doppel, die zu Beginn nichts anbrennen ließen, auch wenn Völker/Nguyen gegen die stark aufspielenden Holzer/Wadenka in den 5. Durchgang mussten. Für die Gegner von Schwenger/Beck und Nyenhuis/Ostermeyer gab es hingegen keinen Satzgewinn. Es folgte das Dameneinzel von Ann-Kathrin Spöri gegen die Ukrainerin Voytsekh, die zunächst die 18-jährige Deutsche in den ersten beiden Sätzen dominierte, bevor Spöri schließlich ausgleichen, das Match aber leider doch nicht für sich entscheiden konnte.
Doch es sollte die einzige Niederlage für den TVR an diesem Tag sein, denn Nhat Nguyen schlug den Israeli Zilberman in vier Sätzen und das erstmals in dieser Saison aufgestellte Mixed Max Schwenger/Carla Nyenhuis gewann über die volle Distanz. Zu guter Letzt hatte Lars Schänzler mit seinem jungen Einzelgegner im letzten Spiel des Tages noch relativ leichtes Spiel, so dass die Refrather mit einem 6:1-Erfolg den Heimweg antreten konnten.

Refrath auswärts beim Tabellenschlusslicht

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Carla Nyenhuis und Max Schwenger sind wieder in der 1. Bundesliga an Bord. Foto: Andre Jahnke
Während am Karnevalssonntag viele Top-Sportler einmal Zeit für andere Beschäftigungen haben, reisen die Bundesliga-Asse des TV Refrath nach München zu einem Einzelspieltag in der Badminton-Bundesliga.
Ein erheblicher logistischer Aufwand ist von Nöten, um alle Spieler nach einer Turnierwoche in Österreich bzw. Spanien nach München zum Spiel zu bekommen. So reist Nhat Nguyen vom Turnier in Barcelona zunächst in seine Heimatstadt Dublin, um am Sonntag in die bayersiche Metropole weiterzugfliegen.
Der Gegner, TSV Neuhausen-Nymphenburg, liegt aussichtslos auf dem zehnten und letzten Platz der Tabelle und wird diesen auch nicht mehr verlassen. Aufgrund der bevorstehenden Auf- und Abstiegssituation kann es jedoch sein, dass die Münchner auch im kommenden Jahr erstklassig bleiben, unter anderem, weil mit dem TSV Freystadt bereits ein Club seine Teilnahme per Rückzug vorzeitig abgesagt hat. Doch auch ohne die Geschwister Magee, darüber hinaus jedoch in Bestbesetzung, ist der Tabellenzweite TV Refrath Favorit, wenn ab 14 Uhr aufgeschlagen wird. Die zuletzt verhinderten Ex-nationalspieler Carla Nyenhuis, Max Schwenger und Raphael Beck sind ebenso wieder an Bord, wie die EM-Fahrer Nhat Nguyen, Lars Schänzler, Jan Colin Völker, Ann-Kathrin Spöri und Kilasu Ostermeyer.
Alles andere als ein Auswärtssieg wäre für den TV eine Überraschung, bevor man drei Wochen später die Bundesliga-Hauptrunde mit den beiden letzten Begegnungen gegen Wittorf und Wipperfeld beenden wird.

Beuel unterliegt in Bayern

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Adam Pringle und Martin Kroll. Foto: BC Beuel
Die Bundesligaspieler des 1. BC Beuel mussten am Wochenende zwei Auswärtsniederlagen einstecken. Am Samstag verlor das Team mit 2:5 gegen den TSV 1906 Freystadt, am Sonntag gab es ebenfalls ein 2:5 in Neuhausen-Nymphenburg. Die Mannschaft rutscht damit auf Tabellenplatz sieben ab.
Eigentlich sah der Plan anders aus: Die Beueler wollten bei den beiden Auswärtsspielen in Bayern wichtige Punkte sammeln, um sich einen Platz für die Play-off-Spiele zu sichern. Doch kurz vor dem Wochenende kamen die Hiobsbotschaften. Sowohl Stammdame Lisa Kaminski als auch der frisch gebackene Deutsche Meister Max Weißkirchen meldeten sich verletzungsbedingt ab. Damit war klar, dass es wohl kaum möglich sein würde, zu punkten. Sich bestmöglich zu verkaufen und den Schaden zu minimieren war die neue Zielsetzung.

Das ist dem Team auch gelungen: Alle Spieler zeigten starke kämpferische Leistungen und in beiden Partien konnte verhindert werden, dass die Gegner alle drei Tabellenpunkte einfahren.
Beim 2:5 in Freystadt gewann Lukas Resch im 1. Herreneinzel gegen den Österreicher Leon Seiwald mit 11:9, 9:11, 12:10 und 11:6. Ebenfalls siegreich war das Gemischte Doppel mit Hannah Pohl und Adam Pringle. Sie spielten sehr konzentriert und konsequent und bezwangen so Johannes Pistorius und Serena Au Yeong ebenfalls in vier Sätzen. Fast wäre sogar noch ein Punktgewinn geglückt, aber das 1. Herrendoppel mit Zach Russ und Lukas Resch unterlag nach einem spannenden und hochklassigen Spiel im entscheidenden fünften Satz knapp. Am Sonntag verlief der Start sogar sehr gut. Nach den drei Doppeln lagen die Schwarz-Gelben mit 2:1 in Führung. Gewonnen wurden die beiden Herrendoppel. Besonders stark: Martin Kroll aus Beuels Oberliga-Mannschaft, der an diesem Wochenende sein Bundesliga-Debüt feierte. An der Seite von Adam Pringle zeigte er im 2. Herrendoppel eine starke Leistung und gewann die Partie in vier Sätzen. Leider sollte kein weiterer Sieg mehr hinzukommen. Allerdings gab es an diesem Tag noch einen besonderen Leckerbissen: Im 1. Herreneinzel traf Lukas Resch auf den Israeli Misha Zilberman, die Nummer 46 der aktuellen Weltrangliste. Fast wäre Resch dabei eine Überraschung geglückt, aber nach einem hochklassigen Match mit spektakulären Ballwechseln musste er sich doch in fünf Sätzen knapp geschlagen geben.
Beuels Vereinschef Roland Maywald, der das Team nach Bayern begleitete, schätzt die Situation nach dem Wochenende realistisch ein: „Es wird für uns jetzt sehr schwer werden, die Play-offs noch zu erreichen. Ganz im Gegenteil: Wir müssen jetzt sogar das Tabellenende gut im Auge behalten. Wenn wir an so einem wichtigen Spielwochenende auf sechs Stammspieler verzichten müssen, ist das natürlich bitter. Dennoch bin ich mit der Leistung unseres Teams vom Wochenende sehr zufrieden. Alle haben stark gekämpft und auch die eingesetzten Ersatzspieler Katja Holenz und Martin Kroll haben sich sehr gut präsentiert.“ In zwei Wochen, am Karnevalssonntag, wartet bereits die nächste große Herausforderung auf die Spieler des 1. BC Beuel. Dann tritt das Team beim amtierenden Deutschen Meister in Saarbrücken-Bischmisheim an. Joachim Resch

Alle Neune für Bischmisheim

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1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Spitzenreiter 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim gewinnt auch die letzten Gastspiele der Hauptrunde und bucht vorzeitig das Final Four-Ticket
Mit der makellosen Bilanz von sieben Siegen aus sieben Auswärtspartien reisten die Badminton-Asse des 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim am vergangenen Wochenende zu ihren letzten beiden Gastspielen der regulären Bundesliga-Saison nach Bayern – und wurden ihrer Favoritenrolle letztlich gerecht: Am Samstag hatte der amtierende Deutsche Meister beim abgeschlagenen Schlusslicht TSV Neuhausen-Nymphenburg zwar einige Mühe, konnte sich im Stadtbezirk der Landeshauptstadt München schließlich aber mit 4:3 behaupten. Tags darauf hieß es für den BCB nach dem Auftritt beim TSV Freystadt dann: Alle Neune! Auch ihr letztes Gastspiel der Bundesliga-Hauptrunde gestalteten die Saarländer beim Ligavorletzten mit 5:2 siegreich. Damit machte Bischmisheim zugleich die direkte Qualifikation für das Final-Four-Turnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft bereits vor den restlichen drei Heimspielen vorzeitig perfekt.
„Es war natürlich unser Anspruch, dass wir beide Spiele gewinnen und so das Final-Ticket frühzeitig klarmachen. Jetzt, wo wir es geschafft haben, können wir gut gelaunt nach Hause fahren und die nächsten Bundesliga-Aufgaben ein bisschen entspannter angehen“, sagte BCB-Nationalspielerin Isabel Herttrich, nachdem die Quali für das Endturnier eingetütet war. Vor allem am Samstag bei Aufsteiger Neuhausen-Nymphenburg mussten sie und ihre Teamkameraden jedoch ein hartes Stück Arbeit verrichten: „Wir waren favorisiert, wussten aber von vornherein, dass es durchaus eine enge Angelegenheit werden könnte – gerade in den Einzeln“, befand Herttrich – und so kam es auch. In München gingen alle drei Einzel-Matches an die Gastgeber: In Abwesenheit von Luka Wraber und Fabian Roth, der mit einer Achillessehnenentzündung passen musste, setzte der BCB im Herreneinzel auf Daniel Nikolov und Jonas Scheller, die sich jeweils in vier Sätzen geschlagen geben mussten. Der Bulgare Nikolov unterlag dem israelischen Einzelspezialisten Misha Zilberman mit 12:10, 5:11, 9:11 und 7:11 – im zwölften Einzelmatch der Saison war es die erste Niederlage für den bulgarischen Meister! Scheller verlor gegen Nikolovs Landsmann und internationalen Doppelpartner Ivan Rusev Atanasov nach hartem Kampf mit 8:11, 11:9, 5:11 und 10:12. Auch das Einzel bei den Damen ging in vier Sätzen an Neuhausen-Nymphenburg: Stine Küspert unterlag der Ukrainerin Natalya Voytsekh mit zwei Mal 7:11, 12:10 und 6:11.
In den Doppeln dagegen präsentierte sich der Deutsche Meister auch ohne Nationalspieler Marvin Seidel gewohnt stark und vermied so die erste Niederlage nach elf Bundesliga-Siegen am Stück. Nikolov und Peter Käsbauer hatten mit Rusev und Tobias Wadenka nur im ersten Durchgang Mühe, behielten am Ende mit 12:10, 11:8 und 11:5 ebenso klar die Oberhand wie Ruben Jille und Michael Fuchs. Der deutsche Altmeister und der frisch gebackene niederländische Meister im Herrendoppel Jille bezwangen Fabian Holzer und Manuel Heumann 11:8, 11:4, 11:8. Auch das Damendoppel um Herttrich und Olga Roj (11:6, 11:9, 11:3 über Voytsekh/Kaja Stankovic) sowie das Mixed mit Küspert und Jille (11:9, 11:9, 11:7 gegen Stankovic/Wadenka) holten glatt in drei Durchgängen den Sieg. Am Folgetag lief es gegen Freystadt im Einzel zumindest ein wenig besser für den BCB, denn Nikolov kehrte mit einem hart erkämpften 7:11, 11:9, 11:7, 5:11 und 14:12-Sieg über Leon Seiwald in die Erfolgsspur zurück. Scheller (8:11, 11:13, 11:7 und 9:11) und Küspert zogen in ihren Partien derweil erneut den Kürzeren. Allerdings konnte Küspert nach ihrer 7:11, 4:11 und 8:11-Schlappe gegen die Estin Kristin Kuuba noch einen Sieg im Mixed zu Bischmisheims 5:2-Erfolg beisteuern: Sie gewann an der Seite von Käsbauer souverän mit 11:3, 11:9, 11:9 gegen Serena Au Yeong und Max Flynn. Einen Dreisatzerfolg verbuchten zudem Käsbauer und Fuchs mit ihrem 15:13, 11:7, 11:5 über Johannes Pistorius und Flynn. Herttrich und Roj besiegten im Damendoppel ihre Gegnerinnen Kuuba und Au Yeong nach anfänglichen Problemen 11:13, 11:3, 11:9 und 11:5. Im zweiten Herrendoppel mussten Jille und Nikolov zwar über fünf Sätze gehen, lagen gegen Rasmus Bonde/Seiwald hinten raus aber klar mit 11:4 vorne.
Vor den restlichen drei Partien der Hauptrunde liegt der BCB nach den Auswärtssiegen acht und neun als Spitzenreiter (33 Zähler) zehn Punkte vor dem Tabellendritten Blau-Weiß Wittorf und ist damit nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen. Auf den hartnäckigsten Verfolger, Vizemeister TV Refrath, beträgt der Vorsprung weiter vier Punkte. Dieses Polster möchte der 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim jetzt bis zum Ende verteidigen. Die nächste Partie bestreiten die Saarländer am 23. Februar in der heimischen Joachim-Deckarm-Halle gegen den Tabellensiebten 1.BC Beuel (sieben Siege, acht Niederlagen, 15 Punkte). Zuvor hoffen die Nationalspieler in BCB-Diensten auf ein erfolgreiches Abschneiden bei der Team-Europameisterschaft im französischen Liévin. „Wir möchten dort gerne wieder eine Medaille holen“, sagt Herttrich, die mit dem Damenteam in der Vorrunde auf die Slowakei, Portugal und Lettland trifft. „Die Gruppe sollte für uns gut machbar sein – auf jeden Fall ist da das Weiterkommen Pflicht“, ergänzt die 27-Jährige. Gleiches gilt für die deutschen Männer um Käsbauer und Co. „Wir wollen auf jeden Fall ins Halbfinale und eine Medaille“, betont der 31-Jährige. In der Vorrunde geht es von Dienstag bis Donnerstag gegen Tschechien, Aserbaidschan und Island. Nur die Gruppensieger qualifizieren sich für das Viertelfinale. Topfavorit sowohl bei den Damen als auch bei den Herren ist Dänemark. dbe

Bayerischer Doppelpack gegen den DM-Frust

1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Spitzenreiter 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim bestreitet am Wochenende in Bayern seine letzten beiden Auswärtspartien der Bundesliga-Hauptrunde
Bei den Deutschen Individual-Meisterschaften in Bielefeld lief es für die meisten Akteure des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim nicht wie erhofft: Marvin Seidel, der ein Jahr zuvor noch im Herrendoppel und im Mixed triumphiert hatte, konnte seine Titel ebenso wenig verteidigen wie Isabel Herttrich. Während Seidel wegen anhaltender Hüftbeschwerden absagen musste, fiel Herttrich krankheitsbedingt für die nationalen Titelkämpfe flach. Nach vier Triumphen in vier Jahren (2016 im Mixed, 2017 bis 2019 im Damendoppel) ging die 27-jährige Nationalspielerin damit erstmals wieder leer aus. Umso mehr möchte Herttrich dazu beitragen, dass es in der Bundesliga aus BCB-Sicht jetzt wieder erfreulicher läuft: Am kommenden Samstag um 16 Uhr gastiert der saarländische Titelverteidiger und Bundesliga-Tabellenführer zunächst beim abgeschlagenen Schlusslicht TSV Neuhausen-Nymphenburg. Tags darauf wartet am Sonntag ab 15 Uhr das nächste Bayern-Gastspiel beim Ligavorletzten TSV Freystadt.
„Wir wollen da so viele Punkte wie möglich mitnehmen. Im Idealfall sechs Punkte, aber zwei Siege und vier Punkte sind unser Minimalziel“, sagt BCB-Nationalspieler Peter Käsbauer. Für den 31-Jährigen lief die jüngste DM in Bielefeld ebenfalls bescheiden. Nach der Absage von Seidel ging Käsbauer mit seinem Partner Jones Jansen (1.BC Wipperfeld) als topgesetzte Paarung in der Herrendoppel-Konkurrenz an den Start, wo dann aber überraschend schon im Halbfinale gegen Johannes Pistorius (Freystadt) und Lukas Resch (1.BC Beuel) mit 21:18, 21:23 und 22:24 das Aus erfolgte. „Die DM lief ziemlich enttäuschend. Wir haben nicht annähernd das gespielt, was wir eigentlich draufhaben“, sagte Käsbauer, nachdem er seinen fünften Einzug in Folge ins Herrendoppel-Finale der DM verpasst hatte. Die Rückkehr in die Heimat soll für den gebürtigen Oberbayer nun um einiges erfreulicher laufen. Das Hinspiel gegen den Tabellenletzten TSV Neuhausen-Nymphenburg, der erst einen Sieg und insgesamt vier Punkte geholt hat, entschied der BCB vor Heimkulisse mit 6:1 für sich und verbuchte somit die optimale Ausbeute von drei Zählern.
Etwas mehr Mühe hatte der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister aus dem Saarland im Hinspiel gegen Freystadt, das dennoch mit 5:2 eindeutig zu Bischmisheimer Gunsten ausfiel. Im Auswärtsspiel am Sonntag könnte es für Käsbauer auch zur kleinen Revanche für das Halbfinal-Aus bei der DM kommen, schließlich zählt Johannes Pistorius zu den ausgewiesenen Doppelspezialisten im Freystädter Aufgebot. Mit Pistorius war Käsbauer 2018 übrigens noch zusammen bei den Deutschen Meisterschaften angetreten und hatte mit diesem erst im Endspiel den Kürzeren gezogen. Die jüngsten Titelkämpfe in Bielefeld waren für Bischmisheims Einzelspezialisten Fabian Roth derweil das erste Turnier nach einer ewig langen Verletzungs-Odyssee und seinem Comeback vor wenigen Wochen. Roth musste in Ostwestfalen schließlich im Viertelfinale die Segel streichen. Er unterlag dem deutschen Vizemeister von 2019, Samuel Hsiao vom 1.BC Wipperfeld, mit 18:21 und 15:21 – auch, weil der 24-Jährige dort erneut mit körperlichen Beschwerden zu kämpfen hatte. Ob Roth beim Bischmisheimer Doppelauftritt in Bayern mitwirken wird, werde sich laut BCB-Teammanager Volker Eiber daher kurzfristig entscheiden. Gleiches gilt mit Blick auf einen möglichen Einsatz von Seidel, wohingegen die Damenriege mit Herttrich, Olga Roj und Stine Küspert dort komplett vertreten sein dürfte.
Unabhängig von der letztendlichen Aufstellung peilen die Akteure des Meisters bei ihrem Gastspiel in Bayern die vorzeitige Qualifikation für das Final-Four-Turnier um den deutschen Mannschaftstitel an. Mit 29 Punkten liegt der BCB vor den restlichen fünf Bundesliga-Hauptrundenpartien neun Punkte vor dem 1.BC Wipperfeld auf Rang drei, der nicht mehr zur direkten Teilnahme am Endturnier führen würde. Der Vorsprung auf den TV Refrath auf Platz zwei beträgt aktuell ebenfalls komfortable fünf Punkte. Auf die Saarländer warten in Bayern zugleich die letzten beiden Auswärtsauftritte der Bundesliga-Hauptrunde, ehe zum Abschluss noch drei Heimspiele in Folge anstehen. Seine bis dato makellose Bilanz von sieben Siegen aus sieben Partien in der Fremde möchte der 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim dabei auf jeden Fall wahren. dbe

Beuel geht in Bayern auf Punktejagd

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Die 1. Mannschaft des 1. BC Beuel
Weit in den Süden geht es für die Bundesligaspieler des 1. BC Beuel am kommenden Wochenende: Die Mannschaft tritt am Samstag beim TSV 1906 Freystadt an, am Sonntag ist sie beim TSV Neuhausen-Nymphenburg zu Gast.
Eigentlich sind die Rahmenbedingungen für die beiden Auswärtsspiele gar nicht so schlecht: Die Beueler Spieler zeigten sich bei den Deutschen Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Topform. So gelang es Max Weißkirchen, sich zu dritten Mal in Folge den Titel als Deutscher Meister im Herreneinzel zu sichern. Darüber hinaus wurde er Vizemeister im Mixed und Dritter im Herrendoppel. Sein Teamkollege Lukas Resch wurde überraschend Vizemeister im Doppel. Doch obwohl die Spieler gut drauf sind, wird es für die Beueler ein ganz spannendes Wochenende werden. Das hat mit der Tabellensituation zu tun. Die Gegner aus Neuhausen-Nymphenburg sind Tabellenletzter, der TSV 1906 Freystadt ist Vorletzter mit fünf Punkten Rückstand auf den 1. BC Beuel, der aktuell Tabellenplatz 6 belegt.
Für die Schwarz-Gelben ist es also wichtig, gegen diese beiden Gegner zu punkten. Das weiß auch Hannah Pohl, Beuels erfahrene Doppel- und Mixed-Spezialistin: „Es ist für uns extrem wichtig, gegen beide Teams zu gewinnen. Nur so können wir uns das Tabellenende auf Abstand halten und unseren Mittelfeldplatz sichern. Aber ich bin optimistisch: Wir sind alle gut in Form. Das haben die Ergebnisse bei den Deutschen Meisterschaften gezeigt. Außerdem bekommen wir am Wochenende wieder Unterstützung von unseren beiden Engländern Zach Russ und Adam Pringle. Was wir aber auf keinen Fall tun werden ist, unsere Gegner zu unterschätzen. Trotz ihres Tabellenplatzes sind beide Mannschaften in der Lage, stark gegen uns aufzustellen. Wir sind also auf der Hut.“ Wer die Spiele im Internet verfolgen möchte, kann dies auf der Homepage des Deutschen Badminton-Verbandes tun (www.badminton.de). Dort gibt es einen Live-Ticker. Das Spiel gegen Freystadt startet am Samstag, 08.02. um 16 Uhr. Sonntag, 09.02. um 14 Uhr geht es gegen Neuhausen-Nymphenburg. Joachim Resch

Mülheim erkämpft drei Punkte in Bayern

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Dmytro Zavadsky. Foto: Moritz Cammertoni
Die Zielstellung des Teammanagers Jonathan Rathke, vier Punkte bei den Bundesliga-Auswärtsspielen gegen den TSV Freystadt und Schlusslicht TSV Neuhausen-Nymphenburg zu holen, wurde knapp verfehlt. Am Samstag musste sich die 1. Mannschaft vom 1. BV Mülheim bei Freystadt mit 3:4 geschlagen geben. Am Sonntag lief es besser. Man gewann mit 5:2. Somit wurden wenigstens drei Punkte generiert.
In Freystadt geriet man mit 0:3 in Rückstand. Lara Käpplein: „Wir sind mit dem Verlauf der gesamten Begegnung nicht zufrieden. Insbesondere die Herrendoppel waren nicht gut gespielt.“ Lara Käpplein konnte im Damendoppel jedoch ebenfalls nicht punkten. Im Mixed mit Alexander Dunn gewann sie aber mit 11:5 11:6 6:11 11:7 gegen Serena Au Young/Max Flynn. Der Inder Siddharath Thakur besiegte den Freystädter Leon Seiwald. Gute Form bewies auch Dmytro Zavadsky. Mit einem klaren Sieg gegen Hennes Gerberich (13:11 11:4 11:9). Das waren dann aber auch die Punkte für die Mülheimer. Die Estin Kristin Kuuba besiegte die für Mülheim spielende Schottin Rachel Sugden in vier Sätzen.
In Neuhausen-Nymphenburg wurde die Aufstellung im Herrendoppel umgestellt. Diese Maßnahme zahlte sich aus. Tom Wolfenden spielte dieses Mal mit Konstantin Abramov. Callum Hemming ging mit Alexander Dunn ins Spiel. Beide Duos siegten jeweils in vier Sätzen. Die 3:0 Führung machten dann Lara Käpplein und Rachel Sugden klar. Nach der Niederlage von Thakur und Sugden schien die Partie noch einmal zu kippen. Erneut siegten dann aber Dmytro Zavadsky im zweiten Herreneinzel sowie das Gespann Lara Käpplein/Alexander Dunn im Mixed.
Mülheim belegt in der Tabelle nunmehr den siebten Platz. Am 21. Und 22. Dezember folgt der letzte Doppelspieltag in diesem Jahr. Es stehen Partien beim Spitzenreiter 1. BC Bischmisheim und gegen den 1. BC Wipperfeld an. Manfred van Ackern

Saison mit vielen Überraschungen für Mülheim geht weiter

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Dymtro Zavadsky, Foto: Marc Pastoors
Aktuell steht das Team vom 1. BV Mülheim in der Tabelle auf dem siebten Rang. Am Wochenende geht es für die Damen und Herren der 1. Mannschaft nach Bayern. Am Samstag, 09.11.2019 trifft man auf den Tabellennachbarn TSV Freystadt, der derzeit mit einem Punkt weniger in der Tabelle auf Platz 8 rangiert.
Der TSV Freystadt war zum Saisonbeginn darauf eingestellt kleinere Brötchen zu backen. Muss man doch mit einem kleinen Kader auskommen. Topspieler Kristin Kuuba spielt weiterhin für den TSV. Die estnische Nationalspielerin und erfolgreichste Bundesligaspielerin der vergangenen Saison, Kristin Kuuba blieb dem Verein treu. Die Engländerin Fee Teng Liew hat bereits den Sprung unter die Top 100 in der Weltrangliste geschafft. Dazu gekommen ist in dieser Saison die Österreicherin Serena Au Yeong. Als Backup auf der Damenseite stehen dem Bundesligateam mit Stefanie Spies und Tania Jötten zwei Eigengewächse zur Verfügung. Im Herrenbereich gehört der Österreicher Leon Seiwald, Nummer 176 der Weltrangliste im Einzel, zum Kader. Weiterhin im Team der Mannschaftsführer Florian Waffler, Spielertrainer Oliver Roth, der indonesische Spitzenspieler Fikri Hadmadi sowie der Engländer Max Flynn, Hannes Gerberich und Andreas Pistorius. Nationalspieler Johannes Pistorius steht nach langer Verletzungspause dem Team wieder zur Verfügung. Der ehemalige dänische Rasmus Bonde Spitzenspieler (Weltrangliste: best 23) arbeitet seit einem halben Jahr in Nürnberg, spielte vergangene Saison in der 2. Liga in Dänemark und kam auf die Vereinsleitung zu, mit dem Wunsch, für Freystadt zu spielen.
Sowohl für den 1. BV Mülheim als auch den TSV Freystadt geht es weiterhin um Play-Off Hoffnungen und Abstiegsangst.
Für die Zuschauer wird es zahlreiche, interessante Spiele gegen das Team um den bekannten Spieler Tobias Wadenka zu sehen geben. Neuhausen hat sich bis jetzt besser geschlagen. MvA

Überragender Nhat Nguyen sichert Refrath ein 5:2 gegen Neuhausen

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Kilasu Ostermeyer und Carla Nelte sind nach wie vor ungeschlagen im Damendoppel. Foto Georg Poluektov
Im dritten Heimspiel der Saison wollte der TV Refrath nach zuletzt fünf Siegen in Folge gegen Schlusslicht TSV Neuhausen-Nymphenburg nichts anbrennen lassen. Ohne die Geschwister Magee und den leicht angeschlagenen Lars Schänzler erwartete den Tabellenzweiten eine durchaus ernst zu nehmende Aufgabe gegen den Tabellenletzten der 1. Bundesliga.
Die Münchner waren mit ihrem stärksten Aufgebot gekommen und stellten im Einzel die drei international etablierten Spieler Misha Zilberman, Ivan Rusev und Natalya Voytsekh auf. Für die drei Refrather Youngster Nhat Nguyen (19), Brian Holtschke (18) und Ann-Kathrin Spöri (18) bedeutete dies jeweils eine echte Herausforderung. Nachdem zum Start die drei TVR-Doppel Völker/Nguyen, Schwenger/Holtschke und Nyenhuis/Ostermeyer in der Summe nur einen einzigen Satz abgeben mussten, stand es gleich 3:0, bevor Refraths Nummer Eins, Nhat Nguyen den nominell stärksten Einzelspieler der Bundesliga, Misha Zilberman aus Israel (Weltrangliste Nummer 46) herausforderte. Dem jungen Iren gelang an diesem Tag alles und er schlug seinen 11 Jahre älteren Konkurrenten mit 3:0 Sätzen zum 4:0 Zwischenstand.
Parallel kämpfte Ann-Kathrin Spöri mit Bravour gegen ihre ukrainische Gegnerin Votsekh, musste aber nach gewonnenem ersten Satz deren Überlegenheit schweren Herzens anerkennen. Das Gleiche galt für Brian Holtschke, der zwei Sätze lang exzellent mithielt, aber am Ende der Sätze jeweils etwas weniger Glück hatte als sein Gegner Rusev. Schwer tat sich zum Abschluss das Refrather Mixed Völker/Nelte, die nach 2:0 Satzführung etwas nachließen, aber schließlich den entscheidenden Durchgang mit 11:4 gewinnen konnten.
Durch die gleichzeitige Niederlage des 1. BC Beuel gegen den BC Bischmisheim erhöhte der TV Refrath seinen Abstand auf die dritte Tabellenposition bereits auf vier Punkte und hofft, zum Hinrundenfinale in Wittorf und gegen Wipperfeld (10.11., 15 Uhr Halle Steinbreche) auf zwei weitere Erfolgserlebnisse und das Festigen des zweiten Tabellenplatzes.