Schlagwort: sculuedinghausen

Bischmisheim beendet die Hauptrunde als Dritter

peter-kaesbauer-foto-thomas-wieck
Peter Käsbauer. Foto: Thomas Wieck

Der Deutsche Meister 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hat die Hauptrunde der Badminton-Bundesliga zuhause mit einem Sieg und einer Niederlage abgeschlossen. Einem 5:2-Erfolg über den TV Refrath folgte ein knappes 3:4 gegen den SC Union Lüdinghausen.

Im letzten Hauptrunden-Auftritt musste sich der Deutsche Meister 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim am vergangenen Sonntag nochmal mit einer Niederlage anfreunden: Gegen den SC Union Lüdinghausen, der die Saison einen Rang hinter dem BCB auf dem vierten Platz beendete, verloren die Bischmisheimer in der heimischen Joachim-Deckarm-Halle knapp mit 3:4.

„Am Sonntag gegen Lüdinghausen war die Luft irgendwo raus“, konstatierte BCB-Teammanager Volker Eiber nach der vierten Saisonniederlage im 20. Spiel. Für das Endergebnis war die Schlappe nicht mehr relevant. Mit 16 Siegen und 41 Punkten beendete seine Mannschaft die Runde als Tabellendritter, sechs Punkte hinter dem Zweiten SV Fun-Ball Dortelweil und acht Zähler vor Lüdinghausen.

Im letzten Heimspiel verzichteten die Bischmisheimer freiwillig auf einen Einsatz von Johannes Pistorius, der nach seiner Corona-Erkrankung eine schöpferische Pause erhielt. Zudem fehlten im Damenbereich die ebenfalls an Corona erkrankte Stine Küspert (sie verpasste auch die Partie am Vortag gegen Refrath) sowie Franziska Volkmann, die über leichte Fußprobleme klagte. Im ersten Herrendoppel gegen Lüdinghausen verschafften Ruben Jille und Peter Käsbauer dem BCB mit ihrem 11:8, 11:9, 11:7 über Nick Fransman und Ties van der Lecq den ersten Punktgewinn. Das zweite Herrendoppel sah daraufhin die Gäste vorne: Daniel Nikolov und Patrick Scheiel unterlagen Max Weißkirchen und Aram Mahmoud mit 5:11, 10:12, 12:14. Einen starken Auftritt legte das umformierte Bischmisheimer Damendoppel mit Priskila Siahaya und Nationalspielerin Isabel Lohau hin. Sie bezwangen Yvonne Li und Linda Efler mit 12:10, 11:6, 5:11 und 11:7. Darüber hinaus war im Einzel einmal mehr auf Daniel Nikolov Verlass: Der Bulgare rang Mahmoud in fünf Durchgängen hinten raus klar 11:13, 11:5, 13:15, 11:3 und 11:5 nieder.

Im Dameneinzel hatte Siahaya der dreifachen Deutschen Einzelmeisterin Li beim 5:11, 6:11, 6:11 wenig entgegenzusetzen. Das gemischte Doppel holten Eva Janssens und van der Lecq mit einem 11:5, 11:6, 4:11 und 11:7-Erfolg über Lohau und Scheiel für die Gäste. Im ersten Herreneinzel lieferte Bischmisheims Österreicher Luka Wraber dem dreimaligen Deutschen Meister Max Weißkirchen einen harten Kampf, musste sich am Ende trotz starker Leistung aber in fünf Sätzen 14:12, 9:11, 7:11, 11:7 und 6:11 beugen. „Luka hat wirklich sehr gut gespielt – ich habe ihn ehrlich gesagt noch nie so gut spielen sehen“, fand Eiber trotz der Niederlage lobende Worte.

Einen Tag zuvor hatte der BCB das Heimspiel-Wochenende mit einem souveränen 5:2-Erfolg über den am Ende fünftplatzierten TV Refrath eröffnet. „Da haben wir uns echt noch gut zusammengerissen und einige sehr gute Spiele hingelegt“, befand Eiber. Vor allem das Duell von Priskila Siahaya gegen Refraths Ann-Kathrin Spöri hatte allerhand zu bieten – inklusive einer starken Aufholjagd der Deutsch-Indonesierin im BCB-Dress, die ihre Gegnerin nach 0:2-Satzrückstand letztlich mit 11:13, 8:11, 11:8, 12:10 und 11:9 in die Schranken wies. Ebenfalls fünf Sätze benötigte das erste Bischmisheimer Herrendoppel um Scheiel und den Niederländer Jille. Sie bezwangen den Ex-Saarbrücker Fabian Roth und Malik Bourakkadi 6:11, 11:9, 10:12, 11:7 und 11:7. Das zweite Herrendoppel entschieden Johannes Pistorius und Käsbauer gegen David Kim und Brian Holtschke in vier Sätzen 11:7, 5:11, 11:8, 11:7 für sich, während sich im Damendoppel Lohau und Volkmann glatt mit 11:9, 11:6, 14:12 gegen Spöri und Leona Michalski behaupteten. Den fünften Punkt für den BCB sicherte daraufhin Daniel Nikolov, der in einer sehr unterhaltsamen Partie gegen David Kim mit 11:13, 11:9, 11:9 und 15:14 die Nase vorne hatte. Nichts zu ernten gab es derweil für Luka Wraber im Duell mit dem deutschen Ex-Meister Fabian Roth, der sich doch deutlich mit 11:5, 11:13, 11:7, 11:8 gegen den fünffachen österreichischen Staatsmeister behauptete. Für das BCB-Mixed um Volkmann und Scheiel ging es gegen Refraths Paarung Michalski/Holtschke nach gewonnenem erstem Satz bergab, sie verloren 11:7, 8:11, 10:12, 8:11.

Nach Beendigung der Bundesliga-Hauptrunde fiebert der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim nun dem kommenden Sonntag entgegen, wenn es im Heimspiel in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle für den Titelverteidiger um die erneute Qualifikation für das Final Four-Endturnier um die Deutsche Meisterschaft geht. Der Gegner ab 14 Uhr ist dann Blau-Weiß Wittorf aus Neumünster, das die reguläre Runde auf dem sechsten Platz beendet hat. Die beiden Duelle aus der regulären Saison gingen jeweils an den BCB. Im vergangenen Februar gewannen die Saarländer ihr Gastspiel in Schleswig-Holstein mit 5:2. Das Hinspiel hatte der amtierende Meister im Oktober letzten Jahres in eigener Halle knapp mit 4:3 für sich entschieden – und möchte selbstredend auch im dritten Vergleich in dieser Spielzeit die Nase vorne haben.

dbe

1. Bundesliga 2021/2022

Pos.MannschaftTabelle 1. BundesligaSpieleSiegeNiederlagenPunkteSpieleSätzeDifferenz
102018249109311
2SV Funball Dortelweil02016447108322
30201644196443
40201193385554
50201192977635
60209112572686
70207132162787
80208121951899
9SG Schorndorf0209111955858
10020416124010010
11Jena02011951512511
12Frei00000000

Vor Hauptrunden-Abschluss mit Blick auf Richtung Playoffs

daniel-nikolov-bc-bischmisheim-foto-thomas-wieck
Daniel Nikolov (BC Bischmisheim). Foto: Thomas Wieck

Badminton-Bundesligist 1 .BC Saarbrücken-Bischmisheim geht relativ gelöst ins letzte Wochenende der Bundesliga-Hauptrunde. In den Heimspielen gegen den TV Refrath und Union Lüdinghausen wird sich die tabellarische Situation für den Meister nicht mehr groß ändern.

„Wir werden mit Luka Wraber und Peter Käsbauer zwei Spieler einsetzen, damit sie die Stammspielerregelung einhalten“, verrät Volker Eiber, der Teammanager des amtierenden Meisters 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim vor den beiden letzten Partie der Bundesliga-Hauptrunde, die jeweils zuhause stattfinden. Am Samstag empfängt der BCB zunächst um 17 Uhr den Tabellenvierten TV Refrath, der aktuell neun Punkte hinter den drittplatzierten Saarländern liegt und somit keine Gefahr mehr darstellt. Einen Tag später geht es für die Bischmisheimer am Sonntag um 15 Uhr in der heimischen Joachim-Deckarm-Halle gegen den mit Refrath punktgleichen Tabellenfünften SC Union Lüdinghausen. Die beiden letzten Gegner der regulären Saison rangieren momentan vier Punkte vor dem nächstplatzierten Team Blau-Weiß Wittorf-Neumünster, dem wahrscheinlichen Saarbrücker Widersacher in den übernächstes Wochenende (26. oder 27. März) anstehenden Playoffs in Richtung Final Four.

Mit zwei Siegen und Patzern der Konkurrenz könnte Wittorf theoretisch zwar noch tabellarischen Boden gutmachen und dem BCB einen anderen Viertelfinalgegner in den Playoffs der Teams auf den Plätzen drei bis sechs bescheren. Das gilt jedoch als sehr unwahrscheinlich, zumal die Schleswig-Holsteiner am letzten Spieltag noch den Tabellenführer und Titelfavoriten 1. BC Wipperfeld empfangen, der mit dem aktuell zweitplatzierten SV Fun-Ball Dortelweil (zwei Punkte Abstand) um den Hauptrunden-Titel streitet und die Punkte demnach gut gebrauchen könnte. Neben dem von Eiber eingangs genannten Ziel, Wraber und Käsbauer Einsätze zu verschaffen, damit sie in den Playoffs definitiv spielberechtigt sind, hegt der amtierende Meister zum Rundenabschluss keine großen Ambitionen mehr: „Die Ergebnisse sind für uns letztlich zweitrangig, da wir an unserer Platzierung nichts mehr ausrichten können“, sagt Eiber angesichts von fünf Punkten Rückstand auf den Zweiten Dortelweil. Die beiden Erstplatzierten qualifizieren sich direkt für das Final Four, diese Chance hatten die in dieser Saison personell oft gebeutelten Bischmisheimer durch zu viele knappe Siege im Vergleich mit den beiden Spitzenteams aus Dortelweil und Wipperfürth liegen lassen.

Auch gegen Refrath und Lüdinghausen wird der BCB aufgrund der Corona-Erkrankung von Stine Küspert wieder Ausfälle haben. Aus demselben Grund steht der bereits etwas früher erkrankte Johannes Pistorius für das Wochenende auf der Kippe. Ebenso Isabel Lohau, die international im Einsatz ist und bei der abzuwarten gilt, ob sie rechtzeitig zu den Spielen wieder ins Saarland zurückkehren kann. Im Damenbereich stehen aber auf jeden Fall Priskila Siahaya und Franziska Volkmann bereit. „Wir müssen abwarten, wer genau am Wochenende inwieweit fit oder einsatzbereit ist. Von daher sind wir ganz froh, dass die Spiele nicht mehr die entscheidende Relevanz haben. Wir können somit ohne den ganz großen Druck in die Partien gehen“, sagt Eiber, der aber verspricht: „Wir werden trotz unserer erneuten Ausfälle wieder eine schlagkräftige Truppe ins Rennen schicken.“ Mit Blick auf die anstehenden Playoffs zum Final Four, deren genaue Ansetzung erst nach den letzten Hauptrundenspielen bekanntgegeben wird, steht andererseits fest: „Wir werden bei Härtefällen definitiv kein Risiko eingehen.“ In der Hinrunde hatte der BCB das Duell in Refrath knapp mit 4:3 gewonnen.

dbe

Bischmisheim holt drei Punkte in Lüdinghausen

spitzenreiter-dortelweil-foto-sv-fun-ball-dortelweil
Spitzenreiter Dortelweil. Foto: SV Fun-Ball Dortelweil
Dortelweil siegt in Refrath mit 5:2 und bleibt an der Tabellenspitze. Ihnen folgt nun kurzzeitig Bischmisheim, die heute am zehnten Spieltag in Lüdinghausen mit 6:1 drei Punkte holten. Wipperfeld lauert an dritter Stelle, denn bei zwei noch ausstehende Spiele können sie die beiden vor ihnen stehenden Teams noch überholen.
[resads_adspot id="19"]
[team_standings 4661]

Bischmisheim auswärts gefordert

Volker Eiber, Coach von Bischmisheim. Foto: Thomas Wieck
Bischmisheim bestreit am Samstag beim TV Refrath und am Sonntag beim SC Union Lüdinghausen seine letzten beiden Partien im Kalenderjahr.
[resads_adspot id="22"]
Am kommenden Montag ist Nikolaustag. Die Badminton-Asse des 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim wollen allerdings nicht so lange warten, sondern sich bereits am Wochenende in den beiden Bundesliga-Gastspielen in Nordrhein-Westfalen reich beschenken. Am Samstag um 15 Uhr wartet auf den amtierenden Deutschen Meister zunächst der Auftritt beim TV Refrath. Der langjährige Titelrivale befindet sich nach einem Umbruch im Team inzwischen auf dem aufsteigenden Ast. Die Mannschaft aus dem Stadtteil von Bergisch-Gladbach konnte ihre letzten drei Bundesliga-Partien siegreich bestreiten. Einem 4:3-Sieg beim Ligadritten Blau-Weiß Wittorf folgte ein 5:2-Erfolg beim TSV Trittau sowie zuletzt vor zwei Wochen ein 5:2 über den SC Union Lüdinghausen, wo Bischmisheim dann am Sonntag um 14 Uhr den letzten Bundesliga-Auftritt des Jahres absolviert. Durch die jüngste Siegesserie hat sich Refrath mit zwölf Punkten aus acht Partien (je vier Siege und Niederlagen) auf Rang fünf vorgeschoben, der Abstand zum drittplatzierten BCB (6/2) beträgt vier Zähler. Bei Refraths jüngstem Sieg über Lüdinghausen wusste auch ein Spieler zu überzeugen, der in den vergangenen vier Saisons beim BCB aktiv war, dort aber aus diversen Gründen nie so richtig in Fahrt kam: Fabian Roth erlebte nach seinem Gewinn des Deutschen Einzel-Meistertitels 2017 eine schier endlose Verletzungsodyssee und konnte nach seinem Wechsel aus Refrath bei den Saarbrückern die in ihn gesetzten Erwartungen nie wirklich erfüllen. Nach der Rückkehr vor dieser Saison kam er bis dato vier Mal im Einzel zum Einsatz – und blieb vier Mal siegreich. Gegen Lüdinghausen trat er im ersten Herreneinzel auf Aram Mahmoud und gewann glatt in drei Sätzen mit 11:7, 11:8, 13:10. Zuvor hatte Roth auch im Doppel an der Seite von Raphael Beck einen Punkt zu Refraths 5:2-Sieg beigesteuert. Die Form vor dem Wiedersehen mit dem BCB scheint also zu stimmen – wie im Team an sich: „Refrath hat sich nach dem jüngsten Umbruch anfangs etwas schwergetan, aber jetzt kommen sie so langsam. In den vergangenen Partien haben sie sich sehr stark präsentiert“, sieht Bischmisheims Teammanager Volker Eiber eine harte Aufgabe auf seine Mannschaft zukommen.

[resads_adspot id="21"]
Eiber geht davon aus, dass die beiden Partien vom Wochenende trotz der aktuell extrem angespannten Corona-Lage noch über die Bühne gehen. Personell kann er wohl fast aus dem Vollen schöpfen. Ein Einsatz von Einzelspezialist Mads Christophersen wird sich anhand seines Abschneidens beim internationalen Turnier in Wales entscheiden. Das jüngste Bundesliga-Topspiel gegen den SV Fun-Ball Dortelweil (2:5) hatte der dänische Neuzugang wegen seiner Finalteilnahme bei den Irish Open verpasst. Sollte Christophersen erneut passen müssen, stehen Luka Wraber und Daniel Nikolov für die beiden Herreneinzel bereit. Am Sonntag werden beim Gegner aus Lüdinghausen, der mit neun Zählern aus acht Spielen (3/5) den achten Platz belegt, wohl zwei starke Einzelspezialisten ausfallen. Der dreifache deutsche Einzelmeister Max Weißkirchen wird wegen einer Hüftverletzung in diesem Jahr nicht mehr spielen. Zudem dürfte die in Indonesien international im Einsatz befindliche deutsche Meisterin Yvonne Li ihrem Team am Wochenende fehlen.

[resads_adspot id="20"]
So oder so möchte der 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim sein Gastspiel in Nordrhein-Westfalen erfolgreich gestalten, um den Druck auf das vier Punkte vorausliegende Führungsduo um Spitzenreiter Dortelweil und den 1.BC Wipperfeld aufrechtzuerhalten. „Wir wollen unbedingt oben dranbleiben, zumindest aber unseren dritten Platz weiter festigen. Dafür brauchen wir Punkte“, weiß Teammanager Eiber – und hofft auf einen erfolgreichen Abschluss eines sportlich erneut sehr erfolgreichen Jahres. dbe

Schorndorf trotz Niederlage zufrieden mit Debut

auch-das-swr-fernsehen-war-vor-ort-und-berichtete-in-der-landesschau-foto-ulrich-kolb
Auch das SWR-Fernsehen war vor Ort und berichtete in der Landesschau. Foto: Ulrich Kolb
Die SG Schorndorf unterlag in ihrem ersten Spiel in der 1. Badminton Bundesliga zuhause dem SC Union Lüdinghausen mit 1:6. Sicherlich kein Auftakt nach Maß – aber die Daimlerstädter präsentierten sich durchaus stark gegen ein Spitzenteam der Liga. Die Organisatoren der Heimpartie im Lager der SG Schorndorf waren im Vorfeld der historischen ersten Partie in der 1. Bundesliga stark gefordert. Corona setzte dem ganzen dann noch eine Krone auf. Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen beschloss die SG am Freitag, die Begegnung ohne Zuschauer auszutragen. Schade für die vielen Fans – maximal 200 wären aufgrund dem von der Stadt Schorndorf genehmigten Coronakonzept in der Karl-Wal Halle möglich gewesen. Schade für alle Spieler, welche sich auf eine Partie mit Zuschauerbeteiligung gefreut hatten. Als kleines Trostpflaster konnte das Spiel draußen in der Welt über Streaming verfolgt werden. Die Partie Bundeslgaaufsteiger gegen Erstligatraditionsverein ging erwartet deutlich an den Favoriten Lüdinghausen. Der Schorndorfer Teamchef Benjamin Wahl war dennoch positiv gestimmt: „Wir haben uns besser verkauft als ich dachte.“ Und das gegen einen Kontrahenten, welcher in sehr starker Besetzung auflief. Unter anderem mit dem Deutschen Meister im Einzel Max Weißkirchen und der Deutschen Doppelmeisterin Linda Efler. Und die weiteren Teammitglieder waren von ähnlicher Güte. Was Benjamin Wahl auch noch freute: „Die Zugänge haben absolut überzeugt.“ Der Österreicher Leon Seiwald und der Schotte Alexander Dunn spielten stark auf und zogen im Doppel und Mixed ihre Partner auf ein neues Level mit. So im Auftaktdoppel. Benjamin Wahl/Leon Seiwald brachten das zweite Gästedoppel Josche Zurwonne/Aram Mahmoud mit einem entschlossenen Auftritt in Bedrängnis. Mit 2:1-Satzführung begann Benjamin Wahl im vierten Satz kurz vom Sieg zu träumen. 6:3 lagen die SG-Mannen in Führung. „Vielleicht habe ich zu früh nachgedacht“, sinnierte Benjamin Wahl hinterhet. Das Spiel ging dann in fünf Sätzen an Lüdinghausen. Auch das erste Doppel Alexander Dunn/Alan Erben hielt gegen Max Weißkirchen/Ties van der Lecq stark gegen. Nach 2:1-Satzführung für die SG drehten die Gäste das Spiel noch mit 11:9, 11:4. Glatt in drei Sätzen mussten Xenia Kölmel/Kerstin Wagner im Frauendoppel passen. Und auch Xenia Kölmel konnte die ehemalige Nationalspielerin Eva Janssens nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen. Damit lag Lüdinghausen bereits mit 4:0 in Führung. Im folgenden ersten Einzel baute Geburtstagskind Max Weißkirchen den Sieg für Lüdinghausen aus in vier Sätzen.Leon Seiwald holte gegen den Deutschen Meister Satz Eins ab und hatte auch im dritten Satz eine Satzgewinnchance. Mit 10:12, 11:5, 12:10, 11:7 setzte sich Max Weißkirchen schließlich durch. Im zweiten Einzel gewann Aram Mahmoud vom SCU mit 11:6, 11:9, 11:8 gegen David Kramer. Im abschließenden Mixed ging es dann nochmal über fünf Sätze. Kerstin Wagner/Alexander Dunn holten Satz Eins und Zwei mit jeweils 11:8 und hatten in den Sätzen Drei und Vier klar das Nachsehen. Dafür gaben sie im Entscheidungssatz nochmal alles. Dieser ging mit 11:7 an die SG. Ganz mit leeren Händen stand die SG also auch nicht da bei einem Auftaktspiel, das aus SG-Sicht Hoffnungsschimmer für das Ziel Klassenerhalt bot. Ulrich Kolb

Den Klassenerhalt hat Schorndorf als Ziel

sg-schorndorf
SG Schorndorf
Am Sonntag, 18.10.2020 beginnt für die SG Schorndorf die Saison in der 1. Badminton Bundesliga. Der Aufsteiger trifft in der Karl Wahl-Halle (13.00 Uhr) gleich auf ein Topteam der Liga – den SC Union Lüdinghausen.
Bei den Daimlerstädtern ist die Vorfreude auf die erste Saison in der Badminton-Bundesliga riesig. Es ist die 50. Saison in der 1. Bundesliga und die SG Schorndorf ist erstmals vertreten! Ein unerreichbar erscheinender Traum wird wahr. Beim Blick auf die zehn Erstligateams, hat Schorndorf Teamchef Benjamin Wahl vier Teams ausgespäht, welche im Titelrennen wohl ganz große Chancen haben werden. Der vielfache deutsche Meister 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim „mit einer ganz starken deutschen Achse“ rangiert da ganz oben auf der Wahl´schen Liste. Auch der BC Wipperfeld mit der langjährigen Schorndorferin Miranda Wilson ist bärenstark. Die Nationalspielerin ist umgeben von vielen weiteren Spitzenspielern und -spielerinnen. Benjamin Wahl hat weiterhin den TV Refrath auf dem Zettel, den deutschen Meister von 2017. Refrath hatte auch in der Vorsaison Meisterschaftsambitionen. Doch ein Meister wurde Coronabedingt nicht gekürt, die Saison ohne Vollendung abgebrochen. Ein Novum in der 49jährigen Bundesligageschichte, Und dann ist da noch der Schorndorfer Auftaktgegner SC Union Lüdinghausen. Die Gäste aus dem Bundesland Nordrhein Westfalen sind ebenfalls ausgestattet mit einer fulminanten deutschen Achse. Neuzugang Max Weißkirchen ist amtierender deutscher Meister im Einzel und das nun schon zum dritten Mal in Folge. Die deutsche Olympiahoffnung Yvonne Li kürte sich bei den Deutschen Meisterschaften in Bielefeld zur erfolgreichsten Spielerin: Ihr gelang das seltene Kunststück zwei Titel zu holen. Den im Einzel sowie im Doppel mit Teamkollegin Linda Efler. Schorndorf trifft also auf einen Titelaspiranten mit drei amtierenden deutschen Meistern im Team!
„Für uns“, stellt Benjamin Wahl fest „kann es kein anderes Ziel geben als den Klassenerhalt.“ In vielen Partien, und so auch gegen den SC Union Lüdinghausen, ist die SG in der klaren Außenseiterposition. Welchen Einfluss Corona auf den Saisonverlauf haben wird ist noch offen. Reisebeschränkungen können die Aufstellung von jedem Team treffen. Gut, dass die SG einen breiten Stamm an Spielerinnen und Spielern aus Schorndorf und der Region hat. Mit David Kramer, Simon Kramer, Alan Erben, Benjamin Wahl, Marco Weese bei den Männern und Xenia Kölmel, Kerstin Wagner, Nadine Wahl und Jennifer Löwenstein bei den Frauen. Und die sind heiß und fit. „Unsere Vorbereitung auf die Saison war intensiv wie nie zuvor“, so Benjamin Wahl. Die Trainingsleitung hatte kein geringerer als Jan Ø. Jørgensen, der dänische Ex-Europameister und Mannschaftsweltmeister. Er brachte eine neue Intensität in das Training ein und dazu Tipps und Erfahrungen eines Weltklassespielers. Eine wichtige Rolle beim Ziel Klassenerhalt spielen die SG-Neuzugänge. Lizzie Tolman aus England, der Schotte Alexander Dunn, Leon Seiwald und Jan Ø. Jørgensen. Der Schorndorfer Plan sieht allerdings nicht vor die Neuzugänge regelmässig gemeinsam auflaufen zu lassen. Die Aufstiegsmannschaft soll mit vielen Spieleinsätzen belohnt werden. Nadine Wahl wird wohl aufgrund einer Fußverletzung leider passen müssen. Ob Jan Ø. Jørgensen einen Saisoneinsatz haben wird ist gänzlich offen. In Schorndorf ist man hochglücklich einen solchen Mann im Training zu haben und auf der Rangliste. Gegen Lüdinghausen wird er definitv nicht an Bord sein. Am Spieltagswochenende findet sein Herzensturnier statt – die Denmark Open. Schorndorf gegen Lüdinghausen – die Favoritenrolle ist klar bei den Gästen. Das Schorndorfer Team wird in jedem Fall leidenschaftlich kämpfen und den ersten historischen Auftritt in der 1. Bundesliga genießen. Weitere Infos zum Spiel und dem Erwerb von Eintrittskarten sind zu finden unter www.sg-schorndorf.de.

Der Mannschaftskader

alan-erben
Alan Erben
Alan Erben –Geburtstag: 18.09.1996, Wohnort: Heidelberg, Größe: 196 cm, Beruf: Student, Erfolge: Deutscher Vizemeister U 22 Doppel 2018, Platz Südostdeutsche Meisterschaft Doppel 2020
jan-o-joergensen
Jan O. Jörgensen
Jan O. Jörgensen –Nationalität: Dänisch – Geburtstag: 31.12.1987, Wohnort: Bietigheim, Größe: 185 cm, Beruf: Badminton Profi, Erfolge: Platz Drei im Einzel Weltmeisterschaft 2015 in Jakarta, Gold Thomas Cup mit dem dänischen Team 2016 Kunshan, Europameister Einzel 2014 in Kasan, Siebenmaliger Mannschaftseuropameister mit Dänemark, Gewinn Denmark Open 2010, Indonesia Open 2014, French Open 2013
xenia-koelmel
Xenia Kölmel
Xenia Kölmel –Nationalität: Deutsch – Geburtstag: 11.12.2001, Wohnort: Gaggenau / Mühlheim an der Ruhr, Größe: 165 cm, Beruf: Schülerin, Erfolge: Aufstieg erste Bundesliga, 1. Platz zweites deutsches Ranglistenturnier Einzel Aktive
david-kramer
David Kramer
David Kramer –Nationalität: Deutsch – Geburtstag: 22.11.1993 – Wohnort: Fellbach, Größe: 185 cm, Beruf: Geschäftsstellenleiter SG Stern Stuttgart, Erfolge: Platz 1 deutsche Rangliste Einzel, Südostdeutscher Meister Einzel, Mixed, 5. Platz Deutsche Meisterschaft Doppel
jennifer-öoewenstein
Jennifer Löwenstein
Jennifer Löwenstein – Nationalität: Deutsch, Geburtstag: 04.06.1999, Wohnort: Kuchen, Größe: 160 cm, Beruf: Studentin, Erfolge: Südostdeutsche Meisterschaft U22 Damendoppel und Mixed, Baden-Württembergische Vizemeisterin Damendoppel Aktive, Viertelfinale Deutsche Meisterschaft U 19 Damendoppel und Mixed
kerstin-wagner
Kerstin Wagner
Kerstin Wagner –Nationalität: Deutsch, Geburtstag: 01.06.1985, Wohnort: Woringen, Größe: 175 cm, Beruf: Lehrerin, Erfolge: Aufstieg 1. Bundesliga, Mehrfache Baden-Württembergische und Südostdeutsche Meisterin, Halbfinalteilnahme Damendoppel bei der Deutschen Meisterschaft Jugen und Aktive
benjamin-wahl
Benjamin Wahl
Benjamin Wahl –Nationalität: Deutsch, Geburtstag: 23.02.1984, Wohnort: Schorndorf, Größe: 181 cm, Beruf: Geschäftsführender Vorstand SG Schorndorf, Erfolge: Deutscher Hochschulmeister Herrendoppel, 15-facher Baden-Württembergischer Meister, Mehrfacher Südostdeutscher Meister
nadine-wahl
Nadine Wahl
Nadine Wahl –Nationalität: Deutsch, Geburtstag: 20.03.1989, Wohnort: Schorndorf, Größe: 168 cm, Beruf: Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Vewaltung SG Schorndorf, Erfolge: Deutsche Meisterin Mixed U 17, Deutsche Vizemeisterin Doppel U 22, Südostdeutsche Meisterschaft Doppel und Mixed Alexander Dunn —Nationalität: Schottisch, Geburtstag: 13.09.1998, Wohnort: Motherwell / Schottland, Größe: 179 cm, Beruf: Badmintonprofi, Erfolge:ewinner Irische Open, Gewinner Schottische Open, Gewinner Österreichische Open Simon Kramer –Nationalität: Deutsch, Geburtstag: 09.06.1991, Wohnort: Fellbach, Größe: 188 cm, Beruf: Einkäufer E-Commerce, Erfolge: 3. Platz Süd-Ost Deutsche Meisterschaft Doppel, 3. Platz Baden-Württembergische Meisterschaft Doppel, Sieger Int. Stockacher Turnier 2018 Leon Seiwald –Nationalität: Österreichisch, Geburtstag: 24.11.1996, Wohnort: Wien, Größe: 186 cm, Beruf: Heeressportler, Erfolge: Österreichischer Staatsmeister 2019, 9. Platz Jugend Europameisterschaft, 9. Platz Männer Team Europameisterschaft, 3. Platz Slovenia Series Einzel Lizzie Tolman –Nationalität: Englisch, Geburtstag: 12.06.1999, Wohnort: Liverpool, Größe: 167 cm, Beruf: Studentin, Erfolge: Wales International – Gewinn Doppel, sechsfache Englische Meisterin Schüler/Jugend Marco Weese –Nationalität: Deutsch, Geburtstag: 28.03.1991, Wohnort: Weinstadt-Beutelsbach, Größe: 171 cm, Beruf: Werkzeugmechaniker, Erfolge: Südostdeutscher Mizemeister Doppel 2018 Aufstiege von der Regionalliga bis in die 1. Bundesliga mit der SG Schorndorf. Ulrich Kolb

Mülheim verliert in Refrath und gegen Lüdinghausen

johanna-goliszweski-rechts-ist-wieder-im-team-foto-marc-pastoors
Johanna Goliszweski (rechts) ist wieder im Team. Foto: Marc Pastoors
Beim 1. BV Mülheim feierte Johanna Goliszweski nach einer langen Verletzungspause ihr Comeback in der 1. Mannschaft. Am Sonntag stand sie gemeinsam mit Lara Käpplein im Damendoppel den aktuellen Deutschen Meisterinnen Yvonne Li und Linda Elfer gegenüber. Das Team aus Lüdinghausen gewann alle drei Sätze. Überhaupt war Lüdinghausen stark angetreten. Im ersten Herrendoppel mit Josche Zurwonne und Jelle Maas sowie mit Kai Schäfer im ersten Herreneinzel. Im Herrendoppel kamen Alexander Dunn und Tom Wolfenden in den fünften Satz und unterlagen dort mit 9:11.
Im Herreneinzel unterlag Dmytro Zavadsky in vier Sätzen gegen Kai Schäfer. Yvonne Li gewann dann in vier Sätzen gegen Mülheims Rachel Sugden. Im zweiten Herrendoppel erspielten Dmytro Zavadsky und Konstantin Abramov sowie Tom Wolfenden mit Lara Käpplein im Mixed das 2:5. Zavadsky war auch am Samstag im Doppel erfolgreich, gegen Refrath spielte er mit Alexander Dunn. Den zweiten Punkt holte Rachel Sugden im Dameneinzel. Wolfenden/Käpplein kämpften sich zwar in den fünften Satz, gegen Magee/Magee hatten sie aber keine Chance.
Der Vorsprung auf die Relegationsplätze beträgt für den 1. BVM nun noch drei Punkte. Der 6. Play-Off ist zwei Punkte entfernt. Weiter geht es am 23. Februar auswärts bei Blau-Weiss Wittorf. MvA

Play-offs für Mülheim in Reichweite

lara-kaepplein-und-rachel-sugden-foto-marc-pastoors
Lara Käpplein und Rachel Sugden. Foto: Marc Pastoors
Der 1. BV Mülheim muss sich nicht mehr die ganz großen Sorgen mit Blick auf den Klassenerhalt machen. Nach dem 6:1 Sieg gegen den 1. BC Beuel sind die Play-Offs wieder in Reichweite. Es gilt nun gute Ergebnisse gegen den TV Refrath am Samstag sowie gegen den SC Union Lüdinghausen (innogy-Sporthalle MH) einzufahren.
Wer bei den Gegnern aufläuft ist aktuell schwierig einzuschätzen da in der kommenden Woche die Team Europameisterschaft in Frankreich stattfinden. Der Mülheimer Teammanager Jonathan Rathke vermutet, dass viele Spieler am Wochenende noch Bundesliga spielen werden. Die Schottin Rachel Sugden steht dem 1. BV Mülheim zur Verfügung. Bei den Doppeln bietet Refrath viel Qualität. Kilasu Ostermeyer stand in der vergangenen Woche bei den Deutschen Meisterschaften im Finale. Selbstbewusst werden die Damen aus Lüdinghausen in Mülheim auftreten. Yvonne Li verteidigte ihren Titel bei den Deutschen Meisterschaften und gewann zudem das Doppel mit Linda Efler. Dmytro Zavadsky ist fit und will eine starke Leistung zeigen. Eine Schlüsselrolle hat das Mixed-Doppel Lara Käpplein /Tom Wolfenden. MvA

BCB gelingt der siebte Streich in der Fremde

1-bc-bischmisheim-sv-funball-dortelweil-badminton-saarbruecken-sonntag-13-01-2019-foto-thomas-wieck
1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Spitzenreiter 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim bleibt durch einen 4:3-Sieg bei Union Lüdinghausen auswärts makellos und klar auf Final-Kurs
Letztens war‘s der sechste Streich, doch der siebte folgte sogleich: Die Badminton-Asse des 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim haben am Sonntag beim SC Union Lüdinghausen auch ihr siebtes Gastspiel in der 1. Bundesliga siegreich bestritten. Sie bezwangen den bisherigen Tabellensiebten aus Nordrhein-Westfalen mit 4:3 und bleiben souveräner Spitzenreiter im deutschen Oberhaus. Mit 29 Punkten liegt der amtierende Meister weiterhin klar vor dem zweitplatzierten TV Refrath, der durch einen 6:1-Erfolg über den TSV Freystadt zwar einen Zähler gutmachte, vor den verbleibenden fünf Partien der Hauptrunde aber weiterhin vier Punkte hinter dem BCB rangiert. Der 1.BC Wipperfeld auf Rang drei, der nicht mehr zur direkten Final-Four-Teilnahme führt, weist weiter neun Punkte Rückstand auf die Saarländer auf. Somit dürfte dem Titelverteidiger das Ticket zum Endturnier nun erst recht nicht mehr zu nehmen sein.
Dass der BCB auch im elften Bundesliga-Auftritt in Folge siegreich blieb, lag nicht zuletzt an Fabian Roth. Der deutsche Einzelmeister von 2017 rang den deutschen Vizemeister von 2018 in fünf Durchgängen knapp mit 12:10, 11:9, 10:12, 6:11 und 11:8 nieder und gewann damit auch das dritte Spiel seit dem jüngsten Comeback nach seiner schier endlosen Verletzungspause. Im abschließenden Spiel des Tages legte Roth zunächst eine 2:0-Satzführung vor, ehe Schäfer, der zuvor bereits im Herrendoppel über fünf Sätze gegangen war, mit einer Energieleistung wieder ausglich. Der Entscheidungsdurchgang verlief bis zum 8:8 ausgeglichen, im wichtigen Moment bewies Roth dann aber Nervenstärke und sicherte seiner Mannschaft den nächsten Erfolg. Großen Anteil daran hatte auch das Bischmisheimer Herrendoppel um Peter Käsbauer und Ruben Jille. Sie holten ihrerseits gegen Lüdinghausens Josche Zurwonne und Jelle Maas einen 0:2-Satzrückstand auf – und verschafften den Gästen schließlich mit ihrem 10:12, 10:12, 11:2, 11:7 und 11:6-Erfolg den zweiten Punkt der Partie. Den ersten hatten wenige Augenblicke zuvor Isabel Herttrich und Stine Küspert eingefahren, indem sie Yvonne Li und Herttrichs internationale Partnerin Linda Efler nach verlorenem ersten Satz mit 9:11, 11:8, 11:6 und 15:13 in die Schranken verwiesen.
Nach dem 2:0-Auftakt für den BCB kippte die Partie daraufhin aber zugunsten der Unionisten: Das zweite Herrendoppel entschieden Schäfer und Roman Zirnwald gegen die Bischmisheimer Paarung Johannes Schöttler/Patrick Scheiel knapp für sich. Dabei blieb die nächste starke Aufholjagd eines BCB-Duos diesmal unbelohnt – Schöttler und Scheiel mussten sich mit 6:11, 9:11, 11:6, 11:8 und 8:11 beugen. Im Anschluss siegte die amtierende deutsche Einzelmeisterin Yvonne Li glatt in drei Sätzen mit 11:7, 11:6 und 11:4 gegen Stine Küspert. Im Herreneinzel unterlag Luka Wraber dem Niederländer Nick Fransman 9:11, 8:11 und 6:11. Somit lag beim Stand von 2:3 aus Saarbrücker Sicht das Ende der Bischmisheimer Siegesserie in der Luft – dann aber sprangen die Gäste der Niederlage doch noch von der Schippe: Im Mixed rangen Olga Roj und Jille die Lüdinghausener Paarung Maas/Efler mit 11:4, 13:11, 9:11 und 11:9 nieder. Abschließend war es Roth vorbehalten, den Deckel auf den elften BCB-Sieg in Folge draufzumachen.
Bereits nach dem nächsten Doppelspieltag der Badminton-Bundesliga am 8. und 9. Februar könnte die erneute Final-Four-Teilnahme des 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim vorzeitig klar gemacht werden. Zunächst spielt der amtierende Champion samstags ab 16 Uhr beim Tabellenletzten TSV Neuhausen-Nymphenburg (ein Sieg, zwölf Niederlagen, vier Punkte). Tags darauf folgt ab 15 Uhr der Auftritt beim Vorletzten TSV Freystadt (vier Siege, neun Niederlagen, zehn Punkte). Zunächst aber hoffen zahlreiche BCB-Akteure darauf, ab dem kommenden Donnerstag bei den Deutschen Meisterschaften (30. Januar bis 2. Februar) in Bielefeld eine gute Figur abzugeben. Für den zweifachen Meister des Vorjahres gilt das allerdings nicht: Marvin Seidel, der 2019 sowohl im Herrendoppel als auch im Mixed den Titel geholt hatte, muss wegen anhaltender Hüftbeschwerden weiterhin passen, nachdem der 24-Jährige Olympia-Kandidat zuletzt bereits die eigentlich geplante Asien Tour hatte sausen lassen müssen und auch das zurückliegende Bundesliga-Spiel mit dem BCB verpasste. Sein erstes Turnier seit dem Comeback bestreitet in Bielefeld dagegen Fabian Roth, der es im Herreneinzel in der ersten Runde mit Justin Seibel (Neuhausen-Nymphenburg) zu tun bekommt. Ihren Titel verteidigen möchte Isabel Herttrich, die im Vorjahr im Damendoppel bereits mit Linda Efler triumphiert hatte und somit ihren vierten DM-Titel feiern durfte (drei im Damendoppel, einen im Mixed). Zu den möglichen Hauptkonkurrentinnen zählen BCB-Teamkollegin Stine Küspert und Annabella Jäger (Neuhausen-Nymphenburg), die an Position zwei gesetzt sind. Im Herrendoppel gehen in Abwesenheit von Seidel dessen Bischmisheimer Teamkollege Peter Käsbauer und sein Wipperfelder Mitstreiter Jones Jansen als topgesetztes Duo an den Start. dbe

BCB-Mission bei Union: Die Auswärtsserie verlängern

1-bc-bischmisheim-sv-funball-dortelweil-badminton-saarbrueclen-sonntag-13-01-2019
1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Spitzenreiter 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim reist nahezu in Bestbesetzung zum ersten Gastspiel des Jahres nach Lüdinghausen.
Zehn Siege in Folge haben die Badminton-Asse des 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim zuletzt in der Bundesliga aneinandergereiht. Die stolze Serie will der saarländische Spitzenreiter am kommenden Sonntag gerne ausbauen, wenn um 15 Uhr das Gastspiel beim SC Union Lüdinghausen und damit der erste Auswärtsauftritt im neuen Jahr wartet. Die Voraussetzungen stehen dabei insgesamt günstig, denn der amtierende Meister kann die Partie fast in Bestbesetzung angehen: Bei den Damen steht neben Olga Roj und Stine Küspert auch Isabel Herttrich für die Begegnung beim aktuellen Tabellensiebten (mit 14 Punkten 13 weniger als Bischmisheim) bereit. Die 27-jährige Nationalspielerin kehrt rechtzeitig vor dem Spiel bei Lüdinghausen von ihrem internationalen Einsatz aus Thailand zurück, wo es nach dem jeweils frühen Ausscheiden bei den ersten beiden Stationen der jüngsten Asien-Tour wieder ein Erfolgserlebnis gab. Zusammen mit Partner Mark Lamsfuß erreichte sie beim Thailand Masters immerhin die zweite Runde der Mixed-Konkurrenz, wo dann aber im Achtelfinale gegen die an Position drei gesetzten Malaysier Goh Soon Huat und Lai Shevon Jemie mit 20:22 und 15:21 Endstation war – dennoch bleibt ein weiterer Schritt zur anvisierten Olympia-Qualifikation.
Für den 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim geht es in der Bundesliga indes darum, die anvisierte Final-Four-Quali frühestmöglich in trockene Tücher zu bringen. Gewinnt der BCB in Lüdinghausen zum elften Mal in Folge, wären vor den dann verbleibenden letzten fünf Partien auch die letzten zaghaften Zweifel ausgeräumt. Das sieht Saarbrücken-Bischmisheims Teammanager Volker Eiber nicht anders: „Wenn wir in Lüdinghausen gewinnen, können wir uns fast schon mit den Planungen für das Final Four befassen“, sagt er mit Blick auf die ausgezeichnete Ausgangslage, die den BCB aktuell neun Punkte vor dem Tabellendritten 1.BC Wipperfeld ausweist. Bei nur noch 18 optimalerweise zu vergebenden Zählern, die aber wohl kaum einer der Verfolger gänzlich einstreichen dürfte, müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn sich die Saarländer eines der beiden Direkttickets zum Endturnier noch nehmen ließen.
Dennoch möchte der BCB auf keinen Fall etwas dem Zufall überlassen: Und bietet daher in Lüdinghausen, das im Hinspiel mit 5:2 in die Schranken verwiesen worden war, sein aktuell bestmögliches Aufgebot auf. Einzig Marvin Seidel wird den Saarländern angeschlagen fehlen. Der 24-jährige Nationalspieler laboriert noch an den Folgen einer Entzündung in der Hüfte, die auch seinen Einsatz auf der jüngsten Asien-Tour verhinderte. „Er will mit Blick auf das große Ziel Olympia natürlich nichts riskieren und wird sich daher vorerst schonen. Ansonsten können wir gegen Lüdinghausen soweit die komplette Mannschaft aufbieten“, erläutert Volker Eiber. Das bedeutet, dass auch Peter Käsbauer von seinem Asien-Trip rechtzeitig zurückerwartet wird. Neben Ruben Jille und Daniel Nikolov stehen zudem Fabian Roth, Patrick Scheiel und Johannes Schöttler aller Voraussicht nach bereit, um einen weiteren Schritt in Richtung Final Four zu vollziehen. Ein Selbstläufer wird das freilich nicht: Denn der Gegner aus Nordrhein-Westfalen kann mit der amtierenden deutschen Einzel-Meisterin Yvonne Li sowie mit Linda Efler, der internationalen Partnerin sowohl von Herttrich als auch von Seidel, gerade im Damenbereich bockstarkes Personal aufbieten. Und auch im Herrenbereich ist mit den Unionisten unter anderem dank Einzelspezialist Kai Schäfer oder aber dem niederländischen Internationalen Jelle Maas zu rechnen. Am Anliegen des BCB ändert das allerdings nichts: Der Deutsche Meister ist in dieser Saison auswärts ungeschlagen (sechs Spiele, sechs Siege) und möchte das definitiv auch nach dem Gastspiel bei Union Lüdinghausen bleiben. dbe