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„Vieles läuft gegen uns“ – Bischmisheim büßt auswärts weiteren Boden ein

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Mads Christophersen verlor zwei mal knapp in fünf Sätzen. Foto: Thomas Wieck

Den eigenen Plan, mit zwei Siegen von den beiden ersten Auswärtsspielen der neuen Bundesliga-Saison zurückzukehren, musste der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim bereits am Samstag nach dem ersten Auftritt vom Wochenende beim SC Union Lüdinghausen ad acta legen. Beim Tabellenzweiten unterlag der personell nicht bestens aufgestellte BCB mit 2:5 und muss sich damit trotz des folgenden 5:2-Siegs bei Blau-Weiß Wittorf in der Tabelle vorerst weiter hinten anstellen.

Eigentlich wollten die Badminton-Asse des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim am Wochenende mit zwei Auswärtssiegen ihre Aufholjagd in der Bundesliga beginnen, nachdem der Saisonstart mit nur einem Sieg aus drei Spielen nicht wie erhofft gelaufen war. Doch schon am Samstag im ersten Gastspiel beim SC Union Lüdinghausen wurde der BCB dahingehend ausgebremst, kassierte mit 2:5 die dritte Niederlage der laufenden Runde und büßte in der Tabelle weiteren Boden ein. Die anvisierte direkte Qualifikation für das Final Four um die deutsche Meisterschaft, über die sich die beiden Erstplatzierten der Bundesliga-Hauptrunde freuen dürfen, rückt bereits früh in weite Ferne. „In dieser Saison läuft bisher leider vieles gegen uns“, sagt BCB-Teammanager Peter Käsbauer nach fünf absolvierten Partien. Der 5:2-Sieg am vergangenen Sonntag bei Blau-Weiß Wittorf-Neumünster änderte wenig an dieser Aussage. Der Däne Mads Christophersen musste sich dabei zum zweiten Mal binnen 24 Stunden mit einer bitteren Fünfsatzniederlage im Herreneinzel anfreunden. Er unterlag dem aufstrebenden Wittorfer Nationalspieler Matthias Kicklitz nach 2:1-Satzführung mit 10:12, 11:4, 11:6, 10:12 und 7:11. Im vierten Satz war Christophersen beim 10:10 nicht weit weg vom Matchgewinn – doch es sollte letztlich nicht sein und der BCB musste sich mit zwei statt möglichen drei Punkten begnügen.

„Allein durch die beiden ganz knappen Fünfsatzniederlagen von Mads haben wir am Wochenende zwei Punkte liegenlassen. Die Spiele hätten genauso gut andersherum ausgehen können – aber jetzt ist es so. Wir sind natürlich nicht zufrieden, wo wir in der Tabelle stehen“, sagt Käsbauer angesichts des aktuell sechsten Platzes, der gerade noch für das Playoff-Viertelfinale reichen würde. Der Rückstand auf den Tabellenzweiten Lüdinghausen beträgt vier Punkte, Meister und Spitzenreiter 1.BC Wipperfeld (fünf Spiele, fünf Siege) ist bereits um sechs Zähler enteilt. In Lüdinghausen musste sich Christophersen im ersten Herreneinzel dem Belgier Julien Carraggi nach 2:0-Satzführung 11:7, 11:5, 7:11, 8:11 und 10:12 geschlagen geben. Nur Priskila Siahaya (3:0 über Johanna Goliszewski) und Daniel Nikolov, der Aram Mahmoud im fünften Satz mit 12:10 in Schach hielt, konnten für Bischmisheim punkten. Das erste Herrendoppel um Ruben Jille und den eigentlichen Einzelspezialist Mark Caljouw verlor in fünf Sätzen gegen die niederländische Toppaarung Ties van der Lecq und Robin Tabeling 11:9, 8:11, 7:11, 13:15, 5:11. Das Damendoppel um die WM-Dritte Isabel Lohau und Stine Küspert unterlag überraschend klar mit 0:3 Sätzen gegen Selena Piek und Goliszewski. Im zweiten Herrendoppel zogen Käsbauer und Christophersen mit 10:12, 11:9, 10:12 und 4:11 gegen Nick Fransman und Josche Zurwonne den Kürzeren. „Wir haben nicht schlecht gespielt, aber der Gegner hat einen Sahnetag erwischt. Es ist nun mal so, dass alle Teams in der Liga sich deutlich verbessert haben. Es gibt keine leichten Spiele mehr“, befand Käsbauer, der auch im Mixed an der Seite von Lohau mit 0:3 gegen Tabeling/Piek das Nachsehen hatte.

Am Sonntag in Neumünster lief es daraufhin dann besser für den 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim. Neben Christophersens Einzelniederlage kam dort nur die des Dänen im Doppel an der Seite von Käsbauer hinzu. Beide unterlagen den deutschen Nationalspielern Kicklitz und Bjarne Geiß klar in drei Sätzen: „Wenn der Gegner besser ist, muss man das akzeptieren“, so Käsbauer. Siahaya und Nikolov im Einzel, das Damendoppel Lohau/Küspert, das Mixed um Lohau und Jille sowie Mark Caljouw und Jille im Herrendoppel steuerten in Schleswig-Holstein die Punkte zum Bischmisheimer 5:2-Sieg bei. Nach dem zweiten Saisonsieg will sich der amtierende Vizemeister in den restlichen vier Partien des Jahres nun keine Blöße mehr geben. „Die nächsten vier Spiele sind jetzt gegen Teams, die nicht ganz so stark wie die bisherigen Gegner einzuschätzen sind. Da müssen wir entsprechend punkten“, sagt Käsbauer. Mit dem Heimspiel am Sonntag, den 23. Oktober um 15 Uhr gegen den TV Refrath will der BCB dann endgültig zur tabellarischen Aufholjagd ansetzen.

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Bischmisheim will in den ersten Gastspielen auswärts nachlegen

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Mads Christophersen soll es richten. Foto: Thomas Wieck

Nach einem insgesamt mäßigen Saisonstart möchte der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim sein Punktekonto in den ersten beiden Gastspielen der neuen Bundesliga-Saison deutlich aufstocken. Am Samstag gastiert der amtierende Vizemeister zunächst beim aktuellen Tabellenzweiten SC Union Lüdinghausen. Tags darauf gastiert der BCB-Tross in Schleswig-Holstein bei Blau-Weiß Wittorf-Neumünster.

Mit dem klaren 7:0-Kantersieg über den 1. BC Beuel hat der 1 .BC Saarbrücken-Bischmisheim in der Badminton-Bundesliga „den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht“, wie Teammanager Peter Käsbauer sagt. Nach den 3:4-Auftaktniederlagen in den beiden Topspielen gegen Meister 1. BC Wipperfeld und den SV Fun-Ball Dortelweil durfte der amtierende Vizemeister erst im dritten Ligaspiel den ersten Sieg bejubeln. Mit fünf Punkten rangiert der BCB daher aktuell nur auf dem sechsten Tabellenplatz – zu wenig für die Ansprüche des zehnfachen deutschen Mannschaftsmeisters, weshalb Käsbauer klarstellt: „Es war wichtig, dass wir gegen Bonn die vollen drei Punkte geholt haben. Jetzt müssen wir aber unbedingt direkt weiter nachlegen, schließlich haben wir nach dem mäßigen Start einiges aufzuholen“, fordert der Teammanager. Der Plan für das kommende Wochenende, das mit den Auftritten am Samstag beim SC Union Lüdinghausen und tags darauf bei Blau-Weiß Wittorf-Neumünster (jeweils 14 Uhr) die ersten beiden Gastspiele der neuen Runde bereithält, ist eindeutig: „Unser Ziel sind zwei Siege, im Idealfall sogar mit der optimalen Ausbeute von drei Punkten“, sagt Käsbauer.

Personell kann er dann wieder auf Nationalspielerin Isabel Lohau zurückgreifen, die in den ersten drei Partien wegen ihrer vielen internationalen Einsätze eine schöpferische Pause eingelegt hatte. „Bel macht unsere Mannschaft natürlich deutlich stärker. Im Damenbereich mache ich mir ohnehin wenig Sorgen“, sagt Käsbauer, der im weiblichen Bereich auch auf die beiden anderen Doppelspezialistinnen Stine Küspert und Linda Efler sowie im Einzel auf Priskila Siahaya bauen kann. Etwas dünner sieht es im Herrendoppel aus, wo mit dem Teammanager und Ruben Jille wohl nur zwei etatmäßige Spezialisten zur Verfügung stehen. Johannes Pistorius und der Däne Frederik Søgaard sind anderweitig im Einsatz, ebenso der französische Neuzugang Julien Maio. Darüber hinaus war Marvin Datko zuletzt etwas kränkelnd unterwegs und könnte ebenfalls ausfallen. Dennoch sagt Käsbauer: „Ich bin sehr optimistisch, was die Doppel angeht. Unsere Einzelspieler sind absolut in der Lage, unter der Anleitung eines Spezialisten auch im Doppel gut zu performen“, blickt der 34-Jährige guter Dinge voraus. Im Einzel hat der BCB am Wochenende die Qual der Wahl. Alle drei Spezialisten sind an Bord: der niederländische Neuzugang Mark Caljouw, der Däne Mads Christophersen sowie der Bulgare Daniel Nikolov. Sie sollen in den Gastspielen beim aktuellen Tabellenzweiten Lüdinghausen (sechs Punkte) und bei mit fünf Punkten punktgleichen Wittorfern dazu beitragen, dass sich der Vizemeister in der Tabelle nach dem ersten Wochenende in der Fremde deutlich nach oben orientiert.

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Herausforderung für Offenburg im hohen Norden

Das Team von Offenburg. Foto: Sven Heise

Am kommenden Wochenende heißt es für den Badmintonclub Offenburg in der 1. Bundesliga wieder kämpfen bis zum letzten Punkt. Gegen den aktuellen Tabellenzweiten SC Union 08 Lüdinghausen und den Tabellenvierten Blau-Weiss Wittorf geht man als absoluter Underdog ins Rennen. Dem badischen Club droht eine extrem lange Anreise ins entfernteste Bundesland Schlewsig-Holstein.

Doch es gibt auch Grund zur Hoffnung. Mit Paloma Wich und Lena Reder kehren zwei ehemals verletzte Kräfte in den Kader zurück. Jonas Burger steht aufgrund einer Schulterverletzung weiterhin nicht zur Verfügung.

Dem Neuzugang Johannes Grieser gelangen bereits zwei Siege in der 1. Bundesliga. Es bleibt abzuwarten, ob gegen die etablierten Bundesligateams aus dem Norden wieder Spiele oder zumindest Sätze gewonnen werden können.

Die beiden gegnerischen Kader sind mit internationalen Spielern und Spielerinnen aus Kanada, Dänemark, England und Belgien gespickt. Hochklassige Spiele sind deshalb garantiert und können live am Samstag und Sonntag ab 14 Uhr auf Sportdeutschland.tv verfolgt werden.

Das nächste Heimspiel steht am 23. Oktober in der Offenburger Nord-West-Halle an

Lena Reder