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„Fuchsi“ will ein letztes Mal den Titel feiern

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Michael Fuchs. Foto: BC Bischmisheim

Der amtierende Deutsche Meister 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim kämpft am Sonntag ab 14 Uhr im Playoff gegen Blau-Weiß Wittorf um die erneute Qualifikation für das Final Four um die Meisterschaft. Für Michael Fuchs wird es das allerletzte Heimspiel im BCB-Dress sein. Nach 19 Jahren und zehn Titelgewinnen mit den Saarbrückern sagt der fast 40-Jährige leise Servus.

Am kommenden Sonntag wird es für den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ernst: „Na klar, das Final Four ist erneut unser Ziel. Als Titelverteidiger muss das für uns einfach so sein“, sagt Michael Fuchs vor dem Playoff-Duell mit Blau-Weiß Wittorf aus Neumünster, das um 14 Uhr in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle beginnt. Als Tabellendritter muss der amtierende Meister aus Saarbrücken in dieser Saison den Umweg über das Viertelfinale gehen, um erneut beim Endturnier der besten vier Teams um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft dabei zu sein. Für Fuchs bringt dieser Umstand eine Besonderheit mit sich: Der 39-jährige langjährige Nationalspieler wird am Sonntag zum letzten Mal in einem Heimspiel für den BCB zum Schläger greifen.

„Das Spiel an sich macht mir weiter sehr viel Spaß“, sagt Fuchs: „Der Aufwand, den ich körperlich und zeitlich betreiben muss, um mein Niveau zu halten, ist mit zunehmendem Alter aber nicht weniger geworden – und das will ich meiner Familie und mir in der Form nicht mehr zumuten“, erläutert er seine Gründe, warum er dem BCB nach einer halben Ewigkeit bald den Rücken kehrt. Mit „Fuchsi“, wie der sechsfache deutsche Meister im Mixed und dreifache deutsche Champion im Herrendoppel von allen liebevoll genannt wird, verliert Bischmisheim einen Spieler, der die erfolgreichen letzten zwei Jahrzehnte geprägt hat wie kein anderer. Zehn Mal gewann der BCB seit dem Premierenerfolg 2006 die deutsche Meisterschaft – und jedes Mal war Michael Fuchs ein wichtiger Teil der Mannschaft. Er ist damit der Titelgarant schlechthin bei den Saarländern. „Eine absolut tolle Bilanz“, blickt Fuchs mit Stolz auf das Erreichte: „Wenn mir das jemand vor 19 Jahren gesagt hätte, dass ich so lange hier spiele und dann auch noch gleich zehn Mal die Meisterschaft mit der Mannschaft gewinne, hätte ich es niemals geglaubt.“ Mit 21 Jahren wechselte der gebürtige Würzburger 2005 vom damaligen Meisterschaftsdritten VfB Friedrichshafen zum Bundesliga-Aufsteiger aus Bischmisheim ins Saarland. Es war der Beginn einer einmaligen Erfolgsgeschichte.

„Damals war ich der Jungspund, bin neu zu einem Team gekommen, wo mit Kristof Hopp, den Tesche-Brüdern oder Michael Keck einige große gestandene deutsche Spieler spielten. Im Laufe der Jahre hat das Personal dann immer mal gewechselt. Marc Zwiebler, Johannes Schöttler, Dieter Dohmke – es waren tolle Spieler, mit denen ich zusammen in einem Team spielen durfte. Und wir hatten alle gemeinsam immer eine gute Zeit“, erinnert sich Fuchs, der selbst über all die Jahre die Konstante schlechthin beim BCB war – und inzwischen über sich sagt: „Jetzt bin ich seit ein paar Jahren der Opa im Team.“ Zum Vergleich: Nationalspielerin Stine Küspert, die seit 2019 für die Saarbrücker spielt, ist stolze 17 Jahre jünger als der Altmeister.

Diese Selbsteinschätzung hindert den Franken aber nicht daran, weiterhin mit Leistung zu überzeugen. Dafür trainiert er hart, hat Tag für Tag alles getan, um sich für die hoffentlich anstehenden letzten Höhepunkte im BCB-Dress in Form zu bringen. Mit Blick auf das Viertelfinal-Duell mit Blau-Weiß Wittorf sagt er: „Im Moment ist alles top, ich bin bereit für die Partie.“ Allerdings findet er auch warnende Worte hinsichtlich des Gegners. Zwar haben die Bischmisheimer die Hauptrunden-Duelle mit den Schleswig-Holsteinern beide gewonnen. Einem 4:3-Heimsieg im vergangenen Oktober folgte Ende Februar ein 5:2-Auswärtserfolg. Doch für Fuchs steht fest: „Das wird alles andere als ein Selbstläufer.“ Zumal der BCB unter der Woche eine Vielzahl an Akteuren im internationalen Einsatz hatte, bei denen abzuwarten gilt, wann und in welcher Verfassung sie von ihren Turnierauftritten zurückkehren.

Und dennoch ist das Ziel klar. Das Final Four soll es für Fuchs und Co. zum Abschluss seiner langen Bischmisheimer Zeit auf jeden Fall wieder werden – nicht zuletzt wegen des besonderen Ereignisses, das danach ansteht: „Ich werde am Tag des Final Four-Halbfinals 40 Jahre alt“, wagt Fuchs einen Ausblick auf den erhofften Höhepunkt in vier Wochen. Am 22. April, dem Tag also, wenn in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart die beiden Finalisten für das Meisterschafts-Endspiel einen Tag später ermitteln werden, feiert er seinen runden Geburtstag – und hofft nach einem erfolgreichen Halbfinale dann auch auf ein verspätetes Geschenk im Finale. Angesichts der vielen Erfolge würde sich damit für ihn der Kreis auf besondere Weise schließen. „Diplomatisch gesagt waren natürlich alle Titelgewinne sehr schön. Allerdings ist dann doch der ein oder andere dabei, an den man sich in besonderer Weise erinnert“, sagt Fuchsi zu seiner schier unglaublichen Ausbeute mit dem BCB: „Die allererste Meisterschaft 2006 war natürlich ein super Erlebnis und sehr speziell. Aber auch viele weitere Titel hatten eine besondere Note. Etwa 2007, als wir gegen den FC Langenfeld im Finale zuhause 3:5 verloren haben, dann aber einen Tag später auswärts 5:2 gewannen. Oder der Titelgewinn 2008 in Bonn gegen den damals sehr stark besetzten BC Beuel. Da hatten wir uns im Hinspiel zuhause eine gute Grundlage geschaffen – und es war echt cool, wie wir das im Rückspiel gemeinsam durchgezogen haben“, blickt Fuchs zurück.

Im Alter von 34 Jahren beendete der langjährige Nationalspieler 2016 seine internationale Karriere. Das sollte ihn aber nicht davon abhalten, auch in den Folgejahren weitere Triumphe mit seinem Verein zu feiern. Ein großer Höhepunkt stellte sich in der Saison 2017/18 ein, als der Meister zum ersten Mal im Rahmen eines Final Four-Turniers gekürt wurde – und das noch dazu in Saarbrücken. „Das war definitiv eine ganz besondere Meisterschaft. Ich weiß noch genau, wie sehr sich Johannes Schöttler und ich gefreut haben, als wir gegen Marc Zwiebler und Max Weißkirchen vor heimischem Publikum im Herrendoppel den entscheidenden Punkt geholt haben. Es war nur eines von so vielen schönen Erlebnissen, die ich in bester Erinnerung behalten werde“, sagt Fuchs. Etwa, als es beim Playoff-Halbfinale 2008 in Berlin mit dem Flug nicht mehr klappte und der BCB-Tross mit einem Nightliner-Bus, der sonst Rockbands durchs Land kutschierte, die Rückreise in Angriff nahm: „Frank Liedke hatte damals die Idee dazu. Es wurde eine feucht-fröhliche Fahrt, nachdem wir vorher gegen Berlin gewonnen hatten. Die Geschichte mit dem Bus ist einfach Weltklasse: Johannes Schöttler und Dieter Dohmke haben damals noch bei Berlin gespielt, sind aber mit uns mitgefahren, weil sie nach Saarbrücken mussten – und mussten natürlich die gesamten Feierlichkeiten über sich ergehen lassen“, erzählt Fuchs.

Solche Erlebnisse und Geschichten wird es mit dem BCB dann künftig nicht mehr geben. Auf der anderen Seite sagt Fuchs: „Ich werde den Schläger noch nicht ganz an den Nagel hängen – das kann ich dann doch noch nicht.“ Stattdessen kehrt er zurück zu seinen Wurzeln, wird zur neuen Saison für den TV 1884 Marktheidenfeld in der 2. Bundesliga Süd aufschlagen – dort also, wo vor 30 Jahren alles begonnen hatte. „Mein Vater ist dort Vereinsvorstand. Er bohrt schon länger an mir, wann ich denn endlich zurückkehre. Mein Plan ist es, dort noch ein paar Mal aufzulaufen, unter anderem zusammen mit meinem Cousin Thomas“, erläutert der Altmeister und Titelsammler sein Vorhaben. Weil er im niederländischen Enschede seinen Lebensmittelpunkt hat (seine Frau hat dort eine Professorenstelle an der Universität), wird auch das mit viel Aufwand und Reisestress verbunden sein. Allerdings wird das Ganze dann eher unter einem anderen Motto laufen: „Es wird eine Art Familien-Wochenende für mich werden. Mein kleiner Sohn Collin kann sich darauf freuen, seine Großeltern zu sehen und umgekehrt. Zudem wohnen meine Schwiegereltern in der Kante – von daher ist das eine schöne Gelegenheit, das alles miteinander zu kombinieren. Ich spiele dann nebenbei ein bisschen Badminton“, verrät Fuchsi.

Bis es so weit ist, warten aber hoffentlich noch drei ereignisreiche und erfolgreiche Auftritte im Dress des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim. Seine Wunschvorstellung für den Abschied? „Ganz klar, es wäre ein Traum, sich mit dem Meistertitel zu verabschieden“, betont Fuchs, der dem Badminton-Sport nicht zuletzt in seiner Rolle als Nachwuchs-Bundestrainer erhalten bleibt. „Ich werde natürlich weiterhin viel in Sachen Badminton unterwegs sein.“ Und vielleicht kann er diese Zeit nach dem BCB dann tatsächlich mit einem verspäteten Geburtstagsgeschenk am 23. April und als elffacher deutscher Mannschaftsmeister angehen. Am Sonntag soll gegen Blau-Weiß Wittorf der erste Schritt hin zum erhofften Traumausstand erfolgen – und es wird sicherlich ein bewegender Moment sein, wenn Fuchsi an diesem Tag seinen letzten Ballwechsel in einem Heimspiel für den BCB gespielt hat und sich ein letztes Mal den warmen Applaus von den hoffentlich vollbesetzten Rängen in der Joachim-Deckarm-Halle abholt.

dbe

Beuels Erste verpasst das Final Four knapp

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Die erste Mannschaft von Beuel unterlag nur knapp.
Die erste Mannschaft des 1. BC Beuel hat den Einzug in das Final Four der Badminton-Bundesliga verpasst. Am Dienstagabend verloren die Gelb-Schwarzen vor 500 Zuschauern in der Erwin-Kranz-Halle gegen den SC Union Lüdinghausen 3:4.
Schon im Vorfeld stand in den Fachkreisen fest, dass eine spannende Partie auf Augenhöhe zu erwarten ist. Die Rekordkulisse in der Erwin-Kranz-Halle wurde nicht enttäuscht. Den ersten Beueler Punkt steuerten Daniel Hess und Peter Briggs bei. Sie gewannen das 1. Herrendoppel gegen Jelle Maas und Josche Zurwonne 11:9, 11:6, 13:11. Über die volle Distanz von fünf Sätzen ging das parallel ausgetragene Damendoppel. Nach fünf Sätzen hatten Lisa Kaminski und Hannah Pohl gegen Linda Efler und Yvonne Li mit 4:11, 11:8, 11:8, 9:11, 9:11 nur knapp das Nachsehen.
Für die Gäste erhöhte danach das 2. Herrendoppel. Nach gutem Start unterlagen Max Weißkirchen und Lukas Resch gegen Kai Schäfer und Roman Zirnwald 11:6, 2:11, 9:11, 5:11. Durch den 11:6, 11:6, 11:8-Erfolg von Yvonne Li im Dameneinzel gegen die sich tapfer schlagende Beuelerin Alicia Molitor zogen die Gäste weiter davon. Zu einem packenden Duell wurde das Mixed. Hannah Pohl und Peter Briggs gewannen die ersten beiden Sätze gegen Eva Janssens und Jelle Maas 11:6, 13:11, verloren die Sätze drei und vier 9:11, 9:11 und behielten letztlich die Nerven mit 11:6.
Der entscheidende Punkt für die Gäste kam im 1. Herreneinzel. Max Weißkirchen unterlag Kai Schäfer 6:11, 14:15, 4:11. Das 2. Herreneinzel zwischen Lukas Resch und Nick Fransman wurde beim Stand von 10:8 zu Gunsten von Lukas Resch beendet. Ein gemischtes Fazit zog Beuels Teammanager Maximilian Schneider: „Die Chance war da, weswegen wir natürlich etwas enttäuscht sind. Wir wussten von vorne herein, dass es schwer wird. Wir freuen uns aber darüber, dass wir für das Publikum eine sehr gute Veranstaltung bieten konnten und hoffen, dass in der nächsten Saison viele Zuschauer wiederkommen.” Andreas Kruse

Spannung bis zum letzten Ballwechsel in Mülheim erwartet

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Alexander Roovers. Foto: Volker Isbruch-Sufryd
In der Doppelrunde der Badminton-Bundesliga trafen der 1. BV Mülheim und der TSV 1906 Freystadt bereits in dieser Saison zwei Mal aufeinander. Während die Mülheimer im Hinspiel in der Oberpfalz stark ersatzgeschwächt antraten und mit 1-6 die deutlichste Niederlage der Saison einstecken mussten, ereilte den Freystädtern im Rückspiel nahezu das gleiche Schicksal. Auch sie traten ebenfalls deutlich ersatzgeschwächt mit sogar 0-7 die Heimreise an.
Da zum Play-Off Viertelfinale am 9. April 2019 um 19.00h in der Innogy Halle zu Mülheim jedoch beide Mannschaften in Bestbesetzung antreten werden, ist mit einem ausgeglichenen Spiel, engen Matches und Spannung bis zum letzten Ballwechsel zu rechnen. Die deutlichen Siege in der bisherigen Saison sollten kein Maßstab für dieses mit Spannung erwartete KO-Spiel sein.
Auf Mülheimer Seite wird das komplette Team einsatzfähig und sicherlich hoch motiviert sein, um sich den Traum zu erfüllen, am nächsten Wochenende beim Final-Four-Turnier im nur knapp 50 km entfernten Willich antreten zu können. Teammanager Steffen Hohenberg kann aus dem Vollen schöpfen. Die Damenriege mit Johanna Goliszewski und Lara Käpplein sowie Gayle Mahulette ist ebenso komplett, wie die internationale Herrenauswahl mit dem Schotten Adam Hall, dem Engländer Tom Wolfenden, dem Russen Konstantin Abramov, dem Ukrainer Dmytro Zavadsky und dem Sri Lankaner Niluka Karunaratne. Auch der zuletzt angeschlagene Alexander Roovers ist wieder voll belastbar und im Kader für die anstehenden Aufgaben. Eine genaue Aufstellung für die einzelnen Partien wollte sich Mülheims Teammanager Hohenberg noch nicht entlocken lassen. Dies soll erst kurzfristig am Spieltag entscheiden werden.
Im Damenbereich sind die Gäste aus Freystadt sehr stark aufgestellt. Die Estin Kristin Kuuba hat von den 13 Partien im Dameneinzel nur ein Spiel verloren. An ihrer Seite schlägt im Damendoppel die starke englische Doppel- und Mixed-Spielerin Jenny Moore auf, die auf internationalen Turnieren ein Mixed mit dem für unser Team spielenden Tom Wolfenden bildet. Auch die Herren um den spielstarken Indonesier  Fikri Ihsandi Hadmadi und den früheren deutschen Meister Lukas Schmidt, dem Engländer Max Flynn und den deutschen Spielern Johannes Pistorius, Oliver Roth, Florian Waffler und Hannes Gerberich werden die Mülheimer Herren vor unangenehme und schwere Aufgaben stellen. Die Gäste aus Bayern werden ihre Aufstellung natürlich erst am Spieltag bekannt geben.
Die Spielstärke der beiden Gegner ist nahezu ausgeglichen. Insofern kann, abgesehen vom Dameneinzel, bei dem die Estin Kuuba klar favorisiert ist, bei keinem der anderen Spiele eine vorherige Prognose des Ausgangs abgegeben werden. Im Dameneinzel hofft Hohenberg trotzdem auf eine Überraschung von Gayle Mahulette, die in der Bundesliga insbesondere gegen starke Gegnerinnen zuletzt starke Leistungen gezeigt hat. Am Dienstagabend ist somit Spannung, vielleicht sogar bis zum siebten Spiel, angesagt.
Das Viertelfinale wird nach dem Modus „Best-of-Seven“ ausgetragen. Sobald ein Team die notwendigen vier Siege aus den maximal auszutragenden sieben Partien errungen hat, ist das Viertelfinale beendet und einer der noch ausstehenden Teilnehmer am Final-Four Turnier steht fest. Der vierte Teilnehmer, neben den bereits feststehenden Tabellenersten und -zweiten dem 1.BC Bischmisheim-Saarbrücken und dem TV Refrath wird in der parallel in Bonn stattfindenden Partie 1.BC Beuel gegen SC Union Lüdinghausen ermittelt. Frank Thiemann