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Fuchsi und sein Team buchen das Final Four-Ticket

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Daniel Nikolov verlor zwar sein Einzel, das Team jedoch feierte mit einem Gesamtsieg den Einzug zum Final Four. Foto: Thomas Wieck

Der amtierende deutsche Meister 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim nimmt Kurs Richtung Titelverteidigung. Am Sonntag schaffte der BCB mit einem 4:2-Heimsieg im Playoff-Viertelfinale gegen Blau-Weiß Wittorf die erneute Qualifikation für das Final Four in Stuttgart, wo am 23. April der neue Champion gekürt wird.

Sie mussten diesmal einen Umweg nehmen – doch das mit Erfolg. Die Badminton-Asse des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim werden auch in diesem Jahr beim Final Four-Endturnier um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft dabei sein. Am vergangenen Sonntag trotzte der amtierende Meister im Playoff-Viertelfinale der Badminton-Bundesliga gegen Blau-Weiß Wittorf-Neumünster allen personellen Problemen und buchte mit einem 4:2-Erfolg in der heimischen Joachim-Deckarm-Halle das Ticket fürs Halbfinale, in dem es am Freitag, den 22. April in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer gegen den Hauptrunden-Zweiten SV Fun-Ball Dortelweil geht.

Michael Fuchs nahm am Sonntag gegen die Gäste aus Neumünster keinen Umweg, sondern den direkten Weg. Zusammen mit dem Niederländer Ruben Jille feierte der 39-Jährige im ersten Herrendoppel gegen Bjarne Geiss und Niclas Nøhr einen unerwartet glatten 11:6, 11:8, 11:7-Erfolg. Beide legten mit dem ersten Punkt die wichtige Basis für den Gesamterfolg über den Bundesliga-Sechsten der regulären Runde. Für Fuchs war es nicht irgendein Sieg, sondern ein ganz besonderer, nachdem er zuletzt verkündet hatte, dass er nach der Saison neue Wege gehen wird. Nach insgesamt 19 Jahren und sensationellen zehn Titelgewinnen mit dem BCB wird „Fuchsi“ zu seinem Heimatverein TV Marktheidenfeld zurückkehren und nur noch in der 2. Bundesliga aufschlagen. Nachdem er vor dem Duell mit Wittorf von einem zu Tränen gerührten Bischmisheimer Vereinsboss Frank Liedke offiziell verabschiedet worden war, zeigte er auf dem Court in seinem allerletzten Heimspiel für den BCB nochmal all das, was ihn in seiner langen Zeit bei den Saarbrückern ausgezeichnet hatte: Badminton auf Topniveau, Emotionen und Einsatz pur – und wie so oft ein erfolgreich beendetes Match. „Wir haben überraschend souverän gewonnen, das hatte ich so nicht erwartet. Aber sehr schön, dass es so gelaufen ist. Es war schon vorher bei der Verabschiedung von Frank sehr emotional. Ich wollte meinen letzten Heimauftritt für Bischmisheim natürlich unbedingt gewinnen – und bin heilfroh, dass das so gut geklappt hat“, freute sich Fuchs.

Er habe nach seiner Partie schon ein paar Minuten gebraucht, um das Ganze zu verarbeiten. „Ich habe mir eine ruhige Ecke gesucht und mich kurz gesammelt“, verriet Fuchs. Allerdings nicht lange, schließlich galt es, die Kollegen beim Kampf ums Final Four entsprechend zu unterstützen und die Daumen zu drücken. Letzteres sollte helfen: In Abwesenheit von Nationalspielerin Isabel Lohau, die parallel bei den Swiss Open mit dem Sieg im Mixed und Rang zwei in der Damen-Konkurrenz ihre erfolgreichste internationale Turnierwoche überhaupt hinlegte, und der erkrankten Priskila Siayhaya setzte BCB-Teammanager Volker Eiber im Damenbereich auf Franziska Volkmann und Stine Küspert sowie im Einzel auf die junge Luxemburgerin Kim Schmidt. Während Schmidt im Duell mit Wittorfs Ungarin Vivien Sandorhazi beim 5:11, 3:11, 9:11 letztlich chancenlos blieb, gingen die anderen beiden Partien mit Damenbeteiligung trotz der ungünstigen Vorzeichen an die Gastgeber. Im Damendoppel holten Küspert und Volkmann mit ihrem 15:14, 12:14, 11:8 und 11:7 gegen Lise Jaques und Sandorhazi den zweiten Punkt für den Titelverteidiger. Volkmann durfte sich daraufhin im Mixed wie ihr Partner Ruben Jille über den zweiten Sieg des Tages freuen: Beide bezwangen Jaques und Nøhr überdeutlich mit 11:5, 11:5 und 11:2.

Den vierten und entscheidenden Punkt steuerte der dänische Einzelspezialist Mads Christophersen bei. Der Bischmisheimer Neuzugang bezwang Matthias Kicklitz ebenfalls glatt in drei Durchgängen mit 11:8, 11:6, 11:9. Etwas überraschend war der Ausgang im zweiten Herreneinzel, wo Daniel Nikolov eine seiner ganz seltenen Niederlagen in Single-Matches hinnehmen musste. Er unterlag dem Dänen Søren Toft Hansen 4:11, 11:9, 9:11 und 8:11, wobei sich beim Bulgaren die vielen Reisestrapazen zuletzt negativ bemerkbar machten. Unter der Woche spielte Nikolov noch beim internationalen Turnier in Polen. Dort mischte auch BCB-Neuzugang und Doppelspezialist Frederik Søgaard überaus erfolgreich mit. Er gewann mit seinem Partner Rasmus Kjaer die Herrendoppel-Konkurrenz – für das Duell mit Wittorf stand er ebenfalls nicht zur Verfügung. „Wir waren aufgrund der vielen Ausfälle personell ziemlich geschwächt, konnten das aber gut kompensieren. Unser breiter Kader hat sich einmal mehr bezahlt gemacht“, befand Fuchs. Der Altmeister blickte auch bereits voraus auf den anstehenden Saisonhöhepunkt in knapp vier Wochen in Stuttgart. „Das wird mit Sicherheit eine besondere Veranstaltung. Ich hoffe natürlich darauf, dass ich dort noch zwei Spiele bestreiten werde. Vieles wird davon abhängen, ob die Teams jeweils in Bestbesetzung antreten können. Wenn das bei uns der Fall ist, bin ich guter Dinge“, freut sich Fuchs auf seinen vorerst letzten Einsatz im Saarbrücker Dress, dem dann hoffentlich im Finale tatsächlich noch ein weiterer folgen wird.

dbe

„Fuchsi“ will ein letztes Mal den Titel feiern

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Michael Fuchs. Foto: BC Bischmisheim

Der amtierende Deutsche Meister 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim kämpft am Sonntag ab 14 Uhr im Playoff gegen Blau-Weiß Wittorf um die erneute Qualifikation für das Final Four um die Meisterschaft. Für Michael Fuchs wird es das allerletzte Heimspiel im BCB-Dress sein. Nach 19 Jahren und zehn Titelgewinnen mit den Saarbrückern sagt der fast 40-Jährige leise Servus.

Am kommenden Sonntag wird es für den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ernst: „Na klar, das Final Four ist erneut unser Ziel. Als Titelverteidiger muss das für uns einfach so sein“, sagt Michael Fuchs vor dem Playoff-Duell mit Blau-Weiß Wittorf aus Neumünster, das um 14 Uhr in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle beginnt. Als Tabellendritter muss der amtierende Meister aus Saarbrücken in dieser Saison den Umweg über das Viertelfinale gehen, um erneut beim Endturnier der besten vier Teams um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft dabei zu sein. Für Fuchs bringt dieser Umstand eine Besonderheit mit sich: Der 39-jährige langjährige Nationalspieler wird am Sonntag zum letzten Mal in einem Heimspiel für den BCB zum Schläger greifen.

„Das Spiel an sich macht mir weiter sehr viel Spaß“, sagt Fuchs: „Der Aufwand, den ich körperlich und zeitlich betreiben muss, um mein Niveau zu halten, ist mit zunehmendem Alter aber nicht weniger geworden – und das will ich meiner Familie und mir in der Form nicht mehr zumuten“, erläutert er seine Gründe, warum er dem BCB nach einer halben Ewigkeit bald den Rücken kehrt. Mit „Fuchsi“, wie der sechsfache deutsche Meister im Mixed und dreifache deutsche Champion im Herrendoppel von allen liebevoll genannt wird, verliert Bischmisheim einen Spieler, der die erfolgreichen letzten zwei Jahrzehnte geprägt hat wie kein anderer. Zehn Mal gewann der BCB seit dem Premierenerfolg 2006 die deutsche Meisterschaft – und jedes Mal war Michael Fuchs ein wichtiger Teil der Mannschaft. Er ist damit der Titelgarant schlechthin bei den Saarländern. „Eine absolut tolle Bilanz“, blickt Fuchs mit Stolz auf das Erreichte: „Wenn mir das jemand vor 19 Jahren gesagt hätte, dass ich so lange hier spiele und dann auch noch gleich zehn Mal die Meisterschaft mit der Mannschaft gewinne, hätte ich es niemals geglaubt.“ Mit 21 Jahren wechselte der gebürtige Würzburger 2005 vom damaligen Meisterschaftsdritten VfB Friedrichshafen zum Bundesliga-Aufsteiger aus Bischmisheim ins Saarland. Es war der Beginn einer einmaligen Erfolgsgeschichte.

„Damals war ich der Jungspund, bin neu zu einem Team gekommen, wo mit Kristof Hopp, den Tesche-Brüdern oder Michael Keck einige große gestandene deutsche Spieler spielten. Im Laufe der Jahre hat das Personal dann immer mal gewechselt. Marc Zwiebler, Johannes Schöttler, Dieter Dohmke – es waren tolle Spieler, mit denen ich zusammen in einem Team spielen durfte. Und wir hatten alle gemeinsam immer eine gute Zeit“, erinnert sich Fuchs, der selbst über all die Jahre die Konstante schlechthin beim BCB war – und inzwischen über sich sagt: „Jetzt bin ich seit ein paar Jahren der Opa im Team.“ Zum Vergleich: Nationalspielerin Stine Küspert, die seit 2019 für die Saarbrücker spielt, ist stolze 17 Jahre jünger als der Altmeister.

Diese Selbsteinschätzung hindert den Franken aber nicht daran, weiterhin mit Leistung zu überzeugen. Dafür trainiert er hart, hat Tag für Tag alles getan, um sich für die hoffentlich anstehenden letzten Höhepunkte im BCB-Dress in Form zu bringen. Mit Blick auf das Viertelfinal-Duell mit Blau-Weiß Wittorf sagt er: „Im Moment ist alles top, ich bin bereit für die Partie.“ Allerdings findet er auch warnende Worte hinsichtlich des Gegners. Zwar haben die Bischmisheimer die Hauptrunden-Duelle mit den Schleswig-Holsteinern beide gewonnen. Einem 4:3-Heimsieg im vergangenen Oktober folgte Ende Februar ein 5:2-Auswärtserfolg. Doch für Fuchs steht fest: „Das wird alles andere als ein Selbstläufer.“ Zumal der BCB unter der Woche eine Vielzahl an Akteuren im internationalen Einsatz hatte, bei denen abzuwarten gilt, wann und in welcher Verfassung sie von ihren Turnierauftritten zurückkehren.

Und dennoch ist das Ziel klar. Das Final Four soll es für Fuchs und Co. zum Abschluss seiner langen Bischmisheimer Zeit auf jeden Fall wieder werden – nicht zuletzt wegen des besonderen Ereignisses, das danach ansteht: „Ich werde am Tag des Final Four-Halbfinals 40 Jahre alt“, wagt Fuchs einen Ausblick auf den erhofften Höhepunkt in vier Wochen. Am 22. April, dem Tag also, wenn in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart die beiden Finalisten für das Meisterschafts-Endspiel einen Tag später ermitteln werden, feiert er seinen runden Geburtstag – und hofft nach einem erfolgreichen Halbfinale dann auch auf ein verspätetes Geschenk im Finale. Angesichts der vielen Erfolge würde sich damit für ihn der Kreis auf besondere Weise schließen. „Diplomatisch gesagt waren natürlich alle Titelgewinne sehr schön. Allerdings ist dann doch der ein oder andere dabei, an den man sich in besonderer Weise erinnert“, sagt Fuchsi zu seiner schier unglaublichen Ausbeute mit dem BCB: „Die allererste Meisterschaft 2006 war natürlich ein super Erlebnis und sehr speziell. Aber auch viele weitere Titel hatten eine besondere Note. Etwa 2007, als wir gegen den FC Langenfeld im Finale zuhause 3:5 verloren haben, dann aber einen Tag später auswärts 5:2 gewannen. Oder der Titelgewinn 2008 in Bonn gegen den damals sehr stark besetzten BC Beuel. Da hatten wir uns im Hinspiel zuhause eine gute Grundlage geschaffen – und es war echt cool, wie wir das im Rückspiel gemeinsam durchgezogen haben“, blickt Fuchs zurück.

Im Alter von 34 Jahren beendete der langjährige Nationalspieler 2016 seine internationale Karriere. Das sollte ihn aber nicht davon abhalten, auch in den Folgejahren weitere Triumphe mit seinem Verein zu feiern. Ein großer Höhepunkt stellte sich in der Saison 2017/18 ein, als der Meister zum ersten Mal im Rahmen eines Final Four-Turniers gekürt wurde – und das noch dazu in Saarbrücken. „Das war definitiv eine ganz besondere Meisterschaft. Ich weiß noch genau, wie sehr sich Johannes Schöttler und ich gefreut haben, als wir gegen Marc Zwiebler und Max Weißkirchen vor heimischem Publikum im Herrendoppel den entscheidenden Punkt geholt haben. Es war nur eines von so vielen schönen Erlebnissen, die ich in bester Erinnerung behalten werde“, sagt Fuchs. Etwa, als es beim Playoff-Halbfinale 2008 in Berlin mit dem Flug nicht mehr klappte und der BCB-Tross mit einem Nightliner-Bus, der sonst Rockbands durchs Land kutschierte, die Rückreise in Angriff nahm: „Frank Liedke hatte damals die Idee dazu. Es wurde eine feucht-fröhliche Fahrt, nachdem wir vorher gegen Berlin gewonnen hatten. Die Geschichte mit dem Bus ist einfach Weltklasse: Johannes Schöttler und Dieter Dohmke haben damals noch bei Berlin gespielt, sind aber mit uns mitgefahren, weil sie nach Saarbrücken mussten – und mussten natürlich die gesamten Feierlichkeiten über sich ergehen lassen“, erzählt Fuchs.

Solche Erlebnisse und Geschichten wird es mit dem BCB dann künftig nicht mehr geben. Auf der anderen Seite sagt Fuchs: „Ich werde den Schläger noch nicht ganz an den Nagel hängen – das kann ich dann doch noch nicht.“ Stattdessen kehrt er zurück zu seinen Wurzeln, wird zur neuen Saison für den TV 1884 Marktheidenfeld in der 2. Bundesliga Süd aufschlagen – dort also, wo vor 30 Jahren alles begonnen hatte. „Mein Vater ist dort Vereinsvorstand. Er bohrt schon länger an mir, wann ich denn endlich zurückkehre. Mein Plan ist es, dort noch ein paar Mal aufzulaufen, unter anderem zusammen mit meinem Cousin Thomas“, erläutert der Altmeister und Titelsammler sein Vorhaben. Weil er im niederländischen Enschede seinen Lebensmittelpunkt hat (seine Frau hat dort eine Professorenstelle an der Universität), wird auch das mit viel Aufwand und Reisestress verbunden sein. Allerdings wird das Ganze dann eher unter einem anderen Motto laufen: „Es wird eine Art Familien-Wochenende für mich werden. Mein kleiner Sohn Collin kann sich darauf freuen, seine Großeltern zu sehen und umgekehrt. Zudem wohnen meine Schwiegereltern in der Kante – von daher ist das eine schöne Gelegenheit, das alles miteinander zu kombinieren. Ich spiele dann nebenbei ein bisschen Badminton“, verrät Fuchsi.

Bis es so weit ist, warten aber hoffentlich noch drei ereignisreiche und erfolgreiche Auftritte im Dress des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim. Seine Wunschvorstellung für den Abschied? „Ganz klar, es wäre ein Traum, sich mit dem Meistertitel zu verabschieden“, betont Fuchs, der dem Badminton-Sport nicht zuletzt in seiner Rolle als Nachwuchs-Bundestrainer erhalten bleibt. „Ich werde natürlich weiterhin viel in Sachen Badminton unterwegs sein.“ Und vielleicht kann er diese Zeit nach dem BCB dann tatsächlich mit einem verspäteten Geburtstagsgeschenk am 23. April und als elffacher deutscher Mannschaftsmeister angehen. Am Sonntag soll gegen Blau-Weiß Wittorf der erste Schritt hin zum erhofften Traumausstand erfolgen – und es wird sicherlich ein bewegender Moment sein, wenn Fuchsi an diesem Tag seinen letzten Ballwechsel in einem Heimspiel für den BCB gespielt hat und sich ein letztes Mal den warmen Applaus von den hoffentlich vollbesetzten Rängen in der Joachim-Deckarm-Halle abholt.

dbe

Beuel sichert sich mit zwei Siegen den Klassenerhalt

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Beuel I sichert sich den Klassenerhalt. Bild BC Beuel

Zum Abschluss der Badminton Bundesligasaison konnte das erste Team des BC Beuel einen Doppelsieg verbuchen. Zum ersten Mal seit langem war die Mannschaft komplett und konnte vollständig antreten. Dementsprechend gut waren auch die Voraussetzungen, Motivation und Stimmung im Team.

Am Samstag gewann die Mannschaft gegen Blau-Weiss Wittorf NMS 5:2, am Sonntag gegen den TSV Trittau fiel der Sieg nicht so hoch aus, aber mit 4:3 konnte der BC Beuel auch hier punkten.

Beuel konnte Schorndorf auf Platz 8 zwar nicht mehr überholen und steht weiterhin auf Platz 9 der Tabelle. Sicher ist aber der Klassenerhalt. Der 1. BC Beuel bleibt in der ersten Bundesliga und kann sich jetzt auf die nächste Saison vorbereiten. Die Kaderplanungen laufen und das Team feiert den Klassenerhalt und schaut voller Optimismus auf die kommende Saison.

Gisela Waschek

Beuel I will im Norden punkten

Am letzten Spielwochenende der Bundesliga geht es für den BC Beuel in den Norden Deutschlands. Samstag, 19.03.2022 tritt die erste Mannschaft um 14.00 in Neumünster gegen Blau-Weiss Wittorf-NMS an, aktuell Platz sechs der Tabelle. Am Sonntag schlägt sie um 15.00 in Trittau gegen den TSV Trittau auf, den Tabellenvorletzten.

Beuel selbst steht auf dem Relegationsplatz und will diesen Platz auf jeden Fall verlassen. Ziel ist es, gegen beide Mannschaften aus dem Norden hoch zu punkten und fünf Punkte nach Haus zu bringen. So könnte es dann auch gelingen, noch an der SG Schorndorf „vorbeizuziehen“, die auf der Bundesligatabelle auf Platz acht steht. Die Chancen stehen nicht schlecht und sind durchaus realistisch. Der BC tritt in Bestbesetzung an: Die Damen sind mit Hanna Pohl, Lara Käpplein und Brid Stepper komplett. Bei den Herren spielen Felix Hammes, Zach Russ, Matthew Clare und Ygor Coelho, so zumindest der Plan. Das Team ist hoch motiviert und kämpferisch, so dass mit zwei spannenden Spielen zu rechnen ist.

Gisela Waschek

Bischmisheim feiert zwei Heimsiege

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Mads Christophersen. Foto: Thomas Wieck
Badminton-Bundesligist 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim sichert sich beim 4:3 im Topspiel gegen Blau-Weiß Wittorf-Neumünster auf dramatische Weise den Sieg. Gegen Trittau siegt der BCB tags darauf klar mit 6:1.
Der Auftakt in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle war an Dramatik kaum zu überbieten: Im ersten Herrendoppel lieferten sich die Konkurrenten beim Bundesliga-Heimauftritt des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim am vergangenen Samstag gegen Blau-Weiß Wittorf-Neumünster ein geradezu episches Duell. BCB-Routinier Peter Käsbauer und Neuzugang Mads Christophersen auf der einen, Christophersens dänischer Landsmann Søren Toft Hansen und der junge aufstrebende Matthias Kicklitz auf der anderen Seite. Beide Paarungen boten den Zuschauern einen packenden Ballwechsel nach dem nächsten auf Topniveau. Im ersten Satz hatten beide Seiten Chancen, den Durchgang für sich zu entscheiden. Am Ende waren es Kicklitz/Toft Hansen, die mit 15:13 vorne lagen. So umkämpft wie der Auftaktsatz lief daraufhin im Prinzip das gesamte Match.
Im zweiten Abschnitt meldete sich das BCB-Duo stark zurück und schien den bitteren Verlust des ersten Durchgangs gut verdaut zu haben. Christophersen/Käsbauer hatten das Geschehen bis zum 8:6 unter Kontrolle, ehe sich Wittorfs Paarung mit vier Punkten in Folge zwei Satzbälle erspielte. Doch gerade in dieser kritischen Phase packten die Gastgeber wieder ihr bestes Spiel aus und sicherten sich mit ihrerseits vier Punkten am Stück den Durchgang mit 12:10. Im dritten Satz nahm die BCB-Paarung den Schwung mit und diktierte mit 11:5. Und auch in Satz vier sah es gut aus, doch beim 10:8 konnten Christophersen und Käsbauer ihre Matchbälle nicht nutzen – und verloren den Satz mit 11:13. Im entscheidenden Durchgang erreichte die Dramaturgie ihren Höhepunkt: Wieder ließ die BCB-Paarung beim 10:8 zwei Matchbälle ungenutzt. Danach gab es nicht zum ersten Mal Diskussionen wegen einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung – und beim 11:12 aus Bischmisheimer Sicht plötzlich Matchball für den Gegner. Doch Christophersen und Käsbauer bewiesen in dieser kitzligen Phase extreme Nervenstärke. In einem hart umkämpften Ballwechsel wendeten sie die drohende Niederlage gerade so ab – und durften kurz darauf nach dem Punkt zum 15:13 zum euphorischen Siegerjubel ansetzen. „Das Spiel hätte in beide Richtungen laufen können – das war wirklich verdammt eng“, sagte Christophersen nach dem epischen Duell. Und war höchstzufrieden: „Wir haben es richtig gut gemacht, zumal wir vorher noch nie zusammengespielt haben, noch nicht mal im Training. Wir haben uns immer mehr gesteigert“, freute sich der 24-Jährige. Dieser hart umkämpfte Auftaktsieg sollte im Gesamtduell zwischen dem BCB und den Gästen aus Schleswig-Holstein letztlich über Sieg und Niederlage entscheiden. Christophersen gewann später auch sein Einzel gegen Kicklitz souverän mit 11:8, 11:6, 13:11. Ebenso klar siegten Michael Fuchs und Ruben Jille im zweiten Herrendoppel beim 11:5, 11:8, 11:9 über Wittorfs Paarung Vitaly Durkin/Sebastian Schöttler. Dafür gab es im Damenbereich gleich zwei bittere Fünf-Satz-Schlappen: Das Doppel Isabel Herttrich und Priskila Siahaya unterlag Lise Jaques/Anastasiia Shapovalova mit 11:9, 8:11, 11:6, 8:11 und 6:11. Siahaya musste sich im Einzel Shapovalova 4:11, 11:6, 8:11, 11:9 und 10:12 beugen – und vergab dabei im Fünften beim 10:9 einen Matchball. Weil Luka Wraber sein Herreneinzel gegen Toft Hansen mit 11:9, 3:11, 8:11, 9:11 verlor, musste schließlich das Mixed die Entscheidung bringen. Und darin erwiesen sich Herttrich und Jille im Duell mit Jaques/Durkin als stärkere Paarung und sicherten dem BCB durch ihren 11:5, 9:11, 11:6 und 11:9-Erfolg zwei Punkte für die Tabelle. „Es war eine sehr enge Angelegenheit, aber wir können mit dem Ausgang insgesamt zufrieden sein. Ich selbst bin mit meiner Leistung heute ziemlich einverstanden“, sagte Christophersen nach dem vierten Bischmisheimer Saisonsieg im fünften Spiel.
Am Sonntag kamen im nächsten Heimvergleich mit dem TSV Trittau der nächste Erfolg und diesmal sogar drei Punkte für die Tabelle hinzu. Der BCB gewann gegen die Schleswig-Holsteiner souverän mit 6:1. Im Herrendoppel gewannen Fuchs und Jille gegen Julien Carraggi und Nikolaj Persson (11:6, 11:4, 11:3) ebenso klar in drei Sätzen wie das Damendoppel um Herttrich und Franziska Volkmann (11:5, 12:10, 11:9 gegen Emma Moszczynski und Lisa Kramer-Jessen) sowie das Mixed bestehend aus Herttrich und Jille (11:5, 11:7, 11:5 über Moszczynski/Jonathan Persson). Christophersen gewann sein Einzel gegen Carraggi mit 11:8, 5:11, 11:5, 11:9. Im zweiten Herrendoppel behaupteten sich Käsbauer und Patrick Scheiel in fünf Sätzen gegen Trittaus Daniel Seifert und Alexander Strehse (8:11, 11:7, 8:11, 11:6 und 11:7). Und auch Priskila Siahaya durfte diesmal nach fünf Durchgängen jubeln: Sie schlug ihre indonesische Landsfrau Isra Faradilla 11:7, 8:11, 11:8, 12:14 und 11:8. Lediglich Wraber musste sich am Sonntag gegen Trittau beim 11:5, 9:11, 6:11, 9:11 gegen Jonathan Persson geschlagen geben. Durch den fünften Saisonsieg verbesserte sich der 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim in der Bundesliga-Tabelle auf den zweiten Platz. Mit 13 Punkten liegt der BCB zwei Zähler hinter dem SV Fun-Ball Dortelweil. Am kommenden Samstag empfangen die Saarbrücker um 17 Uhr den Tabellenletzten SV GutsMuths Jena zum nächsten Heimauftritt in der Joachim-Deckarm-Halle. dbe

Bischmisheim will im Topspiel in die Erfolgsspur zurück

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Badminton 1. Bundesliga 2. Spieltag 1. BC Bischmisheim – 1.BC Wipperfeld Saarbrücken, Sonntag (12.09.2021) Foto: Thomas Wieck
Badminton-Bundesligist 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim empfängt am Samstag Blau-Weiß Wittorf-Neumünster zum Topspiel und trifft tags darauf auf den TSV Trittau.
„Das ist ein starker Gegner, gegen den wir alles aufbieten müssen“, sagt Volker Eiber, der Teammanager von Badminton-Bundesligist 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim, mit Blick auf das Spitzenspiel an diesem Samstag. Um 17 Uhr empfängt der BCB in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle Blau-Weiß Wittorf-Neumünster und damit jenes Team, das als einziges in der Liga noch keine Partie verloren hat. Die Gäste aus Schleswig-Holstein holten zum Saisonstart zwei 5:2-Heimsiege gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg und die SG Schorndorf. Im ersten Auswärtsauftritt feierte Wittorf daraufhin einen 7:0-Kantersieg beim SV GutsMuths Jena. Mit sieben Punkten liegen die Norddeutschen aktuell einen Zähler hinter dem amtierenden deutschen Meister aus Bischmisheim, der zuletzt bei der SG Schorndorf (3:4) nach langer Zeit mal wieder ein Bundesligaspiel verloren hatte. Im Doppel-Heimauftritt, der am Sonntag um 15 Uhr zudem das Duell mit dem TSV Trittau bereithält, wollen die Saarbrücker daher unbedingt in die Erfolgsspur zurück. Bei diesem Vorhaben soll auch Altmeister Michael Fuchs mithelfen, der am Wochenende wohl sein Saisondebüt geben wird. Gleiches gilt für den Österreicher Luka Wraber, der neben Mads Christophersen für das Herreneinzel bereitsteht. „Wir werden ganz normal rotieren, damit unsere Spieler auf die entsprechende Anzahl an Spielen kommen, um dann auch bei einer möglichen Finalteilnahme spielberechtigt zu sein“, erläutert Eiber, worauf es mit Blick auf die weitere Runde unter anderem zu achten gilt. Bei den Damen könnte Stine Küspert nach den anstrengenden Wochen zuletzt eine schöpferische Pause erhalten. Nationalspielerin Isabel Herttrich, die in den beiden jüngsten Auswärtsauftritten gefehlt hatte, steht dagegen wieder bereit, sodass der BCB gegenüber den vorherigen Partien eine personell diesmal wieder deutlich stärkere Mannschaft an den Start schicken kann.
„Wir freuen uns auf die beiden Spiele vor Heimkulisse. Das werden sicher zwei interessante Partien. Wittorf hat sich bisher stark präsentiert. Vor allem Matthias Kicklitz hat sich dort zuletzt super entwickelt. Bei Trittau muss man abwarten, wie stark deren dänische Spieler tatsächlich sind. Aber unsere Spieler sind gut drauf und wir wollen natürlich das Optimum aus den Spielen herausholen“, sagt BCB-Teammanager Eiber. Er hofft darauf, dass am Wochenende viele Zuschauer das Team vor Ort in der Joachim-Deckarm-Halle unterstützen werden. Die beiden Heimspiele werden zudem auf sportdeutschland.tv live im Internet übertragen. dbe

Klar verloren und trotzdem nicht unzufrieden

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Logo GutsMuths Jena
Wie in allen Saisonspielen gingen die Spieler des SV GutsMuths Jena auch in das vierte Spiel der Badminton Bundesliga als Außenseiter. Zu Gast war Blau Weiß Wittorf-Neumünster aus dem Norden der Bundesrepublik. Das Team um den Jugendeuropameister im Mixed Mathias Kicklitz – einer der größten Nachwuchshoffnungen der deutschen Badmintonszene – ist gespickt mit hochkarätigen international erfahrenen Spielern.
Zu Beginn der Begegnung stand standesgemäß das Damendoppel auf dem Programm. Hier brachten Lisa Höflitz und Charlotte Mund die hoch eingeschätzte belgisch-ungarische Paarung Jaques/Sandorhazi gehörig ins Schwitzen und mussten sich erst nach 4 knappen Sätzen mit 1:3 geschlagen geben. Ebenfalls sehr knapp und spannend waren die anschließenden Herrendoppel. Das erste Herrendoppel spielten für den SV GutsMuths Jena Julian Voigt und Stefan Wagner gegen das russisch-englische Doppel Durkin/Yap, während im zweiten Herrendoppel Johann Höflitz und Lennart Notni auf die Paarung Kicklitz/Schöttler trafen. Beide Matches gingen über die volle Distanz, endeten aber leider mit einer 2:3 Niederlage aus Jenaer Sicht. In den entscheidenden Phasen waren die Sportler von BW Wittorf-Neumünster einfach noch ein Stückchen abgezockter und hatten das nötige Spielglück auf ihrer Seite. Die danach folgenden Einzel wurden zur erwartet schweren Angelegenheit. So mussten sich sowohl Lisa Höflitz gegen Vivien Sandorhazi, sowie Pit Hofmann im Duell gegen Sebastian Schöttler und auch Lennart Notni gegen Mathias Kicklitz geschlagen geben. Für alle drei Begegnungen gilt, dass es den Sportlern aus der Saalestadt leider nur teilweise gelang die Gegner ausreichend unter Druck zu setzen. Doch auch wenn die Ergebnisse am Ende bitter klingen, so waren doch spielerisch viele Lichtblicke gegen sehr starke Kontrahenten dabei. So auch im abschließenden Mixed, in dem es Julian Voigt und Charlotte Mund gegen Durkin/Jaques durchaus gelang, die Sätze lange ausgeglichen zu gestalte. Doch am Ende verließen auch hier die Gäste siegreich das Feld.
Unter dem Strich steht damit eine hohe 0:7 Heimniederlage. Doch nochmal darf betont werden, dass die sportliche Leistung der Jenaer wirklich als sehr ansprechend gewertet werden darf und mit mehr Erfahrung in der höchsten deutschen Spielklasse hoffentlich mit der Zeit auch mehr knappe Sätze und letztlich somit auch mehr Spiele gewonnen werden. Weiter geht es für das Team in 3 Wochen auswärts beim punktgleichen Tabellennachbarn aus Bonn. Lennart Notni

Jena unterliegt Wittorf deutlich

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In einem Nachholspiel zum dritten Spieltag der 1. Bundesliga verliert Jena in eigener Halle mit 0:7. Wittorf kann sich damit auf Platz vier verbessern.

1. Bundesliga 2021/2022

Pos.MannschaftTabelle 1. BundesligaSpieleSiegeNiederlagenPunkteSpieleSätzeDifferenz
102018249109311
2SV Funball Dortelweil02016447108322
30201644196443
40201193385554
50201192977635
60209112572686
70207132162787
80208121951899
9SG Schorndorf0209111955858
10020416124010010
11Jena02011951512511
12Frei00000000

Beuel weiterhin auswärts ohne Punktgewinn

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Hannah Pohl und Lara Käpplein im Damendoppel. Foto: BC Beuel
Mit einer Niederlage im Gepäck kehrte die Badminton-Bundesligamannschaft des 1. BC Beuel am vergangenen Sonntag, 25. Oktober, aus Schleswig-Holstein zurück: Das Team unterlag mit 2:5 bei Blau-Weiß Wittorf-Neumünster. Nach wie vor steht die Mannschaft vor der schwierigen Situation, dass gleich mehrere ausländische Stammspieler aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht eingesetzt werden können. Also kamen auch in Wittorf mit Lukas Resch und Lennart Konder wieder zwei Spieler aus dem Zweitliga-Kader der Beueler zum Einsatz. Dennoch standen die Chancen auf einen Punktgewinn in Wittdorf gar nicht so schlecht, denn auch die Gegner hatten personelle Probleme. Bei ihnen fehlte die Nummer Eins bei den Herren, Jugendnationalspieler Matthias Kicklitz. Und es begann auch gut für die Schwarz-Gelben. Nach den drei Doppeln führten die Beueler mit 2:1. Zwar unterlagen Daniel Hess und Marvin Datko im ersten Herrendoppel, Lukas Resch und Lennart Konder im zweiten Herrendoppel und das Damendoppel konnten jedoch punkten. Insbesondere im Damendoppel lieferten sich Hannah Pohl und Neuzugang Lara Käpplein mit ihren Gegnerinnen Vivien Sandorhazi und Lise Jaques ein hochklassiges und spannendes Match, das sie am Ende in fünf Sätzen mit 11:7, 11:9, 9:11, 5:11 und 11:5 für sich entscheiden konnten. Mit einem weiteren Sieg hätte das Beueler Team jetzt seinen ersten Saisonpunkt einfahren können, doch dazu hat es leider nicht gereicht. Obwohl es noch sehr spannend wurde. Zwar gingen das erste Herreneinzel von Lukas Resch und das Dameneinzel von Brid Stepper jeweils glatt in drei Sätzen verloren, das Mixed von Lara Käpplein und Daniel Hess entwickelte sich jedochzu einem wahren Krimi. Die Beiden lieferten sich mit ihren Gegnern Lise Jaques und Bjarne Geiss einen offenen Schlagabtauschmit mit vielen langen und spektakulären Ballwechseln. Das Glück war am Ende dann aber doch auf der Seite der beiden Wittorfer, die den fünften Entscheidungssatz knapp mit 11:8 für sich entscheiden konnten. Auch Lennart Konder hatte im abschließenden zweiten Herreneinzel noch einmal die Gelegenheit, zu punkten. Er hatte es mit dem Wittdorfer Routinier Sebastian Schöttler zu tun. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fand Konder immer besser ins Spiel und konnte den dritten Satz sogar für sich entscheiden. Leider hat es am Ende dann aber doch nicht ganz gereicht und Sebastian Schöttler sorgte mit seinem Sieg im vierten Satz für den 2:5 Endstand aus Beueler Sicht. Weiter geht es für den 1. BC Beuel am 07. und 08. November. Dann stehen für das Team die ersten beiden Heimspiele gegen Neuhausen-Nymphenburg und Jena auf dem Programm. Vorausgesetzt, dass sich aufgrund der Corona-Situation keine Änderungen ergeben. Katja Holenz

Starker Auswärtserfolg für Refrath in Wittorf

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Neuzugang Leona Michalski direkt mit erstem Sieg. Foto: Gregor Michalski
Der Auftakt in der ersten Bundesliga war auch auf Refrather Seite geprägt von ständig wechselnden Planungsszenarien. Viele Teams der Liga entschieden, ihre internationalen Spieler einfliegen zu lassen, um wettbewerbsfähig zu sein. Aufgrund des breiten Kaders an deutschen Spielern war es für den TV Refrath jedoch möglich, das erste Auswärtsspiel bei BW Wittorf ohne seine irischen Stars Nhat Nguyen und Sam Magee zu bestreiten. Auch der langzeitverletzte Jan Colin Völker sowie Carla Nyenhuis standen nicht zur Verfügung. Mit einem Zähler wäre man in der Tat zufrieden nach Hause gefahren, dass es letztlich zwei wurden und der erste Saisonsieg eingefahren werden konnte, freute nicht nur Teammanager Heinz Kelzenberg, sondern die gesamte Mannschaft. Einen tollen Einstand für ihren neuen Verein und zudem noch in der 1.Bundesliga feierte die 18-jährige Leona Michalski, die im Doppel an der Seite von Kilasu Ostermeyer vollends zu überzeugen wusste. In den Herrendoppeln waren Max Schwenger/Raphael Beck einmal mehr sehr stark und holten den zweiten Punkt für Refrath, nachdem die beiden Einzelspezialisten Lars Schänzler/Brian Holtschke zuvor keine Mittel gegen ihre Gegner gefunden hatten. Wittorf glich aus, nachdem Ann-Kathrin Spöri nach tollem Kampf mit 2:3 unterlegen war, doch der enorm selbstbewusst und sicher agierende Lars Schänzler sorgte erneut für die Führung. Diese gab der TVR nicht mehr ab, zumal das Mixed Beck/Ostermeyer im fünften Satz gewinnen konnte. Brian Holtschke unterlag abschließend noch seinem sehr clever spielenden dänischen Gegner mit 1:3, so dass durch das Endergebnis von 4:3 für Refrath auch die Heimmannschaft einen Zähler für sich verbuchen konnte. Am kommenden Samstag tritt der TVR in Jena beim Aufsteiger SV GutsMuths an.