Kategorie: DBV intern

Heino Knuf beendet seine Tätigkeit als DBV-Geschäftsführer

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Heino Knuf. Foto: Claudia Pauli
Nach nur 14 Monaten als Geschäftsführer des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) wird Heino Knuf aus privaten Gründen seine Tätigkeit bei dem rund 168.000 Mitglieder zählenden olympischen Spitzenverband zum 30. November 2021 beenden.
„Mir ist diese Entscheidung sehr schwergefallen, da ich mich beim DBV und insbesondere in der Geschäftsstelle sehr wohl gefühlt habe. Sehr gerne hätte ich mich an der Weiterentwicklung des DBV und der Sportart Badminton, wie von mir angestrebt, beteiligt. Ich sehe nach wie vor großes
Potenzial in dieser Sportart“, so der 60-Jährige, der am 1. Oktober 2020 in der DBV-Geschäftsstelle in Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen) als DBV-Geschäftsführer begann. DBV-Präsident Thomas Born meinte: „Wir bedauern sehr, dass Heino Knuf den DBV verlässt, haben aber auch Verständnis für seinen Entschluss. Er hat diesen nach reiflicher Überlegung getroffen. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute!“ Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Ehrenring für Thomas Lohwieser beim DBV-Verbandstag

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Thomas Lohwieser (l.) mit DBV-Präsident Thomas Born. Foto: Claudia Pauli

Der emotionale Höhepunkt des 57. Ordentlichen Verbandstags des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) war zweifelsohne die Verleihung des DBV-Ehrenrings an Thomas Lohwieser. Bei der Jugendvollversammlung Ende Oktober 2020 hatte der gebürtige Berliner nicht erneut als Vorsitzender des Ausschusses für Jugend (AfJ) im DBV kandidiert und sich auch nicht für eine andere Position im AfJ zur Verfügung gestellt – womit eine Ära endete: Insgesamt war Thomas Lohwieser mehr als 35 Jahre im DBV-Ausschuss für Jugend ehrenamtlich tätig, mehr als 20 Jahre führte er den Ausschuss als Vorsitzender.
In Anerkennung seiner „außerordentlich hervorragenden Verdienste um den Badmintonsport“ verliehen ihm die Delegierten am 9. Oktober 2021 in Berlin den DBV-Ehrenring – die dritthöchste Ehrung, die der olympische Spitzenverband zu vergeben hat, nach der Ehrenpräsidentschaft und der Ehrenmitgliedschaft.

„Du hast in den vielen Jahren Deines Wirkens die Interessen des Jugendsports sehr nachhaltig vertreten – und das nicht nur in Deutschland, sondern auch auf internationaler Ebene. Unsere Recherchen haben ergeben, dass Du die einzige Person weltweit bist, die bei jeder U19-WM – und diese gibt es seit 1992 – in offizieller Funktion vertreten war. Dies zeigt, mit welchem Engagement Du hier tätig gewesen bist“, so DBV-Präsident Thomas Born, der über mehrere Jahrzehnte sowohl auf Bundesebene als auch im damaligen Badminton-Verband Berlin (BVB) und in der Gruppe Nord im DBV eng mit Thomas Lohwieser zusammenarbeitete, in seiner Laudatio. „Damit habe ich absolut nicht gerechnet, ich bin mehr als nur gerührt“, wandte sich Thomas Lohwieser anschließend an die Anwesenden, darunter DBV-Ehrenpräsident Karl-Heinz Kerst und
DBV-Ehrenmitglied Gerd Pigola. Er fügte hinzu: „Es war einfach eine tolle Zeit – immer eine Freude.“
Bereits am Vorabend waren – im Rahmen eines Empfangs, zu dem der Badminton-Verband Berlin-Brandenburg (BVBB) als Ausrichter des diesjährigen DBV-Verbandstags alle Teilnehmenden an der Sitzung und deren Begleitpersonen eingeladen hatte – Markus Bennewitz, der kommissarische 1. Vorsitzende des Niedersächsischen Badminton-
Verbandes (NBV), und NBV-Geschäftsführer Joachim Böhnke von Thomas Born mit der DBV-Ehrennadel „für besondere Verdienste um den Badmintonsport“ ausgezeichnet worden.
Überwältigende Zustimmung zu den Haushaltsangelegenheiten Der Großteil der Beschlüsse, die beim 57. Ordentlichen DBV-Verbandstag erfolgten, wurde einstimmig bzw. mit großer Mehrheit gefasst. So genehmigten die Delegierten etwa das Rechnungsergebnis für das abgelaufene Haushaltsjahr 2020, den Nachtragshaushalt für das
laufende Kalenderjahr 2021 und den Haushaltsplan für das kommende Haushaltsjahr 2022 jeweils einstimmig. Dabei wurde das Votum zum Haushaltsplan 2022 mit dem Auftrag verbunden, die Überführung des Haushaltsplans 2022 in den Nachtragshaushalt 2022 auf der Basis der
Anregungen aus dem Arbeitsgespräch Finanzen vom 20. September 2021 sowie unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen vorzunehmen.
Neue Zusammensetzung des DBV-Präsidiums beschlossen Im Rahmen des TOP 10 – Anträge auf Satzungsänderungen – stimmten die Delegierten u. a. dem Antrag des Badminton-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen (BLV-NRW) auf Umstrukturierung des DBV-Präsidiums zu. Demnach besteht das Präsidium ab dem 58. Ordentlichen DBV-
Verbandstag 2022 aus demder Präsidentin, drei Vizepräsidentinnen, demder Vorsitzenden des Ausschusses für Jugend als Vertreterin der Badmintonjugend, demder Sportdirektorin für den Bereich Leistungssport und demder Geschäftsführerin. Gleichzeitig gilt derdie Geschäftsführerin neuerdings – wie derdie Präsidentin und die Vizepräsidentinnen – als Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Die beschlossene Modifikation des Führungsgremiums des olympischen Spitzenverbandes ist auch eingebunden in die Überlegungen, die anlässlich des aktuell laufenden Strategieprozesses im Deutschen Badminton-Verband zur Änderung der Organisationsstruktur angestellt werden. Aktuell besteht das DBV-Präsidium gemäß § 21 der DBV-Satzung aus demder Präsidentin, mindestens vier und höchstens sechs Vizepräsidentinnen, demder Chefbundestrainerin oder demder Sportdirektorin für den Bereich Leistungssport sowie demder Geschäftsführerin. Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind dabei derdie Präsidentin und die Vizepräsidentinnen.
DBV-Organe einstimmig entlastet Angenommen wurde auch der Antrag des BLV-NRW, die beim 54. Ordentlichen DBV-Verbandstag 2018 beschlossene Umlage von jährlich 20.000,- Euro durch die Badminton-Landesverbände zur Finanzierung von Marketingmaßnahmen zunächst auszusetzen. Dieses Thema war vor der Abstimmung besonders intensiv diskutiert worden. Ferner votierten die Delegierten u. a. für einen gemeinsamen Antrag des DBV-Präsidiums und der Badminton-Landesverbände Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hinsichtlich der Festsetzung der Mitgliedsbeiträge, welche die BLV jährlich an den DBV entrichten müssen, für das Jahr 2022.
Hierbei hatten sich das DBV-Präsidium und die beiden BLV im Vorfeld auf einen Kompromiss geeinigt. „Ich bedanke mich bei allen, die daran mitgewirkt haben, für die offene Diskussion“, so DBV-Präsident Thomas Born. Anschließend wurden die DBV-Organe nach § 11 Nrn. 2. bis 4. der Satzung – das Präsidium, das Verbandsgericht sowie die Ausschüsse für Leistungssport, Wettkampfsport, Breitensport und Jugend – einstimmig bezüglich der Jahresrechnung und der Geschäftsführung für den Berichtszeitraum entlastet.
Deutsche Meisterschaften vergeben Traditionell entscheiden die Delegierten im Rahmen des DBV-Verbandstags auch über die Ausrichtung verschiedener Deutscher Meisterschaften. Den 58. Ordentlichen DBV-Verbandstag 2022 vergaben die Delegierten an den Thüringer Badminton-Verband (TBV). Die Zusammenkunft wird im Juni nächsten Jahres in Jena oder Erfurt stattfinden.
Jederzeit faire Diskussionen In seinen Schlussworten bedankte sich DBV-Präsident Thomas Born bei allen Anwesenden für die engagierte Mitarbeit. „Wir haben gestern und heute viele konstruktive – und sicherlich an der einen oder anderen Stelle auch kontroverse, aber dabei immer faire – Diskussionen geführt. Im Großen und Ganzen bin ich mit den Ergebnissen zufrieden.“ Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Mehrere Deutsche Meisterschaften verschoben

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Das DBV-Präsidium tagte online. Foto: Claudia Pauli
Nachdem das Präsidium des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) im Herbst vergangenen Jahres entschieden hatte, die für Ende November geplanten Deutschen Meisterschaften 2020 in den Altersklassen U13 bzw. U15, U17 und U19 nicht zum jeweils vorgesehenen Zeitpunkt auszutragen, sich aber die Option für die Durchführung an einem anderen Termin offenzuhalten, beschloss das Führungsgremium des olympischen Spitzenverbandes nun, die letztjährigen Titelkämpfe der Unter-13-Jährigen, der Unter-15-Jährigen und der Unter-17-Jährigen abzusagen. Die Deutschen Meisterschaften 2020 in der Altersklasse U19 hingegen sollen – sofern die Entwicklung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie dies zulässt – im Frühsommer 2021 nachgeholt werden. „Für viele Spielerinnen und Spieler wären die Deutschen U19-Meisterschaften, die für November vergangenen Jahres geplant waren, die letzten Meisterschaften im Jugendbereich gewesen. Wir fänden es für unsere Nachwuchsathletinnen und -athleten schade, wenn sie diese Erfahrung missen müssten. Daher ist uns sehr daran gelegen, dass diese Titelkämpfe nicht ausfallen“, erläutert DBV-Präsident Thomas Born die Entscheidung des Präsidiums. Als neuer Termin für die DM U19 2020 ist der 5./6. Juni 2021 vorgesehen. Der Austragungsort steht noch nicht fest.
Das DBV-Präsidium beschloss ferner, die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften U19 und U15 2021 zum einen zu splitten und zudem zu verschieben: Statt vom 30. April bis zum 2. Mai 2021 in Bonn sollen die Titelkämpfe der Jugendlichen und der Schüler nun am Pfingstwochenende (22. bis 24. Mai 2021) sowohl in Bonn (U19 und U15) als auch in Bergisch Gladbach (U15) ausgetragen werden. Die Zweiteilung gestattet die Erweiterung der Starterfelder, sodass den vier Gruppen im DBV – Nord, West, Mitte und SüdOst – größtmögliche Flexibilität hinsichtlich der Ermittlung der teilnehmenden Vereine geboten wird. Unterstützt wird dieser Prozess durch die Verlegung um drei Wochen nach hinten. Aufgrund der Corona-Pandemie kann die Qualifikation für die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften nicht wie gewohnt erfolgen.
Das DBV-Präsidium traf in seiner Onlinesitzung Ende Januar 2021 zudem die Entscheidung, die Deutschen Juniorenmeisterschaften 2021 und die Deutschen Altersklassenmeisterschaften 2021 zu verschieben. Die Unter-22-Jährigen sollten ursprünglich vom 16. bis zum 18. April in Bonn die nationalen Champions dieses Jahres ermitteln. Die nächsten Titelkämpfe in den Altersklassen O35 bis O75 waren bis dato für den 14. bis 16. Mai 2021 geplant, als Austragungsort war Rinteln vorgesehen.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Deutsche Einzelmeister werden erstmalig erst im Sommer gekürt

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DM 2021 verlegt
Die Deutschen Einzelmeisterschaften werden im Jahr 2021 zum ersten Mal in der Geschichte des im Jahr 1953 gegründeten Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) erst im Sommer stattfinden: Aufgrund der Corona-Pandemie beschloss das Präsidium des olympischen Spitzenverbandes, die nationalen Titelkämpfe in der Altersklasse O19 vom ursprünglich geplanten Termin, dem 4. bis 7. Februar 2021, auf den 26. bis 29. August 2021 (jeweils Donnerstag bis Sonntag) zu verlegen. Austragungsort bleibt die Seidensticker Halle in Bielefeld. Seit ihrer Premiere im Jahr 1953 fand die prestigeträchtige Veranstaltung jeweils spätestens im Mai statt. Von 1976 bis 2020 lag der Finaltag dabei ausschließlich im Januar oder Februar. „Wir bedauern, dass die Deutschen Einzelmeisterschaften diesmal nicht zum üblichen Zeitpunkt stattfinden können. Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Termin Anfang Februar nicht realistisch. Da die Durchführung der Deutschen Einzelmeisterschaften für uns jedoch einen hohen Stellenwert hat, versuchen wir, die Veranstaltung an einem anderen Datum, deutlich später im Jahr, auszutragen“, erläuterte DBV-Präsident Thomas Born die Entscheidung des DBV-Präsidiums. Mit der Verschiebung auf Ende August – und damit auf einen Termin knapp drei Wochen nach dem Ende der Olympischen Sommerspiele in Tokio/Japan (23. Juli bis 8. August 2021) – folgte das Führungsgremium des DBV dem Vorschlag von DM-Cheforganisator Axel Seemann. „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, gemeinsam mit dem DBV sowie mit unserem Hauptsponsor, der Firma YONEX, und der Stadt Bielefeld einen Alternativtermin für die 69. Deutschen Einzelmeisterschaften zu finden. Wir hoffen natürlich, dass es dann möglich ist, die Veranstaltung mit Publikum durchzuführen“, so Axel Seemann, der Geschäftsführer der Play Sportmarketing Seemann GmbH, die 2021 bereits zum 22. Mal federführend die Organisation der nationalen Titelkämpfe im Erwachsenenbereich übernehmen wird. Erstmalig organisierte die Play Sportmarketing Seemann GmbH die Deutschen Einzelmeisterschaften im Jahr 1998 in der Großstadt in Nordrhein-Westfalen. Ohne Unterbrechung finden sie seit 2003 in Bielefeld statt. Dabei kooperiert die Play Sportmarketing Seemann GmbH jeweils eng mit dem Stadtsportbund Bielefeld und dem SV Brackwede. Über viele Jahre zählte zudem der SC Babenhausen zum Organisationsteam der Titelkämpfe. Fest steht bereits, dass die Deutschen Einzelmeisterschaften auch in den Jahren 2022 bis 2024 von der Play Sportmarketing Seemann GmbH in Bielefeld ausgerichtet werden.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Nach der Absage aller Gegner: EM-Qualifikationsturnier fällt aus

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Qualifikationsturnier für die Endrunde in Finnland
Das für Mitte Dezember in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) geplante Qualifikationsturnier der („deutschen“) Gruppe 4 für die Endrunde um die Mixed-Team-Europameisterschaft 2021 fällt aus: Nachdem im Oktober bereits die Isle of Man aufgrund der Corona-Pandemie ihre Teilnahme an der Veranstaltung abgesagt hatte, zogen Mitte November auch die weiteren Gegner der deutschen Mannschaft – Bulgarien und Slowenien – deshalb zurück. Das Event in der Anhalt-Arena in Dessau, einem Stadtteil der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau, wäre vom 10. bis zum 12. Dezember nach dem Modus „jeder gegen jeden“ ausgetragen worden. Dabei hätte einzig der Turniergewinner das Ticket für die EM-Endrunde im kommenden Jahr im finnischen Vantaa (16. bis 20. Februar) gelöst. An der Endrunde um die Mixed-Team-EM 2021 dürfen insgesamt acht Mannschaften teilnehmen, wobei Dänemark als Titelverteidiger und Finnland als Gastgeber automatisch über einen Startplatz verfügen. Die übrigen sechs Teams müssen sich das Ticket für den Wettbewerb um die EM-Medaillen regulär im Rahmen von Qualifikationsturnieren erspielen, die im Zeitraum 9. bis 12. Dezember 2020 an sechs Orten in Europa durchgeführt werden sollten.
Prinzipiell haben im Zusammenhang mit dem Qualifikationsturnieren jene Teams, die aufgrund ihrer guten Platzierung in der Weltrangliste einen Setzplatz zugesprochen bekamen, Heimrecht. Dies betrifft England (Setzplatz 1), Russland (Setzplatz 2), die Niederlande (Setzplatz 3), Frankreich (Setzplatz 5), Spanien (Setzplatz 6) und eben Deutschland (Setzplatz 4). Anders als mehrere andere Nationen nahm Deutschland das Heimrecht auch wahr. Die Verantwortlichen im Deutschen Badminton-Verband (DBV) übertrugen die Ausrichtung des Qualifikationsturniers Heinz Bußmann von Advantage Event Projekte (AEP) aus Delmenhorst, der bereits weit mehr als 100 Länderspiele für den DBV federführend organisiert hat. Als Kooperationspartner in Dessau hätte ihm Ralph Hirsch vom Verein Anhalt Sport zur Seite gestanden, der über umfangreiche Erfahrungen bei der Ausrichtung von Badminton-Länderspielen in Dessau verfügt. „Nach der Absage der Isle of Man haben wir zeitnah ein Konzept erarbeitet, wie wir das Turnier auch mit nur drei Mannschaften und an lediglich zwei Veranstaltungstagen in einem attraktiven Format durchführen können. Ursprünglich waren drei Tage mit je zwei Länderspielen vorgesehen. Die Reduzierung um einen Tag hätte u. a. für die drei teilnehmenden Teams eine Kostenersparnis bedeutet“, erläutert Heinz Bußmann. DBV-Sportdirektor Martin Kranitz ergänzt: „Wir haben in den vergangenen Wochen immer wieder alle relevanten Fakten mit den Verantwortlichen aufseiten des Ausrichters und der Stadt Dessau-Roßlau geprüft und wären in der Lage gewesen, das Turnier unter Berücksichtigung eines umfangreichen Hygiene- und Sicherheitskonzeptes durchzuführen. Daher sind wir schon etwas enttäuscht, dass nun alle Mannschaften ihre Teilnahme abgesagt haben. Aber die Gründe dafür sind natürlich nachvollziehbar.“
Neben dem Qualifikationsturnier der Gruppe 4 fällt auch jenes der Gruppe 5, das Frankreich ausgerichtet hätte, aus. Die übrigen vier Veranstaltungen finden – so der aktuelle Stand – statt. Welche Mannschaften aus den Gruppen 4 und 5 nun an der EM-Endrunde in Finnland teilnehmen dürfen, entscheidet sich vermutlich erst nach den Qualifikationsturnieren im Dezember: Ein vom europäischen Badminton-Verband Badminton Europe Confederation (BEC) eingesetztes Gremium wird sich mit der Vergabe dieser EM-Tickets befassen. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

56. Ordentlicher DBV-Verbandstag findet in digitaler Form statt

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Die Mitglieder des DBV-Präsidium stellen sich der Fotografin. Foto: Claudia Pauli
Der 56. Ordentliche Verbandstag des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) wird Ende Oktober 2020 nicht als Präsenzveranstaltung in Saarbrücken durchgeführt, sondern in digitaler Form. Diese Entscheidung traf das DBV-Präsidium am Montagabend (19. Oktober 2020) nach einer Videokonferenz mit den Präsident*innen bzw. Vorsitzenden der Badminton-Landesverbände und dem Präsidenten des Deutschen Badminton-Ligaverbandes (DBLV). Grund für diesen – einstimmigen – Beschluss sind die bundesweit stark ansteigenden Infektionszahlen im Zusammenhang mit dem Coronavirus und die damit verbundenen Risiken, gerade auch im Hinblick auf Reisetätigkeit. „Ich bedauere sehr, dass sich das Infektionsgeschehen so gestaltet, dass wir den DBV-Verbandstag in diesem Jahr – trotz Verlegung vom Frühsommer auf den Herbst – nicht als Präsenzsitzung durchführen können. Persönliche Begegnungen ermöglichen aus meiner Sicht deutlich bessere Diskussionen als ein Austausch über Onlineplattformen. Zudem wären einige Tagesordnungspunkte vor Ort zweifelsohne weitaus ansprechender umsetzbar gewesen. Ich denke etwa an Ehrungen, Verabschiedungen und die Vorstellung des ersten Entwurfs des DBV-Strategieplans 2021-2024. Aber die Gesundheit und der Schutz der Delegierten haben oberste Priorität“, sagte DBV-Präsident Thomas Born. Nachdem klar war, dass die Sitzung zum ursprünglich vorgesehenen Zeitpunkt – am 6. Juni 2020 in Berlin – nicht würde stattfinden können, sah die neue Planung vor, dass das höchste Organ des olympischen Spitzenverbandes am 31. Oktober 2020 in der Saarlandhalle tagt. Auch die Konferenz, die das DBV-Präsidium entsprechend der Satzung des DBV jeweils am Tag vor dem Ordentlichen Verbandstag mit den Präsident*innen bzw. Vorsitzenden der Badminton-Landesverbände und dem Präsidenten des Deutschen Badminton-Ligaverbandes abhält, wurde als Präsenzsitzung abgesagt und erfolgt nun am 30. Oktober 2020 als Videokonferenz. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Ordentlicher DBV-Verbandstag verschoben

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Die Mitglieder des DBV-Präsidium stellen sich der Fotografin. Foto: Claudia Pauli
Nachdem das Präsidium des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) bereits am 13. März 2020 beschlossen hatte, aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus den DBV-Spielbetrieb – zunächst – bis zum 31. Mai 2020 auszusetzen, entschied das Führungsgremium des olympischen Spitzenverbandes nun, ferner den für den 6. Juni 2020 in Berlin vorgesehenen 56. Ordentlichen DBV-Verbandstag sowie die damit einhergehenden Veranstaltungen abzusetzen und auf einen derzeit unbestimmten Zeitpunkt zu verschieben.
„Nach Abwägung der Risiken aufgrund der aktuellen Corona-Epidemie in Deutschland, den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und zum Schutz aller Delegierten des DBV und der Badminton-Landesverbände hat das DBV-Präsidium in Abstimmung mit den Verantwortlichen des ausrichtenden Badminton-Landesverbandes Berlin-Brandenburg diesen Beschluss gefasst“, erläuterte DBV-Präsident Thomas Born (Berlin).
Das Präsidium des Deutschen Badminton-Verbandes geht demnach davon aus, dass der 56. Ordentliche DBV-Verbandstag nicht vor Oktober 2020 stattfinden kann. Nach aktueller Gesetzeslage ist eine Durchführung bis zum 31. Dezember 2020 erforderlich. Die gewählten und berufenen DBV-Funktionsträgerinnen und -Funktionsträger bleiben bis zu einer eventuellen Abberufung oder bis zur Bestellung einer Nachfolgerin bzw. eines Nachfolgers im Amt.
Die inhaltlichen Schwerpunkte des 56. Ordentlichen DBV-Verbandstages bilden die Diskussion und Abstimmung über Anträge auf Änderungen der Satzung und verschiedener Ordnungen des DBV, die Genehmigung des DBV-Haushaltes, die Entlastung von DBV-Organen, die Vergabe von Meisterschaften für die Spielsaison 2021/2022 und – nicht zuletzt – Wahlen zum Präsidium. So enden 2020 die Amtszeiten von Präsident Thomas Born und von Vizepräsident Karl-Heinz Zwiebler (Bonn). Die anderen Präsidiumsmitglieder, über die der DBV-Verbandstag entscheidet, stehen hingegen turnusgemäß erst im Jahr 2022 wieder zur Wahl.
Entsprechend der Satzung des DBV hält das DBV-Präsidium jeweils am Tag vor dem Ordentlichen Verbandstag mit den Präsidentinnen und Präsidenten bzw. Vorsitzenden der BadmintonLandesverbände eine Konferenz ab. Im Anschluss an den DBV-Verbandstag trifft sich traditionell das Referat Spielbetrieb O19 des DBV mit den Sportwarten der BadmintonLandesverbände und den Gruppensportwarten zu einer Tagung.
Am Vorabend des DBV-Verbandstages begrüßen die Verantwortlichen des gastgebenden Badminton-Landesverbandes stets im Rahmen eines Empfangs mit Abendessen alle Delegierten und deren Begleitpersonen aus den Landesverbänden bzw. vom DBV sowie weitere Gäste. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Länderspiele gegen Schottland werden verschoben

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Flagge Schottland
Angesichts der prekären Situation im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 hat der Deutsche Badminton-Verband (DBV) als Veranstalter der für den 6. und 7. April 2020 in Frankenthal (Rheinland-Pfalz) und Bad Hersfeld (Hessen) geplanten Freundschaftsländerspiele der deutschen Badminton-Nationalmannschaft gegen Schottland in Absprache mit den jeweiligen Ausrichterteams und dem schottischen Badminton-Verband die Verlegung der Begegnungen in den Herbst dieses Jahres beschlossen.
„Die Verantwortlichen beim schottischen Badminton-Verband haben bereits zugesagt, dass sie nach einem geeigneten Termin im September suchen“, erläutert DBV-Geschäftsführer Roland Herres. Da die Freundschaftsländerspiele auch dann in Frankenthal und Bad Hersfeld stattfinden sollen, behalten schon gekaufte Eintrittskarten ihre Gültigkeit. Tickets können aber auch an den entsprechenden Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.
Die Ausrichtung der Freundschaftsländerspiele gegen Schottland liegt in den Händen von Heinz Bußmann von Advantage Event Projekte (AEP) aus Delmenhorst, der bereits mehr als 100 Länderspiele für den DBV organisiert hat. Dabei kooperiert er in Frankenthal mit dem TSV Eppstein und in Bad Hersfeld mit dem TV Hersfeld.
Sobald die neuen Termine für die Begegnungen mit Schottland feststehen, werden diese u. a. auf der DBV-Homepage unter www.badminton.de bekannt gegeben. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Yvonne Li zweifache Titelträgerin in Bielefeld

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Jan Colin Völker (hinten) und Bjarne Geiss holten jeweils ihren ersten DM-Titel in der Altersklasse O19. Foto: Claudia Pauli
Bei den Deutschen Einzelmeisterschaften 2020 in Bielefeld (30. Januar bis 2. Februar) hat Tokio 2020-Kandidatin Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen) zwei Titel geholt und sich damit zur erfolgreichsten Teilnehmerin gekürt. Die 21-Jährige ließ als erste Spielerin seit Nicole Grether (SC Bayer 05 Uerdingen) im Jahr 2001 bei derselben Veranstaltung sowohl im Dameneinzel als auch im Damendoppel die gesamte Konkurrenz hinter sich.
Je eine Goldmedaille gewannen Linda Efler (SC Union Lüdinghausen; im Damendoppel), Bjarne Geiss (Blau-Weiss Wittorf; im Herrendoppel), Jones Jansen (1. BC Wipperfeld; im Mixed), Kilasu Ostermeyer (TV Refrath; im Mixed), Jan Colin Völker (TV Refrath; im Herrendoppel) und Max Weißkirchen (1. BC Beuel; im Herreneinzel).

Herreneinzel

Im Herreneinzel sicherte sich Max Weißkirchen zum dritten Mal in Folge den Titel. In einem ebenso hochklassigen wie spannenden Endspiel behielt der 23 Jahre alte Teilnehmer an den Olympischen Jugendspielen 2014 mit 21:18, 14:21, 21:14 gegenüber Lars Schänzler (TV Refrath) die Oberhand. Der 24-Jährige verbuchte damit sein bislang bestes Ergebnis bei den nationalen Meisterschaften in der Altersklasse O19. Zuvor war Lars Schänzler dreimal in Serie im Halbfinale ausgeschieden und folglich Dritter geworden. „Im zweiten Satz hat Lars das Tempo angezogen. Er war dann irgendwann fünf, sechs Punkte weg, sodass ich mich auf den dritten Satz konzentriert habe und da noch einmal alles geben wollte. Das hat zum Glück geklappt, ich bin happy“, meinte Max Weißkirchen.

Dameneinzel

In einer Neuauflage des Endspiels von 2019 setzte sich Yvonne Li mit 21:12, 16:21, 21:8 gegen Fabienne Deprez (FC Langenfeld) durch. „Fabienne ist eine sehr starke Spielerin. Im zweiten Satz hat sie das Tempo bestimmt, aggressiver gespielt und wenige Fehler gemacht – und es damit mir schwer gemacht. Ich bin froh, dass es dann am Ende doch deutlich war“, sagte die 21-Jährige. Während Yvonne Li ihren 2019 im Dameneinzel gewonnenen Titel erfolgreich verteidigte, verpasste die 27 Jahre alte Fabienne Deprez ihren zweiten DMTriumph in dieser Disziplin nach 2013.

Herrendoppel

Im Herrendoppel holten Bjarne Geiss/Jan Colin Völker jeweils den ersten DM-Titel im Erwachsenenbereich. Die Nachwuchsspieler des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) verzeichneten im Finale einen souveränen 21:17, 21:11-Erfolg über Johannes Pistorius/Lukas Resch (TSV Freystadt/1. BC Beuel). „Ich bin sehr glücklich, der Titel ist ein sehr, sehr großer Erfolg“, meinte der 21 Jahre alte Jan Colin Völker. Dessen ein Jahr älterer Doppelpartner Bjarne Geiss ergänzte: „Dass es jetzt endlich zum Titelgewinn gereicht hat, ist super!“ 2018 und 2019 hatten Bjarne Geiss/Jan Colin Völker in Bielefeld jeweils die Vorschlussrunde erreicht und damit Bronze geholt. Johannes Pistorius wurde nach 2018 zum zweiten Mal Deutscher Vizemeister im Herrendoppel. Vor zwei Jahren war er an der Seite von Peter Käsbauer (1. BC SaarbrückenBischmisheim) ins DM-Endspiel eingezogen. Lukas Resch, der nach den Deutschen Einzelmeisterschaften 2020 seine Karriere als Leistungssportler beenden wird, gewann anlässlich der 68. nationalen Titelkämpfe seine erste DM-Medaille in der Altersklasse O19.

Damendoppel

Im Damendoppel gelang Linda Efler die erfolgreiche Titelverteidigung. Nachdem die 25-Jährige im Vorjahr an der Seite von Isabel Herttrich (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) zum ersten Mal bei den Deutschen Einzelmeisterschaften Platz eins in dieser Disziplin belegt hatte, entschied sie nun mit ihrer Vereinskollegin Yvonne Li das Finale für sich. Die 21-Jährige, die in der 1. BadmintonBundesliga regelmäßig mit Linda Efler das Damendoppel bestreitet, war kurzfristig für Isabel Herttrich eingesprungen, die krankheitsbedingt ihren Start in Bielefeld absagen musste. „Der Druck ist hier ein ganz anderer als in der Bundesliga: Deutsche Meisterschaften sind nur einmal im Jahr. Es hat mir mit Linda viel Spaß gemacht und es ist cool, dass es so gut geklappt hat“, so Yvonne Li nach dem 21:18, 21:10-Sieg gegen Kilasu Ostermeyer und Franziska Volkmann (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim). Franziska Volkmann stand in diesem Jahr erstmalig in ihrer Karriere bei den nationalen Titelkämpfen O19 in einem Endspiel. Für Kilasu Ostermeyer war es das erste Finale im Damendoppel bei den Deutschen Einzelmeisterschaften. „Die erfolgreiche Titelverteidigung bedeutet mir sehr viel. Der Plan, den wir für das Finale hatten, ist aufgegangen“, sagte Linda Efler erfreut.

Mixed

Im letzten Match des vierten Veranstaltungstages holte Jones Jansen seine insgesamt zweite DMGoldmedaille im Erwachsenenbereich, während Kilasu Ostermeyer diesbezüglich ihre Premiere feierte. Das Duo setzte sich im Endspiel des Mixedwettbewerbs mit 21:19, 21:16 gegen Max Weißkirchen/Fabienne Deprez durch. Jones Jansen wurde 2018 an der Seite von Josche Zurwonne (SC Union Lüdinghausen) Deutscher Meister im Herrendoppel. Kilasu Ostermeyers bis dato größter Erfolg bei den nationalen Titelkämpfen O19 datiert ebenfalls aus dem Jahr 2018. Damals gewann die heute 22-Jährige gemeinsam mit Nikolaj Persson (TSV Trittau) im Gemischten Doppel Silber.

Yvonne Li und Mark Lamsfuß als „Spieler des Jahres 2019“ geehrt

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Die „Spieler des Jahres 2019” im Erwachsenenbereich: Yvonne Li und Mark Lamsfuß. Foto: Claudia Pauli
Yvonne Li und Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld) sind die „Spieler des Jahres 2019“ im Erwachsenenbereich. Die 21-Jährige und ihr vier Jahre älterer Nationalmannschaftskollege erhielten im Rahmen der vom Fachmagazin BADMINTON SPORT in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Badminton-Verband veranstalteten Wahl jeweils die meisten Stimmen in der Kategorie „O19“ und wurden am Finaltag der 68. Deutschen Einzelmeisterschaften entsprechend geehrt. Die Übergabe der vom „Club der Deutschen Meister und der Freunde des Badmintonsports“ gestifteten Pokale nahmen gemeinsam DBV-Präsident Thomas Born und Dr. Claudia Pauli, Pressesprecherin des DBV sowie BADMINTON SPORT-Chefredakteurin, vor.
Beide DBV-Asse entschieden die Publikumswahl, die 2007 ihre Premiere erlebte, erstmalig für sich. Seitens der Verantwortlichen im DBV waren erneut bei den Damen wie bei den Herren drei Aktive nominiert worden, die im betreffenden Jahr herausragende Erfolge erzielt hatten.
So kürte sich die 22-malige deutsche Nationalspielerin Yvonne Li etwa 2019 erstmalig zur Deutschen Meisterin im Dameneinzel und erreichte bei den European Games in Minsk/Weißrussland in dieser Disziplin das Viertelfinale. Mark Lamsfuß stand bei den European Games sowohl im Herrendoppel (an der Seite von Marvin Seidel vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) als auch im Mixed (gemeinsam mit dessen Vereinskollegin Isabel Herttrich) in der Runde der besten Acht. Bei den wenige Wochen später ausgetragenen Individual-Weltmeisterschaften kam der 25-Jährige mit Marvin Seidel bis ins Achtelfinale des Herrendoppelwettbewerbs.

„Markus-Keck-Gedächtnispokal“ an Mark Lamsfuß

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Mark Lamsfuß (l.) mit DBV-Präsident Thomas Born nach der Ehrung mit dem „Markus-Keck-Gedächtnispokal“. Foto: Claudia Pauli
Mark Lamsfuß durfte sich anschließend über eine weitere Ehrung von besonderer Bedeutung freuen: DBV-Präsident Thomas Born überreichte dem 28-maligen deutschen Nationalspieler – im Anschluss an eine kurze Laudatio – den „Markus-Keck-Gedächtnispokal“. Diese Trophäe wurde im Jahr 1997 von der Familie des viel zu früh verstorbenen, 20-maligen deutschen Nationalspielers Markus Keck für zehn Jahre gestiftet. Seitdem führt der DBV die Ehrung fort. Mit dem Pokal zeichnen die Verantwortlichen im DBV stets eine hervorragende Athletin bzw. einen hervorragenden Athleten aus, die bzw. der nicht allein in sportlicher Hinsicht überzeugt, sondern auch in Bezug auf ihre bzw. seine Persönlichkeit. Der „Markus-Keck-Gedächtnispokal“ wird traditionell im Rahmen der Deutschen Meisterschaften O19 verliehen. Claudia Pauli Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

Lang ersehntes Comeback und Ausfall eines Zweifach-Gewinners bei den DM

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DM 2020 in Bielefeld
Wenn vom 30. Januar bis zum 2. Februar in Bielefeld die leistungsstärksten Badmintonasse Deutschlands in der Altersklasse O19 die nationalen Champions 2020 im Herreneinzel, Dameneinzel, Herrendoppel, Damendoppel und Mixed ermittelt, gibt ein Athlet, der im Vorjahr „schmerzlich vermisst“ wurde, sein Turnier-Comeback. Dagegen müssen die Fans auf einen Zweifach-Gewinner von 2019 verzichten:
Fabian Roth (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), der Deutsche Meister von 2017 im Herreneinzel, bestreitet in der Seidensticker Halle sein erstes Turnier nach einer rund anderthalbjährigen Zwangspause aufgrund einer Knieverletzung. Marvin Seidel (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) hingegen, der sich bei den 67. Deutschen Einzelmeisterschaften sowohl im Mixed mit seiner „Stammpartnerin“ Linda Efler (SC Union Lüdinghausen) als auch im Herrendoppel mit seinem „Ersatzpartner“ Max Weißkirchen (1. BC Beuel) gegen die gesamte Konkurrenz durchgesetzt hatte, befindet sich aktuell in der Rehabilitation: Der 24-Jährige hat Probleme mit der Hüfte. 2019 war Marvin Seidel bei den Deutschen Meisterschaften O19 im Herrendoppel an der Seite von Max Weißkirchen angetreten, da Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld), mit dem Marvin Seidel seit mehreren Jahren ein sehr erfolgreiches Herrenduo bildet, seinerzeit verletzungsbedingt fehlte.
Auch Max Weißkirchen und Linda Efler kürten sich vor Jahresfrist zweifach zu nationalen Champions: Max Weißkirchen gewann zudem im Herreneinzel das Finale, Linda Efler gelang dies im Damendoppel an der Seite von Isabel Herttrich (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim).
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Da 2020 neben Marvin Seidel weitere Spielerinnen und Spieler nicht für die Deutschen Einzelmeisterschaften gemeldet haben, die über viel Wettkampferfahrung verfügen und in den vorangegangenen Jahren stets vordere Plätze belegten (etwa die amtierenden Deutschen Vizemeisterinnen Johanna Goliszewski und Lara Käpplein, beide vom 1. BV Mülheim), stehen die Chancen diesmal besonders gut, dass Nachwuchsathletinnen und -athleten in spezieller Weise in den Fokus rücken. Die vorangegangenen Auflagen der nationalen Titelkämpfe O19 zeigten zudem, dass in allen Disziplinen stets auch Überraschungen möglich sind. So erreichten etwa Athletinnen und Athleten, die an Nummer 5/8 oder gar an Nummer 9/16 gesetzt waren, das Halbfinale oder gar das Finale.

Herreneinzel

Zum ersten Mal als Nummer eins der Setzliste geht 2020 Kai Schäfer (SC Union Lüdinghausen) ins Rennen um den DM-Titel im Herreneinzel. Der 26-Jährige hofft darauf, sich in diesem Jahr endlich erstmalig zum Deutschen Meister küren zu können. An Position zwei ist Max Weißkirchen notiert, der seinen insgesamt dritten Triumph auf nationaler Ebene in dieser Disziplin – nach 2018 und 2019 – feiern möchte. Setzplatz 3/4 haben „Rückkehrer“ Fabian Roth und der letztjährige DM-Dritte Lars Schänzler (TV Refrath) inne.

Dameneinzel

Im Dameneinzel führt die Titelverteidigerin die Setzliste an: Die 21 Jahre alte Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen) konnte sich 2019 zum ersten Mal den DM-Titel im Erwachsenenbereich sichern. An Position zwei folgt Fabienne Deprez (FC Langenfeld), die Deutsche Meisterin von 2013 in dieser Disziplin, sodass es zu einer Neuauflage des Endspiels des Vorjahres kommen könnte. An Nummer 3/4 wurden Brid Stepper (TV Marktheidenfeld), die Deutsche U22-Meisterin von 2015, und die 19 Jahre alte Miranda Wilson (1. BC Wipperfeld) gesetzt.

Herrendoppel

Nach dem Ausfall des Spitzenduos Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) sind Jones Jansen/Peter Käsbauer (ebenfalls 1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) im Herrendoppel topgesetzt. Peter Käsbauer belegte vor Jahresfrist mit Oliver Roth (TSV Freystadt) Rang zwei. Titelverteidiger Max Weißkirchen sprang diesmal für Marvin Seidel ein und hofft somit an der Seite von Mark Lamsfuß auf einen weiteren Medaillengewinn. Die kurzfristig zusammengestellte Paarung ist an Position zwei notiert. Setzplatz 3/4 haben Bjarne Geiss/Jan Colin Völker (Blau-Weiss Wittorf/TV Refrath), die 2018 und 2019 jeweils bis ins Halbfinale kamen, sowie Daniel Hess/Johannes Pistorius (1. BC Beuel/TSV Freystadt) inne. Johannes Pistorius wurde 2018 mit Peter Käsbauer Deutscher Vizemeister.

Damendoppel

Bei den Damen gehen die topgesetzten Titelverteidigerinnen Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) als klare Favoritinnen auf den neuerlichen Triumph an den Start. Die Nachwuchsspielerinnen Annabella Jäger/Stine Küspert (TSV NeuhausenNymphenburg/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), die es 2019 bis in die Vorschlussrunde schafften, möchten in diesem Jahr erstmalig in ihrer Karriere ein Finale bei den Deutschen Meisterschaften im Erwachsenenbereich erreichen. Das Duo hat Setzplatz zwei inne und könnte somit erst im Endspiel auf die Olympiakandidatinnen für 2020, Linda Efler/Isabel Herttrich, treffen. Lisa Kaminski/Hannah Pohl (beide 1. BC Beuel), die 2015, 2017 und 2019 jeweils im DM-Halbfinale standen, sind gleichsam an Position 3/4 notiert wie Kilasu Ostermeyer/Franziska Volkmann (TV Refrath/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim). Letztere konnten bei den Deutschen Einzelmeisterschaften bis dato keinen Podestplatz im Damendoppel belegen.

Mixed

Im Mixed streben Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC SaarbrückenBischmisheim) ihren zweiten gemeinsamen Titelgewinn nach 2016 an. Die Anwärter auf einen Startplatz bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio/Japan sind an Nummer ein gesetzt und in Bielefeld klar favorisiert. Titelverteidigerin Linda Efler (SC Union Lüdinghausen) tritt nach dem Ausfall ihres „Stammpartners“ Marvin Seidel (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) mit dem 21 Jahre alten Jan Colin Völker (TV Refrath) an. Das Duo ist an Position zwei notiert. Setzplatz 3/4 haben Jones Jansen/Kilasu Ostermeyer (1. BC Wipperfeld/TV Refrath) und Max Weißkirchen/Fabienne Deprez (1. BC Beuel/FC Langenfeld) inne. Der 23 Jahre alte Max Weißkirchen absolviert damit in der Bielefelder Seidensticker Halle ein „Mammutprogramm“: Als einer der wenigen Teilnehmenden startet er in drei Disziplinen. Kilasu Ostermeyer kam 2018 mit Nikolaj Persson (TSV Trittau) bis ins Finale des Gemischten Doppels.

21. DM-Auflage in Bielefeld

Als Ausrichter der Deutschen Einzelmeisterschaften fungiert die Play Sportmarketing Seemann GmbH in enger Kooperation mit dem Stadtsportbund Bielefeld und dem SV Brackwede. Insgesamt organisiert die Play Sportmarketing Seemann GmbH 2020 bereits zum 21. Mal die Deutschen Einzelmeisterschaften. Erstmalig wurden die Titelkämpfe im Jahr 1998 in Bielefeld durchgeführt, ohne Unterbrechung finden sie seit 2003 in der Großstadt in Ostwestfalen statt.
Die Viertelfinalspiele werden am Freitag (31. Januar) ab ca. 17.00 Uhr ausgetragen, die Halbfinalspiele folgen am Samstag (1. Februar) ab 11.00 Uhr und die fünf Finalspiele finden am Sonntag (2. Februar) ebenfalls ab 11.00 Uhr statt.
Alle Ergebnisse der 68. Deutschen Einzelmeisterschaften sind auf der DBV-Homepage unter www.badminton.de, auf der Veranstaltungshomepage unter www.dm-badminton.de sowie im Internet unter www.turnier.de (Stichwort „68. Deutsche Meisterschaften 2020“) erhältlich.

Rückblick: Die Bestplatzierten 2019

Herreneinzel: Deutscher Meister: Max Weißkirchen (1. BC Beuel; Setzplatz 3/4; Titelverteidiger) Deutscher Vizemeister: Samuel Hsiao (1. BC Wipperfeld; Setzplatz 9/16) Bronze: Kai Schäfer (SC Union Lüdinghausen; Setzplatz 2) und Lars Schänzler (TV Refrath; Setzplatz 3/4) Dameneinzel: Deutsche Meisterin: Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Setzplatz 1) Deutsche Vizemeisterin: Fabienne Deprez (FC Langenfeld; Setzplatz 2) Bronze: Katharina Altenbeck (1. BV Mülheim; Setzplatz 5/8) und Thuc Phuong Nguyen (Hamburg-Horner TV; Setzplatz 5/8)
Herrendoppel: Deutsche Meister: Marvin Seidel/Max Weißkirchen (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel; Setzplatz 1) Deutsche Vizemeister: Peter Käsbauer/Oliver Roth (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TSV Freystadt; Setzplatz 2) Bronze: Bjarne Geiss/Jan Colin Völker (Blau-Weiss Wittorf/TV Refrath; Setzplatz 3/4) und Peter Lang/Thomas Legleitner (beide SV Fun-Ball Dortelweil; Setzplatz 5/8) Damendoppel: Deutsche Meisterinnen: Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 2)
Deutsche Vizemeisterinnen: Johanna Goliszewski/Lara Käpplein (beide 1. BV Mülheim; Setzplatz 1) Bronze: Annabella Jäger/Stine Küspert (TSV Freystadt/Blau-Weiss Wittorf; Setzplatz 3/4) und Lisa Kaminski/Hannah Pohl (beide 1. BC Beuel; Setzplatz 3/4) Mixed: Deutsche Meister: Marvin Seidel/Linda Efler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/SC Union Lüdinghausen; Setzplatz 2) Deutsche Vizemeister: Raphael Beck/Isabel Herttrich (TV Refrath/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 1) Bronze: Oliver Roth/Lara Käpplein (TSV Freystadt/1. BV Mülheim; Setzplatz 5/8) und Tobias Wadenka/Annika Horbach (TSV Neuhausen-Nymphenburg/SV Fun-Ball Dortelweil; Setzplatz 5/8) Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV) Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail