Jena verkauft sich teuer

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Aller Anfang ist schwer – auch für Jena in der höchsten Liga. Foto: SV GutsMuths Jena
Die Badmintonspieler des SV GutsMuths Jena verkaufen sich bei ihrem Saisonauftakt in München teuer. Der erste Bundesligaauftritt der Vereinsgeschichte fand unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften statt. Nach langer Turnierpause war die Vorfreude und Anspannung der Jenaer extrem groß. Die damit verbundene Nervosität konnte jedoch recht schnell abgeschüttelt werden. Das zweite Herrendoppel Lennart Notni/ Florian Wohlgemuth unterlag zwar erwartungsgemäß der Paarung Atanasov/ Wadenka in drei Sätzen, brachte aber eine durchaus ansehnliche Leistung aufs Feld. Noch besser machte es das Damendoppel aus Neuzugang Annika Schreiber und Tabea Tirschmann, die sich nach 0:2 Satzrückstand famos zurückkämpften und die Nationalspielerin Annabella Jäger und die slowenische Meisterin Kaja Stankovic in den Entscheidungssatz zwangen. Hier spielten sie dann noch einmal stärker auf und besorgten den vielumjubelten Ausgleich. Zeitgleich traf unser erstes Herrendoppel Moritz Predel/ Pit Hofmann auf den deutschen Ex- Nationalspieler Oliver Roth und den Dänen Rasmus Bonde. Die beiden Jenaer erwischten einen guten Start – bis zum Spielstand von 11:11. Hier rutschte Mannschaftskapitän Moritz Predel nach einem Sprung in der hinteren Vorhand unglücklich aus und zog sich eine Zerrung zu. Er gab zwar nochmal alles, konnte im angeschlagenen Zustand die Niederlage aber nicht verhindern. In Folge der Verletzung musste Moritz Predel auf seinen Einsatz im zweiten Herreneinzel verzichten, sodass Florian Wohlgemuth einspringen musste und auch im Einzel Bundesligaluft schnuppern durfte. Hier erwies sich der Bulgare Ivan Rusev Atanasov doch noch als eine Nummer zu groß. Wie befürchtet, wurde Führungsspieler Johann Höflitz nicht rechtzeitig fit und so trat Lennart Notni als neue Nummer eins im ersten Herreneinzel gegen den zweifachen israelischen Olympiateilnehmer Misha Zilbermann an. Das Spiel startete mit dem Gewinn des ersten Satzes durch den Jenaer überraschend gut. Allerdings konnte er dem Spieltempo und den Finten der israelischen Nummer eins nicht immer folgen und unterlag letztlich nach einem starken Auftritt mit 1:3 Sätzen. Eine ganz schwere Aufgabe hatte auch die erfahrenste im Jenaer Kader vor der Brust. Nicole Bartsch traf im Dameneinzel auf Kaja Stankovic, kämpfte stark, musste aber die spielerische Überlegenheit der Slowenin anerkennen. Im abschließenden Mixed wurde es dann noch einmal so richtig spannend. Pit Hofmann/ Laura Adam konnten Bonde/ Jäger führten zwischenzeitlich 2-1 nach Sätzen, konnten die folgenden Sätze jedoch nicht für sich entscheiden. Mit dem Endstand von 6-1 aus der Sicht des Münchener TSV stehen nach dem ersten Punktspielwochenende zwar keine Punkte auf dem Jenaer Konto, dennoch kann die Mannschaft auf einen ordentlichen Saisonauftakt blicken, in dem es nicht an hochklassigen Spielen und Spannung fehlte.

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Das nächste Punktspiel findet am 24.10 in Jena statt. Hier trifft der SV GutsMuths auf den TV Refrath. Ob in begrenztem Rahmen Zuschauer anwesend sein dürfen, ist noch nicht abschließend geklärt. Neben dem Livestream auf der Seite des Deutschen Badminton-Verbandes wird auch der Mitteldeutsche Rundfunk zu Gast sein, und einen Livestream im „Sport im Osten“ stellen, welcher online abrufbar sein wird. Lennart Notni